Beschreibung: 
Die Energieeinsparverordnung ist Teil des deutschen Baurechts und regelt vor allem den Energieverbrauch von Gebäuden. Erreicht werden die Ziele der Energieeinsparverordnung vor allem durch umfangreiche Dämmmaßnahmen, der Herstellung winddichter Häuser (mit der Gefahr von Schimmelbildung bei falschem Lüftungsverhalten) und die Umrüstung auf moderne Heizungsanlagen. Die EnEV soll damit zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen. Im Detail regelt die EnEV die Energieausweise für Gebäude und die energetische Mindestanforderungen für Neubauten sowie für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude. Weiterhin regelt die EnEV die Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung und die energetische Inspektion von Klimaanlagen. Die Anforderungen an neue Nichtwohngebäude werden wie bei Wohngebäuden über den Jahresprimärenergiebedarf definiert. Die Bilanz umfasst jedoch zusätzlich zum Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung auch die Anteile für Kühlung und eingebaute Beleuchtung.  Die EnEV gilt für alle beheizten und gekühlten Gebäude bzw. Gebäudeteile. Sonderregelungen gelten für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden (z. B. Ferienhäuser), die nur für kurze Dauer errichtet werden (z.B. Zelte, Traglufthallen) oder für ganz spezielle Nutzungen, wie z.B. Ställe und Gewächshäuser. Kleine Gebäude unter 50 m² Nutzfläche und nach Landesrecht geschützte Baudenkmäler sind von der Verpflichtungnach Energieausweisen nicht betroffen. Die erste Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) trat am 01.02.2002 in Kraft. Sie hatte die bis dahin gültige Wärmeschutzverordnung vom 16.08.1994 und die „Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Warmwasseranlagen“ kurz: Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) vom 04.05.1998 abgelöst. Am 18.11.2004 trat eine Novellierung der EnEV in Kraft. Mit den Änderungen in der novellierten Fassung wurden Verfahrensvereinfachungen vorgenommen sowie die Rechtssicherheit und Rechtsklarheit bei der Anwendung der EnEV erhöht. Schwerpunkt war die Anpassung an den verbesserten Stand der Technik. Die dadurch notwendigen Änderungen wurden zum Anlass genommen, einige redaktionelle Klarstellungen vorzunehmen. Das grundsätzliche Anforderungsniveau wurde gegenüber der Fassung vom 01.02.2002 nicht verändert.  Im Rahmen der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007), die am 01.10.2007 in Kraft getreten ist, werden Energieausweise zukünftig auch für Bestandsgebäude zur Pflicht. Außerdem werden bei Nichtwohngebäuden Kühleinrichtungen und Kunstlicht im Rahmen der nun vorgeschriebenen Berechnung mit Hilfe der DIN V 18599 mit in die Betrachtung aufgenommen. Seit Oktober 2009 ist die EnEV 2009 gültig. Die energetischen Anforderungen werden nun im Gebäudebereich um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur EnEV 2007 verschärft und bis 2012 sollen nochmals 30 Prozent hinzukommen. Eine weiter wichtige Änderung ist, dass Dachböden bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten müssen – das kann eine Dämmung der Geschossdecke oder eine Dachdämmung sein. Bei Neuerwerbung besteht eine Nachrüstpflicht. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Nachrüstpflicht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten. Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen in der EnEV 2009, auf die hier nicht im Detail eingegangen werden soll.  Die Gesetzestexte der Energieeinsparverordnung von 2009 können bei bei der DENA angeschaut werden.