Glossar

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3-Liter-Haus

3-Liter-H√§user sind Ultra-Niedrigenergiegeb√§ude, die nur so viel Prim√§renergie pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen, wie in 3 Litern Heiz√∂l enthalten sind, also cirka 30 kWh Energie pro Quadratmeter und Jahr. Der Strom f√ľr Pumpen, Regelung und Brenner ist ebenfalls schon mit einbezogen. Das Fraunhofer IBP hat Ende der 90er Jahre diesen Standard kreiert und den Namen ‚Äě3-Liter-Haus‚Äú markenrechtlich sch√ľtzen lassen.¬†

Ein 3-Liter-Haus braucht im Vergleich zu einem herk√∂mmlichen Haus nur ein Drittel der Energie zum Heizen der R√§ume. Das 3-Liter-Haus ist ein gro√üer Schritt in Richtung Unabh√§ngigkeit vom steigenden √Ėlpreis auf dem Weltmarkt und den ihm folgenden Gas- und Brennholzpreisen. Der 3-Liter-Standard ist bei allen Neubauvorhaben und bei fast allen Sanierungsvorhaben zu erreichen. Im Prinzip sind die Komponenten, die f√ľr ein 3-Liter-Haus beachtet werden m√ľssen, die selben wie bei einem Niedrigenergiehaus. Einige Bauteile m√ľssen eine noch hochwertigere Ausf√ľhrung vorweisen. Diese werden hier benannt: Au√üenwand, Decken, Dach und Keller m√ľssen sehr gut ged√§mmt sein, 3-fach W√§rmeschutzscheiben und w√§rmed√§mmende Fensterrahmen, vollst√§ndige Vermeidung von W√§rmebr√ľcken, energieeffiziente Heizung, solarthermische Anlage f√ľr Warmwasser und Aufheizung der Zuluft, W√§rmepumpen.

Die Energiezyklen des 3-Liter-Hauses

  1. Der Sonnenzyklus: An einem Sonnentag w√§rmt die Sonnenstrahlung das Haus direkt. Die Sonnenstrahlung gelangt √ľber die S√ľdverglasung ins Innere und erw√§rmt Fu√üboden und Innenw√§nde, √ľber diese indirekt auch die Raumluft. Die erw√§rmte W√§rme der Raumluft wird √ľber die Komfortl√ľftung im ganzen Haus verteilt.¬†
  2. W√§rmebezug aus dem Pufferspeicher: Fehlt die direkte Sonnenstrahlung und sind die Au√üentemperaturen so tief, dass geheizt werden muss, so kann aus dem Pufferspeicher √ľber das besondere W√§rmeverteilsystem der eine oder andere Niedertemperaturheizk√∂rper, Fu√übodenheizung oder Wandheizung gespeist werden. Au√üerdem liefert der Pufferspeicher das Brauchwarmwasser f√ľr K√ľche, Bad, Waschmaschine und Geschirrsp√ľler.¬†
  3. Die Atmung des Hauses, die automatische Komfortl√ľftung, arbeitet st√§ndig. Sie entnimmt aus den R√§umen hoher Luftbelastung (z.B. Wohn- und Esszimmer, K√ľche, Bad, WC) die warme Raumluft und bef√∂rdert sie √ľber einen W√§rmetauscher ins Freie. Im W√§rmetauscher wird die W√§rme an die frische Au√üenluft abgegeben, die dann in R√§ume mit hohem Anspruch an die Luftqualit√§t einstr√∂mt (z.B. Kinderzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer). Die Au√üenluft wird an besonders kalten Tagen √ľber einen Erdw√§rmetauscher bereits vorgew√§rmt.¬†
  4. Heiztage: Folgen mehrere, bew√∂lkte, kalte Tage aufeinander, kommen die wenigen Heiztage auf das 3-Liter-Haus zu. Ist eine √Ėl- oder Gasheizung oder eine W√§rmepumpe installiert, so unterscheiden sich diese Tage nicht von Heiztagen in konventionellen H√§usern. Die abgegebene W√§rme wird √ľber die automatische Komfortl√ľftung im Haus verteilt. Empfehlenswerte Heizsysteme f√ľr Einfamilienh√§user sind der Kachelofen als Ganzhausheizung sowie Pellet√∂fen mit Wasserw√§rmetauscher.¬†
A

Abdichtung

Unter dem Begriff "Abdichtung" werden drei Bereiche verstanden: die Abdichtung von Fugen im Hochbau, die Flachdachabdichtung und die Bauwerksabdichtung. Die Abdichtung dient dem Schutz des Gebäudes vor Wasser und Feuchtigkeit (gemäß DIN 18195). Sie bedeckt oder umschließt gefährdete Bauteile: z.B. werden Kelleraußenwände gegen versickerndes Niederschlagswasser, Bodenfeuchtigkeit und aufsteigendes Grundwasser mittels bituminöser Anstriche, Spachtelmasse oder Bitumenbahnen abgedichtet, horizontal erfolgt die Sicherung der Kellerwände durch Horizontalsperren. 

Flachd√§cher werden gegen Regen und Schneewasser durch bitumin√∂se Dachbahnen (z.B. Schwei√übahnen) gesch√ľtzt. Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen sind Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen zu unterscheiden.

Abdichtungsbahn

Abdichtungsbahnen werden f√ľr die Abdichtung von Bauwerken oder Bauteilen unter der Gel√§ndeoberkante verwendet. Dabei steht der Schutz vor Bodenfeuchtigkeit, Sicker- oder Schichtenwasser und vordr√ľckendem Grundwasser im Vordergrund. Abdichtungsbahnen sind in der Regel beidseitig mit einer st√§rkeren Bitumenschicht versehen.¬†

Abgehängte Decke

abgdecke_sDie abgeh√§ngte Decke ist eine nichttragende Decke, die an einer Unterkonstruktion befestigt wird. Die Unterkonstruktion besteht aus Abh√§ngern und Profilen aus Holz oder Metall. Die Profile werden bekleidet mit Profilholz, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten oder speziellen Kassetten aus Aluminium- oder Edelstahlblechen. Der Vorteil einer abgeh√§ngten Decke ist, dass Klimakan√§le, Installationsleitungen sowie eine Schall- oder W√§rmed√§mmung in die Decke integriert werden k√∂nnen. Voraussetzung f√ľr eine Deckenabh√§ngung ist allerdings eine entsprechend gro√üe Raumh√∂he.

Abschottung

Abschottung

Der Einbau von Abschottungen in W√§nde und Decken verhindert, dass sich im Brandfall Flammen und besonders Rauch und Gase von Raum zu Raum oder √ľber Geschosse ausbreiten k√∂nnen. Der Kabelschottbau kann als Weichschott oder Hartschott ausgef√ľhrt werden. Ein Weichschott besteht aus den Komponenten Mineralfaserplatte, Brandschutz-Beschichtung und Brandschutzspachtel. Der Hauptbestandteil eines Hartschotts ist ein Brandschutzm√∂rtel.¬†

F√ľr gr√∂√üere Kabelschotts bietet sich das Weichschott an. Hier befinden sich die mit Brandschutzbeschichtung versehenen Kabel auf Kabelpritschen. Die Zwickel zwischen den Kabeln werden mit Spachtelmasse fugenlos verschlossen, ebenso die Fl√§chen zwischen den Pritschen und den Schottr√§ndern.¬†

Insbesondere f√ľr die Durchf√ľhrung von Einzelkabeln eignet sich das Hartschott. Die beschichteten Kabel werden hierbei von der M√∂rtelmasse direkt umschlossen. Der durchgeh√§rtete M√∂rtel kann jederzeit problemlos f√ľr die Aufnahme zus√§tzlicher Kabel durchgebohrt werden. Ebenso k√∂nnen nicht mehr ben√∂tigte Kabel entfernt und die entstandenen √Ėffnungen durch Nachlegen von M√∂rtelmasse aufgef√ľllt werden.¬†

Sogenannte Kombischotts erm√∂glichen die gleichzeitige Belegung mit Kabeln, Rohren und Leitungen. F√ľr die Abschottung von Schotts und speziell von Kombischotts eignen sich Brandschutzkissen, Brandschutzm√∂rtel, Brandschutzschaum und Brandschutzsteine.

Abseite

Bei einer Abseite handelt es sich um den (meist nicht zugänglichen oder nutzbaren) Zwischenraum zwischen einem Kniestock und einer vorgesetzten leichten Trennwand im Dachgeschoss eines Gebäudes. Die Trennwand wird daher auch als Abseitenwand bezeichnet. Soll der Raum hinter der Abseitenwand als Abstellraum genutzt werden, muss eine entsprechende Wandöffnung vorgesehen werden.

Wichtig dabei ist jedoch, dass dann die erforderliche W√§rmed√§mmung mit der zugeh√∂rigen Dampfsperre in der Dachebene √ľber den Kniestock bis zur D√§mmung der Au√üenwand hinweggef√ľhrt wird, damit keine Feuchtigkeitssch√§den und/oder W√§rmebr√ľcken entstehen.

Acrylatkleber

Acrylat Klebstoffe sind synthetisch gewonnene Klebstoffe. Die vorteilhaften Eigenschaften von Acrylat-Klebstoffen, liegen in ihrer hohen Alterungs- und Temperaturbeständigkeit sowie ihrer Unempfindlichkeit gegen UV-Strahlung und Oxidation.

Der passende Kleber f√ľr fast jeden Folientyp ist der Acrylatkleber. Dieser vielseitige Haftklebstoff kann f√ľr fast alle Anwendungen verwendet werden. Man unterscheidet zwischen einem wasserbasierten Acrylatkleber und einem l√∂semittelbasierten Acrylatkleber. Seine hervorragende Alterungsbest√§ndigkeit bietet viele Vorteile bei z. B. auch UV best√§ndigen Folien wie Fensterfolie und Sichtschutzfolie.

Folien k√∂nnen Sie mit einem Acrylatkleber auch besonders gut nassverkleben. Bei einem wasserbasierten kann es zu leichten Tr√ľbungen kommen, welche i.d.R. nach kurzer Zeit verschwinden.

Akustikdecke

Akustikdecken sind leichte Deckenbekleidungen und Unterdecken, die die auftretenden Schallwellen in möglichst hohem Maße absorbieren und eine Schallreflexion nur bedingt zulassen. Man unterscheidet verschiedene Arten von Akustikdecken. Zum einen verwendet man poröse Decklagenelemente aus schallschluckenden, offenporigen, homogenen Materialien wie Holzwolleleichtbauplatten, Leichtspanakustikplatten oder Mineralfaserplatten. Zum anderen kommen perforierte Decklagenelemente aus gelochten Trägerschalen mit hinterlegtem Schallschluckmaterial zum Einsatz. Auch auf Fuge angeordnete Decklagenelemente mit aufgelegtem Schallschluckmaterial und unterseitig schwarzer Vlieskaschierung können Bestandteil einer Akustikdecke sein.

Altbau

Als Altbau wird ein Wohngeb√§ude √ľberwiegend aufgrund seiner Beschaffenheit und der w√§hrend bestimmter Zeitperioden √ľblichen Bauweise bezeichnet. Hiermit ist im Wesentlichen die bis zum Zweiten Weltkrieg √ľbliche Bauweise im Wohnungsbau gemeint, bei der typischerweise Mauerwerksw√§nde, Holzbalkendecken und Kastenfenster verwendet wurden. Der Beginn der Bauausf√ľhrung von Betonw√§nden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern markiert deshalb allgemein das Ende der Altbau√§ra und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949 datiert. In dieser Weise wird der Begriff zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel definiert und verwendet. Ein weiteres Kriterium, das gern als typisch f√ľr einen Gr√ľnderzeitaltbau genannt wird, ist die lichte Raumh√∂he von mehr als 3,00 Metern. Der Begriff steht im Gegensatz zum Begriff des Neubaus.

Aluminium-Folie

Aluminium-Folie findet im Baubereich vor allem als Dampfsperre Verwendung. Sie l√§sst sich aufkleben oder auf D√§mmplatten und -matten kaschieren. Wird verwendet bei D√§chern und Au√üenw√§nden, wenn Feuchtigkeitstransport nicht erw√ľnscht ist. Zudem ist die Folie alterungsbest√§ndig.

Aluminiumdach

Aluminiumd√§cher bew√§hren sich schon seit Jahrzehnten bei Neu- und Altbauten sowie f√ľr Warmdach- und Kaltdachkonstruktionen. Walzblankes Aluminium bildet mit dem Sauerstoff der Luft eine best√§ndige Schutzschicht. Diese wird im Laufe der Jahre immer h√§rter und erneuert sich, wenn sie mechanisch entfernt worden ist. Oft haben Aluminiumd√§cher eine Farbbeschichtung. So kann man das Dach der Umgebung anpassen. Diese Beschichtungssysteme bieten aber auch Schutz vor Umwelteinfl√ľssen wie beispielsweise saurem Regen. Farbaluminium zeichnet sich gegen√ľber anderen Fl√§chenbekleidungen durch seine Korrosionsbest√§ndigkeit aus.
Die Dacheindeckung erfolgt mit Aluminiumblechen, die unterschiedliche Querschnitte und Profile besitzen. Bei Kontakt mit anderen Bauteilen oder Befestigungsmitteln aus Stahl, Zink, Messing, Kupfer oder Blei besteht die Gefahr der Kontaktkorrosion. Aluminium ist sehr leicht. Die Anforderungen an die Statik der Unterkonstruktion fallen dementsprechend niedriger aus. Durch großflächige Alu-Dach-Elemente lässt sich ein schneller und einfacher Fortschritt erzielen.
 

Anpresslatte

Anpresslatte

Anpresslatten sind eigentlich ganz normale Dachlatten. Sie sind bei der Herstellung der Luftdichtheit von Geb√§udeh√ľllen, wie sie die Energieeinsparverordnung vorschreibt, ein wichtiges Hilfsmittel. Sie werden dazu verwendet, den Anschluss einer Dampfsperre an die Giebelwand herzustellen. Die Dampfsperre wird auf die Giebelwand etwas √ľberlappend verlegt. In die Fuge zwischen Dachfl√§che und Giebelwand wird ein vorkomprimiertes Fugenband gelegt und darauf kommt die Anpresslatte. Diese wird angeschraubt oder angenagelt. Dabei wird zwar die Dampfsperre besch√§digt. Der dabei entstehende Schaden ist jedoch so gering, dass keine Beeintr√§chtigung der Funktion der Dampfsperre zu bef√ľrchten ist. Heute werden √ľberwiegend Klebstoffe angeboten, welche die gleiche Funktion √ľbernehmen. Die Luftdichtheit soll ein ganzes Geb√§udeleben anhalten.

Aufsparrendämmung

Eine Aufsparrend√§mmung ist eine D√§mmung √ľber den Sparren. Sie ist damit eine w√§rmebr√ľckenarme Dachd√§mmung, da sie die W√§rmebr√ľcke Holz wirksam √ľberbr√ľckt.
Aufsparrendämmungen werden z.B eingesetzt, wenn das Dach komplett, d.h. bis in den First ausgebaut und beheizt wird und die Sparren bzw. die Dachstuhlkonstruktion sichtbar bleiben soll.
 

Außendämmung

Als Au√üend√§mmung wird diejenige D√§mmung bezeichnet, die au√üen an der Fassade angebracht wird. H√§ufig werden auch komplette W√§rmed√§mmverbundsysteme verwendet. EPS und PUR-D√§mmplatten haben einen hohen Dampfdiffusionswiderstand, Mineralwolle ist diffusionsoffen und nicht brennbar. Die D√§mmstoffe werden auf der Fassade aufgebracht. F√ľr den n√∂tigen Schutz sorgen Putzschichten oder andere wetter- und windabweisende Schichten. Die Au√üend√§mmung hat im Vergleich zur Innend√§mmung die meisten Vorteile, so dass ihr, wenn m√∂glich, den Vorzug gegeben werden sollte. Da bei der Au√üend√§mmung die massive Wand auf der warmen Innenseite liegt, ist man vor Sch√§den durch Tauwasserbildung in der Regel sicher. Sollte die Heizung mal streiken, bleibt das Geb√§ude l√§nger warm. Fensterb√§nke, Au√üent√ľr- und Fensterlaibungen k√∂nnen in die D√§mmung mit einbezogen werden. Bestehende W√§rmebr√ľcken k√∂nnen weitgehend beseitigt werden.

Außenwandbekleidung

Au√üenwandbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelf√∂rmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder gro√üformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Fassadenbekleidung, Au√üenwandverkleidung oder nur Au√üenverkleidung genannt. Au√üenwandbekleidungen erbringen den Regenschutz, sch√ľtzen gegen andere Einwirkungen aus der Atmosph√§re sowie gegen mechanische Beanspruchungen und dienen der Gestaltung und verbessern die W√§rmed√§mmung. Die Au√üenwandbekleidung kann direkt auf der Fassade befestigt werden oder hinterl√ľftet hergestellt werden. Bei einer Hinterl√ľftung werden die Bekleidungen auf einer Unterkonstruktion aus Holz (im Einfamilienhausbau) oder aus Metall (im Gewerbebau) befestigt. Unterschieden werden die sichtbare Befestigung und die verdeckte Befestigung einer Au√üenwandbekleidung.

Ausfachung

Zu einem Fachwerkhaus geh√∂rt, wie der Name schon verr√§t, ein "Fach" - oder wie die Zimmerleute sagen: ein Gefach. Ein Gefach bezeichnet also den Zwischenraum zwischen St√§ndern, Schwellen, R√§hmen und Riegeln. Ein solches Gefach muss ausgefacht werden - es sei denn, man setzt eine T√ľr oder ein Fenster ein. Ausfachungen im Fachwerkbau werden klassisch ausgef√ľhrt mit Ziegeln als Sichtmauerwerk oder durch eine Holzstakung, die mit Lehm beworfen wird, der dann seinerseits verputzt wird. Bei modernen Fachwerkbauten werden f√ľr Ausfachungen auch Leichtbetonsteine verwendet, die anschlie√üend ebenfalls verputzt werden. Von einer Ausfachung ist aber auch die Rede, wenn im modernen Stahlbetonbau die Fl√§chen zwischen Stahlbetons√§ulen ausgemauert werden. Auch bei reinen Stahlbauhallen k√∂nnen die Fl√§chen zwischen den Eisentr√§gern ausgefacht werden.

Ausgleichssch√ľttung

Eine Ausgleichssch√ľttung, die gleichzeitig auch immer eine Sch√ľttd√§mmung ist, wird erforderlich, wenn unebene Geschossdecken, insbesondere die in Altbauten vielfach anzutreffenden Holzdecken, bei Renovierungsma√ünahmen ausgeglichen werden sollen. F√ľr Ausgleichssch√ľttungen, auf die in der Regel ein Trockenestrich ausgebracht wird, bietet die Industrie unterschiedliches Sch√ľttgut an, z.B. Bl√§hton, Perlite, Bl√§hglas-Granulat, Zelluloseflocken oder Korkgranulat.¬†

B

Bauakustik

Die Bauakustik ist neben der Raumakustik ein Teilgebiet der Akustik. Sie besch√§ftigt sich mit der Schalld√§mmung, welche physikalisch gesehen ein Ma√ü der Undurchl√§ssigkeit von Raumfl√§chen f√ľr Schall ist. In der Praxis werden darunter alle Ma√ünahmen verstanden, die der Eind√§mmung von L√§rm dienen. Der L√§rm kann entweder von drau√üen kommen oder innerhalb des Geb√§udes entstehen und weitergeleitet werden. Ma√ünahmen zum Schutz vor L√§rm von drau√üen sind der Einbau von Schallschutzfenstern und Schallschutzt√ľren. Auch die W√§rmed√§mmung kann zugleich eine Schallschutzfunktion √ľbernehmen. Zum Schutz vor der √úbertragung von L√§rm von einer zur anderen Etage kommen abgeh√§ngte Decken oder Trittschalld√§mmung in Frage. Auch Installationsleitungen m√ľssen ged√§mmt werden, soll man nicht die Klosp√ľlung von Nachbarn im ganzen Haus h√∂ren.

Baubiologie

Baubiologie ist ein Sammelbegriff f√ľr die umfassende Lehre der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner gebauten Umwelt, aber auch die umweltfreundliche und schadstofffreie Ausf√ľhrung der Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken.¬†

Das Ziel eines ‚Äěgesunden Bauens und Wohnens‚Äú soll durch die ganzheitliche Betrachtung physiologischer, psychologischer, architektonischer und physikalisch-technischer Zusammenh√§nge und der Wechselwirkung zwischen Bauwerk, Nutzer (Bewohner) und dessen Umwelt erreicht werden. Baubiologische Grunds√§tze finden neben dem Bau von Wohnungen auch bei der Errichtung von Schulgeb√§uden, Krankenh√§usern und Kinderg√§rten Verwendung.

Als Begr√ľnder der Baubiologie in Deutschland, einem Vorl√§ufer des √∂kologischen Bauens gilt der Arzt Hubert Palm, der mit zahlreichen Vortr√§gen in den 1960er Jahren bekannt wurde. Sein Buch ‚ÄěDas gesunde Haus" ist ein Grundlagenwerk der Baubiologie. Pionierprojekte und erste baubiologische Architektenkreise entstanden Anfang der 1970er Jahre, besonders im s√ľddeutschen Raum, unter anderem das Institut f√ľr Baubiologie in Rosenheim und der Bund f√ľr Architektur & Baubiologie (BAB), dem Vorl√§ufer des Bund Architektur &Umwelt (B.A.U.) in Deutschland. Baubiologen besch√§ftigen sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld der Menschen. Ihr T√§tigkeitsfeld erstreckt sich von der Beratung zu gesundem Schlafen und Wohnen, √ľber die gezielte Analyse belastender Raumfaktoren, bis hin zur Verbreitung baubiologischen Wissens durch Vortr√§ge, Seminare, Fachliteratur und Kongresse.
Baubiologische Messtechniker f√ľhren Untersuchungen zu nachweislich sch√§dlichen Faktoren wie Schadstoffen und Schimmelpilzen, oft auch zu physikalischen Gr√∂√üen wie elektrische und magnetische Wechselfelder und elektromagnetischen Wellen im Rahmen der elektromagnetischen Umweltvertr√§glichkeit oder L√§rm durch. Sie werden insbesondere von Menschen, die unter Elektrosensibilit√§t, Multipler Chemikalienunvertr√§glichkeit oder anderen umweltbedingten Beeintr√§chtigungen leiden, in Anspruch genommen. Innenraumfaktoren k√∂nnen die Menschen je nach pers√∂nlicher Konstitution und Vorbelastungen unterschiedlich belasten. Ein weiteres Ziel der Baubiologie ist auch die Schonung der nat√ľrlichen Ressourcen und die F√∂rderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.¬†

Bauen im Bestand

Unter dem Bestand verstehen Bauingenieure und Architekten den jeweiligen Jetzt-Zustand eines Geb√§udes. Unter Bauen im Bestand ist damit zu verstehen, dass in einem bestehenden Geb√§ude Umbauten vorgenommen werden, die u. U. zu einer kompletten Nutzungs√§nderung f√ľhren. Als bekannte Ma√ünahmen sind hier zu erw√§hnen der Umbau ehemaliger Kornspeicher im Hamburger oder Londoner Hafen in B√ľro und Wohneinheiten, der Einbau von Wohnungen in eine aufgelassene Kirche oder aber der Einbau von Lofts in ehemalige Fabrikgeb√§ude. "Bauen im Bestand" ist inzwischen auch ein Studienschwerpunkt f√ľr angehende Bauingenieure und Architekten und gilt als Bet√§tigungsfeld mit Zukunft angesichts der steigenden Zahl leerer Industrie- und Gewerbeimmobilien und der Knappheit an Baugrund.

