Photovoltaik: Lösung für verschattete Steildächer in hygrothermischen Simulationsmodellen nachgewiesen
ISOVER und Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP bringen aktuelle Forschungsergebnisse in Fachkreise und Normung ein
Angesichts der steigenden Nutzung regenerativer Energie kommt auf Steildächern immer mehr Photovoltaik zum Einsatz. Wurden früher nur wenige Module installiert, wird heute oft nahezu die gesamte Dachfläche belegt. Mit Blick auf die Auswirkungen von Photovoltaik auf den Feuchteschutz der darunterliegenden Dachkonstruktion folgt ISOVER bei der Entwicklung entsprechender Systeme konsequent den baupraktischen Nachweisverfahren wie der Berücksichtigung von verschatteten Steildächern bei hygrothermischen Simulationsmodellen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen informiert der Dämmstoffspezialist über aktuelle Forschungsergebnisse und bringt diese in Fachkreise und Normung ein.
Dass Photovoltaikanlagen auf Flachdächern mit Herausforderungen verbunden sind, ist längst bekannt. Für Steildächer liegen fundierte Nachweise dagegen erst seit einem von ISOVER 2025 beauftragten Freilandversuch des IBP vor. Das Ergebnis: Die Belegung der Dachfläche mit Photovoltaik verändert maßgeblich die Temperaturen in der Dachkonstruktion und somit deren Feuchteverhalten. „Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut haben wir untersucht, welche ISOVER Dachaufbauten auch mit Photovoltaik eine sichere feuchtetechnische Planung ermöglichen und dauerhaft funktionieren", erklärt Dominik Noé, Fachbereichsleiter Wärme- und Feuchteschutz bei ISOVER. Entsprechende Forschungsergebnisse wurden im Spätsommer 2025 unter anderem in der Fachpresse kommuniziert.
Fraunhofer-Institut veröffentlicht Simulationsmodelle
Im April 2026 hat das Fraunhofer-Institut nun seine beim Freilandversuch eingesetzten hygrothermischen Simulationsmodelle mit effektiven Übergangsparametern vorgestellt. Die Parameter resultieren aus Forschungsergebnissen an verschiedenen Dachkonstruktionen mit und ohne Solaranlagen. Somit kann erstmals Verschattung durch Photovoltaik rechnerisch berücksichtigt werden. „Diese Simulationen haben einen entsprechenden detaillierteren Datensatz für variable Folien erforderlich gemacht. Denn wenn bei der Messung zu wenige Stützpunkte verwendet werden, oder wenn bei der Auswertung das Feuchteprofil in der Dampfbremse nicht berücksichtigt wird, kann das zur deutlichen Abweichung vom realen Verhalten der Dachkonstruktion und damit zu Fehleinschätzungen führen, insbesondere wenn es um eher kritische Konstruktionen geht."
Geprüfte ISOVER Lösungen und weitere Informationen zum Thema finden sich unter www.isover.de/vario-und-pv.
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