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3-Liter-Haus
3-Liter-Häuser sind Ultra-Niedrigenergiegebäude, die nur so viel Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen, wie in 3 Litern Heizöl enthalten sind, also cirka 30 kWh Energie pro Quadratmeter und Jahr. Der Strom für Pumpen, Regelung und Brenner ist ebenfalls schon mit einbezogen. Das Fraunhofer IBP hat Ende der 90er Jahre diesen Standard kreiert und den Namen „3-Liter-Haus“ markenrechtlich schützen lassen. 

Ein 3-Liter-Haus braucht im Vergleich zu einem herkömmlichen Haus nur ein Drittel der Energie zum Heizen der Räume. Das 3-Liter-Haus ist ein großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit vom steigenden Ölpreis auf dem Weltmarkt und den ihm folgenden Gas- und Brennholzpreisen. Der 3-Liter-Standard ist bei allen Neubauvorhaben und bei fast allen Sanierungsvorhaben zu erreichen. Im Prinzip sind die Komponenten, die für ein 3-Liter-Haus beachtet werden müssen, die selben wie bei einem Niedrigenergiehaus. Einige Bauteile müssen eine noch hochwertigere Ausführung vorweisen. Diese werden hier benannt: Die Dämmung in der Außenwand sollte 45 cm dick sein, Decken, Dach und Keller müssen sehr gut gedämmt sein 3-fach Wärmeschutzscheiben und wärmedämmende Fensterrahmen vollständige Vermeidung von Wärmebrücken energieeffiziente Heizung, solarthermische Anlage für Warmwasser und Aufheizung der Zuluft, Wärmepumpen

Die Energiezyklen des 3-Liter-Hauses
1. Der Sonnenzyklus: An einem Sonnentag wärmt die Sonnenstrahlung das Haus direkt. Die Sonnenstrahlung gelangt über die Südverglasung ins Innere und erwärmt Fußboden und Innenwände, über diese indirekt auch die Raumluft. Die erwärmte Wärme der Raumluft wird über die Komfortlüftung im ganzen Haus verteilt. 

2. Wärmebezug aus dem Pufferspeicher: Fehlt die direkte Sonnenstrahlung und sind die Außentemperaturen so tief, dass geheizt werden muss, so kann aus dem Pufferspeicher über das besondere Wärmeverteilsystem der eine oder andere Niedertemperaturheizkörper, Fußbodenheizung oder Wandheizung gespeist werden. Außerdem liefert der Pufferspeicher das Brauchwarmwasser für Küche, Bad, Waschmaschine und Geschirrspüler. 

3. Die Atmung des Hauses, die automatische Komfortlüftung, arbeitet ständig. Sie entnimmt aus den Räumen hoher Luftbelastung (z.B. Wohn- und Esszimmer, Küche, Bad, WC) die warme Raumluft und befördert sie über einen Wärmetauscher ins Freie. Im Wärmetauscher wird die Wärme an die frische Außenluft abgegeben, die dann in Räume mit hohem Anspruch an die Luftqualität einströmt (z.B. Kinderzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer). Die Außenluft wird an besonders kalten Tagen über einen Erdwärmetauscher bereits vorgewärmt. 

4. Heiztage: Folgen mehrere, bewölkte, kalte Tage aufeinander, kommen die wenigen Heiztage auf das 3-Liter-Haus zu. Ist eine Öl- oder Gasheizung oder eine Wärmepumpe installiert, so unterscheiden sich diese Tage nicht von Heiztagen in konventionellen Häusern. Die abgegebene Wärme wird über die automatische Komfortlüftung im Haus verteilt. Empfehlenswerte Heizsysteme für Einfamilienhäuser sind der Kachelofen als Ganzhausheizung sowie Pelletöfen mit Wasserwärmetauscher. 

Die KfW-Bank unterstützt den Neubau für 3-Liter-Häuser in ihrem Programm Energiesparhaus 40. 

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Abdichtung
Unter dem Begriff "Abdichtung" werden drei Bereiche verstanden: die Abdichtung von Fugen im Hochbau, die Flachdachabdichtung und die Bauwerksabdichtung. Die Abdichtung dient dem Schutz des Gebäudes vor Wasser und Feuchtigkeit (gemäß DIN 18195). Sie bedeckt oder umschließt gefährdete Bauteile: z.B. werden Kelleraußenwände gegen versickerndes Niederschlagswasser, Bodenfeuchtigkeit und aufsteigendes Grundwasser mittels bituminöser Anstriche, Spachtelmasse oder Bitumenbahnen abgedichtet, horizontal erfolgt die Sicherung der Kellerwände durch Horizontalsperren. 

Flachdächer werden gegen Regen und Schneewasser durch bituminöse Dachbahnen (z.B. Schweißbahnen) oder Polyethylen Folien (PE-Folien) geschützt. Kunststoffolien sind wiederum oft anfällig gegen UV-Strahlen, sie müssen deshalb selbst geschützt werden (z.B. durch eine Bekiesung oder Dachbegrünung). Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen sind Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen zu unterscheiden.
Abdichtungsbahn
Abdichtungsbahnen werden für die Abdichtung von Bauwerken oder Bauteilen unter der Geländeoberkante verwendet. Dabei steht der Schutz vor Bodenfeuchtigkeit, Sicker- oder Schichtenwasser und vor drückendem Grundwasser im Vordergrund. Abdichtungsbahnen sind in der Regel beidseitig mit einer stärkeren Bitumenschicht versehenen. Die Trägerbahn besteht zum Beospiel aus Rohfilz, Jute, Glasvlies, Kupfer- oder Aluminummetallband. Auch PETP-Folie, die mit Feinsand bestreut ist kommt zum Einsatz.
Abgehängte Decke
Die abgehängte Decke ist eine nichttragende Decke, die an einer Unterkonstruktion befestigt wird. Die Unterkonstruktion besteht aus Abhängern und Profilen aus Holz oder Metall. Die Profile werden bekleidet mit Profilholz, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten oder speziellen Kassetten aus Aluminium- oder Edelstahlblechen. Der Vorteil einer abgehängten Decke ist, dass Klimakanäle, Installationsleitungen sowie eine Schall- oder Wärmedämmung in die Decke integriert werden können. Voraussetzung für eine Deckenabhängung ist allerdings eine entsprechend große Raumhöhe.