Bauwerksabdichtung

Bauwerksabdichtungen sind wasserdichte Abschl√ľsse von Geb√§udeteilen zum Schutz des Bauwerkes gegen Feuchtigkeit oder Wasser. Es gibt Dicht- und Sperrstoffe als Bahnen aus Pappe, Metall- oder Kunststofffolien, sowie gie√übare Massen aus mineralischen oder organischen Bestandteilen. Ebenfalls zum Abdichten von Bauwerken verwendet man Dichtschl√§mme. Bei der Kellerabdichtung wird unterschieden nach Ma√ünahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht dr√ľckendes Wasser, von au√üen dr√ľckendes Wasser und von innen dr√ľckendes Wasser.
Druckwasserdichte Abdichtung von Fugen, Fl√§chen und Rohrdurchdringungen bei Kellerbauwerken (Neubau und Sanierung): Zu den bekannten Keller-Abdichtungen mit Bitumenprodukten gibt es druckwasserdichte Alternativen und Schnittstellen-L√∂sungen f√ľr die Fugenabdichtung von WU-Betonkellern.¬†

Behaglichkeit

In der Wohnung ist es unangenehm k√ľhl, obwohl die Heizk√∂rper seit Stunden voll aufgedreht sind - dieses Ph√§nomen beklagen vor allem viele Menschen, die im Altbau wohnen. Zugleich zieht es aus allen Ritzen und die Luft ist staubtrocken. Auch wenn die meisten Leute glauben, dass daf√ľr die Heizk√∂rper verantwortlich sind, liegt die Ursache vor allem im schlechten W√§rmeschutz der Au√üenw√§nde und der Fenster des Hauses begr√ľndet. Wenn es an der richtigen D√§mmung fehlt, bleiben n√§mlich diese Fl√§chen selbst dann vergleichsweise kalt, wenn die Raumtemperatur l√§ngst √ľber die 20 ¬įC-Marke geklettert ist. Bei unged√§mmten Altbauten liegen im Winter die Temperaturen der W√§nde meist bei maximal 15 ¬įC, oft sogar bei lediglich 5 ¬įC. Mit den ihn umgebenden Wandfl√§chen steht der Mensch aber in st√§ndigem Strahlungsaustausch. Er strahlt also W√§rme ab und nimmt gleichzeitig W√§rme auf. Je gr√∂√üer das Gef√§lle zwischen K√∂rper- und Wandtemperatur, umso mehr W√§rme liefern die Bewohner zwangsl√§ufig ab. Der Negativeffekt ist das erw√§hnte Fr√∂stelgef√ľhl. F√ľr die Behaglichkeit ist also nicht nur die erzielte Lufttemperatur von Belang. Ebenso wichtig ist auch die Temperatur aller den Raum umgebenden Fl√§chen, worunter auch die Fenster zu verstehen sind. Optimal ist es, wenn Luft- und Wandtemperatur nur um maximal 2 ¬įC differieren. Der Temperaturunterschied zwischen Au√üen- und Innenw√§nden sollte maximal 5 ¬įC betragen.

Belegreife

Estriche aus Nassm√∂rtel m√ľssen vor dem Belegen mit Holz, Fliesen oder sonstigen Bel√§gen austrocknen, andernfalls sind Folgesch√§den wie Abl√∂seerscheinungen vorprogrammiert. Besonders kritisch sind dampfdichte oder dampfempfindliche Bel√§ge. Ein Estrich gilt dann als "belegreif", wenn er mindestens seine Nennfestigkeit erreicht hat und auf die Gleichgewichtsfeuchte ausgetrocknet ist. Darunter versteht man den Zustand eines Baustoffes, bei dem sich sein Wassergehalt im Gleichgewicht mit der umgebenden Raumluft befindet. Die Gleichgewichtsfeuchte wird beeinflusst von Temperaturschwankungen, der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung sowie dem Feuchtigkeitsgehalt anderer Bauteile. Auch die Dicke des Estrichs wirkt sich auf den Trocknungsprozess aus. Als Beurteilungsma√üstab f√ľr die Belegreife gilt der Restfeuchtegehalt des Estrichs, auch Ausgleichsfeuchte, Gleichgewichtsfeuchte oder Haushaltsfeuchte genannt. Achtung: Die Mindest-Erh√§rtungszeiten, welche DIN 18560 vorgibt (zum Beispiel 28 Tage f√ľr Zementestriche), sind nicht automatisch mit der Belegreife gleichzusetzen. Zur Bestimmung des Restfeuchtegehalts wird zum Beispiel die Calciumcarbid-Methode herangezogen.

Beplankung

Die Beplankung ist ein flächiges Tragelement konstanter Dicke beispielsweise beim Fertighaus. Die Beplankung einer Holztafel kann aus einer oder mehreren Platten bestehen. Die Beplankung kann auch mittragend sein. Sie ist aussteifend, wenn sie zur Knick- und/oder Kippaussteifung der Rippen dienen soll. Die aussteifende Wirkung muss nicht notwendig rechnerisch nachgewiesen werden.

Besandete Bitumen-Dachdichtungsbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).

Beton

Beton ist ein im Bauwesen vielf√§ltig verwendeter Baustoff. Er wird hergestellt aus einem Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlag. Diesem Gemisch k√∂nnen Zusatzmittel beigef√ľgt werden, die die Konsistenz oder Verarbeitbarkeit positiv beeinflussen. Beton ist zwar ein Baustoff, ohne den die moderne Bauwirtschaft nicht bestehen k√∂nnte, aber er ist kein moderner, sondern ein historischer Baustoff - schon die alten R√∂mer stellten Beton her. Selbst √∂kologische Bauweisen kommen ohne Beton nicht aus. Mindestens die Bodenplatte eines Holzhauses ist...aus Beton! Sieht man von Einfachst-Betonierungen ab (Loch f√ľr Gartenzaun mit Beton verf√ľllen), muss vor dem Einbringen von Beton eine Schalung hergestellt werden. Beton, der nicht nur konstruktive, sondern auch optische Aufgaben hat √§hnlich dem Sichtmauerwerk, wird Sichtbeton genannt. Wegen seiner relativ hohen Druckfestigkeit kann Beton f√ľr Bauteile, die auf Druck beansprucht sind, gut und wirtschaftlich eingesetzt werden. Andererseits ist Beton wegen seiner geringen Zugfestigkeit f√ľr Bauteile, die auf Biegung oder Zug beansprucht werden, nur beschr√§nkt verwendbar. Durch Verbindung mit Stahl zu Stahlbeton- oder Spannbetonkonstruktionen wird er jedoch zu einem universellen Baustoff.

Bilanz U-Wert

Sonne scheint bekanntlich durch Glas. Dadurch erw√§rmt sich das Innere des Geb√§udes. Doch nicht √ľberall scheint die Sonne gleichlang und mit gleicher Intensit√§t. Geht das Fenster z.B. in Richtung Norden, bekommt man Sonne h√∂chstens mal schr√§g von der Seite. Deshalb wird in Abh√§ngigkeit von der Himmelsrichtung ein Strahlungskoeffizient festgelegt. Dar√ľber hinaus l√§sst nicht jedes Glas gleich viel Sonne durch. Ma√ügebend hierf√ľr ist der g-Wert. Der Bilanz U-Wert setzt sich dementsprechend zusammen aus dem U-Wert des Fensters, dem Strahlungskoeffizienten S und dem g-Wert.

Bitumenbahnen

Nackte Bitumenbahnen sind Dichtungsbahnen ohne Deckschichten. Sie werden an Ort und Stelle mit Bitumen verklebt. Die nackte Pappe dient dabei nur als Tr√§ger der Abdichtung. Die eigentliche Abdichtung wird durch das Bitumen bewirkt. Bitumenbahnen werden beispielsweise zur Abdichtung gegen Grundwasser oder zur Dachabdichtung verwendet. Bitumenbahnen gibt es in den unterschiedlichsten Ausf√ľhrungen und mit verschiedenen Tr√§gereinlagen. Gebr√§uchliche Tr√§gereinlagen sind z.B. Polyestervlies, Glasgewebe, Glasvlies, Metallb√§nder oder Metall-Kunststoff-Verbund. Die verwendeten Bitumenbahnen werden mit Kurzzeichen gekennzeichnet. So steht PYE z.B. f√ľr Elastomerbitumen und PYP f√ľr Plastomerbitumen. KSP ist hingegen das Kurzzeichen f√ľr Kaltselbstklebende Polymerbitumenbahn.

Blauer Engel

Der Blaue Engel (umgangssprachlich auch Blauer Umweltengel) ist ein seit 1978 vergebenes Pr√ľfsiegel/G√ľtesiegel f√ľr besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen.

Derzeit sind folgende Institutionen am Vergabeverfahren beteiligt:
Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die √Ėffentlichkeit.
Umweltbundesamt, nimmt Antr√§ge entgegen und legt sie nach Pr√ľfung und Bewertung der Jury vor. RAL Deutsches Institut f√ľr G√ľtesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, f√ľhrt die Expertenanh√∂rungen durch und pr√ľft, ob die Anforderungen erf√ľllt werden. Jury Umweltzeichen (‚ÄěJury UZ‚Äú), das unabh√§ngige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverb√§nden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesl√§ndern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung. Dieses Umweltzeichen wurde 1978 vom Bundesminister des Inneren und den f√ľr Umweltschutz zust√§ndigen Ministern der Bundesl√§nder ins Leben gerufen und soll dort, wo herk√∂mmliche Produkte die Umwelt belasten, umweltfreundliche Entwicklungen und Alternativen erkennbar machen. Unsichtbares soll f√ľr Verbraucher, Handel und Hersteller sichtbar werden. Das Umweltzeichen wird an die Hersteller verliehen und diese k√∂nnen auf freiwilliger Basis ihre Produkte damit kennzeichnen. Jeder kann beim Umweltbundesamt auszeichnungsw√ľrdige Produkte vorschlagen.

Der Blaue Engel ist Mitglied im Global Ecolabelling Network (GEN), einen Interessenverband von 26 Umweltzeichen-Organisationen weltweit.

Blower-Door-Test

Blower-Door-TestDer Blower-Door-Test ist ein Luftdichtigkeitstest bei Wohngeb√§uden und hat durch die EnEV (heute GEG) insofern besondere Bedeutung erlangt, als nur durch diesen Test die vom Gesetzgeber geforderte absolute Luftdichtigkeit des Geb√§udes nachgewiesen werden kann. Beim Test wird bei geschlossenen Fenstern und Au√üent√ľren mit einem gro√üen Ventilator bei konstantem Unterdruck (50 Pascal) Raumluft aus dem Haus geblasen. Durch die Messung des von dem Gebl√§se gef√∂rderten Volumenstroms bei unterschiedlichen Druckdifferenzen zwischen innen und au√üen wird die Luftwechselzahl n50 ermittelt. Die Bestimmung der Luftdichtheit von Geb√§uden erfolgt nach ISO 9972. Demnach darf die Luftwechselzahl bei Geb√§uden ohne L√ľftungsanlagen den Kennwert 3 und bei Geb√§uden mit L√ľftungsanlagen den Kennwert 1,5 nicht √ľberschreiten.

Bodenplatte

Die Bodenplatte stellt die untere Abgrenzung eines Gebäudes dar. Sie liegt direkt auf dem Boden oder auf einer vorher verlegten Sauberkeitsschicht. Über der Bodenplatte geht es mit dem Kellergeschoss oder direkt mit dem Erdgeschoss weiter. 
√úbernimmt die Bodenplatte auch die lastabtragende Funktion ‚Äď leitet Sie also die Lasten in den Boden √ľber, spricht man auch von Gr√ľndungsplatte oder Platenfundament. Alternativ k√∂nnen Bodenplatten auch nicht lastabtragend sei, dann befinden sich unterhalb der tragenden W√§nde sogenannte Streifenfundamente.¬†

Brandschutz

Vorkehrungen zur Brandverh√ľtung, aber auch die Sicherung der Fluchtwege und Notausg√§nge, sowie die Schaffung von Vorkehrungen f√ľr einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz (beispielsweise Zufahrten freihalten). Der vorbeugende Brandschutz f√ľr Bauma√ünahmen betrifft das Brandverhalten von Baustoffen, die in Feuerwiderstandsklassen festgelegt sind sowie das Brandverhalten von Bauteilen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist auch die Verhinderung eines √úbertritts von Feuer von einem Raum zum anderen durch geeignete Abschottung von Mauer√∂ffnungen, durch die Kabel und Rohre gef√ľhrt werden. Der Brandschutz ist baugesetzlich geregelt; f√ľr √∂ffentliche Geb√§ude und Gewerbebetriebe sind besonders strenge Auflagen zu erf√ľllen, wobei auch berufsgenossenschaftliche Vorschriften zu beachten sind.

Brandwand

Element des Brandschutzes, das die Ausbreitung von Br√§nden verhindern soll. Eine Brandwand wird darauf ausgelegt, das sie 90 Minuten dem Feuer widerstehen soll. Sie wird in der Regel √ľber das Dach gef√ľhrt, um einen Feuer√ľberschlag oberhalb der Dachhaut zu verhindern. Die Brandwand soll selbst bei vollst√§ndiger Zerst√∂rung eines angrenzenden Brandabschnittes noch ausreichend standsicher sein und darf nicht durch vom Feuer zerst√∂rte und herunterfallende Bauteile ihre Funktion verlieren. Brandw√§nde werden erforderlich, wenn ein Bauwerk so nah an eine Grundst√ľcksgrenze gebaut werden soll, dass ein Brand√ľberschlag zum Nachbarn m√∂glich ist. Eine Brandwand wird ebenfalls notwendig, wenn ein Geb√§ude so gro√ü ist, dass ein vollst√§ndiger Abbrand des Gesamtgeb√§udes nicht hingenommen werden kann. (In Deutschland √ľblicherweise bei Geb√§uden mit einer L√§nge gr√∂√üer als 40m). In diesem Fall wird eine innere Brandwand gefordert.

Brettbekleidung

C

CO2-Bilanz

Die CO2-Bilanz soll ein Ma√ü f√ľr die nachhaltige, √∂kologisch-langfristige Betrachtung der Menge des Treibhausgases Kohlendioxid CO2 bieten: Fast alles Leben auf unserer Erde bezieht seine Energie aus dem Prozess der Veratmung (z. B. Kohlenhydrate werden mit Sauerstoff umgesetzt ‚Äď verbrannt ‚Äď zu CO2 + Wasser). Tierische Organismen m√ľssen das Substrat daf√ľr mit der Nahrung aufnehmen, Pflanzen sind in der Lage, dieses mittels Fotosynthese (aus CO2 + Wasser werden Kohlenhydrate + Sauerstoff gebildet) selbst herzustellen. Seit der Entstehung des Lebens hat sich auf der Erde inzwischen ein Gleichgewicht mit einer konstanten CO2-Konzentration in der Atmosph√§re gebildet.

Reduziert man nun die CO2-Verbraucher (durch Zerst√∂rung von f√ľr Pflanzen verf√ľgbaren Boden oder Verschmutzung der Meere), und setzt man ‚Äěaltes‚Äú (z. B. in der Biomasse des Regenwaldes gebundenes) oder fossiles CO2, (bspw. aus Erd√∂l, Erdgas oder Kohle) frei, steigt der Kohlendioxidgehalt der Luft (was zum Treibhauseffekt f√ľhrt), d. h., hier ist die CO2-Bilanz nicht ausgeglichen. Das w√§re sie genau dann, wenn beim Wachsen von B√§umen wieder genauso viel CO2 gebunden wird, wie bei der Verbrennung von z. B. Holz frei wird. Bei der ‚ÄěVerf√ľtterung‚Äú von Biomasse (Aufnahme von Kohlenstoffverbindungen) in der Nahrungskette geht der gr√∂√üte Teil als Energieverbrauch durch Veratmung (unter Ausatmung von CO2) wieder verloren. Wichtige nat√ľrliche Kohlenstoffspeicher sind z. B. au√üer W√§ldern auch Humus-bildende B√∂den (Schwarzerde) oder bestimmte Lebewesen im Meer, deren tote kohlenstoffhaltige Biomasse sich am Meeresboden ablagert. CO2-Bilanzen sind nicht leicht aufzustellen, da diverse Nebenfaktoren die Rechnung erschweren (in unserem Beispiel: Das Holz muss auch wieder unter Energieaufwendung transportiert werden, auch der Ofen braucht zu seiner Herstellung Energie und selbst Getr√§nke, welche der Holzf√§ller ‚Äěverbraucht‚Äú, wurde unter CO2-Freisetzung hergestellt), jedoch ist auch eine grobe Absch√§tzung durchaus sinnvoll.

Die Erstellung einer CO2-Bilanz kann sowohl die Aufgabe spezieller Studien sein, vermehrt werden CO2-Bilanzen jedoch auch von Unternehmen im Kontext ihres Nachhaltigkeitsberichtes erstellt. Betriebliche Verfahren des Rechnungswesens, die der Erstellung einer CO2-Bilanz dienen, werden als Carbon-Accounting bezeichnet.

D

Dach

Wichtiger Teil der Geb√§udeh√ľlle. D√§cher werden in vielf√§ltigen Formen vom Flachdach bis zum Kr√ľppelwalmdach und mit unterschiedlichen Materialien vom Tondachziegel bis zur Dachbahn hergestellt. Tragekonstruktion f√ľr das Dach ist der Dachstuhl, allerdings kommt das Massivdach ohne Dachstuhl aus. Was die W√§rmed√§mmung betrifft, so gibt es das System des Kaltdachs oder des Warmdachs, beim Flachdach auch des Umkehrdachs. In Deutschland werden Steild√§cher √ľberwiegend mit Tondachziegeln gedeckt. Beliebt, wenn auch aufw√§ndig, ist die Eindeckung mit dem historischen Naturbaustoff Schiefer. Der Dachstein aus Beton ist eine weitere Alternative. Das Metalldach hat auch im Bereich des privaten Hausbaus Liebhaber gefunden.

Dachaufbau

Je nachdem, ob es sich um ein Steildach oder Flachdach, ein Warmdach oder Kaltdach handelt, ist der Dachaufbau unterschiedlich. Dar√ľber hinaus kommt es bei einem Steildach noch darauf an, ob es ausgebaut ist oder nicht, eine Aufsparrend√§mmung, Zwischensparrend√§mmung oder Untersparrend√§mmung vorgenommen wird. Ein Dachaufbau f√ľr ein ausgebautes Dachgeschoss ist beispielsweise (von innen nach au√üen): Gipskartonplatten, Traglattung, Dampfbremse, Klemmfilz zwischen den Sparren, Unterdeckbahn, Konter- und Traglattung, Dacheindeckung (siehe Dachdeckung).

Dachausbau

Als Dachausbau wird der Ausbau eines Dachgeschosses (meistens) f√ľr Wohnzwecke bezeichnet. Grunds√§tzlich gilt: Wer ein Dach ausbaut, muss die entsprechenden baurechtlichen Bestimmungen einhalten. Das sind im Wesentlichen die Vorschriften des Bundesbaugesetzes und die der jeweiligen Landesbauordnung. So ist beispielsweise sicherzustellen, dass die Bausubstanz einen Ausbau √ľberhaupt zul√§sst. Au√üerdem sind die jeweiligen Vorgaben f√ľr die W√§rmed√§mmung sowie f√ľr den Schall- und Brandschutz einzuhalten. Auch wenn h√§ufig der Dachgeschoss-Ausbau f√ľr Besitzer von Einfamilienh√§usern nicht genehmigungspflichtig ist, sollte immer das zust√§ndige Bauamt oder ein Architekt bzw. Planer zu Rate gezogen werden. F√ľr die Raumplanung ist zun√§chst die Dachform von gro√üer Bedeutung. Hohe und steile D√§cher wie zum Beispiel Satteld√§cher bieten die besten Voraussetzungen f√ľr einen Ausbau. Die meisten Landesbauordnungen verlangen, dass die H√§lfte der Grundfl√§che √ľber eine Raumh√∂he von mindestens 2,40 Metern verf√ľgt. M√∂glichst fr√ľhzeitig sollte man sich auch √ľber den Zugang zum Dachgeschoss Gedanken machen. W√§hrend einl√§ufige Treppen den direktesten Weg nach oben bieten, stellen Spindeltreppen eine besonders platzsparende L√∂sung dar. Bei der Planung der Heizung sowie der Wasser- und Stromanschl√ľsse ist fachm√§nnischer Rat empfehlenswert. So sollte ein Installateur im Vorfeld pr√ľfen, ob der Anschluss an die Ver- und Entsorgungsleitungen des Hauses gew√§hrleistet ist. Ein entscheidender Faktor f√ľr hohe Wohnqualit√§t im ausgebauten Dachgeschoss ist die Tageslichtplanung. Hier erweisen sich Dachwohnfenster als ideale L√∂sung.

Dachbahn

Eine Dachbahn ist eine auf der Basis von Bitumen hergestellte elastische Abdichtungsbahn, die vorwiegend auf Flachd√§chern verlegt und verschwei√üt wird. Dachbahnen werden auch in "besandeter" oder beschieferter Ausf√ľhrung oder in Kombination mit aufkaschierten D√§mmstoffen hergestellt. Erh√§ltlich sind auch Dachbahnen speziell f√ľr die Kaltverklebung. Im letzten Jahrzehnt hat die Industrie st√§ndig an einer Weiterentwicklung der Witterungs- und Hitzeresitenz gearbeitet und Dachbahnen entwickelt, die hoch belastbar sind. Elastomer-Bitumenbahnen neuester Technik sind kalt biegbar bis -35¬į und hitzebest√§ndig bis ca. 115¬į. Dennoch haben alle Dachbahnen den Schwachpunkt, durch mechanische Beanspruchung besch√§digt werden zu k√∂nnen. Entsprechend vorsichtig m√ľssen Flachd√§cher begangen werden, die mit Dachbahnen ausgelegt sind. Neben den Dachbahnen auf Bitumenbasis gibt es auch welche aus PVC (siehe PVC-Dachbahn).

Dachbalkenlage

Die Dachbalkenlage bezeichnet die Balkenlage, welche ein Gebäude nach oben abschließt. Sie ist also die Tragkonstruktion von Flachdächern oder die oberste Geschossbalkenlage zum Dachraum.

Dachbegr√ľnung

siehe Gr√ľndach

Dachboden

siehe Dachraum

Dachbodentreppe

Dachbodentreppen sind eine platzsparende Treppenverbindung zu Dachr√§umen. H√§ufig findet man nur eine Luke und eine Treppe, die bei Bedarf ausgeklappt wird. Die g√§ngigen Modelle basieren auf einem Scheren-, Auszugs- oder Faltmechanismus, wobei der Raumbedarf bei einem Faltmechanismus w√§hrend des Ausklappvorgangs etwas gr√∂√üer ist als bei den beiden anderen Systemen. Wem das ewige auf und zu der Luke zu m√ľhselig ist, kann sich auch f√ľr eine Raumspartreppe oder Sambatreppe entscheiden. Diese ist laut Gesetz nur als Zugang zu Speichern, jedoch nicht zu Wohnr√§umen erlaubt.

Dachdämmung

D√§cher m√ľssen w√§rmeged√§mmt werden, das ist nach GEG bindende Vorschrift. Man unterscheidet zwischen einer Teilfl√§chend√§mmung - bekannterer Begriff Zwischensparrend√§mmung - und einer Vollfl√§chend√§mmung. Bei der Renovierung von Altbauten hat man meist keine andere Wahl, als eine Zwischensparrend√§mmung herzustellen. Es sei denn, es steht eine Neudeckung des Dachstuhls an. Dann ist auch eine Vollfl√§chend√§mmung m√∂glich. Die Vollfl√§chend√§mmung oberhalb der Sparren (Aufsparrend√§mmung) hat einige Vorteile gegen√ľber der herk√∂mmlichen Zwischensparrend√§mmung: Durch die vollfl√§chige Verlegung entfallen die W√§rmebr√ľcken im Bereich der Sparren, was nat√ľrlich im Zuge des neuen GEG von sehr gro√üer Bedeutung ist. Zudem ist die Sparrenh√∂he nur nach statischen Erfordernissen zu bemessen. Als Materialien f√ľr die Dachd√§mmung kommen z.B. Mineralwolle, PUR-Hartschaum, Schaumkunststoffe aus EPS oder Holzfaserd√§mmplatten zum Einsatz.

Dachdichtungsbahn

Dacheindeckung

sie Dachdeckung

Dachentl√ľftung

Dachentl√ľftung ist eine Ma√ünahme, um erstens eingedrungene Feuchtigkeit abzuleiten. Dazu bedient man sich spezieller Dachentl√ľftungselemente, zum Beispiel der L√ľfterdachziegel. Zweitens wird unter Dachentl√ľftung auch das Abf√ľhren von Abluft aus dem Hausinnern verstanden, z.B. durch die mechanische L√ľftung in einem G√§ste-WC oder durch die maschinelle L√ľftung √ľber eine Dunstabzugshaube. Dabei gelangt die Abluft √ľber einen Flexschlauch und das daran angeschlossene Dunstrohr ins Freie.

