Beschreibung: 
[[asset:image:23481 {"mode":"isvr_default_no_colorbox","align":"left","field_asset_image_display_option":["hide_title","hide_description","hide_copyright"],"field_asset_image_link_window":[0]}]] Bei Waschmaschinen oder Kühlschränken ist es seit Jahren üblich, dass ein Label über die Energieeffizienz des Geräts Auskunft gibt. Seit Oktober 2007 ist auch bei Verkauf und Vermietung von Gebäuden verpflichtend ein Energieausweis notwendig. Gab es zunächst eine Übergangsfrist, wo nur ältere Häuser einen Energieausweis benötigten, ist seit Juli 2009 für jedes Haus ein solcher Ausweis notwendig. Der Energieausweis hilft bei Kauf, Bau oder Anmietung die Energieeffizienz eines Gebäudes einzuschätzen. Mieter oder Käufer können einfach ablesen, ob sie mit hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen müssen. Grundsätzlich haben Eigentümer die Möglichkeit, zwischen zwei Varianten zu wählen: Beim Bedarfsausweis ermittelt ein Fachmann den rechnerischen Energiebedarf und dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes. Dabei werden die Qualität der Gebäudehülle - wie Fenster, Decken und Außenwände - sowie der Heizungsanlage und des Energieträgers berücksichtigt. Dagegen beruht der Verbrauchsausweis auf dem Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre. Das Ergebnis dieses Ausweistyps hängt somit stark vom individuellen Nutzerverhalten ab und ist daher meist weniger aussagekräftig. Bei Wohngebäuden, die vor 1977 gebaut, nicht grundlegend energetisch saniert wurden und weniger als fünf Wohneinheiten haben, ist der Bedarfsausweis zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Egal, ob der Energieausweis auf gemessenen Verbrauchswerten oder dem rechnerischen Energiebedarf beruht - er muss individuelle Modernisierungsempfehlungen enthalten. Mit dem Energieausweis ist es erstmals möglich, Gebäude energetisch miteinander zu vergleichen. Zuvor gab es lediglich regionale Energiepässe, die aber nicht einheitlich waren und deshalb auch keinen Vergleich boten. Der Energieausweis wird umgangssprachlich mitunter auch Energiesparausweis genannt, was eigentlich so nicht richtig ist, weil er keine Auskunft darüber gibt, wieviel Energie "gespart" wird, sondern wieviel Energie "verbraucht" wird. Auf der Abbildung ist der mögliche Energiebedarf eines Gebäudes abgebildet, so wie er in einem Energieausweis angegeben sein könnte. Der Pfeil steht irgendwo mitten auf der Skala zwischen "grün" und "rot". Ganz links bei "grün" stehend würde bedeuten, dass es sich um ein Passivhaus handelt, das keinen Energiebedarf hat. Wäre der Pfeil ganz rechts auf der Skala, würde es bedeuteten, dass es sich um ein Haus handelt, das energetisch nicht wesentlich modernisiert ist. Als Mieter oder Käufer sollte man von solch einem Haus besser die Hände lassen oder darauf gefasst sein, dass in das Haus noch einiges an Geld gesteckt werden muss, um es energetisch fit zu machen. Liegt der Pfeil in der Mitte, verbraucht das Gebäude durchschnittlich viel Energie, alles was in Richtung "grün" geht, ist gut.