 
Abschottung
Der Einbau von Abschottungen in Wände und Decken verhindert, dass sich im Brandfall Flammen und besonders Rauch und Gase von Raum zu Raum oder über Geschosse ausbreiten können. Der Kabelschottbau kann als Weichschott oder Hartschott ausgeführt werden. Ein Weichschott besteht aus den Komponenten Mineralfaserplatte, Brandschutz-Beschichtung und Brandschutzspachtel. Der Hauptbestandteil eines Hartschotts ist ein Brandschutzmörtel. 

Für größere Kabelschotts bietet sich das Weichschott an. Hier befinden sich die mit Brandschutzbeschichtung versehenen Kabel auf Kabelpritschen. Die Zwickel zwischen den Kabeln werden mit Spachtelmasse fugenlos verschlossen, ebenso die Flächen zwischen den Pritschen und den Schotträndern. 

Insbesondere für die Durchführung von Einzelkabeln eignet sich das Hartschott. Die beschichteten Kabel werden hierbei von der Mörtelmasse direkt umschlossen. Der durchgehärtete Mörtel kann jederzeit problemlos für die Aufnahme zusätzlicher Kabel durchgebohrt werden. Ebenso können nicht mehr benötigte Kabel entfernt und die entstandenen Öffnungen durch Nachlegen von Mörtelmasse aufgefüllt werden. 

Sogenannte Kombischotts ermöglichen die gleichzeitige Belegung mit Kabeln, Rohren und Leitungen. Für die Abschottung von Schotts und speziell von Kombischotts eignen sich Brandschutzkissen, Brandschutzmörtel, Brandschutzschaum und Brandschutzsteine.
Abseite
Bei einer Abseite handelt es sich um den (meist nicht zugänglichen oder nutzbaren) Zwischenraum zwischen einem Kniestock und einer vorgesetzten leichten Trennwand im Dachgeschoss eines Gebäudes. Die Trennwand wird daher auch als Abseitenwand bezeichnet. Soll der Raum hinter der Abseitenwand als Abstellraum genutzt werden, muss eine entsprechende Wandöffnung vorgesehen werden.

Wichtig dabei ist jedoch, dass dann die erforderliche Wärmedämmung mit der zugehörigen Dampfsperre in der Dachebene über den Kniestock bis zur Dämmung der Außenwand hinweggeführt wird, damit keine Feuchtigkeitsschäden und/oder Wärmebrücken entstehen.
Acrylatkleber

Acrylat Klebstoffe sind synthetisch gewonnene Klebstoffe. Die vorteilhaften Eigenschaften von Acrylat-Klebstoffen, liegen in ihren hohen Alterungs- und Temperaturbeständigkeiten sowie ihren Unempfindlichkeiten gegen UV- Strahlung und Oxydation.

Der passende Kleber fuer fast jeden Folientyp ist der Acrylatkleber. Dieser vielseitige Haftklebstoff kann für fast alle Anwendungen verwendet werden. Man unterscheidet zwischen einem wasserbasierender Acrylatkleber und einem lösemittel Acrylatkleber. Seine herforagende Alterungsbeständigkeit bietet viele Vorteile bei z. B. auch UV beständigen Folien wie Fensterfolie und Sichtschutzfolie.

Folien mit einem Acrylatkleber können Sie auch besonders gut nassverkleben. Bei einem wasserbasierenden kann es zu leichten trübungen kommen, welche i.d.R. nach kurzer Zeit verschwinden.

Akustikdecke
Akustikdecken sind leichte Deckenbekleidungen und Unterdecken, die die auftretenden Schallwellen in möglichst hohem Maße absorbieren und eine Schallreflexion nur bedingt zulassen. Man unterscheidet verschiedene Arten von Akustikdecken. Zum einen verwendet man poröse Decklagenelemente aus schallschluckenden, offenporigen, homogenen Materialien wie Holzwolleleichtbauplatten, Leichtspanakustikplatten oder Mineralfaserplatten. Zum anderen kommen perforierte Decklagenelemente aus gelochten Trägerschalen mit hinterlegtem Schallschluckmaterial zum Einsatz. Auch auf Fuge angeordnete Decklagenelemente mit aufgelegtem Schallschluckmaterial und unterseitig schwarzer Vlieskaschierung werden, können Bestandteil einer Akustikdecke sein.
Altbau
Als Altbau wird ein Wohngebäude überwiegend aufgrund seiner Beschaffenheit und der während bestimmter Zeitperioden üblichen Bauweise bezeichnet. Hiermit ist im Wesentlichen die bis zum Zweiten Weltkrieg übliche Bauweise im Wohnungsbau gemeint, bei der typischerweise Mauerwerkswände, Holzbalkendecken und Kastenfenster verwendet wurden. Der Beginn der Bauausführung von Betonwänden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern markiert deshalb allgemein das Ende der Altbauära und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949 datiert. In dieser Weise wird der Begriff zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel definiert und verwendet. Ein weiteres Kriterium, das gern als typisch für einen Gründerzeitaltbau genannt wird, ist die lichte Raumhöhe von mehr als 3,00 Metern. Der Begriff steht im Gegensatz zum Begriff des Neubaues.
Aluminium-Folie
Aluminium-Folie findet im Baubereich vor allem als Dampfsperre Verwendung. Sie lässt sich aufkleben oder auf Dämmplatten und -matten kaschieren. Wird verwendet bei Dächern und Außenwänden, wenn Feuchtigkeitstransport nicht erwünscht ist. Zudem ist die Folie alterungsbeständig.
Aluminiumdach

Aluminiumdächer bewähren sich schon seit Jahrzehnten bei Neu- und Altbauten sowie für Warmdach- und Kaltdachkonstruktionen. Walzblankes Aluminium bildet mit dem Sauerstoff der Luft eine beständige Schutzschicht. Diese wird im Laufe der Jahre immer härter und erneuert sich, wenn sie mechanisch entfernt worden ist. Oft haben Aluminiumdächer eine Farbbeschichtung. So kann man das Dach der Umgebung anpassen. Diese Beschichtungssysteme bieten aber auch Schutz vor der Umwelteinflüssen wie beispielsweise saurem Regen. Farbaluminium zeichnet sich gegenüber anderen Flächenbekleidungen durch seine Korrosionsbestädigkeit aus.