Dachfenster

Dachfenster sind unged√§mmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie sind regensicher. Sie dienen der Belichtung, Bel√ľftung und f√ľr den Ausstieg f√ľr Wartungsarbeiten an Dachfl√§chen und Kaminanlagen bei nicht ausgebauten Dachgeschossen. Bei ausgebauten Dachgeschossen spricht man hingegen eher von Dachfl√§chenfenstern.

Dachfirst

siehe First

Dachfläche

Als Dachfl√§che wird die Summe aller Fl√§chen eines Daches bezeichnet. Diese Fl√§che kann eben oder konvex bzw. konkav gekr√ľmmt sein. Festgelegt wird sie durch die Dachform. Je komplizierter der Dachaufbau, desto komplizierter sind auch die Dachfl√§chen und deren Deckung. Am einfachsten ist das Satteldach. Es besitzt einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss, dessen zwei Dachfl√§chen oben durch den First, unten durch die Traufe und seitlich durch den Ortgang des Giebels begrenzt sind. Komplizierter sind die Dachfl√§chen von zusammengesetzten oder gebrochenen D√§chern auf winkelf√∂rmigem oder rundem Grundriss. Hier kommen zum Beispiel Grat, Kehle oder Dachknick hinzu.

Dachflächenfenster

Dachfl√§chenfenster sind schall- und w√§rmged√§mmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie dienen der Belichtung und Bel√ľftung bei ausgebauten Dachgeschossen. Sie m√ľssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen. Dachfl√§chenfenster m√ľssen aufgrund der erh√∂hten Anforderung auf ihre Schlagregensicherheit gepr√ľft sein. Dachfl√§chenfenster sollen nicht unter 15¬į Fensterneigung eingebaut werden. Bei Dachneigungen unter 15¬į sind Sonderma√ünahmen erforderlich. Seit den 60er Jahren in technisch ausgereifter Form als Belichtungsm√∂glichkeit f√ľr Wohnr√§ume unter dem Dach weit verbreitet. √Ėrtlich kann es baurechtlich einfacher sein, ein Dachfenster einzubauen als eine Gaube.

Dachformen

Ein Dach kann verschiedene Formen haben. Die bekanntesten Dachformen sind Pultdach, Satteldach oder Walmdach. Weitere Formen sind Zeltdach, Kr√ľppelwalmdach, Mansarddach, Tonnendach, Bogendach, Halbtonnendach, Schleppdach und Sheddach. Mehr in den exotischen Bereich geh√∂rt das Schmetterlingsdach, w√§hrend Kuppeldach, Turmdach und Kegeldach fast ausschlie√ülich an Sakralbauten zu finden sind. Auch Kombinationen von verschiedenen Dachformen findet man h√§ufig.

Dachgaube

siehe Gaube

Dachgeschoss

Jedes Stockwerk √ľber dem obersten Vollgeschoss wird baurechtlich als Dachgeschoss bezeichnet. Damit ein Dachgeschoss bewohnt werden darf, m√ľssen zwei Drittel seiner Grundfl√§che die f√ľr Wohnr√§ume erforderliche Geschossh√∂he haben. Bei Neubauten kann das durch einen h√∂heren Kniestock erreicht werden. Auch eine Gaube kann zur Erh√∂hung des Dachgeschosses beitragen. Um ein Vollgeschoss zu sein, m√ľssen mehr als 3/4 seiner Grundfl√§che eine H√∂he von 2,3 m (bzw. die in der Landesbauordnung geforderte H√∂he) aufweisen. Die H√∂he wird von der Oberkante des Fu√übodens bis zur Oberkante der Dachhaut gemessen, ma√ügeblich ist somit das Au√üenma√ü. Das Dachgeschoss wird h√§ufig als Ausbaureserve erst sp√§ter ausgebaut (siehe Dachausbau), wenn die Kinder √§lter werden und mehr Platz ben√∂tigen.

Dachkonstruktion

Als Dachkonstruktion bezeichnet man den konstruktiven Aufbau eines Daches. Die Dachdeckung ist da meist nicht mit inbegriffen. Eine Dachkonstruktion besteht aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man einschalige, nicht durchl√ľftete Konstruktionen, oder mehrschalige, durchl√ľftete Konstruktionen.¬†

Dachlatte

Als Dachlatten werden Schnitth√∂lzer mit Querschnittsfl√§chen nicht gr√∂√üer als 32 qcm und einer Breite bis 80 mm bei einem Seitenverh√§ltnis des Querschnitts von maximal 1:2 bezeichnet. Dachlatten werden im Baubereich universell, nicht nur f√ľr das Dach, eingesetzt. Auf dem Dach werden Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Schiefer, Metall oder Reet an den Dachlatten befestigt. Sie k√∂nnen dort als Traglattung oder Konterlattung fungieren. Dachlatten werden aber auch bei einer vorgeh√§ngten Fassade oder beim Innenausbau bei einer Decken- oder Wandverkleidung mit Holzpaneele verwendet.

Dachlattung

Die Dachlattung bezeichnet die Gesamtheit aller parallel zum First verlaufenden Dachlatten. Sie hat sich aus Ersparnisgr√ľnden aus der urspr√ľnglichen Schalung der gesamten Dachfl√§che entwickelt. Wahrscheinlich tauchte sie zuerst in Frankreich in Kombination mit dem Biberschwanzziegel auf, wobei die Entwicklung parallel zur Aufh√§ngung von Dachziegeln mit Haken oder Nasen verlief. Notwendig wurde sie durch die Abkehr von den flacheren D√§chern im S√ľden zu den steileren D√§chern n√∂rdlich der Alpen.

Dachneigung

Dachneigung ist die Neigung der Dachkonstruktion gegen die Waagerechte. Das Ma√ü der Dachneigung wird ausgedr√ľckt als Winkel zwischen der Waagerechten und der Dachfl√§che in Grad (¬į) oder als Steigung der Dachfl√§che √ľber der Waagerechten in Prozent). Durch die Dachneigung werden die Dachformen nach dem Aussehen in Flachd√§cher, flach geneigte D√§cher und Steild√§cher unterteilt. Das bekannte Flachdach wird dabei als waagerechte oder ann√§hernd waagerechte Fl√§che empfunden, wobei diese Dachform oftmals Probleme mit der dauerhaften Dichtigkeit mit sich bringt. Flachd√§cher sowie flach geneigte D√§cher werden haupts√§chlich bei Hallen, bei Wohngeb√§uden ohne Nutzung des Dachraums und bei Betriebsgeb√§uden ausgef√ľhrt, wobei wegen der Anforderungen an die Dauerhaftigkeit der Dachabdichtung auch bei Flachd√§chern zwischenzeitlich eine Mindestneigung der Dachebenen vorgegeben ist. Die im Wohnhausbau √ľblichen Steild√§cher ab ca. 30¬į erlauben meist eine Nutzung des Dachgeschosses zumindest als Lagerfl√§che, wegen der inzwischen hohen Baulandpreise und der relativ hohen Baukosten sind diese Fl√§chen jedoch zu wertvoll, um sie nicht auch als Wohnraum zu nutzen. Reetd√§cher ben√∂tigen mindestens eine Dachneigung von 45¬į, um Wasser wirkungsvoll ableiten zu k√∂nnen.

Dachpappe

Dachpappe ist eine mit Bitumen oder Teer beschichtete Filzpappe, die oftmals mit Sand oder Kies bestrichen ist. Sie wird h√§ufig mit Bitumendachbahnen verwechselt. W√§hrend in fr√ľheren Zeiten die Dachpappen in der Regel mit Teer beschichtet waren, hat im 20sten Jahrhundert das Bitumen, welches nicht ganz so gesundheitssch√§dlich ist, den Teer immer mehr verdr√§ngt. W√§hrend Bitumen eine wesentlich h√∂here Plastizit√§t und Temperaturstabilit√§t hat, zeichnet sich Teer durch eine hohe Wasserbest√§ndigkeit und Widerstandsf√§higkeit gegen Mikroorganismen und Durchwurzelung aus. Aus diesem Grund sind teerhaltigen Materialien noch lange Zeit z.B. in den Vereinigten Staaten verwendet worden.

Dachpfanne

Unter Dachpfannen werden in der Regel entweder Dachsteine aus Zement oder Dachziegel aus einem Ziegelgemisch verstanden.

Dachschalung

Bei einer Dachschalung handelt es sich um eine vollflächige Schalung aus Vollholz (Dachschalungsbretter) oder Spanplatten. Sie wird auf den Dachsparren bzw. Dachbinder oder Träger befestigt und bildet die Unterkonstruktion unter der Dachhaut. Es wird dabei zwischen Sparschalung und geschlossener Schalung unterschieden. Bei einer Sparschalung gibt es zwischen den Brettern Fugen, bei der geschlossenen Schalung sind die Bretter dicht aneinandergestoßen. Eine geschlossene Dachschalung bietet Schutz vor Windsog oder Winddruck. Bei bestimmten Dachdeckungsmaterialien wie Schiefer, Metallblechen, Bitumenabdeckungen oder Well- und Profilplatten aus Faserzement ist eine Dachschalung nötig.

Dachschalungsbretter

Bei Dachschalungsbretter handelt es sich um Bretter, die f√ľr eine Dachschalung verwendet werden d√ľrfen. Die G√ľte solcher Bretter wird durch die DIN 18334 und die DIN 4074 bestimmt. Demnach m√ľssen Dachschalungsbretter parallel bes√§umt und gleichm√§√üig stark sein. Die St√∂√üe der Dachschalungsbretter sind versetzt anzuordnen. Je Auflager sind mindestens zwei N√§gel zu verwenden. Um eine Scheibenwirkung der Schalungsebene zu erreichen, sind die Nagelbilder exakt einzuhalten.¬†

Dachsparren

siehe Sparren

Dachstuhl

Der Dachstuhl ist eine Tragkonstruktion f√ľr die Bedachung und fast ausschlie√ülich aus Holz hergestellt. Bau und Aufrichtung eines Dachstuhls ist typische Zimmermannsarbeit. Der Dachstuhl muss zun√§chst einmal sich selbst tragen k√∂nnen und zus√§tzlich die Dachziegel. Bei einem ausgebauten Dach kommen die W√§rmed√§mmung und eine Schalung hinzu. Weiterhin muss ein Dachstuhl noch die Belastung von Schnee und von Wind aufnehmen k√∂nnen. Damit der Wind den Dachstuhl nicht davonbl√§st, muss er im Mauerwerk verankert sein. Deshalb werden die Sparren mit den Schwellen bzw. Pfetten mit N√§geln oder mit Blechverbindern verbunden. Die Schwellen und Pfetten werden in der Regel mit einbetonierten Ankerschrauben, Flachstahllaschen oder Stahlwinkeln auf der Unterkonstruktion befestigt. Bei der Planung von Dachst√ľhlen muss besonders auch darauf geachtet werden, dass der First in L√§ngsrichtung keine Eigendynamik entwickelt. Einfach gesagt, darf er sich nicht verschieben. Dies erreicht man durch L√§ngsaussteifungen oder L√§ngsverb√§nde, die je nach Art des Dachtragwerks verschieden sein k√∂nnen. Die wichtigsten Arten von Dachst√ľhlen sind das Sparrendach, das Kehlbalkendach und das Pfettendach.

Dachunterspannbahn

DachunterspannbahnDachunterspannbahnen werden zwischen den Sparren und der Traglattung der Dachbedeckung befestigt und liegen nicht auf der W√§rmed√§mmung auf. Sie sind die zweite wasserf√ľhrende Schicht falls durch die Eindeckung Feuchtigkeit eindringt, wird dieses sicher auf der Unterspannbahn abgeleitet. Unterspannbahnen erf√ľllen eine wichtige bauphysikalische Funktion, denn wenn die Diffusionsfeuchte nicht aus dem Geb√§ude entweichen kann, sind Bausch√§den vorhersehbar, die nur mit erheblichen Aufwand beseitigt werden k√∂nnen. Wurden fr√ľher gitterverst√§rkte PE Folien verwendet, so finden heute moderne diffusionsoffene Materialien Verwendung, die direkt auf die Sparren verlegt werden.

Dämmstoff

Material zur W√§rme- oder Schalld√§mmung von Bauteilen. D√§mmstoffe k√∂nnen beispielsweise aus Kunststoffen wie Polystyrol ("Styropor"), Polyurethan, Mineralwolle wie Glaswolle, Steinwolle oder ULTIMATE, aus Schaumglas oder nat√ľrlichen Materialien wie Bl√§hton, Zellulose, Holz-Weichfasern, Schafswolle oder Hanffasern bestehen. D√§mmstoffe unterscheiden sich beispielsweise in Bezug auf ihre W√§rmeleitf√§higkeit, das Feuchtigkeitsverhalten, das W√§rmespeicherverm√∂gen, dem Rohgewicht und der Dampfdiffusion. Aus √∂kologischen Gesichtspunkten immer h√§ufiger beachtet wird auch der Prim√§renergieverbrauch bei der Herstellung und die energetische Amortisation. Damit wird angegeben, wie lange ein D√§mmstoff im Einsatz sein muss, um die bei der Herstellung verbrauchte Energie eingespart zu haben. Das ist aber selbst im ung√ľnstigsten Fall (Polyurethan) nach sp√§testens zwei Jahren der Fall.¬†

Die W√§rmeleitf√§higkeit eines Stoffes wird in Lambda (= W/mK) gemessen. Der Lambda-Wert gibt die W√§rmemenge an, die durch einen ein Kubikmeter gro√üen W√ľrfel eines Stoffes dringt, wenn zwischen den beiden Seiten ein Temperaturunterschied von 1¬į Celsius herrscht. Je kleiner der Wert ist, desto besser d√§mmt das Material. Hat ein Material einen hohen Lambda-Wert, kann man aber mit gr√∂√üeren D√§mmstoffdicken trotzdem eine hervorragende W√§rmed√§mmung erzielen. Um eine Vergleichbarkeit der D√§mmstoffe zu erreichen, werden diese in W√§rmeleitgruppen eingeteilt. Dazu wird der Lambda-Wert mit 1.000 multipliziert. Das Feuchtigkeitsverhalten ist ebenfalls interessant, da Feuchtigkeit die W√§rmed√§mmeigenschaften eines Baustoffes stark herabsetzen kann.¬†

Dämmstoffmesser

Ein D√§mmstoffmesser besitzt eine 30 bis 40 cm lange Klinge mit unterschiedlichem Schliff auf beiden Seiten der Klinge. Eine Seite weist eine S√§gezahnung auf f√ľr das Zers√§gen von (relativ) unelastischen D√§mmstoffen wie z.B. Polystyrol ("Styropor") oder Polyurethan. Die andere Seite der Klinge ist wellenf√∂rmig geschliffen f√ľr das Zerschneiden von weichen D√§mmstoffen z. B. aus Glaswolle, Steinwolle oder Holz-Weichfasern.

Dampfbremse

Dampfbremse ist eine Bezeichnung f√ľr Folien, die insbesondere beim Dachausbau eingesetzt werden. Die Dampfbremse stellt, wie auch die Dampfsperre, die Luftdichtheit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperre wird die Wasserdampfdiffusion jedoch gebremst und nicht verhindert. Grunds√§tzlich unterscheidet die DIN 4108-3:2018-10:

diffusionsoffene Schicht: Bauteilschicht mit sd ‚ȧ 0,5 m
diffusionsbremsende Schicht: Bauteilschicht mit 0,5 m < sd ‚ȧ 10 m
diffusionshemmende Schicht: Bauteilschicht mit 10 m < sd ‚ȧ 100 m
diffusionssperrende Schicht: Bauteilschicht mit 100 m < sd < 1 500 m
diffusionsdichte Schicht: Bauteilschicht mit sd ‚Č• 1 500 m

Schicht mit variablem sd-Wert: Bauteilschicht, die ihren sd-Wert in Abh√§ngigkeit von der umgebenden relativen Luftfeuchte ver√§ndert (z.B. Vario¬ģ KM Duplex UV oder Vario¬ģ XtraSafe).

Dampfdiffusion

Dampfdiffusionswiderstand

Dampfdruckausgleichsschicht

Eine Dampfdruckausgleichsschicht findet man h√§ufig bei Flachd√§chern. Dabei handelt es sich um eine Dachbahn, die bei nicht bel√ľfteten Flachd√§chern eingef√ľgt wird. Die Dachbahn erm√∂glicht es, dass Wasserdampf abgef√ľhrt wird, der in der Konstruktion eindringt oder entsteht. Weiterhin dient eine Dampfdruckausgleichsschicht als Trennschicht zwischen Dachabdichtung und W√§rmed√§mmung. Sie erm√∂glicht Bewegungen zwischen diesen beiden Schichten, die aufgrund von Schwinden oder Temperaturdehnung entstehen k√∂nnen. Die Dampfdruckausgleichsschicht verhindert also auch Sch√§den mechanischer Art an der Konstruktion. Bei Mineralfaserd√§mmstoffen erfolgt der Dampfdruckausgleich im D√§mmstoff. Dachabdichtungen k√∂nnen auf Mineralfaserd√§mmstoffen deshalb vollfl√§chig aufgeklebt werden.

Dampfrohrkessel

Abgrenzung der Begriffe Dampfkessel, Dampfkesselanlage und Dampfkraftwerk. Ein Dampfkessel ist ein geschlossenes beheiztes Gef√§√ü oder ein Druckrohrsystem, das dem Zweck dient, Wasserdampf von h√∂herem als atmosph√§rischem Druck (p > 1,013 bar absolut) oder Hei√üwasser mit Temperaturen oberhalb von 100 ¬įC f√ľr Heiz- und Betriebszwecke zu erzeugen. Wird der Dampfkessel zur Erzeugung von Dampf genutzt, dann spricht man von einem Dampferzeuger. In Abh√§ngigkeit von der Dampfnutzung wird in einem Dampfkessel Sattdampf oder Hei√üdampf erzeugt.

Dimensionen 
Die Gr√∂√üe von Dampfkesseln ist weit gespannt. Sie reicht von Kleinstdampfkesseln im Haushalt (Dampfreiniger, Dampfb√ľgeleisen) bis zu Turmdampfkesseln in Dampfkraftwerken mit einer H√∂he bis 155 m bei einer Dampfleistung bis zu 3600 t/h. Die Dimensionen betragen beispielsweise bei dem fortschrittlichen, mit Braunkohle betriebenen Block K des Kraftwerkes Niederau√üem:

  • 68 m Kesselhaush√∂he,
  • 2620 Tonnen Dampf pro Stunde,
  • eine thermische Leistung von 2306 MW,
  • ein Brennstoffverbrauch von 847 t pro Stunde,
  • bei Auslegungsparametern 274 bar und 580 ¬įC (Frischdampf) bzw. 600 ¬įC (Sekund√§rdampf nach Zwischen√ľberhitzer).

Bauformen
Bei der Bauform unterscheidet man zwischen Schnelldampferzeugern, Großwasserraumkesseln und Wasserrohrkesseln. Zur Erzeugung geringer Dampfmengen werden auch elektrisch beheizte Dampfkessel verwendet. Als Besonderheit ist noch der bewegliche Lokomotivdampfkessel zu erwähnen.

Einsatz von Dampfkesseln 
Dampfkessel kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo Wasserdampf sowie Hei√üdampf ben√∂tigt wird. So werden Dampfkessel in der Energiewirtschaft in Form von Kraftwerk-Dampferzeugern zur Stromgewinnung verwendet. Neben den verschiedenen Einsatzbereichen in der Industrie zum Beispiel in Heizsystemen oder in der Produktion werden Dampfkessel auch in der Landwirtschaft verwendet f√ľr das D√§mpfen (Bodendesinfektion) zur Bodenentseuchung.

Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist eine Folie aus Kunststoff oder Aluminium. Sie verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anf√§llig sind (Verrottung) oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist. Die DIN 4108-3:2018-10 definiert eine Schicht als diffusionsdicht, wenn eine Bauteilschicht einen sd-Wert ‚Č• 1.500 m aufweist.

Decke

Der obere Abschluss eines Raumes wird als Decke bezeichnet. An eine Decke werden verschiedene Anforderungen bez√ľglich Standsicherheit, Brandschutz, Schallschutz (Trittschallschutz) oder W√§rmeschutz gestellt. Ist die Decke zugleich Dachdecke (z.B. bei Flachd√§chern), dann muss die Decke auch dem Feuchteschutz dienen. Die Hauptkonstruktionsarten sind die Balkendecke (z.B. Holzbalkendecke, (Stahl)Steindecke, Hourdis) und die Platten-/Scheibendecke (z.B. Stahlbetondecke). Stahlbetondecken werden h√§ufig als Montagebauteile schon fertig oder teilweise fertig auf die Baustelle geliefert. Eine eher seltene Deckenvariante ist die aus fest verbundenen Holzkastenelementen zusammengesetzte Kastendecke. Getragen werden die Decken von den Au√üenw√§nden, tragenden Innenw√§nden oder bei Balkendecken auch von St√ľtzen (z.B. im Fachwerk- oder Stahlbau). H√§ufig werden an die tragende Rohdecke Unterdecken / abgeh√§ngte Decken angebracht oder es werden zus√§tzliche Decken eingeschoben (Einschubdecken / Fehlboden).

Deckenbalken

Deckenbalken sind auch heute noch allgegenw√§rtig. Sie bilden die Unterkonstruktion einer Geschossdecke - und zwar insbesondere bei den H√§usern, die nur aus einem Erdgeschoss und einem Dachgeschoss bestehen. Hier ist eine Geschossdecke aus Beton(fertigteilen) nicht unbedingt √ľblich und im Holzrahmenbau - also auch bei den meisten Fertigh√§usern - sowieso nicht m√∂glich. Eine ganz wesentliche Rolle spielen Deckenbalken allerdings bei historischen Fachwerkh√§usern, bei denen drei und vier Geschosse nichts Ungew√∂hnliches waren. Oft wurden die Deckenbalken √ľber die Fassade hinausgef√ľhrt und mit aufwendigen Schnitzereien versehen. Diese Balkenk√∂pfe sind als Neidk√∂pfe in die Baugeschichte eingegangen.

Deckenbekleidung

Deckenschalung

DeckenschalungZum Herstellen einer massiven Stahlbetondecke ist eine Deckenschalung notwendig. Deckenschalungen werden aus Schaltafeln, bzw. Schalungsplatten oder Brettern und Schalungstr√§gern hergestellt. St√ľtzen unter den Tr√§gern tragen die Lasten auf den Untergrund ab. Zur seitlichen Schalung werden entweder Bohlen bzw. Bretter oder fertige Schalelemente wie auf der Abbildung verwendet. Bei diesen Schalelementen ist die W√§rmed√§mmung bereits mit eingebaut. Diese ist notwendig, um W√§rmebr√ľcken zu vermeiden. Bei der Schalung mit Brettern oder Bohlen ist somit zus√§tzlich eine W√§rmed√§mmung mit einzubringen.

Deckenverkleidung

DeckenverkleidungSollen Unebenheiten ausgeglichen, Installationsebenen versteckt, eine Wärme- oder Schalldämmung untergebracht oder einfach nur ein optischer Akzent gesetzt werden, ist eine Deckenverkleidung ideal. Als Deckenverkleidung kommen infrage Paneele aus Holz oder lackierten Blechen (Foto) oder Kassettenelemente aus Holz, Gipsfaser, Hartschaum, Edelstahl oder pulverbeschichtetem Aluminium. Metallverkleidungen werden jedoch ausschließlich im gewerblichen Bereich eingesetzt und nur dann, wenn die Frage einer Schalldämpfung keine Rolle spielt. Zu den modernen Formen der Deckenverkleidung zählt die Spanndecke. Deckenverkleidungen bestehen aus Unterkonstruktion und Verkleidungsschale. Die Unterkonstruktion hat die Aufgabe, die Deckenverkleidung zu tragen. Sie kann aus Holz, wie Latten und Lattenroste, oder aus Metallprofilen bestehen. Je nach Bauart unterscheidet man unterscheidet man Deckenbekleidungen und Unterdecken. Bei Deckenbekleidungen ist die Unterkonstruktion direkt an der Gebäudedecke befestigt, bei Unterdecken durch eine besondere Unterkonstruktion von dieser abgehängt.

