Beschreibung: 
Zu Glasverpackungen zählen Glasflaschen wie auch Konservenglas und medizinische und kosmetische Verpackungen.Unter diesem Begriff werden alle Hohlglaswaren zusammengefasst, die zur Verpackung, Aufbewahrung, Konservierung und zum Transport von Getränken und anderen Flüssigkeiten (zum Beispiel auch Parfum) Lebensmitteln, chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Stoffen dienen. Behälterglas wird ausschließlich in Glashütten gefertigt. Dadurch ist es gegenüber Fläschchen und Ampullen abgegrenzt, die dem Bereich der Hohlglasverarbeitung zugerechnet werden[4] und in der Glashütte erzeugtes Halbzeug, in der Regel Glasrohr, als Ausgangsprodukt zur Voraussetzung haben. Die Bedeutung von Glas als Verpackungsmaterial geht einerseits auf seine vielfältige Formbarkeit und Gestaltbarkeit zurück. Es lassen sich firmen- oder markentypische Formen erzeugen, die zu einem festen Begriff für das darin abgefüllte Produkt geworden sind. Noch wichtiger sind jedoch die Grundeigenschaften des Werkstoffes Glas für seinen Einsatz bei der Verpackung. Glas ist transparent, leicht zu reinigen und hygienisch, vor allem ist es geruchlos und inert. Damit ist Glas auch absolut geschmacksneutral. Es gibt keine Inhaltsstoffe ab und nimmt auch keine Aroma- und Wirkstoffe auf. Insbesondere bei sensiblen Produkten wie Babykost und Arzneimittel ist dies von großer Bedeutung, aber auch bei kohlensäurehaltigen Getränken, die in Glas verpackt keine Kohlensäure verlieren. Glas verträgt sehr hohe Temperaturen und ist bis zu ca. 500°C formstabil. Deshalb eignet sich Glas für alle üblichen Abfüllverfahren, wie Kaltabfüllung, Heißabfüllung, Pasteurisierung, Sterilabfüllung oder aseptische Abfüllung. Glas-Mehrwegflaschen lassen sich wegen der möglichen hohen Spültemperaturen hygienisch einwandfrei reinigen.[5] Ein Nachteil der Glasverpackungen ist das verhältnismäßig hohe Gewicht. Die Glasindustrie trägt diesem Umstand Rechnung durch kontinuierliche Anstrengungen zur Gewichtsreduzierung. Bei Konservengläsern wurde eine Gewichtseinsparung um ca. 20 - 25% erreicht, Einweg-Bierflaschen sind seit 1955 sogar um. Besonderheiten in der Herstellung  Bei der Herstellung von Gläsern und Flaschen setzen die Glashütten durchschnittlich 60 Prozent Altglas ein.Unter den gefärbten Glasverpackungen kommen grüne und braune Tönungen am häufigsten vor. Grünes Glas, das auch für UV-Strahlung noch durchlässig ist, wird durch Zusatz von Chromoxid erhalten, braune Gläser, die das UV fast völlig absorbieren, ergeben sich bei Zugabe von Eisensulfid, das entweder direkt als Pyrit in das Gemenge eingeführt wird oder durch gleichzeitige Zugabe von Natriumsulfat (Na2SO4) und Kohle (als Reduktionsmittel) in Gegenwart von Eisen die sogenannte „Kohlegelb“-Färbung erzeugt. Die Farbe kann sowohl der Kennzeichnung dienen als auch dem Lichtschutz oder nur ästhetische Gründe haben. Neben den fast ausschließlich in der Natur vorkommenden – meist heimischen – Ausgangsmaterialien sind heute bei der Herstellung von Gläsern und Flaschen Altglasscherben ein wichtiger Rohstoff für neue Glasverpackungen – bei einem mittleren Scherbenanteil von 60% (maximal bis zu 90%) mengenmäßig der wichtigste Rohstoff überhaupt. Aus gebrauchtem Glas entsteht so in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder neues Glas.