Die Dacheindeckung erfolgt mit Aluminiumblechen, die unterschiedliche Querschnitte und Profile besitzen. Bei Kontakt mit anderen Bauteilen oder Befestigungsmitteln aus Stahl, Zink, Messing, Kupfer oder Blei besteht die Gefahr der Kontaktkorrosion. Aluminium ist sehr leicht. Die Anforderungen an die Statik der Unterkonstruktion fallen dementsprechend niedriger aus. Durch großflächige Alu-Dach-Elemente läßt sich ein schneller und einfacher Fortschritt erzielen. Zu steil darf das Dach allerdings nicht sein. Dacheindeckungen aus Aluminium sind bis zu einer Dachneigung von 10 Grad möglich.

Anpresslatte
Anpresslatten sind eigentlich ganz normale Dachlatten. Sie sind bei der Herstellung der Luftdichtheit von Gebäudehüllen, wie sie die Energieeinsparverordnung vorschreibt, ein wichtiges Hilfsmittel. Sie werden dazu verwendet, den Anschluss einer Dampfsperre an die Giebelwand herzustellen. Die Dampfsperre wird auf die Giebelwand etwas überlappend verlegt. In die Fuge zwischen Dachfläche und Giebelwand wird ein vorkomprimiertes Fugenband gelegt und darauf kommt die Anpresslatte. Diese wird angeschraubt oder angenagelt. Dabei wird zwar die Dampfsperre beschädigt. Der dabei entstehende Schaden ist jedoch so gering, dass keine Beeinträchtigung der Funktion der Dampfsperre zu befürchten ist. Alternativ zur Anpresslatte werden vermehrt auch Klebstoffe angeboten, welche die gleiche Funktion übernehmen sollen. Allerdings ist bei Klebstoffen nicht immer die Dauerhaftigkeit gegeben. Die Luftdichtheit soll aber ein ganzes Gebäudeleben anhalten.
Aufsparrendämmung
Eine Aufsparrendämmung ist eine Dämmung über den Sparren. Sie ist damit eine wärmebrückenarme Dachdämmung, da sie die Wärmebrücke Holz wirksam überbrückt.
Aufsparrendämmungen werden eingesetzt, wenn das Dach komplett, d.h. bis in den First ausgebaut und beheizt wird und die Sparren bzw. die Dachstuhlkonstruktion sichtbar bleiben soll.
Die Aufsparrendämmung ist eine Wärmedämmung oberhalb der bzw. auf den Dachsparren. Der Vorteil besteht darin, dass eine lückenlose, geschlossene Dämmschicht ermöglicht wird. Nachteilig ist die meist konstruktiv bedingte geringere Dämmschichthöhe.
Außerdem ist ohne den Einsatz von Hilfskonstruktion die Verwendung von druckbelastbaren Dämmstoffen erforderlich. Die Herstellung der Luftdichtheit (an der Unterseite) stellt hohe Anforderungen an die Ausführungsqualität.
Ausfachung
Zu einem Fachwerkhaus gehört, wie der Name schon verrät, ein "Fach" - oder wie die Zimmerleute sagen: ein Gefach. Ein Gefach bezeichnet also den Zwischenraum zwischen Ständern, Schwellen, Rähmen und Riegeln. Ein solches Gefach muss ausgefacht werden - es sei denn, man setzt eine Tür oder ein Fenster ein. Ausfachungen im Fachwerkbau werden klassisch ausgeführt mit Ziegeln als Sichtmauerwerk oder durch eine Holzstakung, die mit Lehm beworfen wird, der dann seinerseits verputzt wird. Bei modernen Fachwerkbauten werden für Ausfachungen auch Leichtbetonsteine verwendet, die anschließend ebenfalls verputzt werden. Von einer Ausfachung ist aber auch die Rede, wenn im modernen Stahlbetonbau die Flächen zwischen Stahlbetonsäulen ausgemauert werden. Auch bei reinen Stahlbauhallen können die Flächen zwischen den Eisenträgern ausgefacht werden.
Ausfachung
Zu einem Fachwerkhaus gehört, wie der Name schon verrät, ein "Fach" - oder wie die Zimmerleute sagen: ein Gefach. Ein Gefach bezeichnet also den Zwischenraum zwischen Ständern, Schwellen, Rähmen und Riegeln. Ein solches Gefach muss ausgefacht werden - es sei denn, man setzt eine Tür oder ein Fenster ein. Ausfachungen im Fachwerkbau werden klassisch ausgeführt mit Ziegeln als Sichtmauerwerk oder durch eine Holzstakung, die mit Lehm beworfen wird, der dann seinerseits verputzt wird. Bei modernen Fachwerkbauten werden für Ausfachungen auch Leichtbetonsteine verwendet, die anschließend ebenfalls verputzt werden. Von einer Ausfachung ist aber auch die Rede, wenn im modernen Stahlbetonbau die Flächen zwischen Stahlbetonsäulen ausgemauert werden. Auch bei reinen Stahlbauhallen können die Flächen zwischen den Eisenträgern ausgefacht werden.
Ausgleichsschüttung
Eine Ausgleichsschüttung, die gleichzeitig auch immer eine Schüttdämmung ist, wird erforderlich, wenn unebene Geschossdecken, insbesondere die in Altbauten vielfach anzutreffenden Holzdecken, bei Renovierungsmaßnahmen ausgeglichen werden sollen. Für Ausgleichsschüttungen, auf die in der Regel ein Trockenestrich ausgebracht wird, bietet die Industrie unterschiedliches Schüttgut an, z.B. Blähton, Perlite, Blähglas-Granulat, Zelluloseflocken oder Korkgranulat. Je nach Beschaffenheit des Schüttguts muss dieses 5 oder 10 cm hoch ausgebracht und dann verdichtet werden. Die Zeichnung zeigt eine Ausgleichsschüttung bei großen Niveau-Unterschieden.