Dichtstoffe

Unter die Rubrik "Dichtstoffe" fallen im Bauwesen zahlreiche Produkte. Als Dichtstoffe werden zum Beispiel Folien aus Blei oder Kupfer verwendet, die √ľber die Fuge gelegt und dabei entweder verklebt oder direkt einbetoniert werden. Auch Profile aus Kautschuk, Kunststoff oder Metall in den verschiedensten und auf den Anwendungszweck abgestimmten Querschnittsformen werden als Dichtstoffe eingesetzt. Der haupts√§chliche Einsatzbereich von Profilen ist im Bereich von hinterl√ľfteten Fassadenkonstruktionen. Weiterhin werden auch Fugenb√§nder als Dichtstoffe eingesetzt. Sie werden √ľberwiegend bei Betonbauwerken eingesetzt. Zu den Massendichtstoffen geh√∂ren alle spachtel-, gie√ü- und spritzf√§higen Dichtstoffe, die nach der Verarbeitung fest werden, plastisch bleiben oder auch elastisch sein k√∂nnen. Daher erfolgt eine Unterscheidung nach festen, gussf√∂rmigen und elastischen Massendichtstoffen. Zu den festen Massen geh√∂ren M√∂rtel, die mit Kunststoff-Dispersionen versetzt sind und alle Zementm√∂rtel. Weiterhin werden in Standfugen Polyester- und Epoxidharzmassen eingesetzt. Zu den gussf√∂rmigen Massen geh√∂ren die bitumin√∂sen Stoffe, die im Br√ľcken- und Stra√üenbau f√ľr den Fugenverguss eingesetzt werden. Die elastischen Massen sind auch dem Hobbyanwender bekannt, dabei handelt es sich beispielsweise um Acryl oder Silikon; diese Dichtstoffe werden in Kartuschen abgepackt und sind f√ľr den Einsatz in Spritzpistolen vorgesehen.

Diffusion

Unter Diffusion versteht man den Durchgang von Wasserdampf oder Gasen durch Stoffe. Beim Feuchtetransport durch Diffusion wird Wasser in Dampfform transportiert. Bei der Wasserdampfdiffusion kommt es, ähnlich wie beim Wärmetransport, zu einem Diffusionsstrom vom Bereich mit höherer Wasserdampfkonzentration zum Bereich mit geringerer Wasserdampfkonzentration.

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke

Diffusionswiderstand

Jeder Stoff leistet mehr oder weniger viel Widerstand gegen die Diffusion. Der Diffusionswiderstand h√§ngt ab von der Durchl√§ssigkeit des diffusionshemmenden Stoffes, ausgedr√ľckt durch die Diffusionswiderstandszahl, und der Dicke der Schicht, durch die hindurch die Diffusion erfolgt. Feuchtigkeitssperren wie Metallschichten, PE-Folie oder Glas haben einen sehr hohen Diffusionswiderstand. Diffusionsoffene Schichten wie Zellulosed√§mmung, Mineralwolle oder Gipskartonplatten haben einen niedrigen Diffusionswiderstand.

Mehr unter Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Duodach

Das Duodach ist eine Sonderform eines Flachdachs. Es stellt eine Kombination von nichtbel√ľfteten einschaligem Dach (Warmdach) und Umkehrdach dar. Das Duodach wird besonders bei √§lteren D√§chern angewendet, die wohl noch dicht sind, aber deren W√§rmeschutz aus heutiger Sicht unzureichend ist. Ist die urspr√ľngliche Dachkonstruktion schadhaft geworden, steht mit dem Duodach eine einfache und wirksame Sanierungsm√∂glichkeit zur Verf√ľgung.

E

Effizienzhaus 40

Der KfW-Effizienzhaus-Standard setzt sich aus 2 Kriterien zusammen: Wie hoch ist der Gesamtenergiebedarf der Immobilie? Und wie gut ist die W√§rmed√§mmung der Geb√§udeh√ľlle? Das wird mit den Werten Prim√§renergiebedarf und Transmissionsw√§rmeverlust angegeben. Ein Beispiel: Im Vergleich zum Referenzgeb√§ude der GEG ben√∂tigt das Effizienzhaus 40 nur 40 % der Prim√§renergie. Zudem liegt der Transmissionsw√§rmeverlust bei nur 55 %. Der bauliche W√§rmeschutz ist somit um 45 % besser.

Effizienzhaus 40 Plus

Als Spitzenstandard in der KfW-F√∂rderung ist das KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Hier wird der Standard Effizienzhaus 40 noch mit zus√§tzlicher Haustechnik, einem ‚ÄěPlus-Paket‚Äú ausgestattet, das in erster Linie auf eigene Stromerzeugung und Selbstnutzung des erzeugten Stroms ausgelegt ist. Im Regelfall kommt der Strom von einer Photovoltaik-Anlage, die mit einem station√§ren Batteriespeicher sowie einer L√ľftungsanlage mit W√§rmer√ľckgewinnung kombiniert wird. Damit sparen Sie noch mehr Energie ein, machen sich ein wenig unabh√§ngig und erhalten die h√∂chste Neubauf√∂rderung.

Effizienzhaus 55

Effizienzhaus 55 ist die Bezeichnung eines Energiesparhauses, das von der KfW-Bank gefördert wird. Im Vergleich zum Referenzgebäude des GEG benötigt das Effizienzhaus 55 nur 55 % der Primärenergie. Zudem liegt der Transmissionswärmeverlust bei 70 %. Der bauliche Wärmeschutz ist somit um 30 % besser.

Emission

Emission (lat. emittere ‚Äěherausschicken, -senden‚Äú), deutsch Austrag oder Aussto√ü, bedeutet allgemein Aussendung von St√∂rfaktoren in die Umwelt. Die Quelle wird Emittent genannt. Jede Emission hat eine Immission (lat. immittere, ‚Äěhineinschicken, -senden‚Äú), deutsch Eintrag, in ein Umweltmedium zur Folge. Der Begriff Emission ist in der Physik allgemein √ľblich, Immission haupts√§chlich nur in der Umwelttechnik und im Umweltrecht.

Emission als Austrag besteht aus giftigen, gesundheitssch√§dlichen oder umweltgef√§hrdenden chemischen Stoffen, etwa aus Schadstoffen aller Art, Reizstoffen, Allergenen, aber auch als Schallemission (L√§rm), Licht, ionisierender Strahlung oder Ersch√ľtterungen. Typische Beispiele sind gasf√∂rmige Schadstoffemissionen aus Autos oder Schornsteinen, fl√ľssige Emissionen aus Altlasten, staubf√∂rmige Emissionen von Halden, Stra√üenl√§rm, Lichtverschmutzung.

In der Umweltgesetzgebung versteht man unter Emittent nur eine Anlage im Sinne des Gesetzes, von der Luftverunreinigungen, Ger√§usche, Ersch√ľtterungen, Licht, W√§rme, Strahlen und √§hnliche Erscheinungen ausgehen. Beispiele sind Schadstoffeintr√§ge in die Luft (Emittenten sind Autos, Fabriken oder Heizungen), in das Grundwasser (Emittenten k√∂nnen Altlasten oder die Landwirtschaft sein) oder in Gew√§sser (m√∂gliche Emittenten sind hier Kl√§ranlagen).

Rolle von Emission und Immission f√ľr den Umweltschutz [Bearbeiten]Ein wesentliches Ziel des Umweltschutzes ist es, sch√§dliche Emissionen m√∂glichst abzustellen oder so weit wie m√∂glich zu reduzieren, um so zum einen Umweltverschmutzung wie Luftverschmutzung, Bodenverschmutzung oder Gew√§sserverschmutzung zu vermeiden und zum anderen Menschen vor Belastungen in Wohnr√§umen und Arbeitsr√§umen zu sch√ľtzen.

Energetische Sanierung

Energetische Sanierung, auch thermische Sanierung, bezeichnet in der Regel die Modernisierung eines Geb√§udes zur Minimierung des Energieverbrauchs f√ľr Heizung, Warmwasser und L√ľftung.

Mögliche Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu minimieren:

  • Au√üenwandd√§mmung
  • Dachd√§mmung
  • Fenstersanierung
  • Heizungssanierung (Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel, Mikro-KWK, W√§rmepumpe)
  • Kellerdeckend√§mmung
  • Solarthermie zur Warmwasser- und/oder Heizungsunterst√ľtzung

Ein Haus sollte bei einer energetischen Sanierung immer als Ganzes betrachtet werden, um Bausch√§den zu vermeiden und um zu erkennen, welche Ma√ünahmen das beste Kosten-Nutzen-Verh√§ltnis haben. Viele Ma√ünahmen sind kombinierbar; es empfiehlt sich, vor Beginn einer energetischen Sanierung einen Energieberater hinzuzuziehen, um f√ľr das jeweilige Geb√§ude ein optimales Ma√ünahmenb√ľndel zu finden.
Zwei attraktive Programme f√∂rdern aktuell die energetische Modernisierung von Wohngeb√§uden. Zus√§tzlich zur steuerlichen F√∂rderung werden nun Einzelma√ünahmen auch durch die neue Bundesf√∂rderung f√ľr effiziente Geb√§ude (BEG) noch h√∂her gef√∂rdert.

Energieausweis

EnergieausweisIm Energieausweis wird der Energiebedarf bzw. der Energieverbrauch eines Geb√§udes angegeben. Kauf- oder Mietinteressenten k√∂nnen so absch√§tzen, mit welchen Heiz- und Warmwasserkosten zu rechnen ist. Der Energieausweis macht Angaben zum Geb√§ude zur Heizung sowie zum Energiebedarf bzw. ‚Äďverbrauch. Er kann entweder auf Basis der Bausubstanz und der Heiztechnik berechnet werden (Energiebedarf) oder anhand bisheriger Heizkostenabrechnungen erstellt werden (Energieverbrauch). Sp√§testens bei der Besichtigung des Geb√§udes muss der Energieausweis vorgelegt werden.¬†

Energiebilanz

Energiebilanzen erlauben es, rechnerisch den Aufwand von Prim√§renergie in ein Verh√§ltnis zur Nutzenergie zu stellen. Sie bilden die Grundlage f√ľr einen sparsamen Umgang mit Energie und erlauben es, Energieverluste aufzufinden, mengenm√§√üig darzustellen und Vermeidungsm√∂glichkeiten zu ermitteln. Dabei wird auch der Energieverbrauch zur Gewinnung und Bereitstellung der Nutzenergie dargestellt.

Der Begriff Energiebilanz beschreibt in Bezug auf nachhaltige Produktionsmethoden den gesamten Aufwand zur Herstellung, zum Betrieb und zur Weiterverwertung (Entsorgung oder Recycling) von Produkten. So wird beispielsweise bei einem K√ľhlschrank nicht nur der Stromverbrauch betrachtet, sondern auch die zur Herstellung und Entsorgung notwendige Energie und Ressourcen (graue Energie). F√ľr Elektrizit√§tswerke wird der sogenannte Erntefaktor oder auch die Energier√ľcklaufzeit angegeben. Spart ein Produkt im Rahmen der Nutzung Energie ein, wie beim D√§mmstoff, kann die in der Energiebilanz gegengerechnet werden.¬†

Energieeinsparung

Energieeinsparung bezeichnet alle Maßnahmen, die die Menge verbrauchter Energie (siehe Energieträger, Energiequelle) verringern. Energieeffizienz bezeichnet die Effizienz des Einsatzes von Energie, also das Verhältnis von Nutzen zum Energieaufwand.

Ursachen
Es gibt monetäre Anreize zum Energiesparen; daneben kann es Zwänge bzw. Restriktionen geben: es kann sein, dass ein Energieträger
- (zeitweilig oder st√§ndig) in geringerer als der gew√ľnschten Menge verf√ľgbar ist, z. B.

  • durch zu geringe F√∂rderkapazit√§ten
  • durch zu geringe Kapazit√§t eines Netzanschlusses oder einer Pipeline
  • durch zu geringe Kraftwerkskapazit√§t

- durch Lieferschwierigkeiten (z. B. bedingt durch politische Spannungen, Kriege oder Wetterbedingungen unerw√ľnschte (vermeidbare oder unvermeidbare) Nebenwirkungen verursacht.

  • Gesundheits- und Umweltsch√§den beispielsweise durch Abgase, L√§rm, Treibhausgase oder Radioaktivit√§t (z. B. Waldsch√§den, Globale Erw√§rmung)


1973 war die sogenannte ‚Äěerste √Ėlkrise‚Äú weltweit ein Anlass, Energieeinsparungen zu erw√§gen und durchzuf√ľhren: der √Ėlpreis stieg stark, es kam zeitweise zu Versorgungsengp√§ssen. Kurz zuvor, 1972, hatte die vom Club of Rome ver√∂ffentlichte Studie Die Grenzen des Wachstums weltweit bewusstgemacht, dass dem Wirtschaftswachstum der Industriegesellschaften Grenzen gesetzt sind, u. a. durch limitierte Mengen fossiler Energien und anderer Rohstoffe und Ressourcen. In den 1970ern etablierte sich die Umweltpolitik und das Umweltbewusstsein nahm deutlich zu.
Methodisch bieten sich folgende Ansätze zur Einsparung einer bestimmten Energieform an:

  • Verringern des Energiebedarfs durch Verzicht auf bestimmte Leistungen. Oft bietet der Verzicht auf kleine Zusatzfunktionen ein gro√ües Energiesparpotenzial. (Beispiel: Geb√§udeheizung in nicht genutzten R√§umen reduzieren)
  • Steigerung der Effizienz erh√∂ht die Ausnutzung der aufgewendeten Energie, beispielsweise die Steigerung des Wirkungsgrades durch Minderung der Dissipation. Durch erh√∂hte Effizienz kann der Verbrauch h√§ufig deutlich gesenkt werden (Beispiele: W√§rmed√§mmung, Energiesparlampe).
  • Zur Effizienzsteigerung z√§hlt auch die Nutzung bisher ungenutzter Energieanteile (etwa W√§rmer√ľckgewinnung oder zus√§tzliche Nutzung der Abw√§rme, z. B. durch Brennwertheizungen)
  • Intelligente Steuerungen der Betriebsparameter von Maschinen, Ger√§ten und anderen Systemen leisten heute einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung. Beispielsweise h√§ngt der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren von vielen unterschiedlichen Betriebsbedingungen ab. Steuerungstechnische Ma√ünahmen zur Wirkungsgradsteigerungen bei Verbrennungsmotoren begannen vor vielen Jahren mit der einfachen Verstellung des Z√ľndzeitpunktes. Heute werten sehr schnelle Mikroprozessoren eine Vielzahl von Messparametern aus, mit denen dann die unterschiedlichen Komponenten von Motoren dynamisch so gesteuert werden, dass f√ľr jede aktuell gemessene Kombination von Messwerten der h√∂chste Wirkungsgrad des Motors erreicht werden kann. Dies beinhaltet auch den oben genannten Verzicht auf bestimmte Leistungen, die nicht ben√∂tigt werden, wie die Arbeit im Leerlauf.
  • Die Nutzung alternativer Energieformen ist keine Energieeinsparung im eigentlichen Sinne. Durch dieses Vorgehen kann jedoch die urspr√ľnglich eingesetzte Energieform reduziert oder g√§nzlich ersetzt werden. Zu einer Energieeinsparung kommt es dabei nur, wenn die Nutzung der neuen Energieform effizienter, als die zu ersetzende ist. (Stichwort: Energiebilanz) Beispiele f√ľr die Alternativenergienutzung sind: Tageslicht statt elektrischer Beleuchtung, Muskelkraft statt Motor, Erdgas statt Kohle. Die h√∂here Effizienz kann auch bei der Energiebereitstellung liegen: Erdgasheizung statt Elektroheizung spart Energie nicht im Haus, sondern bei der Stromerzeugung in einem Kraftwerk.

Energieeinsparverordnung

siehe GEG

Energiesparhaus

Ein Energiesparhaus ist ganz allgemein betrachtet ein Haus, das weniger Energie ben√∂tigt, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Da sich die Anforderungen an die W√§rmed√§mmung st√§ndig √§ndern und versch√§rft werden, kann es durchaus sein, dass ein Haus, das vor 20 Jahren als Energiesparhaus gebaut wurde, heutzutage nicht mehr als solches bezeichnet werden kann. In Deutschland kursieren viele Begriffe, die ein Energiesparhaus bezeichnen - vom Null-Liter-Haus √ľber das 3-Liter-Haus bis zum Passivhaus. Auch das KfW-40 Plus und KfW-40-Haus sind Energiesparh√§user.¬†

EnEV

siehe GEG

Entflammbarkeit

Entflammbarkeit ist ein Ma√ü daf√ľr, wie leicht sich ein Stoff bei nat√ľrlichen Temperaturen entz√ľndet. Dies ist Teil des Brandverhaltens des Stoffes.¬†
Ein Beispiel f√ľr ein solches Ma√ü ist die Lage des Flammpunktes. Die Entflammbarkeit ist nicht eins zu eins mit der Brennbarkeit gekoppelt, brennbare Stoffe k√∂nnen durchaus schwer entflammbar sein.
Baustoffe werden abhängig von ihrem Brandverhalten in verschiedene Baustoffklassen eingeteilt.

Estrich

Ein Estrich entsteht nach Aush√§rten einer "flie√üenden" Estrichmasse unterschiedlicher Zusammensetzung, daher auch der Begriff Flie√üestrich. Estrich kann als Verbundestrich entweder direkt auf der Rohdecke, dann als Estrich auf Trennschicht auf einer Zwischenlage und schlie√ülich als Estrich auf D√§mmlage auf einer D√§mmschicht ausgebracht werden. Im letzteren Fall spricht man auch von einem "schwimmenden Estrich", weil der Estrich ohne Verbindung zu anderen Bauteilen gleichsam auf dem D√§mmbelag schwimmt. Eine Sonderform des schwimmenden Estrichs ist der sog. Heizestrich f√ľr die Aufnahme einer Fu√übodenheizung. Je nach Anforderungsprofil kommen zum Einsatz der Zement-Estrich, der Anhydrit-Estrich, der Magnesia-Estrich und der Gussasphalt-Estrich. Bei Altbaurenovierungen wird oft ein Trockenestrich eingebaut, der aus speziellen Estrichverlegeplatten besteht. Beim Einbringen eines Estrichs m√ľssen zuvor immer Randd√§mmstreifen angebracht werden.
Alternativ ist auch die Verlegung eines Trockenestrichs möglich. Hierbei werden auf der Dämmschicht Spanplatten oder Gipsfaserplatten verlegt. Nassestrich-Konstruktionen bieten meist bessere Trittschalldämmung als Trockenestrich-Konstruktionen. Trockenestrich-Konstruktionen dagegen bieten Vorteile im Bereich Gewicht, Verlegezeit und Feuchtebelastung des Baus.

Estrich auf Dämmschicht

Estrich auf DaemmschichtDies ist der viel beschriebene schwimmende Estrich. Er wird √ľber einer D√§mmschicht eingebaut und hat keine unmittelbare Verbindung mit den angrenzenden Bauteilen, er "schwimmt" sozusagen. Der schwimmende Estrich ist eine Konstruktion, die den Anforderungen sowohl des Schallschutzes als auch des W√§rmeschutzes dienen kann. Er dient insbesondere zur Verbesserung der Trittschalld√§mmung. Als schwimmender Estrich k√∂nnen alle Estricharten verwendet werden. Der Estrich ist auch f√ľr die Lastverteilung √ľber dem D√§mmstoff zust√§ndig. Der D√§mmstoff kann je nach erforderlicher Dicke ein- oder mehrlagig sein. Als D√§mmschichten werden D√§mmstoffe aus mineralischen und pflanzlichen Fasern sowie aus Schaumkunststoffen wie Polystyrol und Polyurethan (PUR) verwendet. Dabei ist auch eine kombinierte Trittschall- und W√§rmed√§mmung aus zwei Einzellagen m√∂glich. Beim mehrlagigen Einbau von D√§mmschichten ist auf einen Versatz der Plattenst√∂√üe sowohl in L√§ngs- als auch in Querrichtung zu achten. Als D√§mmstoffabdeckung werden Polyethylenfolien oder Bitumenpapier verwendet.

Estrich auf Trennschicht

Estrich auf TrennschichtDieser Estrich ist durch eine Zwischenlage vom Untergrund getrennt. Er eignet sich unmittelbar als Boden sowie zur Aufnahme einer Beschichtung oder eines Belages wie z.B. in Heizr√§umen, Wasch- und Trockenr√§umen oder Lagerr√§umen. Als Estrich auf Trennschicht eignen sich alle Estricharten. Als Trennschichten werden Polyethylenfolien, Bitumenpapier oder Rohglasvliesbahnen verwendet. Sie sind, au√üer bei Gu√üasphalt, zweilagig zu verlegen. Eine Lage kann bei Untergescho√ür√§umen beispielsweise auch als Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit ausgef√ľhrt werden. Durch die zweilagige Verlegung der Trennschicht wird die Entkopplung des Estrichs vom Untergrund gesichert und eine spannungsfreie Bewegung auf der Unterlage erm√∂glicht. Ein umlaufend f√ľnf Millimeter dicker Trennstreifen an den W√§nden verhindert eine Einspannung.

F

Faserdämmstoffe

D√§mmstoffe aus mineralischen und/oder organischen Fasern. Die Platten, Filzen oder Matten werden f√ľr W√§rmed√§mmzwecke, bei entsprechender Eignung und zus√§tzlicher Kennzeichnung gleichzeitig auch f√ľr Schalld√§mm-, Schallschluck- und Trittschalld√§mmzwecke verwendet.

Fassade

Die Fassade bedeutet im Bauwesen die √§u√üere Schicht der Au√üenwand eines Geb√§udes. Durch die Verwendung von verschiedenen Materialien ergeben sich eine Vielzahl von Gestaltungsm√∂glichkeiten. Auch S√§ulen, Arkaden, Erker oder Fenstergruppierungen geben der Fassade ein individuelles Aussehen. Fassaden k√∂nnen aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Eine Fassade kann verputzt sein (Putzfassade), sie kann aus einer Stahl- oder Aluminium-Glaskonstruktion bestehen, es kann sich um eine Leuchtfassade, eine Vorhangfassade oder eine Holzfassade handeln. Je nach Konstruktionsart der tragenden Wand kann z.B. eine Fassade aus Sichtmauerwerk direkt mit der Wand verbunden sein, es kann sich aber auch um eine Fassade mit Hinterl√ľftung handeln, die vorgeh√§ngte hinterl√ľftete Fassade genannt wird.

Fassadenbekleidung

Fassadenbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen angebracht. Sie werden aus schuppen- oder tafelförmig, ebenen oder profilierten, klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Außenwandbekleidung genannt. Fassaden können mit Fassadenschindeln oder Fassadenplatten, aber auch mit Paneelen aus unterschiedliche Materialien wie Holz oder Faserzement bekleidet werden. Mehr zum Thema Fassadenbekleidung siehe vorgehängte Fassade.

Fassadendämmung

Abgesehen von verschiedenen Dämmstoffen, die verwendet werden können, gibt es auch technisch sehr unterschiedliche Möglichkeiten, die Fassade zu optimieren. Man hat die Wahl zwischen Außendämmung, Kerndämmung und Innendämmung.