 
Außendämmung
Als Außendämmung wird diejenige Dämmung bezeichnet, die aussen an der Fassade angebracht wird. Geeignet zur Fassadendämmung sind nahezu alle Fassadendämmplatten oder -matten aus Kork, Polystyrol, PUR, Mineralwolle, Holzfaser etc.. Häufig werden auch komplette Wärmedämmverbundsysteme verwendet. EPS und PUR-Dämmplatten haben einen hohen Dampfdiffusionswiderstand. Es ist darauf zu achten, dass anfallendes Kondensat im Sommer wieder abtrocknen kann. Die Dämmstoffe werden auf der Fassade aufgebracht. Für den nötigen Schutz sorgen Putzschichten oder andere wetter- und windabweisende Schichten. Die Aussendämmung hat im Vergleich zur Innendämmung oder Kerndämmung die meisten Vorteile, so dass ihr, wenn möglich, den Vorzug gegeben werden sollte. Da bei der Aussendämmung die massive Wand auf der warmen Innenseite liegt, ist man vor Schäden durch Tauwasserbildung in der Regel sicher. Sollte die Heizung mal streiken, bleibt das Gebäude länger warm. Fensterbänke, Außentür- und Fensterlaibungen können in die Dämmung mit einbezogen werden. Bestehende Wärmebrücken können weitgehend beseitigt werden.
Außenwandbekleidung
Außenwandbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Fassadenbekleidung, Außenwandverkleidung oder nur Außenverkleidung genannt. Außenwandbekleidungen erbringen den Regenschutz, schützen gegen andere Einwirkungen aus der Atmosphäre sowie gegen mechanische Beanspruchungen und dienen der Gestaltung und verbessern die Wärmedämmung. Die Außenwandbekleidung kann direkt auf der Fassade befestigt werden oder hinterlüftet hergestellt werden. Bei einer Hinterlüftung werden die Bekleidungen auf einer Unterkonstruktion aus Holz (im Einfamilienhausbau) oder aus Metall (im Gewerbebau) befestigt. Unterschieden werden die sichtbare Befestigung und die verdeckte Befestigung einer Außenwandbekleidung.

B

Bauakustik
Die Bauakustik ist neben der Raumakustik ein Teilgebiet der Akustik. Sie beschäftigt sich mit der Schalldämmung, welche physikalisch gesehen ein Maß der Undurchlässigkeit von Raumflächen für Schall ist. In der Praxis werden darunter alle Maßnahmen verstanden, die der Eindämmung von Lärm dienen. Der Lärm kann entweder von draußen kommen oder innerhalb des Gebäudes entstehen und weitergeleitet werden. Maßnahmen zum Schutz vor Lärm von draußen sind der Einbau von Schallschutzfenstern und Schallschutztüren. Auch die Wärmedämmung kann zugleich eine Schallschutzfunktion übernehmen. Zum Schutz vor der Übertragung von Lärm von einer zur anderen Etage kommen abgehängte Decken oder Trittschalldämmung in Frage. Auch Installationsleitungen müssen gedämmt werden, soll man nicht die Klospülung von Nachbarn im ganzen Haus hören.
Baubiologie

Baubiologie ist ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner gebauten Umwelt, aber auch die umweltfreundliche und schadstofffreie Ausführung der Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken. 

Das Ziel eines „gesunden Bauens und Wohnens“ soll durch die ganzheitliche Betrachtung physiologischer, psychologischer, architektonischer und physikalisch-technischer Zusammenhänge und der Wechselwirkung zwischen Bauwerk, Nutzer (Bewohner) und dessen Umwelt erreicht werden. Baubiologische Grundsätze finden neben dem Bau von Wohnungen auch bei der Errichtung von Schulgebäuden, Krankenhäusern und Kindergärten Verwendung.

Als Begründer der Baubiologie in Deutschland, einem Vorläufer des ökologischen Bauens gilt der Arzt Hubert Palm, der mit zahlreichen Vorträgen in den 1960er Jahren bekannt wurde. Sein Buch „Das gesunde Haus" ist ein Grundlagenwerk der Baubiologie. Pionierprojekte und erste baubiologische Architektenkreise entstanden Anfang der 1970er Jahre, besonders im süddeutschen Raum, unter anderem das Institut für Baubiologie in Rosenheim und der Bund für Architektur & Baubiologie (BAB), dem Vorläufer des Bund Architektur &Umwelt (B.A.U.) in Deutschland. Baubiologen beschäftigen sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld der Menschen. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Beratung zu gesundem Schlafen und Wohnen, über die gezielte Analyse belastender Raumfaktoren, bis hin zur Verbreitung baubiologischen Wissens durch Vorträge, Seminare, Fachliteratur und Kongresse.

Baubiologische Messtechniker führen Untersuchungen zu nachweislich schädlichen Faktoren wie Schadstoffen und Schimmelpilzen, oft auch zu physikalischen Größen wie elektrische und magnetische Wechselfelder und elektromagnetischen Wellen im Rahmen der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit oder Lärm durch. Sie werden insbesondere von Menschen, die unter Elektrosensibilität, Multipler Chemikalienunverträglichkeit oder anderen umweltbedingten Beeinträchtigungen leiden, in Anspruch genommen. Innenraumfaktoren können die Menschen je nach persönlicher Konstitution und Vorbelastungen unterschiedlich belasten. Ein weiteres Ziel der Baubiologie ist auch die Schonung der natürlichen Ressourcen und die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.Die Baubiologie entwickelt sich international. Es wird an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Spanien, Italien und Japan gearbeitet.