Fassadenrenovierung

siehe Fassadensanierung

Fassadensanierung

Ganz gleich, ob Putzfassade, Holzfassade, Klinkerfassade oder sonstige Fassade, fr√ľher oder sp√§ter wird eine Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung f√§llig. Denn Sonne, Wind, Regen oder Frost machen jeder Fassade im Laufe der Zeit zu schaffen. Was sich deutlich durch Risse im Putz oder abbl√§tternden Putz zeigt. Auch das Holz einer Holzfassade kann mit der Zeit Risse bekommen oder Ausbleichen, wenn es nicht richtig gepflegt wird. Und sind die Fugen einer Klinkerfassade erst einmal br√ľchig, sind weitere Sch√§den nicht weit entfernt, denn eindringendes Wasser kann die Bausubstanz gef√§hrlich sch√§digen. Eine schadhafte Fassade ist also nicht nur schlecht f√ľr die Optik, sondern weitere, noch viel schlimmere Sch√§den sind programmiert. Deshalb lassen sich mit einer Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch so unterschiedlich die Fassaden sind, so unterschiedlich sind auch die Sanierungsmethoden. Die Sanierungsmethode bzw. Renovierungsmethode h√§ngt auch stark davon ab, wie sehr die Fassade in Mitleidenschaft gezogen ist. Oft reicht auch ein neuer Anstrich f√ľr die Putzfassade oder eine neue Lasur f√ľr die Holzfassade aus. In diesem Fall spricht man dann von einer Fassadenrenovierung. Bei einer Fassadensanierung geht es aber um mehr als nur um Sch√∂nheitsreparaturen. Hier wird in der Regel die komplette Fassade ausgetauscht oder die bestehende Fassade zus√§tzlich ged√§mmt und dann neu z.B. mit Putz oder einer Holzverschalung versehen. Bei einer Klinkerfassade reicht es meist aus, wenn man die Fugen erneuert. Bei √§lteren H√§usern ist es aber h√§ufig notwendig, dass das Haus zus√§tzlich ged√§mmt werden muss. Und da eine Au√üend√§mmung einer Innend√§mmung in der Regel vorzuziehen ist, muss in diesem Fall dann auch die Klinkerfassade dran glauben.

Fertighausdämmung

Unter einer Fertighausdämmung versteht man die Dämmung eines Fertighauses. Sie wird i.d.R. bereits bei der Herstellung der Fertighausbauteile im Werk in die Bauteile eingebaut.

Fertighaussanierung

Die Fertighaussanierung ist wie auch die Sanierung eines Massivhauses ein weites Feld. Das kann bei der Fassadensanierung anfangen und bei der Schadstoffsanierung enden. Und wenn die Familie gr√∂√üer wird, kommt h√§ufig noch eine Dachaufstockung dazu. Fast zwangsl√§ufig wird bei den steigenden Energiepreisen eine Fertighausd√§mmung notwendig. Handwerklich begabte Hausbesitzer k√∂nnen einiges bei der Fertighaussanierung selber machen. Vor allem, wenn es in den Bereich der Modernisierung geht, wie zum Beispiel Malerarbeiten, Bodenlegerarbeiten oder Tapezierarbeiten. Da neben dem W√§rmeschutz bei allen Verbesserungsma√ünahmen aber auch der Brandschutz, die Statik und der Holz- und Feuchteschutz beachtet werden muss, sollte man bei gr√∂√üeren Bauma√ünahmen immer den Fachmann konsultieren, damit nicht durch kleine Fehler gro√üe Sch√§den entstehen. Einige Firmen haben sich auf die Fertighaussanierung spezialisiert. Fachleute f√ľr die Sanierung findet man zun√§chst nat√ľrlich beim Hersteller des Fertighauses, sofern er noch auf dem Markt ist. Jedenfalls unterhalten einige dieser Hersteller spezielle Renovierungstrupps. Der n√§chste Ansprechpartner w√§re ein √∂rtlicher Zimmermeister, denn auch Zimmerleute bauen H√§user in Holzrahmenkonstruktion.

Feuchteschutz

Die meisten Sch√§den an Bauwerken entstehen durch die Einwirkung von Feuchtigkeit. Feuchtigkeit schadet oder zerst√∂rt Bauteile innerhalb kurzer Zeit und setzt deren W√§rmed√§mmverm√∂gen erheblich herab. Durch feuchte W√§nde und Decken entsteht zudem ein gesundheitssch√§digendes Raumklima. Wichtiges Ziel ist es daher, Geb√§ude vor jeder Art von Feuchtigkeit zu sch√ľtzen. Wasser und Feuchtigkeit k√∂nnen von au√üen und von innen in ein Bauwerk gelangen. Von au√üen gelangt Feuchtigkeit beispielsweise durch Grundwasser, Schichtenwasser, Sickerwasser, feuchte Au√üenluft, Regen oder Schnee ins Geb√§uden. Innen entsteht Feuchtigkeit bei der Bauherstellung (Neubaufeuchte), durch Wasser in B√§dern und K√ľchen, durch Wasserdampfausatmung des Menschen oder durch Kondenswasser in Bauteilen. Durch geeignete Ma√ünahmen (z.B. ISOVER Vario¬ģ Klimamembran, richtiges L√ľften) muss das Festsetzen von Feuchtigkeit (Entstehen von Tauwasser) in den Bauteilen verhindert werden.

Feuchtigkeitsschäden

Unter einem Feuchtigkeitsschaden versteht man einen direkten und indirekten Bauschaden, der an einem Bauwerk oder Geb√§ude durch Feuchtigkeit entsteht. Dies kann entweder die Folge von √§u√üeren Witterungseinfl√ľssen, Bodenfeuchte oder von Kondensation sein.
Einen Schaden, der z. B. durch einen Rohrbruch oder eine √úberschwemmung entsteht, nennt man hingegen Wasserschaden.

Ursachen 
In Geb√§uden kann sich Feuchtigkeit an unterschiedlichen Stellen und aus unterschiedlichen Gr√ľnden festsetzen:

√Ąu√üere Ursachen
Witterung √ľber Dachabdeckungen und Wandabdichtung, aufsteigende und eindringende N√§sse im Mauerwerk ‚Äď Gegenma√ünahmen bestehen in allen diesen F√§llen in der fachm√§nnischen Bauwerksabdichtung der entsprechenden Stellen des Geb√§udes.

Innere Ursachen
Luftfeuchtigkeit in Gebäuden schlägt sich an kalten Oberflächen nieder oder gelangt in das Innere von Außenbauteilen und fällt dort in den kälteren Bereichen aus. (Kondensationsfeuchte)

Planungsmängel und Baumängel
Zu den Planungsm√§ngeln z√§hlen falsch konstruierte Ausf√ľhrungsdetails der Geb√§udeh√ľlle, z. B. im Bereich von Keller- und Dachabdichtungen, Fugen und Anschl√ľssen aber auch W√§rmebr√ľcken (Rollladenk√§sten, die Wand durchsto√üendende Betonteile oder Eisen, Fehler der W√§rmed√§mmung). Auch die Lage der Dampfbremse muss geplant werden. da sonst ggf. im Winter mehr Feuchte im Bauteil kondensiert als im Sommer wieder r√ľcktrocknen kann. Ebenso h√§ufig sind aber auch unsachgem√§√üe oder schlampige Ausf√ľhrung oder die Verwendung von ungeeigneten Baustoffen, also Baum√§ngel, die Ursache.

Vorschäden des Gebäudes 
Schon kleine Sch√§den am Geb√§ude, wie z. B. fehlende Dachpfannen und defekte Regenrinnen f√ľhren dazu, dass Feuchtigkeit eindringt. Im erdber√ľhrten Bereich sind es meist Risse in den Au√üenw√§nden, die durch Setzungen entstehen k√∂nnen.

Witterung und Bodenfeuchte
Die oberirdischen Teile von Bauwerken und Geb√§uden sind st√§ndig der Witterung ausgesetzt. Der Einfluss von Wind, Regen und Schnee kann dazu f√ľhren, dass Feuchtigkeit in die Geb√§udeh√ľlle eindringt und nicht mehr entweichen kann. Erdber√ľhrte Bauteile hingegen kommen mit der Bodenfeuchte in Kontakt. Hier ist das Eindringen von Sickerwasser, Grundwasser oder Stauwasser die h√§ufigste Schadensursache. Seitlich im Boden in Kellerw√§nde eindringendes Wasser (Schichtwasser) kann, h√§ufig bei Geb√§uden in Hanglage ein Problem, nach st√§rkeren Regenf√§llen in das Mauerwerk eindringen. Grundwasser, das bis an den Keller heranreicht (dr√ľckendes Wasser), ist eine weitere Quelle f√ľr feuchte W√§nde. Kapillareffekte im Mauerwerk und fehlerhafte horizontale Absperrungen k√∂nnen dann zur Durchfeuchtung √ľber mehrere Geschosse f√ľhren.

Kondensation von Luftfeuchtigkeit
Die Luft kann je nach Temperatur unterschiedlich viel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf speichern. F√§llt die Lufttemperatur, schwindet auch die Aufnahmef√§higkeit der Luft. Der √ľbersch√ľssige Wasserdampf kondensiert dann und setzt sich als Feuchtigkeit auf k√ľhlen Oberfl√§chen ab. Solche Abk√ľhlung findet auch lokal statt, wie zum Beispiel an Fensterscheiben, Au√üenw√§nden, -kanten und -ecken sowie W√§rmebr√ľcken. Die Ursachen f√ľr die hohe Luftfeuchtigkeit liegen w√§hrend und kurz nach der Bauphase bei den verwendeten Baustoffen und sp√§ter haupts√§chlich in der Nutzung des Geb√§udes. Im Massivbau wird viel √ľbersch√ľssiges Wasser ben√∂tigt, um Baustoffe wie Beton, M√∂rtel und Putz verarbeiten zu k√∂nnen. Diese Feuchtigkeit ben√∂tigt Zeit, um aus dem Geb√§ude entweichen zu k√∂nnen. Da es aber unwirtschaftlich ist, Neubauten lange leerstehen zu lassen, gehen sie direkt in die Nutzung √ľber. Bei der Nutzung entsteht st√§ndig neue Luftfeuchtigkeit z. B. durch Kochen, Duschen, Putzen und die Atemluft der Bewohner.¬†

Folgen
Feuchtigkeit kann neben geringen optischen Sch√§den wie Stockflecken oder Verf√§rbungen zu schweren Bausch√§den f√ľhren, die die Standsicherheit gef√§hrden. Dies sind oft langsam fortschreitende Prozesse, die sich im Verborgenen abspielen. M√∂rtel und Beton werden ausgelaugt, es kann zu Abplatzungen durch Korrosion der Bewehrung oder Frostsch√§den kommen, Stahlkonstruktionen rosten, bei Holzkonstruktionen sind F√§ulnis und Verformungen durch Aufquellung h√§ufige Sch√§den. Folgesch√§den wie Schimmelpilze, Bakterienbefall und Hausschwamm (meldepflichtig) f√ľhren zu gesundheitlicher Belastung der Bewohner durch z. B. Allergien oder Infektionen der Atemwege. Das kann bis zur Unbewohnbarkeit des Geb√§udes f√ľhren.

Feuchtigkeitsschutz

siehe Feuchteschutz

First

FirstDer First ist die oberste Dach- bzw. Geb√§udekante. Sie ist waagerecht und wird von zwei sich schneidenden Dachfl√§chen gebildet. Weitere Bezeichnungen f√ľr den First sind Dachfirst, Firstlinie, Dachforst, Forst und F√∂rst.

Firstpfette

siehe Pfette

Flachdachdämmplatte

Flachdachd√§mmplatten sind spezielle, f√ľr die Verwendung auf Flachd√§chern zugelassene, D√§mmplatten. Je nach Dachaufbau und Nutzungsart m√ľssen die Flachdachd√§mmplatten entsprechende Eigenschaften aufweisen. Zum Einsatz kommen zum Beispiel D√§mmplatten aus Steinwolle, PUR-Hartschaum, EPS oder Holzwolle.¬†

Flachglas

Flachglas ist zu Scheiben geformtes Glas, das z. B. als Fensterglas, aber auch als Vorprodukt f√ľr Spiegel- und Automobilglas Verwendung findet. Flachglas wird im Bauwesen vielf√§ltig eingesetzt. Unterschieden werden kann hierbei:

  • nach der Zusammensetzung der verwendeten Produkte
  • nach der Art der Konstruktion.

Herstellung
Heute ist der Großteil des Flachglases im Floatprozess erzeugtes Floatglas. Geprägtes Glas (mit Relief), auch mit eingelegtem Drahtgitter, wird als Walzglas hergestellt. Das älteste Verfahren war das Schleudern erhitzter Kugeln zu Mondglas (kreisrunde Scheiben bis 1,2 m Durchmesser, produktionsbedingt mit einer mittigen Verdickung, der Butze). Ab dem 17. Jahrhundert wurden durch Walzung gleichmäßig dicke Scheiben bis 1,5 m erreicht. Ab 1904 konnten Scheiben nahezu beliebiger Dimension gezogen werden. Das Floatingverfahren kam erstmals 1959 zum industriellen Einsatz.

Weiterverarbeitungen
ESG: 
Einscheiben-Sicherheitsglas ist thermisch (nach DIN 12150-1) oder chemisch vorgespanntes Glas. Bei thermisch vorgespanntem Glas wird das Glas auf etwa 630 Grad Celsius erhitzt und dann durch Abblasen mit kalter Luft rasch abgek√ľhlt. Da Glas ein schlechter W√§rmeleiter ist, wird beim Abk√ľhlen zun√§chst die Oberfl√§che - und etwas verz√∂gert auch der Kern - der Scheibe abgek√ľhlt. Im Moment des vollst√§ndigen Erstarrens der Scheibe (bei ca. 530 Grad Celsius) ist der Kern noch um ca. 100 K w√§rmer als die Oberfl√§chen. Beim weiteren Abk√ľhlen werden Spannungen nicht mehr abgebaut. Da sich der Kern aber um ca. 100 K st√§rker abk√ľhlt, zieht er sich auch entsprechend st√§rker zusammen als die Oberfl√§che, womit im Kern Zugspannungen und in den Oberfl√§chen Druckspannungen entstehen, die entstehende Risse und dergleichen verbergen, wodurch ESG deutlich widerstandsf√§higer gegen Biegebelastungen und temperaturbedingte Spannungen wird als normales Glas. Einscheibensicherheitsglas kann nicht mehr bearbeitet werden. Wenn die Risse zu tief werden und in die Zugspannungszone eintreten, werden schlagartig die eingefrorenen Spannungen freigesetzt, und das Glas zerf√§llt in kleine Kr√ľmel. Besonders empfindlich sind naturgem√§√ü die Kanten der Gl√§ser. ESG-Gl√§ser werden unter anderem f√ľr Autoseitenscheiben, Duschabtrennungen, Ganzglast√ľren, Fassadengl√§ser und so genannte Alarmgl√§ser genutzt.
VSG: 
Verbund-Sicherheitsglas nach DIN EN ISO 12543-2, besteht aus abwechselnden Schichten von Glas und Kunststofffolie (Polyvinylbutyral, PVB), bei Bruch sollen die Glassplitter oder -scherben an der Folie haften bleiben. Sicherheitsglas mit einer Dicke von etwa 25 mm wird als Panzerglas bezeichnet und beispielsweise f√ľr Schaufenster, Vitrinen und Autofenster verwendet. Wird die Schichtdicke entsprechend gesteigert, spricht man von schussfestem Glas. Verbundsicherheitsglas kann aus Kombinationen von verschiedenen Glastypen (Float, ESG, TVG) bestehen.
VG: 
Verbundglas nach DIN EN ISO 12543-3, bestehend aus mindestens zwei Scheiben und organischen Zwischenmaterialien, vor allem Gie√üharz, Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) nach DIN 1259-2, bestehend aus mindestens zwei Scheiben und einem Randverbund mit Scheibenzwischenraum (SZR), der gas- oder luftgef√ľllt sein kann.

Brandschutzverglasung: 
Ein System, das die Anforderungen einer Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102 erf√ľllt. Brandschutzverglasungen k√∂nnen Einfach- oder Isolierverglasungen sein.

Sonnenschutzglas: 
Ein besonderes Glas, meist Isolierglas, das durch absorbierende und reflektierende Beschichtung verbesserte Sonnenschutzeigenschaften aufweist.

Wärmeschutzglas: 
Ein Isolierglas, das verbesserte Wärmeschutzeigenschaften aufweist.
 
Panzerglas mit einer Beschussprobe TVG:
 
Teilvorgespanntes Glas nach DIN EN 1863 ist ebenfalls thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung ist jedoch nicht so hoch wie bei Einscheibensicherheitsglas und deshalb ist das Bruchverhalten anders. Die Scheibe ist ebenfalls härter als normales Floatglas und bricht mit langen Rissen, die von der Störstelle bis zum Rand des Glases verlaufen.

Drahtglas aus Gussglas nach DIN 1249:
Glas mit selbst reinigenden Eigenschaften gibt es in verschiedenen Ausf√ľhrungen. Eine M√∂glichkeit ist, dass das Glas auf der Au√üenseite √ľber eine spezielle Beschichtung verf√ľgt. Diese l√∂st zun√§chst unter Einfluss des UV-Lichtes organische Verschmutzungen. (Regen-)Wasser, welches sich aufgrund der Hydrophilie der Glas-Oberfl√§che zu einem d√ľnnen Film auf der Scheibe verteilt, sp√ľlt die gel√∂sten Verschmutzungen ab.

G

G3 Touch

ISOVER G3 touch ‚Äď die verbesserte Mineralwolle

Mit gewohnt hoher ISOVER Qualit√§t und ausgezeichneter Energie- und √Ėkobilanz ist die Mineralwolle mit G3 touch von ISOVER deutlich softer als unsere bisherige Glaswolle und damit angenehmer in der Verarbeitung. Die soft-touch Oberfl√§che erh√§lt durch ein geruchsverbessertes Bindemittel eine perfekte Erg√§nzung. Die weiterhin gelben Mineralwolle-Produkte wurden seit April 2011 sukzessive eingef√ľhrt. D√§mmstoffe der innovativen Mineralwolle ISOVER G3 touch werden gut sichtbar mit dem neuen Signet ‚ÄěG3 touch‚Äú gekennzeichnet.
G3 touch steht f√ľr drei G√ľteversprechen, die ISOVER in Zusammenhang mit der weiterentwickelten Mineralwolle abgibt: Premium-Qualit√§t, Komfort und Nachhaltigkeit der Produkte.
Zum einen werden die aktuell bei Mineralwolle bestm√∂glichen D√§mmwerte (őĽ 032) mit optimierten mechanischen Eigenschaften verbunden. Die gleichbleibend hohe ISOVER Qualit√§t spiegelt sich dabei aber auch in den anwendungsorientierten Produktspezifikationen wider. Allen G3 touch Mineralwolle-Produkten ist dabei die leichte und elastische aber zugleich sehr stabile Struktur und zum Beispiel bei Klemmfilzen hohe Klemmwirkung gemein.
Zum Zweiten wurde der Komfort in Bezug auf Verarbeitung und Nutzung weiterentwickelt. Zur bisher ohnehin einfachen Handhabung der Produkte bietet G3 touch sp√ľrbar softere Oberfl√§chen. Als drittes G√ľteversprechen steht ISOVER mit der verbesserten Mineralwolle mit G3 touch auch in Zukunft f√ľr nachhaltige D√§mml√∂sungen, die sowohl energieeffizient in der Herstellung sind, als auch maximale Energieersparnis im Einsatz erm√∂glichen. Die st√§ndige Weiterentwicklung und Erforschung innovativer Produkte ist f√ľr ISOVER selbstverst√§ndlich und erm√∂glicht es, bereits heute k√ľnftigen Anforderungen f√ľr eine gesunde Wohn- und Lebensumwelt gerecht zu werden.
 

Gebäudeenergiegesetz

siehe GEG

Geb√§udeh√ľlle

Die Geb√§udeh√ľlle hat entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch eines Geb√§udes. Zur Geb√§udeh√ľlle geh√∂ren das Dach, die Au√üenw√§nde, die Fenster und die Kellerdecke. Sind diese Bauteile gut ged√§mmt, senkt dies ma√ügeblich den Energieverbrauch. Das Geb√§udeenergiegesetz (GEG) fordert zudem die luftdichte Geb√§udeh√ľlle. Dazu werden meist Dampfbremsen oder Dampfsperren angebracht, die verhindern sollen, dass Feuchtigkeit in die Konstruktion und vor allem in die W√§rmed√§mmung gelangt. Dabei sind Leckagen zu vermeiden. Die Luftdichtheit l√§sst sich mit dem Blower-Door-Test √ľberpr√ľfen, der inzwischen von zahlreichen Anbietern angeboten wird. Allgemein wird unter Geb√§udeh√ľlle oft einfach nur das Material verstanden, aus dem die √§u√üere Schicht des Hauses besteht (z.B. Dachziegel, Mauerwerk, Putz usw.). Verwendung findet der Begriff auch beim Ausbauhaus in Fertigbauweise. Hier stellen die Hersteller tats√§chlich eine Geb√§udeh√ľlle auf die Bodenplatte, wobei der nachfolgende Innenausbau dem Bauherrn √ľberlassen bleibt.

Gefälledach

Ein Gef√§lledach ist ein mit keilf√∂rmigen D√§mmplatten hergestelltes Gef√§lle auf dem Flachdach. Das Gef√§lle muss mindestens 2 % betragen. Bei einem Gef√§lledach kann das Oberfl√§chenwasser rascher abflie√üen. Abgelagerter Staub, Bl√ľtensamen und dgl. werden beim n√§chsten Regen weggeschwemmt. Beim gef√§llelosen Dach k√∂nnen dagegen Schlammablagerungen den N√§hrboden f√ľr einen wilden Bewuchs bilden und beeinflussen die Lebenserwartung der Dachhaut.

Gefälledämmsystem

siehe Gefälledämmung

Gefälledämmung

Eine Gef√§lled√§mmung kommt bei der Herstellung von geneigten Dachfl√§chen zum Einsatz. Mit geneigten Dachfl√§chen sind hierbei keine Steild√§chern, sondern Flachd√§cher mit einer geringen Neigung gemeint. Diese Neigung erm√∂glicht ein z√ľgiges Abflie√üen von Regenwasser. Flachd√§cher, auf denen sich Pf√ľtzen bilden, sind immer eine Gefahrenquelle. Zum Herstellen einer Gef√§lled√§mmung werden keilf√∂rmig geschnittene D√§mmplatten und D√§mmbahnen verwendet. Bitumengebundene Sch√ľttungen aus expandierten Mineralien kommen bei einem Gef√§lledach ebenfalls zum Einsatz. Neben der Gef√§llegebung kann diese Art von Gef√§lled√§mmung auch f√ľr den Niveauausgleich verwendet werden.

GEG

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) trat am 1. November 2020 in Kraft. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wurden in diesem neuen Gesetz vereint und traten daher zum 1.11.2020 außer Kraft. 
Wie die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) enth√§lt auch das GEG Anforderungen an die energetische Qualit√§t von Geb√§uden sowie an die Erstellung und die Verwendung von Energieausweisen. Das energetische Anforderungsniveau f√ľr Neubauten und Modernisierungen sind dabei gleich geblieben zur letztg√ľltigen EnEV. Die europ√§ischen Regularien inkl. der Regelungen zum Niedrigstenergiegeb√§ude wurden dabei umgesetzt. Bereits jetzt ist festgelegt, dass im Jahr 2023 eine √úberpr√ľfung der energetischen Anforderungen an Neubau und Geb√§udebestand erfolgt.
Eine Neuerung ist, dass die bei der Nachweisf√ľhrung anzurechnenden Prim√§renergiefaktoren nun direkt im GEG zu finden sind und nicht mehr auf Normen und Ausnahmen verwiesen wird.
Neu ist beispielsweise auch ein innovativer Ansatz, nach dem es bis Ende 2025 m√∂glich sein wird, die Einhaltung der Anforderungen f√ľr ein gesamtes Quartier nachzuweisen. Dabei d√ľrfen einzelne Geb√§ude schw√§cher und andere besser als die Anforderungen sein.
Hinsichtlich der Energieausweise ist neu, dass nun auch die sich aus dem Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch ergebenden Kohlendioxidemissionen eines Gebäudes angegeben werden muss.
Zudem muss nun bei Kauf und bei bestimmten gr√∂√üeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienh√§usern eine energetische Beratung des K√§ufers bzw. Eigent√ľmers erfolgen.
Neu ist auch, dass sogenannte Erf√ľllungserkl√§rung bei Neubauten und bestimmten gr√∂√üeren Sanierungen im Geb√§udebestand eingef√ľhrt wurden. So ist die Einhaltung der Regelungen des GEG nachzuweisen.

Gegenlattung

Gegenlattung ist eine andere Bezeichnung f√ľr den gebr√§uchlicheren Begriff Konterlattung.

Gehschall

Geschossbalkenlage

Als Geschossbalkenlage wird die Balkenlage bezeichnet, die zwei Geschosse voneinander trennt.

Gewölbedecke

Bei einer Gew√∂lbedecke handelt es sich um eine bogenf√∂rmig oder kugelf√∂rmig gekr√ľmmte Decke. Historisch betrachtet werden Tonnengew√∂lbe mit zylindrische W√∂lbfl√§che und Kuppelgew√∂lbe mit kugelf√∂rmiger W√∂lbfl√§che unterschieden. Diese historischen Gew√∂lbe wurden in der Regel aus einzelnen Steinen zusammengesetzt, die sich untereinander Halt gaben. Moderne Gew√∂lbedecken sind Massivdecken aus Beton oder Putztr√§gerdecken. Auch in Trockenbauweise sind Systeme auf dem Markt, die sich f√ľr einen nachtr√§glichen Einbau eignen. Bei fr√ľhzeitiger Planung der Gew√∂lber√§ume ist allerdings die Massivdecke zu empfehlen, denn sie bietet gegen√ľber der Trockenbaul√∂sung einige Vorteile: geringere Gesamtkosten, angenehmes Raumklima durch die wirksame Speichermasse und die Ausstrahlung einer echten Gew√∂lbe-Tragwirkung. Neben klassischen Kreuzgew√∂lbemodellen, die sich durch einfache geometrische Merkmale, vor allem aber durch die individuelle Form und Raumwirkung unterscheiden, gibt es sehr variable Gew√∂lbesysteme: Damit k√∂nnen alle g√§ngigen St√ľtzenr√§ume alternativ auch st√ľtzenfrei √ľberw√∂lbt werden.

Glasverpackung (Verpackungsglas)

Zu Glasverpackungen z√§hlen Glasflaschen wie auch Konservenglas und medizinische und kosmetische Verpackungen. Unter diesem Begriff werden alle Hohlglaswaren zusammengefasst, die zur Verpackung, Aufbewahrung, Konservierung und zum Transport von Getr√§nken und anderen Fl√ľssigkeiten (zum Beispiel auch Parfum) Lebensmitteln, chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Stoffen dienen. Beh√§lterglas wird ausschlie√ülich in Glash√ľtten gefertigt. Dadurch ist es gegen√ľber Fl√§schchen und Ampullen abgegrenzt, die dem Bereich der Hohlglasverarbeitung zugerechnet werden und in der Glash√ľtte erzeugtes Halbzeug, in der Regel Glasrohr, als Ausgangsprodukt zur Voraussetzung haben.
Die Bedeutung von Glas als Verpackungsmaterial geht einerseits auf seine vielf√§ltige Formbarkeit und Gestaltbarkeit zur√ľck. Es lassen sich firmen- oder markentypische Formen erzeugen, die zu einem festen Begriff f√ľr das darin abgef√ľllte Produkt geworden sind. Noch wichtiger sind jedoch die Grundeigenschaften des Werkstoffes Glas f√ľr seinen Einsatz bei der Verpackung. Glas ist transparent, leicht zu reinigen und hygienisch, vor allem ist es geruchlos und inert. Damit ist Glas auch absolut geschmacksneutral. Es gibt keine Inhaltsstoffe ab und nimmt auch keine Aroma- und Wirkstoffe auf. Insbesondere bei sensiblen Produkten wie Babykost und Arzneimittel ist dies von gro√üer Bedeutung, aber auch bei kohlens√§urehaltigen Getr√§nken, die in Glas verpackt keine Kohlens√§ure verlieren. Glas vertr√§gt sehr hohe Temperaturen und ist bis zu ca. 500¬įC formstabil. Deshalb eignet sich Glas f√ľr alle √ľblichen Abf√ľllverfahren, wie Kaltabf√ľllung, Hei√üabf√ľllung, Pasteurisierung, sterile oder aseptische Abf√ľllung. Glas-Mehrwegflaschen lassen sich wegen der m√∂glichen hohen Sp√ľltemperaturen hygienisch einwandfrei reinigen. Ein Nachteil der Glasverpackungen ist das verh√§ltnism√§√üig hohe Gewicht. Die Glasindustrie tr√§gt diesem Umstand Rechnung durch kontinuierliche Anstrengungen zur Gewichtsreduzierung. Bei Konservengl√§sern wurde eine Gewichtseinsparung um ca. 20 - 25% erreicht.

Besonderheiten in der Herstellung
Bei der Herstellung von Gl√§sern und Flaschen setzen die Glash√ľtten durchschnittlich 60 Prozent Altglas ein. Unter den gef√§rbten Glasverpackungen kommen gr√ľne und braune T√∂nungen am h√§ufigsten vor. Gr√ľnes Glas, das auch f√ľr UV-Strahlung noch durchl√§ssig ist, wird durch Zusatz von Chromoxid erhalten, braune Gl√§ser, die das UV fast v√∂llig absorbieren, ergeben sich bei Zugabe von Eisensulfid, das entweder direkt als Pyrit in das Gemenge eingef√ľhrt wird oder durch gleichzeitige Zugabe von Natriumsulfat (Na2SO4) und Kohle (als Reduktionsmittel) in Gegenwart von Eisen die sogenannte ‚ÄěKohlegelb‚Äú-F√§rbung erzeugt. Die Farbe kann sowohl der Kennzeichnung dienen als auch dem Lichtschutz oder nur √§sthetische Gr√ľnde haben. Neben den fast ausschlie√ülich in der Natur vorkommenden ‚Äď meist heimischen ‚Äď Ausgangsmaterialien sind heute bei der Herstellung von Gl√§sern und Flaschen Altglasscherben ein wichtiger Rohstoff f√ľr neue Glasverpackungen ‚Äď bei einem mittleren Scherbenanteil von 60% (maximal bis zu 90%) mengenm√§√üig der wichtigste Rohstoff √ľberhaupt. Aus gebrauchtem Glas entsteht so in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder neues Glas.

Glaswolle

Glaswolle wird zusammen mit Steinwolle zum Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Glaswolle besteht im Gegensatz zur Steinwolle zu einem Gro√üteil aus Altglas. Bei der Herstellung entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, F√§ulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Beim Kauf von Glaswolle-D√§mmstoffen ist darauf zu achten, dass diese mit dem RAL-G√ľtezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind. Die Verwendung ist bei Glaswolle und Steinwolle identisch. N√§heres daher unter dem Stichwort Mineralwolle.

H

Hartschaum

Gesch√§umter Kunststoff (Polystyrol, Phenolharz, PUR), der als W√§rmed√§mmstoff verwendet wird. Hartschaumplatten werden als D√§mmstoff vorzugsweise f√ľr Perimeterd√§mmung im Erdreich an der Kellerau√üenwand und unter der lastabtragenden Gr√ľndungsplatte, unter schwimmenden Estrichen zur Verbesserung des W√§rmeschutzes und/oder als W√§rmed√§mmung f√ľr Umkehrd√§cher (z.B. Kiesdach / Parkdeck oder extensive Gr√ľnd√§cher) verwendet.
Folgende Anwendungstypen werden unterschieden: Wärmedämmung nach DIN4108-10: DAA = Dämmung außen unter Abdichtung, DUK = Dämmung Umkehrdach, PW = Perimeter Wand, PB = Perimeter Bodenplatte, DEO = Dämmung unter Estrich ohne Schallschutzanforderung.

Heizbedarf

Der Heizbedarf ist allgemein die Gr√∂√üe, welche thermische Energie zum Heizen notwendig ist. F√ľr die bautechnischen Anwendungen steht speziell die Gr√∂√üe Heizenergiebedarf (Qh, HEB) zur Verf√ľgung.

Heizbedarf
Der Heizbedarf ist eine Größe der Energie (Wärmemenge), und wird in Joule (J), auch Kilojoule (kJ) oder Megajoule (MJ), oder (messtechnisch veraltet, in der Technik aber noch verbreitet) in Kilowattstunden (kWh) bzw. Megawattstunden (MWh) angegeben (1 kWh = 3,6 MJ). Er bemisst sich also aus

Heizbedarf = thermische Leistung in Kilowatt (kW) √ó Heizzeit in Stunden (h)

Es ist zweckdienlich, den Heizbedarf auf eine Heizperiode (bzw. ein Jahr) zu bemessen, und gibt den Jahresenergiebedarf dann in Joule bzw. Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) bzw. Watt, in Einheiten der Leistung (Physik), den vom Heizsystem auf das Geb√§ude √ľbertragenen W√§rmestrom, bzw. die notwendige Heizlast. Auch monatliche Angaben sind √ľblich. F√ľr die wirtschaftliche Rechnung interessant ist der Heizstoffbedarf, daher rechnet man Heizbedarf in Einheiten der Heizmittelmenge um:

Heizbedarf = Heizwert (J oder kWh/m3 oder kg) × Heizmittelmenge in Gewicht oder Volumen, in Einheiten Kilogramm (kg), Tonnen (t), Kubikmeter (m3), Liter (l) oder ähnlichem, je nach Material

Damit ergibt sich die n√∂tige Versorgungsmenge. F√ľr die Vergleichsrechnung steht hier etwa das Heiz√∂l√§quivalent (oe) oder die Steinkohleeinheit (SKE) zur Verf√ľgung. An der Dimension der Gr√∂√üe, Fl√§che√óMasse√∑Zeit2 (L2¬∑M¬∑T‚ąí2), ist zu sehen, dass neben dem Bauk√∂rper im Besonderen die Zeit in der zweiten Potenz eingeht. Nat√ľrlich ist der Energiebedarf einerseits f√ľr ein Geb√§ude typisch, schwankt aber andererseits enorm mit den Witterungsverh√§ltnissen des Jahres, daher gibt man neben dem aktuellen Heizbedarf auch einen mittleren Heizbedarf an, der sich aus den mittleren meteorologischen Daten (meist bemessen auf 30 Jahre) des Standorts bezieht.
Um aber speziell Gebäude unabhängig von Standort und Nutzung bautechnisch zu vergleichen, gibt man auch eine spezifische Gebäudekenngröße, den (spezifischen) Heizenergiebedarf an. Er wird je Heizzeit und Quadratmeter als Kennwert gerechnet, und dann in Megawattstunden je Quadratmeter und Jahr (MWh/m²a) ermittelt.

Jahresheizbedarf = (spezifischer) Heizenergiebedarf × Gebäudefläche × Heizzeit

Der Heizenergiebedarf (Qh, HEB) ist die Energiemenge, die f√ľr die Heizung eines Geb√§udes notwendig ist. (EN 832) Auf die Masse des Bauk√∂rpers bezogen ist der (spezifische) Heizenergiebedarf nunmehr von der Zeit abh√§ngig, von der aber in der dritten Potenz: Der Heizenergiebedarf ist eine Gr√∂√üe, die f√ľr ein Geb√§ude in Bauform und besonders Standort und seine Nutzung kennzeichnend ist, und wird etwa nach √ĖNORM B 8110-1 Fl√§chenbezogener Heizw√§rmebedarf genannt und mit HWBBGF bezeichnet. Bezugsgr√∂√üe f√ľr die Fl√§che ist dabei nicht die Wohnfl√§che, sondern nach in Deutschland g√ľltiger Regularien die Geb√§udenutzfl√§che, in √Ėsterreich (OIB Leitfaden u.a.) die beheizte Bruttogeschossfl√§che und in der Schweiz die Energiebezugsfl√§che (ebenfalls brutto, gescho√übezogen).

Bei der Berechnung der Wärmemengen durch Wärmeleitung spielen mit rein:
‚Äʬ†¬† ¬†QT: Transmissionsw√§rmeverluste infolge W√§rmeleitung in den Bauteilen und W√§rme√ľbergang an den Oberfl√§chen
‚Äʬ†¬† ¬†QV: L√ľftungsw√§rmeverluste infolge Luftaustausch
‚Äʬ†¬† ¬†Qi: interne W√§rmegewinne infolge Betrieb elektrischer Ger√§te, k√ľnstlicher Beleuchtung und K√∂rperw√§rme von Personen
‚Äʬ†¬† ¬†Qs: solare W√§rmegewinne √ľber transparente Bauteile
‚Äʬ†¬† ¬†ő∑: Ausnutzungsgrad der W√§rmegewinne (vereinfacht 1,00 f√ľr schwere Bauweisen bis 0,90 f√ľr leichte Bauweisen)

Nach gewissen Berechnungsarten gliedert man in Heizwärmebedarf (HWB) und Heiztechnikenergiebedarf (HTEB), und rechnet den Warmwasserwärmebedarf (WWWB) getrennt, oder gemeinsam
HEB = HWB + HTEB (+ WWWB)

Hinterl√ľftete Fassade

Eine vorgeh√§ngte hinterl√ľftete Fassaden, oder hinterl√ľftete Fassade oder vorgeh√§ngte Fassade bezeichnet eine mehrschichtige, geschlossene Au√üenwandkonstruktion. Dabei ist die √§u√üere Schicht durch eine Luftschicht von den dahinterliegenden D√§mm- und Wandschichten getrennt. Hinterl√ľftete Fassaden erm√∂glichen Fassadenbekleidungen unterschiedlichster Ausf√ľhrung und Materialien.
Die Fassaden k√∂nnen hierbei mit Holz, Naturstein, Kunststein, Keramik, Metallblech oder Kompositmaterialien bis hin zu lichtundurchl√§ssigem Glas verkleidet werden. W√§hrend hinterl√ľftete Fassaden im allgemeinen teurer als W√§rmed√§mmverbundsysteme zu realisieren sind, ergeben sich daf√ľr durch die Trennung von W√§rmed√§mmung und Wetterschutz viele Gestaltungsm√∂glichkeiten f√ľr die Fassade.

Holzbalkendecke

Holzbalkendecken sind Geschossdecken, deren tragende Elemente, die Balken, aus Holz sind. Neben der Holzbalkendecke aus Vollholz oder Konstruktionsvollholz werden auch Balkendecken aus Brettschichtholz, Furnierschichtholz oder Furnierstreifenholz hergestellt. Die Balken liegen auf den Au√üenw√§nden und den tragenden Innenw√§nden auf, eventuell auch auf speziellen Kragsteinen, die aus der Wand innen hervorragen. Der Abstand der Balken ist sehr unterschiedlich. In Wohngeb√§uden reichen sie √ľblicherweise von 0,50 m bis 1,20 m, wobei j√ľngere Geb√§ude tendenziell geringere Abst√§nde haben. Den oberen Abschluss, also die begehbare Fl√§che der Holzbalkendecke, bilden in der Regel die Dielen. Zudem sind verschiedene Estricharten vom Trockenestrich √ľber Zementestrich und Gussasphaltestrich bis hin zum Magnesiaestrich und Anhydrit-Estrich m√∂glich. Zur Schall- und W√§rmed√§mmung m√ľssen bei Holzbalkendecken einige Ma√ünahmen ergriffen werden. Bei √§lteren Holzbalkendecken besteht die F√ľllung entweder aus Hochofenschlacke oder Sand, der auf einen so genannten Blindboden aus Holzbrettern liegt. Dieser Aufbau wird auch als Fehlboden bezeichnet. Andere Arten der F√ľllung sind Formelemente aus Gips oder gebranntem Ton. Moderne oder modernisierte Decken haben zus√§tzlich eine D√§mmung z.B. aus Mineralwolle. Auch Perlite findet als Ausgleichssch√ľttung unter Trockenestrich seinen Einsatz. Holzbalken bleiben von unten entweder sichtbar oder es wird eine Verkleidung angebracht. Hierf√ľr eignen sich besonders Gipsbauplatten oder Holzpaneele. √Ąltere und nicht mehr gebr√§uchliche Arten von Holzbalkendecke sind die Kreuzstakendecke und die Windelbodendecke.

Holzbau

Zum einen kann unter Holzbau ein Holzhaus verstanden werden. Zum anderen (hauptsächlich) wird unter Holzbau der Ingenieur-Holzbau verstanden.

Holzfassade

Die Holzfassade ist eine Fassade mit einer vorgesetzten Schale. Diese ist auf eine Grund- und Traglattung aufgenagelt oder geschraubt, wobei zwischen die Latten der Grundlattung meistens eine W√§rmed√§mmung eingebracht wird. Zwischen Grundlattung/W√§rmed√§mmung und der "Brettbekleidung" muss immer eine Hinterl√ľftung erfolgen. Die Brettbekleidung erfolgt √ľblicherweise als St√ľlpschalung oder als Boden-Deckel-Schalung. Im Handel sind neben naturbelassenen Profilh√∂lzern auch farbig endbehandelte Bretter erh√§ltlich.

Holzverschalung

Dieser Suchbegriff ist mehrdeutig, es kann darunter auch eine Holzverschalung f√ľr den Betonbau verstanden werden (siehe Schalung). Meistens wird unter einer Holzverschalung jedoch eine Brettbekleidung oder Holzverkleidung an Decken und W√§nden in Innenr√§umen, an Fassaden und auch an Garagentoren verstanden. Dabei wird unterschieden in Boden-Deckel-Schalung, St√ľlpschalung, Diagonalschalung, Fischgratschalung, Doppelfischgratmuster, V-Schalung, Doppel-V-Schalung, Spinnwebschalung, Doppelspinnwebschalung, Sternschalung, Sonnenschalung, Kassettenschalung und Holzverkleidung mit Querfries.

I

Industriebau

Als Industriebau wird zweierlei bezeichnet:
‚Äʬ†¬† ¬†ein zu einem Unternehmen der Industrie geh√∂riges, meist haupts√§chlich nach funktionalen Gesichtspunkten gestaltetes Bauwerk von gewisser Gr√∂√üe.¬†
‚Äʬ†¬† ¬†Planung und Bau von Geb√§uden und Anlagen f√ľr die Industrie.
Der Bauherr ist ein privates Unternehmen aus der Industrie, dass das Bauwerk f√ľr seine Produktion ben√∂tigt. Hauptaugenmerk im Industriebau liegt auf einer Bauweise, die die Anforderungen der Bauherrschaft, die sich aus dessen Produktionsprozess ergeben, auf m√∂glichst wirtschaftliche Weise erf√ľllt. Neben den reinen Kosten des Bauens werden dabei zunehmend auch die Kosten der Bewirtschaftung √ľber die geplante Lebensspanne des Bauwerks ber√ľcksichtigt (Lebenszyklusmanagement). Au√üer dem Produktionsprozess k√∂nnen weitere Anforderungen der Bauherrschaft relevant sein, zum Beispiel die Umweltfreundlichkeit oder repr√§sentative Zwecke (Corporate Design), sowie √§u√üere Zwangsbedingungen wie beh√∂rdliche Auflagen und Gesetze oder bestehende andere Bauwerke.
G√§ngige Bauwerke sind Produktions- und Montagehallen, Werke zur Prozessierung von Rohstoffen (Chemie, Bergbau, Schwerindustrie...), Fabriken mit erh√∂hten Anforderungen an die Haustechnik (z. B. Reinraumfabriken), aber ebenso auch B√ľrogeb√§ude sowie alle weiteren Bauwerke die f√ľr die Nutzung der gesamten Anlage erforderlich sind.

Innendämmung

Innend√§mmung ist neben Au√üend√§mmung und Kernd√§mmung die dritte M√∂glichkeit einer Fassadend√§mmung. Durch die Innend√§mmung ist es m√∂glich, auch Fachwerk-Fassaden, denkmalgesch√ľtzte Geb√§ude oder Kellerw√§nde zu d√§mmen. Wird der D√§mmstoff von innen an die Au√üenwand aufgebracht ist es notwendig, der Tauwasserproblematik erh√∂hte Aufmerksamkeit zu schenken. Da das massive Mauerwerk dann k√§lter ist als vorher (der W√§rmefluss von innen ist ja unterbrochen), kann die Feuchtigkeit in m√∂glicherweise ausstr√∂mender Luft leichter im Mauerwerk kondensieren. Daher ist besonders auf eine luftdichte Ausf√ľhrung zu achten.

J

Jahresheizwärmebedarf

Der Jahresheizw√§rmebedarf ist ein Begriff aus des Geb√§udeenergiegesetztes (GEG) und ist dort die ma√ügebliche Kenngr√∂√üe des j√§hrlichen W√§rmebedarfs eines Geb√§udes. Der Heizw√§rmebedarf, resultierend aus den W√§rmeverlusten √ľber Transmission und L√ľftung, wird durch die internen und solaren Gewinne reduziert. Die Kenngr√∂√üe, die sich daraus ergibt, ist f√ľr den W√§rmeschutznachweis eines Geb√§udes erforderlich. Solare Gewinne erzielt man durch Solar - und Photovoltaikanlagen und Fensterfl√§chen. Interne Gewinne entstehen durch elektrische Ger√§te, wie Computer, Lampen usw..

Jahresprimärenergiebedarf

Der Jahresprim√§renergiebedarf ist ein Begriff aus Geb√§udeenergiegesetztes (GEG) und beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres f√ľr Heizen, L√ľften und Warmwasserbereitung ben√∂tigt wird. F√ľr jeden Neubau ist - abh√§ngig von Nutzfl√§che und Volumen des Geb√§udes - ein zul√§ssiger H√∂chstwert vorgegeben. Um den Jahresprim√§renergiebedarf eines Geb√§udes zu berechnen, werden s√§mtliche Energiegewinne und -verluste erfasst. Der gr√∂√üte Brocken in dieser Berechnung ist der Jahresheizw√§rmebedarf.

K

K√§ltebr√ľcke

Kaschieren

Unter kaschieren bzw. einer Kaschierung wird ein "Aufziehen", also ein Aufkleben von einem leichteren Material auf ein schwereres verstanden. Das Aufziehen eines Fotos auf eine Holzwerkstoffplatte oder eine Kunststoffplatte ist also eine Kaschierung. Im Bau- und Ausbaubereich sind kaschierte Materialien allgegenw√§rtig. Die oberste Folie eines Laminats ist ebenso aufkaschiert, wie die Dekorfolie bei einer folierten M√∂belplatte. F√ľr Dekozwecke werden speziell Platten aus Hartschaum angeboten, die bereits mit einer Klebefolie beschichtet sind. Insbesondere bei Tr√§germaterialien aus Holzwerkstoffen ist meistens ein "Gegenzug" oder Gegenkaschierung erforderlich, um ein Verziehen oder Aufsch√ľsseln der Tr√§gerplatte zu verhindern.

Kellerbodenplatte

Unter einer Platte f√ľr den Kellerboden kann fast alles und jedes verstanden werden; wahrscheinlich am ehesten die betonierte Bodenplatte eines unterkellerten Geb√§udes. Die Ziegelindustrie versteht unter einer Kellerbodenplatte jedoch eine Tonhohlplatte, die speziell gefertigt wird, damit Altbaukeller und Scheunen mit gestampften Naturb√∂den einen Belag erhalten, der feuchtigkeitsregulierend und in eingeschr√§nktem Ma√üe auch w√§rmed√§mmend wirkt. Jedenfalls k√∂nnen diese Tonplatten fast so viel Wasser aufnehmen, wie das Eigengewicht betr√§gt. Feuchte kann also aufgesogen und dann wieder abgegeben werden, wenn die Luft trockener geworden ist. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die Sanierputze. Da die Kellerbodenplatten Hohlk√∂rper aufweisen und der gebrannte Ton als solches auch "atmungsaktiv" ist, erfolgt eine dauernde Bel√ľftung, was einer Schimmelbildung am Boden entgegenwirkt. Der Ton tr√§gt auch dazu bei, die Kellertemperatur konstant zu halten, weshalb in Kellern, die mit Kellerbodenplatten ausgestattet sind, Obst und Gem√ľse l√§nger gelagert werden k√∂nnen.

Klemmfilz

Klemmfilz ist die Bezeichnung f√ľr einen elastischen D√§mmstoff aus Mineralwolle, der zwischen zwei Bauteile geklemmt wird, z.B. zur Zwischensparrend√§mmung. Klemmfilze werden in Dicken zwischen 100 und 280 mm geliefert. Bei der Verarbeitung erfolgt der Zuschnitt mit einer √úberbreite von 10 mm des gemessenen lichten Sparrenabstandes. Diese √úberbreite bewirkt den Klemmeffekt. Klemmfilze m√ľssen also nicht zus√§tzlich an den Sparren befestigt werden. Nach der Montage der Dampfbremse wird die D√§mmung und die Folie durch eine Konterlatte mechanisch gesichert. Dies nennt man Lagesicherung.