Bauen im Bestand
Unter dem Bestand verstehen Bauingenieure und Architekten den jeweiligen Jetzt-Zustand eines Gebäudes. Unter Bauen im Bestand ist damit zu verstehen, dass in einem bestehenden Gebäude Umbauten vorgenommen werden, die u. U. zu einer kompletten Nutzungsänderung führen. Als bekannte Maßnahmen sind hier zu erwähnen der Umbau ehemaliger Kornspeicher im Hamburger oder Londoner Hafen in Büro und Wohneinheiten, der Einbau von Wohnungen in eine aufgelassene Kirche oder aber der Einbau von Lofts in ehemalige Fabrikgebäude. "Bauen im Bestand" ist inzwischen auch ein Studienschwerpunkt für angehende Bauingenieure und Architekten und gilt als Betätigungsfeld mit Zukunft angesichts der steigenden Zahl leerer Industrie- und Gewerbeimmobilien und der Knappheit an Baugrund.
Bauwerksabdichtung

Bauwerksabdichtungen sind wasserdichte Abschlüsse von Gebäudeteilen zum Schutz des Bauwerkes gegen Feuchtigkeit oder Wasser. Es gibt Dicht- und Sperrstoffe als Bahnen aus Pappe, Metall- oder Kunststofffolien, sowie gießbare Massen aus mineralischen oder organischen Bestandteilen. Alle Abdichtungen halten Wasser ab, doch nicht alle sind völlig feuchtigkeitsundurchlässig. Manche Dampfsperren zum Beispiel können Wasserdampf durchlassen. Dies ist jedoch kein Mangel, sondern kann durchaus erwünscht sein. Ist ein Bauteil völlig dampfdicht eingepackt, hat eventuell bereits vorhandene Feuchtigkeit überhaupt keine Möglichkeit zu entweichen. Dann ist Schimmelbildung erst recht angesagt. In anderen Fällen muss eine völlige Dampfdichtheit gewährleistet sein. Hier ist eine Alumiumfolie die optimale Lösung, da sie praktisch dampfdicht ist. Ebenfalls zum Abdichten von Bauwerken verwendet man Dichtschlämme und Unterspannbahnen. Bei der Kellerabdichtung wird unterschieden nach Maßnahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser, von außen drückendes Wasser und von innen drückendes Wasser.

Druckwasserdichte Abdichtung von Fugen, Flächen und Rohrdurchdringungen bei Kellerbauwerken (Neubau und Sanierung): Zu den bekannten Keller-Abdichtungen mit Bitumenprodukten gibt es druckwasserdichte Alternativen und Schnittstellen-Lösungen für die Fugenabdichtung von WU-Betonkellern. So kann eine Abdichtung mit verklebten PVC-Bändern bzw. einer PVC-Flächenabdichtung nach DIN 18195 erfolgen. Diese lässt sich schon im Betonfertigteilwerk einbauen, eignet sich aber auch hervorragend für die Eigenleistung, da sie ohne Schichtdickennachweise auskommt, d.h. die Schichtdicke ist durch das PVC vorgegeben und muss nicht, wie bei einer Bitumenbeschichtung, eine bestimmte Dicke erreichen. Ein weiterer Vorteil der Flächenabdichtung mit PVC ist, dass Rohr- und Kabeldurchdringungen sicher und absolut dicht angeschlossen werden können.