Klimamembran

Klimamembranen wirken im Winter als Dampfbremsen und verhindern, dass eine kritische Menge Wohnraumfeuchte in das Bauteil hinein diffundieren kann. So werden Feuchtesch√§den wie Schimmel verhindert. Klimamembranen k√∂nnen allerdings noch mehr als Dampfbremsen. Wenn im Sommer eine kritische Feuchte in der Konstruktion erreicht wird, √§ndert die Folie ihren Diffusionswiderstand und wird diffusionsoffen. Die Folge: Die Feuchte innerhalb der Konstruktion kann auch nach innen abtrocknen. Die Membran besitzt demnach einen variablen Diffusionswiderstand, der sich an die Temperatur und Jahreszeit anpasst. Durch die Funktion einer Dampfbremse stoppt sie das Eindringen von Feuchte in Dach- und Wandkonstruktionen. Sie l√§sst aber auch √ľbersch√ľssige Feuchte entweichen und trocknet feuchte Konstruktionen aus. Bei alledem ist die Folie dennoch luftdicht. Die Klimamembran wird auch als feuchteadaptive Dampfbremse bezeichnet.

Klimaschutz

Klimaschutz ist der Sammelbegriff f√ľr Ma√ünahmen, die einer durch den Menschen verursachten globalen Erw√§rmung entgegenwirken und m√∂gliche Folgen abmildern oder verhindern sollen (Mitigation). Weil die Erderw√§rmung aus Sicht vieler Forscher bereits nicht mehr v√∂llig zu stoppen, sondern nur noch abzumildern und zu begrenzen sei, w√§ren neben der Verringerung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und Geo-Engineering Ma√ünahmen zur Anpassung an den unvermeidlichen Klimawandel n√∂tig (Adaption), z. B. Deichbau und Katastrophenvorsorge.
Hauptans√§tze des Klimaschutzes sind zum einen die Verringerung des Aussto√ües von Treibhausgasen, die durch industrielle und landwirtschaftliche Produktion, durch Energieverbrauch im Verkehr, in Privathaushalten und im √∂ffentlichen Raum freigesetzt werden. Zum anderen geht es um die Erhaltung und um die gezielte F√∂rderung solcher Naturbestandteile, die das mengenm√§√üig bedeutsamste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aufnehmen (so genannte CO2-Senken). Dabei handelt es sich ‚Äď neben den Ozeanen ‚Äď zum einen um gro√üe Waldareale, namentlich tropische Regenw√§lder und boreale W√§lder, aber auch um Feuchtgebiete wie Moore, S√ľmpfe und Flussauen.
Zum Klimaschutz gehören neben großtechnischen Maßnahmen und makroökonomischen Ausrichtungen sowie der staatlichen und internationalen Klimaschutzpolitik auch Aufklärung und Verhaltensänderung der Individuen vor allem in Industriestaaten mit einem vergleichsweise hohen Energiekonsum und entsprechenden Verursacheranteilen an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen.

Kompriband

Ein Kompriband ist ein vorkomprimiertes, impr√§gniertes Schaumstoffdichtungsband auf Polyurethanbasis, dass nach dem Einbringen in eine Fuge langsam expandiert und sich dicht an die Fugenr√§nder anlegt. Einsatzbereiche von Kompriband sind: Dehnfugen, Abdichtungen bzw. Fertigbauteile, Asbestzementteile, Fenster- und T√ľranschl√ľsse, Trennw√§nde usw. Der Einbau dieser komprimierten Dichtungsb√§nder wird durch die Energieeinsparverordnung f√ľr das Verfugen von Fenster-Maueranschl√ľssen vorgeschrieben.

Komprimiertes Dichtungsband

siehe Kompriband

Kondensation

Wenn feuchtwarme Umgebungsluft auf k√§ltere Oberfl√§chen trifft, kommt es zur Kondensation. Die in der Raumluft enthaltenen gasf√∂rmigen Wassermolek√ľle kondensieren - es entstehen kleine Wassertropfen, die sich an der kalten Oberfl√§che niederschlagen. Der Effekt tritt auch auf, wenn man eine kalte Wasserflasche aus dem K√ľhlschrank holt. Die Luft k√ľhlt an der Flasche ab und ist nicht mehr in der Lage die gespeicherte Menge an gasf√∂rmiger Luftfeuchtigkeit zu halten. Es entsteht Wasser in fl√ľssiger Form (Kondensat) das sich an der Flasche niederschl√§gt. Solches Kondensat bildet sich besonders gern in Neubauten aus massiven Baustoffen, in denen ein erheblicher Restwassergehalt gespeichert ist, was zu einer hohen Luftfeuchtigkeit beitr√§gt. Durch Kondensation gebildetes Wasser, das sich in R√§umen niederschl√§gt, bildet einen N√§hrboden f√ľr Schimmel. Kondensation bedroht durch Oxidation die Metallteile im Bau (z.B. Putzschienen). Sie f√ľhrt zur Zerr√ľttung von Baustoffen, abplatzendem Putz, Frostsch√§den, Verf√§rbungen, Verlust der D√§mmwirkung von W√§rmed√§mmstoffen (f√ľr den Zeitraum der Durchfeuchtung), Verformungen durch Quellen und Schrumpfen der Baustoffe oder zur Riss- und Spaltenbildung. Ma√ünahmen gegen Kondensation, siehe Tauwasserschutz.

Kondenswasserbildung

siehe Kondensation

Konstruktionsvollholz

KonstruktionsvollholzKonstruktionsvollholz (KVH) ist eine Bezeichnung f√ľr hochwertiges Bauholz aus Fichte, Tanne, Kiefer, L√§rche oder Douglasie. Es wird entweder so eingebaut, dass es nach Fertigstellung des Baus sichtbar bleibt, oder aber auch so, dass es hinter einer Verkleidung verschwindet. Konstruktionsvollholz wird getrocknet geliefert, so dass es mit einem Feuchtegehalt von rund 15% eingebaut werden kann. So kann sp√§teren Verformungen und Feuchtesch√§den entgegengewirkt werden.

Konterlattung

KonterlattungEine Konterlattung wird quer zu den Dachsparren genagelt oder geschraubt. Sie dient beim Steildach zum einen einer ausreichenden Hinterl√ľftung der Dacheindeckung und zum anderen dem Ableiten eventuell eintretenden Wassers (z.B. durch einen Sturmschaden der Dachdeckung) auf der zweiten wasserf√ľhrenden Ebene (meist der Unterdeckbahn).

Kontrollierte Wohnrauml√ľftung

Bei der kontrollierten Wohnrauml√ľftung wird der Wohnung st√§ndig Frischluft zugef√ľhrt, ohne dass Fenster ge√∂ffnet werden m√ľssen. Geruch, Stra√üenl√§rm, Insekten oder Pollen bleiben somit drau√üen, eine feine Sache nicht nur f√ľr Allergiker. Bei geschlossenem Fenster haben es zudem Einbrecher schwerer, ins Haus zu kommen. Haupts√§chlich dient eine kontrollierte Wohnrauml√ľftung allerdings zum Abtransport der Feuchtigkeit und zur Energieeinsparung. Dabei wird die verbrauchte Luft dort abgesaugt, wo sie am meisten belastet ist, n√§mlich von R√§umen wie WC, Bad oder K√ľche. √úber Wohn- und Schlafr√§ume str√∂mt gleichzeitig frische, gefilterte Luft zu. Die Luftverteilung innerhalb des Geb√§udes erfolgt durch Luftschlitze in den Innent√ľren, durch √Ėffnungen in den W√§nden, im Fu√üboden oder durch L√ľftungskan√§le. Mit einem dauerhaft betriebenen Ventilator wird der Luftaustausch sichergestellt. H√§ufig ist die kontrollierte Wohnrauml√ľftung mit W√§rmer√ľckgewinnung gekoppelt, damit l√§sst sich noch mehr Energie einsparen. Die W√§rmer√ľckgewinnung geschieht mit W√§rmetauschern, genauer gesagt mit Kreuzstromw√§rmetauschern.

Konzern (Standorte)

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG und ihre Tochterunternehmen gehören zur Compagnie de SAINT-GOBAIN, Paris. 


Unsere Hauptstandorte:
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Schanzenstraße 84
D - 40549 D√ľsseldorf

Sitz der Gesellschaft:
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
B√ľrgermeister-Gr√ľnzweig-Stra√üe 1
67059 Ludwigshafen

Bergisch Gladbach
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Jakobstr. 10
51465 Bergisch Gladbach

Ladenburg
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Dr.-Albert-Reimann-Str. 20
68526 Ladenburg

L√ľbz
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Industriestr. 11
19386 L√ľbz

Speyer
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Rheinhäuser-Str.
67346 Speyer

Körperschall

Von K√∂rperschall wird gesprochen, wenn Schall √ľber einen festen K√∂rper wie beispielsweise Mauerwerk weitergeleitet wird. Das Ger√§usch kann durch Klopfen, H√§mmern, T√ľrschlagen oder Wasserrauschen erzeugt werden. Der gr√∂√üere Teil wird als Luftschallwellen an angrenzende R√§ume abgegeben. Ein Teil wird an angrenzende andere Bauteile √ľbertragen. Diese √úbertragung wird durch bautechnische M√§ngel wie Schallbr√ľcken beg√ľnstigt und im ung√ľnstigsten Fall kann sich der Schall im ganzen Haus ausbreiten. Andererseits wird durch geeignete Ma√ünahmen wie dem Zwischenschalten von Luftschichten oder elastischen Stoffen (z.B. beim schwimmenden Estrich (Estrich auf D√§mmschicht)) die K√∂rperschall√ľbertragung unterbrochen. Den K√∂rperschall, der beim Begehen einer Decke bzw. beim Auftreten auf den Fu√üboden entsteht, nennt man Trittschall.

Kreuzbalkendecke

Eine Kreuzbalkendecke ist eine Holzbalkendecke, die aus Kreuzbalken besteht. Diese Balken werden mit Nut- und Federverbindungen zu Deckenelementen von bis zu 2,50 m Breite verbunden. Die Dicke der Kreuzbalkendecke beträgt zwischen 10 cm und 24 cm.

Kupferdach

Ein Kupferdach wird meist als nicht tragende Metalldeckung hergestellt. In Form von Tafeln, Trapezblechen oder gro√üen Scharen (B√§ndern) kommt das Kupfer auf eine vollfl√§chige Schalung, meist aus Holz. F√ľr ein dichtes Dach sorgen Stehfalze. Kupfer hat die st√§rkste Bruchdehnung von allen Baumetallen, das hei√üt es l√§sst sich am st√§rksten dehnen und verformen, bevor das Material bricht. Es eignet sich daher besonders bei komplizierten Anschl√ľssen, bei denen starke Verformungen erforderlich sind. Im Montagezustand ist Kupfer rot-metallisch gl√§nzend. Durch Witterungseinfl√ľsse bildet sich rasch eine Patina-Deckschicht, so dass sich das geneigte Dach in einem hellgr√ľnen bis blaugr√ľnen Farbton zeigt. Bei senkrechten Fl√§chen ist nicht mit einer Gr√ľnf√§rbung zu rechnen, sondern mit einer tiefbraunen bis anthrazitgrauen F√§rbung der Patina. Diese Patina, im Volksmund f√§lschlicherweise Gr√ľnspan genannt, f√ľhrt keineswegs zu einer Qualit√§tsminderung der Dacheindeckung, sondern bildet im Gegenteil eine Schutzschicht. Kupfer l√§sst sich durch Kanten, Falzen und Biegen bearbeiten. Auch besondere Umformarbeiten, wie beispielsweise das Treiben von Kupfer ist m√∂glich. Kupfer wird daher gerne bei denkmalpflegerischen Arbeiten verwendet. Feste Verbindungen lassen sich durch Weichl√∂ten, Hartl√∂ten und Schwei√üen herstellen. Beim Hartl√∂ten und Schwei√üen sind vor√ľbergehende Farbver√§nderungen im Erw√§rmungsbereich jedoch nicht zu vermeiden.

Kupferdeckung

siehe Kupferdach

L

Latte

Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm² und einer Breite bis 80 mm. Bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2. Latten werden häufig als Traglattung unter Massivholzdielen oder bei Wänden unter Paneelen verwendet.

Lattung

√Ąu√üerer Teil einer Unterkonstruktion, an der z.B. eine Dachdeckung oder die Holzverkleidung einer Fassade eingeh√§ngt bzw. befestigt wird.

Leichte Trennwand

Leichte TrennwandDie "leichte Trennwand" ist eine Formulierung aus der Architektur. Sie besagt im Grunde das, was der Name auch schon aussagt - eine Trennwand in einem Gebäude aus "leichten" Baustoffen. Das können alle Baustoffe sein, die im Trockenbau verwendet werden. Das können aber auch Wände sein, die aus Porenbetonsteinen wie auf dem Foto oder ähnlichen Leichtbausteinen gemauert werden.

Lichtverhältnisse

Licht ist lebenswichtig         
Viele Menschen leiden unter dem Lichtmangel, einige verfallen sogar in eine Winterdepression, aus der sie erst die Fr√ľhlingssonne wieder weckt. Arbeitsplatz und Wohnung sind leider oft nur von einer vagen Neonbeleuchtung erhellt. Wer einen Altbau modernisiert oder ein eigenes Haus bauen will, sollte daher schon bei der Planung √ľberlegen, wie die R√§ume mit Tageslicht erf√ľllt werden k√∂nnen. Die moderne Architektur nutzt dazu Licht-Lenksysteme, Konstruktionen, die vor Erfindung der Gl√ľhlampe f√ľr mehr Licht sorgen sollten. Heute dienen sie dazu, f√ľr die Arbeit am Computer blendfreie und gleichm√§√üige Tageshelle zu erm√∂glichen. Lichtlenksysteme sammeln Lichtstrahlen von der Fassade oder der Zimmerdecke, lenken sie durch Fensterelemente oder leiten das Tageslicht sogar per Kabel durchs Haus. Spiegel, Lamellen, Prismen und Hologramme kommen dabei zum Einsatz. Beleuchtung ist ein wichtiges Thema im Haushalt. Eine Vielzahl Lichtspender f√ľhrt zu steigenden Stromkosten.

Zu beachten: 
‚Äʬ†¬† ¬†gro√üe Fenster
‚Äʬ†¬† ¬†richtiger Winkel
‚Äʬ†¬† ¬†Fensterbekleidung optimieren
‚Äʬ†¬† ¬†R√§ume freundlich und hell ausstatten
‚Äʬ†¬† ¬†Auswahl der Leuchtmittel und Lampen

Luftreinigung

Ziel der Luftreinhaltung ist die nachhaltige Sicherstellung guter Luftqualität, also eine möglichst schadstofffreie Luft. Maßnahmen zur Luftreinhaltung können unterschieden werden in

  • gesetzliche Vorgaben (zum Beispiel Festlegung von Interventions- und Grenzwerten f√ľr Schadstoffe)¬†
    und
  • technische Ma√ünahmen (unter anderem zum Einbau von Filteranlagen an den Schadstoffquellen). Die Ma√ünahmen zur Luftreinhaltung sollen einer Luftverschmutzung entgegenwirken oder sie erst gar nicht entstehen lassen.


Gesetzliche Vorgaben
Die ersten gesetzlichen Vorgaben f√ľr die Luftreinhaltung beschr√§nkten sich auf die Verlagerung oder Vermeidung von Schadstoffemissionen:

  • Der Rauch aus den √Ėfen von Glasmachern im alten Rom um 150 n. Christus war so st√∂rend, dass die Glasmacher gezwungen wurden, ihre Werkst√§tten in die Vororte von Rom zu verlegen.
  • In der Stadt K√∂ln wurde 1464 einem Kupfer- und Bleischmelzer aufgrund von Nachbarschaftsbeschwerden per Ratsbeschluss der Weiterbetrieb seines Handwerks in der Stadt untersagt.¬†
  • In der Stadt Augsburg wurde 1623 eine Schmelzh√ľtte wegen Nachbarschaftsbeschwerden √ľber ungesunden Rauch und Dampf abgerissen und die Wiederinbetriebnahme au√üerhalb der Stadt (‚Äěan einem entlegenen von G√§rten entfernten Orte‚Äú) genehmigt. ¬†
  • Zwischen dem 5. Dezember 1952 und M√§rz 1953 fand in London die wohl schlimmste Smog-Katastrophe der Industriegeschichte statt. Ru√ü und Schwefeldioxid aus Kaminen und Fabrikschloten sammelten sich am Boden und vermischten sich mit den Abgasen des Stra√üenverkehrs. Das giftige Luftgemisch wurde teilweise so dicht, dass Fu√üg√§nger ihre F√ľ√üe nicht mehr sehen konnten, und kostete wahrscheinlich 12.000 Einwohnern das Leben. Als Folge der Smog-Katastrophe wurde im Jahr 1956 der ‚ÄěClean Air Act‚Äú beschlossen, ein B√ľndel von Ma√ünahmen zur Bek√§mpfung der Luftverschmutzung. Vor allem wurde die Zahl der offenen Kamine drastisch reduziert.


Die moderne Gesetzgebung zielt auf Grenz- oder Zielwerte ab, um die Freisetzung (Emission) bzw. den Eintrag (Immission) von Schadstoffen √ľber die Luft auf ein Ma√ü zu reduzieren, das ‚Äěkeine erheblichen negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat und keine entsprechenden Gefahren verursacht‚Äú (Thematische Strategie zur Luftreinhaltung, KOM (2005) 446 endg√ľltig vom 21. September 2005).¬†

Luftschall

Unter Luftschall versteht man Schallwellen, die sich √ľber die Luft ausbreiten (im Gegensatz zum K√∂rperschall). Die Bauteile werden durch den Luftschall angeregt. Die Intensit√§t der √úbertragung √ľber die Geschossdecke, die Trennw√§nde und andere flankierende Bauteile richtet sich jeweils nach deren Konstruktion und Masse. Mit Bodenbel√§gen ist in der Regel kaum eine Verbesserung der Luftschalld√§mmung zu erreichen. Bei zweischaligen Bauteilen wie z.B. B√∂den mit schwimmendem Estrich, Steild√§chern oder Trockenbauw√§nden dient ein weicher D√§mmstoff wie die Mineralwolle als Hohlraumd√§mpfung. Sie erm√∂glichen wirksame Schallschutzkonstruktionen. Harte D√§mmstoffe haben diese Wirkung nicht. Im Bauwesen wird die Luftschalld√§mmung zwischen fremden Wohn- oder Arbeitsbereichen im Sinne einer Qualit√§tsbestimmung des Luftschallschutzes durch Messung bestimmt.

M

Metalldach

Metalld√§cher sind nicht nur auf Fabrikgeb√§uden oder Kirchen zu entdecken, sondern immer mehr auch auf Wohngeb√§uden. Mit Metall lassen sich die ausgefallensten Dachformen bekleiden. Das erfreut Architekten und Bauherrn gleicherma√üen. Doch nicht nur dem Auge wird etwas geboten. Neben der √Ąsthetik erf√ľllen Metalld√§cher in puncto Lebensdauer, Festigkeit und Stabilit√§t h√∂chste Anforderungen. Da Metalld√§cher bei fachm√§nnischer Ausf√ľhrung nahezu wartungsfrei sind, ist langfristig gesehen das Dach sehr kosteng√ľnstig. Die am h√§ufigsten anzutreffenden Metalld√§cher sind Aluminiumdach, Zinkdach, Edelstahldach, und Kupferdach.

Mineralfaser

K√ľnstliche Mineralfasern werden unterteilt in Fasern f√ľr Mineralwolle und Fasern f√ľr Spezialzwecke (Glas-Mikrofasern).
Mineralfasern zeichnen sich durch ihre Unbrennbarkeit, Best√§ndigkeit gegen Hitze und sehr gute W√§rmed√§mmwirkung aus. Zudem besitzen Mineralfasern eine relative Best√§ndigkeit gegen Wasser und Chemikalien. Hergestellt werden Mineralfasern durch Ziehen, Blasen oder Schleudern von Gesteins-, Glas- oder Schlackeschmelzen. In Deutschland d√ľrfen heute nur k√ľnstliche Mineralfasern mit verbesserter Biol√∂slichkeit verkauft und verarbeitet werden, die gesundheitlich unbedenklich sind und am RAL-G√ľtezeichen zu erkennen sind. Wie bei vielen anderen Baustoffen sind auch bei Mineralfaser-D√§mmstoffen Verarbeitungshinweise und -schutzma√ünahmen zu beachten.

Mineralfaserplatten

Mineralfaserplatten sind D√§mmstoffe aus Mineralfasern, die in Plattenform zur Verf√ľgung stehen.

Mineralwolle

Man unterscheidet Glaswolle und Steinwolle. Gemeinsam machen die beiden Materialien rund 60 Prozent der in Deutschland verwendeten D√§mmstoffe aus. Glaswolle besteht zu etwa 80 Prozent aus Altglas. Die Schmelze wird geschleudert. Dabei entstehen Fasern, die mit einem Bindemittel gebunden werden. Steinwolle wird ganz √§hnlich produziert - allerdings besteht diese aus einem Gemisch aus Altglas, Sand, Feldspat, Dolomitstein und Recycling-Formsteinen. D√§mmprodukte aus Mineralwolle werden in der Regel als D√§mmfilze in Rollenform oder als D√§mmplatten geliefert. Sie d√§mmen sehr gut und sind unbrennbar, weshalb Mineralwolle gerne da als D√§mmstoff eingesetzt wird, wo neben einer hohen W√§rmed√§mmung auch hohe Anforderungen an den Brandschutz zu erf√ľllen sind. Angeboten werden auch sog. Putztr√§ger-D√§mmplatten f√ľr Au√üenw√§nde. Wie bei vielen anderen Baustoffen sind auch bei Mineralwolle-D√§mmstoffen Verarbeitungshinweise und -schutzma√ünahmen zu beachten.

N

Neubau

Als Neubau wird ein Wohngeb√§ude √ľberwiegend aufgrund seiner Beschaffenheit und der w√§hrend bestimmter Zeitperioden √ľblichen Bauweise bezeichnet. Hiermit ist im Wesentlichen die ab dem Zweiten Weltkrieg √ľbliche Bauweise im Wohnungsbau gemeint, bei der typischerweise die sog. Plattenbauweise verwendet wurde. Der Beginn der Bauausf√ľhrung von Betonw√§nden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern markiert deshalb allgemein das Ende der Altbau√§ra und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949/1950 datiert. In dieser Weise wird der Begriff zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel definiert und verwendet. Ein weiteres Kriterium, das gern als typische Abgrenzung zum Gr√ľnderzeit-Altbau genannt wird, ist die lichte Raumh√∂he von weniger als 3,00 Metern.
Als Neubau werden vereinzelt auch Gebäude bezeichnet, die vor Kurzem neu errichtet oder rekonstruiert wurden. Dabei wird der Begriff dann so lange auf ein Gebäude angewendet, bis dieses aufgrund von Standardanpassungen und alterungsbedingten Bauwerksmängeln zum ersten Mal durchgreifend saniert werden muss.
Der Beginn der Bauausf√ľhrung von Betonw√§nden und -decken sowie Isolierglasfenstern wird im Wohnungsbau in Deutschland als der Beginn der Neubau√§ra gesehen und meist auf das Jahr 1950 datiert.
Der Begriff steht im Gegensatz zum Begriff des Altbaus.
 

Niedrigenergiehaus

Griffiger, jedoch weder rechtlich gesch√ľtzter oder durch Normierungen definierter Begriff, den Massiv- und Fertighaushersteller vor allem aus Werbezwecken einsetzen.

Unter einem Niedrigenergiehaus wird im allgemeinen ein Haus verstanden, dessen Heizwärmebedarf die Anforderungen der alten WSVO um mindestens 25 % unterschreitet. An ein Passivhaus, das in diesem Zusammenhang öfter genannt wird, werden noch weit höhere Energie-Einsparanforderungen gestellt.
F√ľr Neubauten relativiert sich der Werbewert des Begriffs insoweit, als jedes neugebaute Haus automatisch ein Niedrigenergiehaus ist, weil das GEG (Geb√§udeenergiegesetz) und vorher auch schon die EnEV (Energieeinsparverordnung) erhebliche Anforderungen an den W√§rmeschutz und die Luftdichtigkeit der Geb√§udeh√ľlle stellt.

Notdeckung

Unter Notdeckung versteht man eine befristete Abdeckung als vor√ľbergehender Schutz im Schadensfall. Notdeckungen sind keine dauerhafte L√∂sung. Von einer Notdeckung k√∂nnen nicht die Kriterien einer Deckung erwartet werden. Sie ersetzen keine Dachdeckung.

Nullenergiehaus

O

Oberflächenfeuchte

Als Oberflächenfeuchte wird das auf der Oberfläche eines Bauteils oder Gegenstands haftende Wasser bezeichnet.

Oberflächentemperatur

Die Oberfl√§chentemperatur ist die Temperatur eines K√∂rpers, die an dessen Oberfl√§che herrscht und somit, in Bezug auf dessen W√§rmestrahlung, die von au√üen sicht- bzw. messbare Temperatur ist. Sie ist von Bedeutung, wenn das Innere des K√∂rpers eine andere Temperatur besitzt als die Randschichten, also auch wenn man Prozesse der W√§rme√ľbertragung auf der Oberfl√§che bzw. zwischen Oberfl√§chen und K√∂rperinnerem/K√∂rperumgebung beschreiben will.

Ein Temperaturgradient innerhalb eines K√∂rpers tritt auf, wenn sich ein K√∂rper mit zun√§chst homogener Temperatur in einer k√§lteren oder w√§rmeren Umgebung befindet, ihm also W√§rme zu oder abgef√ľhrt wird. Die Au√üenschichten passen dabei ihre Temperatur schneller an die Umgebungstemperatur an, als das, je nach Temperaturleitf√§higkeit, mehr oder weniger stark thermisch isolierte Innere. So hat zum Beispiel ein K√∂rper, der im Wasserbad erw√§rmt wird, an seiner Oberfl√§che eine h√∂here Temperatur als im Inneren, wobei gleiches auch in umgekehrter Form f√ľr eine Abk√ľhlung gilt.
 

√Ė

√Ėkobilanz

Unter einer √Ėkobilanz (engl. auch LCA ‚Äď Life Cycle Assessment) versteht man eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten w√§hrend des gesamten Lebensweges (‚Äěvon der Wiege bis zur Bahre‚Äú). Dazu geh√∂ren s√§mtliche Umweltwirkungen w√§hrend der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung des Produktes, sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse (z. B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Zu den Umweltwirkungen z√§hlt man s√§mtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z. B. Erze, Roh√∂l) sowie die Emissionen in die Umwelt (z. B. Abf√§lle, Kohlendioxidemissionen). Der Begriff der Bilanz wird bei der √Ėkobilanz im Sinne von einer Gegen√ľberstellung verwendet, sie ist nicht mit der Bilanz innerhalb der Buchhaltung zu verwechseln.

Allgemein unterscheidet man zwischen

  • einer √Ėkobilanz, die den Umweltaspekt eines einzelnen Produkts ber√ľcksichtigt,
  • einer vergleichenden √Ėkobilanz, die eine Gegen√ľberstellung mehrerer Produkte verfolgt, sowie
  • einer ganzheitlichen Bilanzierung, die wirtschaftliche, technische und/oder soziale Aspekte mit einbezieht.

Neben der √Ėkobilanz (produktbezogene √Ėkobilanz, Produkt√∂kobilanz) kann eine Stoffstromanalyse der Bestimmung weiterer Stoff- und Energiebilanzen dienen: Betriebliche Umweltbilanzen und Prozess√∂kobilanzen. Diese unterscheiden sich von der √Ėkobilanz dadurch, dass sie einen Periodenbezug haben (oft Bilanzjahr genannt) und dass ihnen das Verursachungsprinzip nicht zugrunde liegt (Welche Stoff- und Energiestr√∂me hat das Produkt √ľber den gesamten Lebensweg verursacht?). Die betriebliche Umweltbilanz findet sich beispielsweise oft in Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen.

Mit der Norm ISO 14040 ist der Begriff √Ėkobilanz zwar ausschlie√ülich auf produktbezogene √Ėkobilanzen anwendbar. Allerdings definiert diese Norm ‚ÄěProduct‚Äú als ‚Äěany goods or services‚Äú und beinhaltet ausdr√ľcklich auch Dinge wie Transporte, die Reparatur eines Fahrzeuges oder die Bereitstellung von Information im Kontext von Wissensvermittlung. Damit ist die Methodik einer √Ėkobilanz auch f√ľr die (√∂kologische) Untersuchung von Verfahren und Prozessen anwendbar und wird daf√ľr auch genutzt.

Im betriebswirtschaftlichen Umfeld kann die √Ėkobilanz zu den √∂kologieorientierten Planungsinstrumenten des Controlling gez√§hlt werden. Gr√∂√üere Bedeutung jedoch findet sie in der (Umwelt-)Politik und der Gesetzgebung.

Gemeinsames Ziel der verschiedenen Unternehmens-√Ėkobilanzmethoden ist es, das betriebliche Geschehen auf m√∂gliche √∂kologische Risiken und Schwachstellen systematisch zu √ľberpr√ľfen und Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Ausgangspunkt hierf√ľr ist die √úberlegung, dass der j√§hrliche Input (in Kilogramm und Kilowattstunden), der in das Unternehmen eingeht, mengenm√§√üig dem Output und den Bestandsver√§nderungen entsprechen muss. Wichtig f√ľr diese Gleichung ist vor allem, dass Input, Output und Bestandsver√§nderungen vollst√§ndig gemessen werden (also beispielsweise inklusive des hinzuflie√üenden Regenwassers, der Verdampfung, Leckagen, des Zwischenlagers o. √Ą.). Aufbauend auf dieser Sachbilanz, werden die jeweiligen In- und Outputstoffe hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die Umwelt analysiert, und schlie√ülich wird die Gesamtzahl an Stoffen und ihre Wirkungen bewertet. Die Erstellung von Sachbilanzen wird auch als Stoffstromanalyse bezeichnet.

√Ėkoeffizienz

√Ėkoeffizienz ist der Quotient aus dem wirtschaftlichen Wert eines Produktes und den durch den Herstellungsvorgang auf die Umwelt ausge√ľbten Auswirkungen, gemessen in einer geeigneten Einheit. √Ėkoeffizienz unterscheidet sich vom Begriff der √Ėkoeffektivit√§t, welcher durch den deutschen Chemiker Michael Braungart und den US-amerikanischen Architekten William McDonough gepr√§gt wurde.

Der Begriff wurde 1991 vom Wirtschaftsrat f√ľr nachhaltige Entwicklung (Business Council for Sustainable Development, heute World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) ‚Äď Weltwirtschaftsrat f√ľr Nachhaltige Entwicklung) in die Wirtschaftswelt eingef√ľhrt. Die Motivation daf√ľr war, dass negative √∂kologische Wirkungen und die Ressourcenintensit√§t √ľber den gesamten Lebenszyklus (des Produktes) auf ein Niveau verringert werden sollen, welches mit der Tragf√§higkeitsgrenze der Erde vereinbar ist. √Ėkoeffizienz wird erreicht, wenn G√ľter und Dienstleistungen preislich wettbewerbsf√§hig sind, menschliche Bed√ľrfnisse befriedigen und Lebensqualit√§t bringen.
Der Handelsrat f√ľr nachhaltige Entwicklung definiert √Ėkoeffizienz √ľber die Formel:
√Ėkoeffizienz = (Wirtschaftlicher Wert eines Produktes)/(Einfluss bzw. Auswirkungen auf die Umwelt)
Dieses Konzept fordert die Maximierung des Wertes (utility) pro Einheit ‚ÄěUmweltbelastung‚Äú. Dabei wird sowohl der Herstellungsprozess als auch der Gebrauch/Nutzen und die sp√§tere Entsorgung (bei Produkten) in die Bilanz einbezogen (‚Äěvon der Wiege bis zur Bahre‚Äú). Die Verminderung der Material- und Energieintensit√§t von Produkten und die Reduzierung des Schadstoffaussto√ües sollen zusammen mit der Erh√∂hung der Recyclingf√§higkeit von Produkten sowie dem maximalen Einsatz wiederverwendeter Materialien eine m√∂glichst geringe Umweltbelastung bewirken. √Ėkoeffizienz ist eine Kennzahl, mit der Produktionsprozesse und Produkte wirtschaftlicher gestaltet werden sollen. Die Steigerung der Umweltvertr√§glichkeit ist dabei ein positiver Nebeneffekt. Die Reduktion der vielf√§ltigen Umweltbelastung auf einen skalaren Divisor erfordert die Zusammenfassung verschiedener Faktoren wie beispielsweise Kohlendioxidaussto√ü und Schwermetallemissionen, die notwendigerweise als willk√ľrlich gew√§hlten Rechenverfahren vorgenommen werden muss. Die Kennzahl √Ėkoeffizienz trifft keine Aussage √ľber die grunds√§tzliche Nachhaltigkeit (Tragf√§higkeit des √Ėkosystems).

P

PA-Folie

Passivhaus

Unter einem Passivhaus bzw. Nullenergiehaus versteht man ein Wohnhaus, in dem ein komfortables Innenklima ohne klassische Heizungs- und Klimatisierungssysteme erreicht werden kann. Passivh√§user ben√∂tigen eine extrem gute W√§rmed√§mmung bei der Geb√§udeh√ľlle, bei Fenstern und Au√üent√ľren.
Ziel ist es, ein Geb√§ude so zu bauen, dass es so wenig Energie wie m√∂glich verliert. Denn was nicht verlorengehen kann, muss nicht von au√üen teuer zugef√ľhrt werden. Um ein Passivhaus warm zu halten, werden insbesondere die internen W√§rmequellen (Leuchten, Elektroger√§te, ‚Ķ) und die solaren Gewinne durch die Sonneneinstrahlung durch die Fenster genutzt. Die L√ľftung erfolgt √ľber L√ľftungsanlagen mit W√§rmer√ľckgewinnung. So wird immer f√ľr ausreichend Frischluft gesorgt und der W√§rmeverlust minimiert.¬†

PE-Folie

PE-Folie (Polyethylenfolie) hat im Baubereich unterschiedliche Einsatzgebiete. Als Dampfbremse l√§sst sie sich nageln, einspannen und kleben. Die Folie ist s√§ure-und laugenbest√§ndig, jedoch nicht witterungsbest√§ndig. Wird bei D√§chern, Decken und Au√üenw√§nden verwendet. L√§sst Feuchtigkeit durch und ist daher zur Abdichtung nicht geeignet. PE-Folie kommt auch bei Estrichen zum Einsatz. Bei unbeheizten Estrichen muss die D√§mmschicht mit einer PE-Folie der Dicke 0,1 mm oder einem Erzeugnis mit vergleichbaren Eigenschaften abgedeckt werden. Bei Heizestrichen m√ľssen PE-Folien (o. glw.) mind. 0,15 mm dick sein (besser 0,2 mm). Die Sto√ü√ľberdeckung der Bahnen muss generell 8 cm betragen.

Perimeter-Dämmung

Unter einer Perimeter-Dämmung wird eine außenliegende Wärmedämmung verstanden, die innerhalb des Erdreichs liegt. Angebracht wird sie außerhalb der Abdichtung von Kellerwänden oder der Bodenplatte. Eine Perimeter-Dämmung muss demnach in der Lage sein, den Erddruck oder die Gebäudelast abzufangen und zusätzlich darf der Dämmstoff nicht feuchteempfindlich sein. Es kann also nicht jeder Dämmstoff verwendet werden. Es kommen daher bevorzugt geschlossenzellige Dämmstoffe wie XPS-Dämmplatten oder Schaumglasplatten zum Einsatz. 

Die Platten werden auf die Abdichtung der Kellerau√üenwand verklebt. H√§ufig kommt auf die Perimeter-D√§mmung noch eine Noppenbahn, die zum einen daf√ľr sorgt, dass die D√§mmung beim Verf√ľllen nicht besch√§digt wird und zum anderen dabei hilft, dass das Wasser schneller ablaufen kann und nicht an der Kellerwand stehen bleibt. Es werden aber auch schon Perimeter-D√§mmungen mit Rillen angeboten, die durch eingepr√§gte Kan√§le oder 2-Komponentenaufbau auch Dr√§naufgaben √ľbernehmen k√∂nnen.
 

Photovoltaik

Unter Photovoltaik bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Seit 1958 ist sie zur Energieversorgung der meisten Raumflugk√∂rper im Einsatz. Inzwischen wird sie auch auf der Erde zur Stromerzeugung eingesetzt und findet unter anderem Anwendung auf Dachfl√§chen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzw√§nden und auf Freifl√§chen. Der Name leitet sich aus dem Wortstamm ŌÜŌČŌĄ- phot- des altgriechischen Substantivs ŌÜŠŅ∂Ōā phos ‚ÄěLicht‚Äú (der Wortstamm ist im Nominativ nicht erkennbar, aber z. B. im Genitiv ŌÜŌČŌĄŌĆŌā phot√≥s) sowie aus der SI-Einheit f√ľr die elektrische Spannung, dem Volt (nach Alessandro Volta) ab. Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik, die weitere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschlie√üt.

Die photovoltaische Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu so genannten Solarmodulen verbunden werden, in Photovoltaikanlagen statt. Die erzeugte Elektrizit√§t kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das √∂ffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt. Mitunter wird eine alleinige Energieversorgung mittels Photovoltaik in Inselsystemen realisiert. Um hier kontinuierlich Energie zur Verf√ľgung zu stellen, muss die Energie gespeichert werden. Ein bekanntes Beispiel f√ľr akkumulatorgepufferte Inselsysteme sind Parkscheinautomaten.
 

Polyamid-Folie

Variable Dampfbremse, die sich den Umgebungsbedingungen anpasst. Die Folie wird geklebt, genagelt oder eingespannt. Verwendet bei Dächern und Außenwänden. Als Abdichtung nicht geeignet.

Polystyrol

Bei D√§mmstoffen aus Polystyrol, unter dem Markennamen "Styropor" in Deutschland bestens bekannt, muss man zwischen expandiertem Polystyrol (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS) unterscheiden. Die gesamte Produktionskette spielt sich in einem geschlossenen Prozess ab, so dass die Herstellung f√ľr die Umwelt nicht giftig ist. Der hohe Energieverbrauch bei der Herstellung relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Polystyrol bis zu 50-mal recycelt werden kann und dass sich der energetische Gesamtaufwand des Herstellungsprozesses schon nach zwei bis drei Monaten durch Einsparung bei der Heizenergie ausgleicht. Zum D√§mmstoff wird das Polystyrol erst durch Aufsch√§umen auf den 20- bis 50-fachen Umfang. Zur Herstellung von EPS wird das Gas Pentan eingesetzt. XPS dagegen wird unter Einsatz von Kohlenstoffdioxid hergestellt. Die D√§mmstoffe kommen in Form von Platten in den Handel. Mit diesen Platten lassen sich rasch gro√üe Fl√§chen d√§mmen. Eingesetzt wird EPS haupts√§chlich bei der Fassadend√§mmung, unter Estrich und im Dachbereich. XPS-Platten sind besonders f√ľr die D√§mmung der Kellerau√üenw√§nde und der D√§mmung unter den Gr√ľndungsplatte geeignet. Sie verf√ľgen auch - und das ist der entscheidende Unterschied - √ľber eine wesentlich h√∂here Druckfestigkeit.¬†

Polystyrol-Extruderschaum

siehe Polystyrol

Polystyrol-Hartschaumplatte

Dämmstoff aus Materialien wie Ethylbenzol, Benzol und Aluminiumchlorid. Man unterscheidet expandiertes (EPS) und extrudiertes (XPS) Polystyrol.

Pultdach

PultdachGef√§lledach mit in der Regel flacher bis sehr flacher Neigung, das wie ein Pultdeckel auf dem Bauk√∂rper liegt. Das Pultdach ist neben dem Flachdach die einfachste Dachform √ľberhaupt. Mit nur einer schr√§gen Dachfl√§che ist es kosteng√ľnstig herzustellen. Seit einiger Zeit erfreut es sich starker Beliebtheit, weil ein Pultdachhaus im Gegensatz zu einem Haus mit Satteldach immer ein Vollgeschoss aufweist. Die Dachfl√§che von Pultd√§chern liegt zwar generell zur Wetterseite hin, um Wind, Regen und Schnee abzuschirmen. Aber der Trend zur Energiegewinnung √ľber Dachkollektoren, die auf Pultd√§chern besonders gut eingebaut werden k√∂nnen, sorgt f√ľr einen allgemeinen Richtungswechsel. Bei H√§user mit versetzten Pultd√§chern liegt ein Dach immer zur Sonnenseite.

 

 

PUR-Hartschaum Dämmung

PUR-Hartschaum-Wärmedämmstoffe sind geschlossenzellige harte Schaumkunststoffe aus Polyurethan. PUR zeichnet sich durch besonders gutes Wärmedämmvermögen aus. Rohstoffbasis zur Herstellung des Dämmstoffes ist Erdöl. Im Bauwesen können PUR-Hartschaum-Dämmstoffe sehr universell eingesetzt werden: Im Flachdach, im Steildach, als Deckendämmung, im Fußboden- und Wandbereich sowie in der Niedrigenergiehaus-Bauweise. Das Brandverhalten von PUR ist ähnlich dem von Holz (Brandschutzgruppe B2, normal entflammbar). Durch Aufkaschierung von Aluminium wird bei PUR-Dämmstoffen eine Dampfsperre integriert.

Putzträger-Dämmplatten

Putztragende D√§mmplatten werden speziell f√ľr die Fassadend√§mmung angeboten. Diese ersparen einen Arbeitsschritt, da der Putztr√§ger nicht noch angebracht werden muss, sondern bereits in der W√§rmed√§mmung integriert ist. Putztr√§ger-D√§mmplatten aus Mineralwolle gibt es zur D√ľbelmontage oder zum Verkleben. Durch den aufgebrachten Putztr√§ger lassen sich die D√§mmplatten besser und leichter verputzen, da der Putz besser an ihnen haftet.

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RAL-G√ľtezeichen

Der RAL Deutsches Institut f√ľr G√ľtesicherung und Kennzeichnung e. V., kurz RAL-Institut, ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Bonn.

Die Tätigkeit des RAL-Institutes erstreckt sich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Das RAL-Institut vergibt auf Antrag von G√ľtegemeinschaften verschiedene G√ľtezeichen, entweder nach einem selbstst√§ndigen Anerkennungsverfahren oder unter Beteiligung von staatlichen Stellen. RAL-G√ľtezeichen finden vor allem dort Interesse und Anwendung, wo keine Normen oder Richtlinien bestehen, jedoch Interesse an einer qualitativen Aussage gegeben ist.
 

Raumakustik

Die Raumakustik ist neben der Bauakustik ein Teilgebiet der Akustik. Sie besch√§ftigt sich mit der Schalld√§mpfung bzw. Schallabsorption. Je mehr Schall durch Absorption innerhalb des Raumes ged√§mpft wird, desto weniger Schall wird in den selben Raum zur√ľck reflektiert. Die Schalld√§mpfung entsteht durch Reibungsverluste im Schallabsorber, also dem D√§mmstoff. Besonders gut funktioniert sie bei offenporigen, absorbierenden Materialien, die eine Reflexion verhindern. Dabei wird Bewegung in W√§rme umgewandelt. Bei einem Umzug hat jeder die Folgen einer schlechten Raumakustik sicherlich bereits einmal am eigenen Leib erfahren. In leer ger√§umten Zimmern hallt die Stimme immer etwas nach. Dies verliert sich, sobald die M√∂bel stehen und die Vorh√§nge aufgeh√§ngt sind. M√∂bel, Vorh√§nge und auch Teppichb√∂den k√∂nnen den Schall schlucken bzw. d√§mpfen. Man spricht dann auch von Schallabsorption. In gr√∂√üeren R√§umen ist der Nachhall allerdings ein gro√ües Problem. Eine schlechte Raumakustik erfordert eine h√∂here Konzentration beim Zuh√∂ren. Dies f√ľhrt zu raschen Erm√ľdungen oder auch zum Verlust von Informationen aus beispielsweise komplizierten und geschachtelten S√§tzen. In der Schule, im Theater oder im B√ľro ist das nat√ľrlich denkbar schlecht. Die Aufgaben der Schallabsorption k√∂nnen z.B. durch Akustikdecken gel√∂st werden.

Raumklima

Das Raumklima ist der Sachverhalt, der beschrieben wird durch die Messwerte derjenigen Größen im Inneren eines Raumes, die einen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen dort haben können. Das Raumklima gilt als ein wesentlicher Bestandteil der Wohnqualität und Behaglichkeit. Es wird vor allem durch die Temperatur der Luft und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Einfluss auf die Behaglichkeit eines Raumes haben auch

  • die chemische Zusammensetzung der Luft mit m√∂glichen Schadstoffen und Geruchsbel√§stigung,
  • abweichende Oberfl√§chentemperaturen der W√§nde, Fu√üb√∂den und M√∂bel,
  • Luftzug,
  • die Beleuchtung, insbesondere die Sonneneinstrahlung sowie k√ľnstliches Licht und dessen Farbtemperatur.

Die Luftfeuchtigkeit wird vom Menschen nur bei Extremwerten bemerkt. Allerdings f√ľhrt schon moderat hohe relative Luftfeuchte zu Kondensation und Schimmelbildung an k√ľhlen Oberfl√§chen. Kalte Oberfl√§chen k√∂nnen einen geheizten Raum unbehaglich machen. Die verringerte Reflexion der W√§rmestrahlung kann den Eindruck verursachen, es g√§be eine K√§ltestrahlung.
Innere und äußere Lasten können Temperatur und Feuchtigkeit maßgeblich beeinflussen:

Zu den inneren Lasten gehören:

  • die Nutzer mit ihrem W√§rme- und Feuchteeintrag, abh√§ngig von der T√§tigkeit,
  • Ger√§te und Maschinen (W√§rme und Luftzug, Geruchsbelastungen, Schadstoffe),
  • Nutzungen: Waschen, Duschen und Kochen erh√∂hen die Luftfeuchtigkeit.

Zu den äußeren Lasten gehören

  • solare Einstrahlung,
  • W√§rmeleitung durch die W√§nde, Fu√üboden und Decke,
  • √Ąnderung von Temperatur und Luftfeuchte durch L√ľftung (Fugenl√ľftung, Spaltl√ľftung und Sto√ül√ľftung).
     

Reetdach

Reetd√§cher gibt es im gesamten nord- und mitteleurop√§ischen Raum wie beispielsweise Niederlande, England, D√§nemark oder Frankreich. In Deutschland findet man Reetd√§cher vor allem in n√∂rdlichen Regionen. Ein Dach mit Reet eindecken, kann nicht jeder Dachdecker. Reetdachdecker ist ein eigener Lehrberuf. Das Reet wird b√ľndelweise auf das Dach gebracht und befestigt. Man unterscheidet gebundene Deckung, gen√§hte Deckung und geschraubte Deckung. Wichtige Hilfsmittel des Reetdachdeckers sind Deckstuhl und Klopfbrett. Da Reet ein brennbares Material ist, muss beim Reetdach besonderer Wert auf den Brandschutz gelegt werden. So m√ľssen in den meisten Bundesl√§ndern bei einem reetgedeckten Haus besondere Grenzabst√§nde eingehalten werden. Auf den nordfriesischen Inseln ist an Silvester sogar das Abbrennen von Feuerwerksk√∂rpern untersagt. Aufgrund der Brandgefahr sind die Pr√§mien f√ľr Feuerversicherungen bei reetgedeckten H√§usern sehr hoch. Je nach Lage, Dachneigung, fachgerechter Verarbeitung und Einbau, h√§lt ein Reetdach 25 bis 50 Jahre. Der First muss etwa alle 15 Jahre erneuert werden.
Ein Reetdach kann sich aber auch innerhalb weniger Jahre in einen braunen Modder verwandeln. So ist es zumindest in Norddeutschland in den vergangenen Jahren einigen Reetdachbesitzern ergangen. Das Reet ist einfach vergammelt. Und so eine Reetdachsanierung kostet schnell einmal 40.000 Euro. Ein Ziegeldach oder Schieferdach ist im Vergleich wesentlich g√ľnstiger. √úber die Ursache des Reetdachsterbens und wer daf√ľr haft