Behaglichkeit
In der Wohnung ist es unangenehm kühl, obwohl die Heizkörper seit Stunden voll aufgedreht sind - dieses Phänomen beklagen vor allem viele Menschen, die im Altbau wohnen. Zugleich zieht es aus allen Ritzen und die Luft ist staubtrocken. Auch wenn die meisten Leute glauben, dass dafür die Heizkörper verantwortlich sind, liegt die Ursache vor allem im schlechten Wärmeschutz der Außenwände und der Fenster des Hauses begründet. Wenn es an der richtigen Dämmung fehlt, bleiben nämlich diese Flächen selbst dann vergleichsweise kalt, wenn die Raumtemperatur längst über die 20 °C-Marke geklettert ist. Bei ungedämmten Altbauten liegen im Winter die Temperaturen der Wände meist bei maximal 15 °C, oft sogar bei lediglich 5 °C. Mit den ihn umgebenden Wandflächen steht der Mensch aber in ständigem Strahlungsaustausch. Er strahlt also Wärme ab und nimmt gleichzeitig Wärme auf. Je größer das Gefälle zwischen Körper- und Wandtemperatur, umso mehr Wärme liefern die Bewohner zwangsläufig ab. Der Negativeffekt ist das erwähnte Fröstelgefühl. Für die Behaglichkeit ist also nicht nur die erzielte Lufttemperatur von Belang. Ebenso wichtig ist auch die Temperatur aller den Raum umgebenden Flächen, worunter auch die Fenster zu verstehen sind. Optimal ist es, wenn Luft- und Wandtemperatur nur um maximal 2 °C differieren. Der Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innenwänden sollte maximal 5 °C betragen.
Belegreife
Estriche aus Nassmörtel müssen vor dem Belegen mit Holz, Fliesen oder sonstigen Belägen austrocknen, andernfalls sind Folgeschäden wie Ablöseerscheinungen vorprogrammiert. Besonders kritisch sind dampfdichte oder dampfempfindliche Beläge. Ein Estrich gilt dann als "belegreif", wenn er mindestens seine Nennfestigkeit erreicht hat und auf die Gleichgewichtsfeuchte ausgetrocknet ist. Darunter versteht man den Zustand eines Baustoffes, bei dem sich sein Wassergehalt im Gleichgewicht mit der umgebenden Raumluft befindet. Die Gleichgewichtsfeuchte wird beeinflusst von Temperaturschwankungen, der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung sowie dem Feuchtigkeitsgehalt anderer Bauteile. Auch die Dicke des Estrichs wirkt sich auf den Trocknungsprozess aus. Als Beurteilungsmaßstab für die Belegreife gilt der Restfeuchtegehalt des Estrichs, auch Ausgleichsfeuchte, Gleichgewichtsfeuchte oder Haushaltsfeuchte genannt. Achtung: Die Mindest-Erhärtungszeiten, welche DIN 18560 vorgibt (zum Beispiel 28 Tage für Zementestriche), sind nicht automatisch mit der Belegreife gleichzusetzen. Zur Bestimmung des Restfeuchtegehalts wird zum Beispiel die Calciumcarbid-Methode herangezogen.
Beplankung
Die Beplankung ist ein flächiges Tragelement konstanter Dicke beispielsweise beim Fertighaus. Die Beplankung einer Holztafel kann aus einer oder mehreren Platten bestehen. Die Beplankung kann auch mittragend sein. Sie ist aussteifend, wenn sie zur Knick- und/oder Kippaussteifung der Rippen dienen soll. Die aussteifende Wirkung muss nicht notwendig rechnerisch nachgewiesen werden
Besandete Bitumen-Dachdichtungsbahn
Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).
Besandete Glasvlies-Bitumenbahn
Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage aus Glasvlies besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).
Besandete Polymerbitumen-Dachdichtungsbahn
Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen oder Polymerbitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).
Beton
Beton ist ein im Bauwesen vielfältig verwendeter Baustoff. Er wird hergestellt aus einem Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlag. Diesem Gemisch können Zusatzmittel beigefügt werden, die die Konsistenz oder Verarbeitbarkeit positiv beeinflussen. Beton ist zwar ein Baustoff, ohne den die moderne Bauwirtschaft nicht bestehen könnte, aber er ist kein moderner, sondern ein historischer Baustoff - schon die alten Römer stellten Beton her. Selbst ökologische Bauweisen kommen ohne Beton nicht aus. Mindestens die Bodenplatte eines Holzhauses ist...aus Beton! Sieht man von Einfachst-Betonierungen ab (Loch für Gartenzaun mit Beton verfüllen), muss vor dem Einbringen von Beton eine Schalung hergestellt werden. Beton, der nicht nur konstruktive, sondern auch optische Aufgaben hat ähnlich dem Sichtmauerwerk, wird Sichtbeton genannt. Wegen seiner relativ hohen Druckfestigkeit kann Beton für Bauteile, die auf Druck beansprucht sind, gut und wirtschaftlich eingesetzt werden. Andererseits ist Beton wegen seiner geringen Zugfestigkeit für Bauteile, die auf Biegung oder Zug beansprucht werden, nur beschränkt verwendbar. Durch Verbindung mit Stahl zu Stahlbeton- oder Spannbetonkonstruktionen wird er jedoch zu einem universellen Baustoff.
Bilanz U-Wert
Sonne scheint bekanntlich durch Glas. Dadurch erwärmt sich das Innere des Gebäudes. Doch nicht überall scheint die Sonne gleichlang und mit gleicher Intensität. Geht das Fenster z.B. in Richtung Norden, bekommt man Sonne höchstens mal schräg von der Seite. Deshalb wird in Abhängigkeit von der Himmelsrichtung ein Strahlungskoeffizient festgelegt. Darüber hinaus lät nicht jedes Glas gleich viel Sonne durch. Maßgebend hierfür ist der g-Wert. Der Bilanz U-Wert setzt sich dementsprechend zusammen aus dem U-Wert des Fensters, dem Strahlungskoeffizienten S und dem g-Wert.
Bitumenbahnen
Nackte Bitumenbahnen sind Dichtungsbahnen ohne Deckschichten. Sie werden an Ort und Stelle mit Bitumen verklebt. Die nackte Pappe dient dabei nur als Träger der Abdichtung. Die eigentliche Abdichtung wird durch das Bitumen bewirkt. Bitumenbahnen werden beispielsweise zur Abdichtung gegen Grundwasser oder zur Dachabdichtung verwendet. Bitumenbahnen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführung und mit verschiedenen Trägereinlagen. Gebräuchliche Trägereinlagen sind z.B. Polyestervlies, Glasgewebe, Glasvlies, Metallbänder oder Metall-Kunststoff-Verbund. Die verwendeten Bitumenbahnen werden mit Kurzzeichen gekennzeichnet. So steht PYE z.B. für Elastomerbitumen und PYP für Plastomerbitumen. KSP ist hingegen das Kurzzeichen für Kaltselbstklebende Polymerbitumenbahn.
Blauer Engel
Der Blaue Engel (umgangssprachlich auch Blauer Umweltengel) ist ein seit 1978 vergebenes Prüfsiegel/Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen.

Derzeit sind folgende Institutionen am Vergabeverfahren beteiligt:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor. RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden. Jury Umweltzeichen („Jury UZ“), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung. Dieses Umweltzeichen wurde 1978 vom Bundesminister des Inneren und den für Umweltschutz zuständigen Ministern der Bundesländer ins Leben gerufen und soll dort, wo herkömmliche Produkte die Umwelt belasten, umweltfreundliche Entwicklungen und Alternativen erkennbar machen. Unsichtbares soll für Verbraucher, Handel und Hersteller sichtbar werden. Das Umweltzeichen wird an die Hersteller verliehen und diese können auf freiwilliger Basis ihre Produkte damit kennzeichnen. Jeder kann beim Umweltbundesamt auszeichnungswürdige Produkte vorschlagen.

Der Blaue Engel ist Mitglied im Global Ecolabelling Network (GEN), einen Interessenverband von 26 Umweltzeichen-Organisationen weltweit.
Blower-Door-Test
Der Blower-Door-Test ist ein Luftdichtigkeitstest bei Wohngebäuden und hat durch die EnEV insofern besondere Bedeutung erlangt, als nur durch diesen Test die vom Gesetzgeber geforderte absolute Luftdichtigkeit des Gebäudes nachgewiesen werden kann. Grundsätzlich ist es jedoch keineswegs so, dass bei einem Neubau nach dem 1. Januar 2003 (also dem Inkrafttreten der EnEV) die Durchführung dieses Tests gesetzliche Auflage wäre. Zur Erteilung der Baugenehmigung und für die behördliche Schlußabnahme genügt der rechnerische Nachweis. Beim Test wird bei geschlossenen Fenstern und Außentüren mit einem großen Ventilator bei konstantem Unterdruck (50 Pascal) Raumluft aus dem Haus geblasen. Durch die Messung des von dem Gebläse geförderten Volumenstroms bei unterschiedlichen Druckdifferenzen zwischen innen und außen wird die Luftwechselzahl n50 ermittelt. Die Bestimmung der Luftdichtheit von Gebäuden erfolgt nach ISO 9972. Demnach darf die Luftwechselzahl bei Gebäuden ohne Lüftungsanlagen den Kennwert 3 und bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen den Kennwert 1,5 nicht überschreiten.
Bodenplatte
Siehe auch Fundamentplatte. Der Begriff der Bodenplatte spielt insbesondere im Fertighausbau eine besondere Rolle, weil die Preisangaben bei einem Fertighauses in der Regel den Aufbau des Hauses ab Oberkante Kellerdecke oder ab Bodenplatte betreffen. Häuser, die nur auf einer Bodenplatte stehen, werden insbesondere in Baugebieten mit hohen Grundwasserständen bzw. in Gebieten errichtet, die von Hochwasser erreicht werden können. Aus diesem Grund ist die weit überwiegende Zahl der Häuser in den Niederlanden nicht unterkellert, sondern steht nur auf einer Bodenplatte. In Deutschland gehört der Keller zur Standardkonstruktion eines Hauses, dementsprechend hat natürlich auch ein Keller eine Bodenplatte.
Brandschutz
Vorkehrungen zur Brandverhütung, aber auch die Sicherung der Fluchtwege und Notausgänge, sowie die Schaffung von Vorkehrungen für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz (beispielsweise Zufahrten freihalten). Der vorbeugende Brandschutz für Baumaßnahmen betrifft das Brandverhalten von Baustoffen, die in Feuerwiderstandsklassen festgelegt sind sowie das Brandverhalten von Bauteilen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist auch die Verhinderung eines Übertritts von Feuer von einem Raum zum anderen durch geeignete Abschottung von Maueröffnungen, durch die Kabel und Rohre geführt werden. Der Brandschutz ist baugesetzlich geregelt; für öffentliche Gebäude und Gewerbebetriebe sind besonders strenge Auflagen zu erfüllen, wobei auch berufsgenossenschaftliche Vorschriften zu beachten sind.
Brandwand
Element des Brandschutzes, das die Ausbreitung von Bränden verhindern soll. Eine Brandwand wird darauf ausgelegt, das sie 90 Minuten dem Feuer widerstehen soll. Sie wird in der Regel über das Dach geführt, um einen Feuerüberschlag oberhalb der Dachhaut zu verhindern. Die Brandwand soll selbst bei vollständiger Zerstörung eines angrenzenden Brandabschnittes noch ausreichend standsicher sein und darf nicht durch vom Feuer zerstörte und herunterfallende Bauteile ihre Funktion verlieren. Brandwände werden erforderlich, wenn ein Bauwerk so nah an eine Grundstücksgrenze gebaut werden soll, dass ein Brandüberschlag zum Nachbarn möglich ist. Eine Brandwand wird ebenfalls notwendig, wenn ein Gebäude so groß ist, dass ein vollständiger Abbrand des Gesamtgebäudes nicht hingenommen werden kann. (In Deutschland üblicherweise bei Gebäuden mit einer Länge größer als 40m). In diesem Fall wird eine innere Brandwand gefordert.
Brettbekleidung
siehe Holzverschalung

C

CO2-Bilanz
Die CO2-Bilanz soll ein Maß für die nachhaltige, ökologisch-langfristige Betrachtung der Menge des Treibhausgases Kohlendioxid CO2 bieten: Fast alles Leben auf unserer Erde bezieht seine Energie aus dem Prozess der Veratmung (z. B. Kohlenhydrate werden mit Sauerstoff umgesetzt – verbrannt – zu CO2 + Wasser). Tierische Organismen müssen das Substrat dafür mit der Nahrung aufnehmen, Pflanzen sind in der Lage, dieses mittels Fotosynthese (aus CO2 + Wasser werden Kohlenhydrate + Sauerstoff gebildet) selbst herzustellen. Seit der Entstehung des Lebens hat sich auf der Erde inzwischen ein Gleichgewicht mit einer konstanten CO2-Konzentration in der Atmosphäre gebildet.

Reduziert man nun die CO2-Verbraucher (durch Zerstörung von für Pflanzen verfügbaren Boden oder Verschmutzung der Meere), und setzt man „altes“ (z. B. in der Biomasse des Regenwaldes gebundenes) oder fossiles CO2, (bspw. aus Erdöl, Erdgas oder Kohle) frei, steigt der Kohlendioxidgehalt der Luft (was zum Treibhauseffekt führt), d. h., hier ist die CO2-Bilanz nicht ausgeglichen. Das wäre sie genau dann, wenn beim Wachsen von Bäumen wieder genauso viel CO2 gebunden wird, wie bei der Verbrennung von z. B. Holz frei wird. Bei der „Verfütterung“ von Biomasse (Aufnahme von Kohlenstoffverbindungen) in der Nahrungskette geht der größte Teil als Energieverbrauch durch Veratmung (unter Ausatmung von CO2) wieder verloren. Wichtige natürliche Kohlenstoffspeicher sind z. B. außer Wäldern auch Humus-bildende Böden (Schwarzerde) oder bestimmte Lebewesen im Meer, deren tote kohlenstoffhaltige Biomasse sich am Meeresboden ablagert. CO2-Bilanzen sind nicht leicht aufzustellen, da diverse Nebenfaktoren die Rechnung erschweren (in unserem Beispiel: Das Holz muss auch wieder unter Energieaufwendung transportiert werden, auch der Ofen braucht zu seiner Herstellung Energie und selbst das Bier welches der Holzfäller „verbraucht“ wurde unter CO2-Freisetzung hergestellt), jedoch ist auch eine grobe Abschätzung durchaus sinnvoll.

Die Erstellung einer CO2-Bilanz kann sowohl die Aufgabe spezieller Studien sein, vermehrt werden CO2-Bilanzen jedoch auch von Unternehmen im Kontext ihres Nachhaltigkeitsberichtes erstellt. Betriebliche Verfahren des Rechnungswesens, die der Erstellung einer CO2-Bilanz dienen, werden als Carbon-Accounting bezeichnet.

D

Dach
Wichtiger Teil der Gebäudehülle. Dächer werden in vielfältigen Formen vom Flachdach bis zum Krüppelwalmdach und mit unterschiedlichen Materialien vom Tondachziegel bis zur Dachbahn hergestellt. Tragekonstruktion für das Dach ist der Dachstuhl, allerdings kommt das Massivdach ohne Dachstuhl aus. Was die Wärmedämmung betrifft, so gibt es das System des Kaltdachs oder des Warmdachs, beim Flachdach auch des Umkehrdachs. In Deutschland werden Steil- und Gefälledächer überwiegend mit Tondachziegeln gedeckt. Beliebt, wenn auch aufwändig, ist die Eindeckung mit dem historischen Naturbaustoff Schiefer. Der Dachstein aus Beton ist eine weitere Alternative. Das Metalldach hat auch im Bereich des privaten Hausbaus Liebhaber gefunden.
Dachaufbau
Je nachdem, ob es sich um ein Steildach oder Flachdach, ein Warmdach oder Kaltdach handelt, ist der Dachaufbau unterschiedlich. Darüber hinaus kommt es bei einem Steildach noch darauf an, ob es ausgebaut ist oder nicht, eine Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung oder Untersparrendämmung vorgenommen wird. Ein Dachaufbau für ein ausgebautes Dachgeschoß ist beispielsweise (von innen nach außen): Gipskartonplatten, Konterlattung, Dampfsperre, Klemmfilz oder Dämmkeile zwischen den Sparren, Unterspannbahn, doppelte Konterlattung zur Hinterlüftung der Dacheindeckung, Dacheindeckung (siehe Dachdeckung). Nicht zu verwechseln ist der Dachaufbau mit den Dachaufbauten.
Dachausbau
Als Dachausbau wird der Ausbau eines Dachgeschosses (meistens) für Wohnzwecke bezeichnet. Grundsätzlich gilt: Wer ein Dach ausbaut, muss die entsprechenden baurechtlichen Bestimmungen einhalten. Das sind im Wesentlichen die Vorschriften des Bundesbaugesetzes und die der jeweiligen Landesbauordnung. So ist beispielsweise sicherzustellen, dass die Bausubstanz einen Ausbau überhaupt zulässt. Außerdem sind die jeweiligen Vorgaben für die Wärmedämmung sowie für den Schall- und Brandschutz einzuhalten. Auch wenn häufig der Dachgeschoss-Ausbau für Besitzer von Einfamilienhäusern nicht genehmigungspflichtig ist, sollte immer das zuständige Bauamt oder ein Architekt bzw. Planer zu Rate gezogen werden. Für die Raumplanung ist zunächst die Dachform von großer Bedeutung. Hohe und steile Dächer wie zum Beispiel Satteldächer bieten die besten Voraussetzungen für einen Ausbau. Die meisten Landesbauordnungen verlangen, dass die Hälfte der Grundfläche über eine Raumhöhe von mindestens 2,40 Metern verfügt. Möglichst frühzeitig sollte man sich auch über den Zugang zum Dachgeschoss Gedanken machen. Während einläufige Treppen den direktesten Weg nach oben bieten, stellen Spindeltreppen eine besonders Platz sparende Lösung dar. Bei der Planung der Heizung sowie der Wasser- und Stromanschlüsse ist fachmännischer Rat empfehlenswert. So sollte ein Installateur im Vorfeld prüfen, ob der Anschluss an die Ver- und Entsorgungsleitungen des Hauses gewährleistet ist. Ein entscheidender Faktor für hohe Wohnqualität im ausgebauten Dachgeschoss ist die Tageslichtplanung. Hier erweisen sich Dachwohnfenster als ideale Lösung.
Dachbahn
Eine Dachbahn ist eine auf der Basis von Bitumen hergestellte elastische Abdichtungsbahn, die vorwiegend auf Flachdächern verlegt und verschweißt wird. Dachbahnen werden auch in "besandeter" oder beschieferter Ausführung oder in Kombination mit aufkaschierten Dämmstoffen hergestellt. Erhältlich sind auch Dachbahnen speziell für die Kaltverklebung. Im letzten Jahrzehnt hat die Industrie ständig an einer Weiterentwicklung der Witterungs- und Hitzeresitenz gearbeitet und Dachbahnen entwickelt, die hoch belastbar sind. Elastomer-Bitumenbahnen neuester Technik sind kalt biegbar bis -35° und hitzebeständig bis ca. 115°. Dennoch haben alle Dachbahnen den Schwachpunkt, durch mechanische Beanspruchung beschädigt werden zu können. Entsprechend vorsichtig müssen Flachdächer begangen werden, die mit Dachbahnen ausgelegt sind. Neben den Dachbahnen auf Bitumenbasis gibt es auch welche aus PVC (siehe PVC-Dachbahn).
Dachbalkenlage
Die Dachbalkenlage bezeichnet die Balkenlage, welche ein Gebäude nach oben abschließt. Sie ist also die Tragkonstruktion von Flachdächern oder die oberste Geschossbalkenlage zum Dachraum.
Dachbegrünung
siehe Gründach
Dachboden
siehe Dachraum
Dachbodentreppe
Dachbodentreppen sind eine platzsparende Treppenverbindung zu Dachräumen. Häufig findet man nur eine Luke und eine Treppe, die bei Bedarf ausgeklappt wird. Die gängigen Modelle basieren auf einem Scheren-, Auszugs- oder Faltmechanismus, wobei der Raumbedarf bei einem Faltmechanismus während des Ausklappvorgangs etwas größer ist als bei den beiden anderen Systemen. Wem das ewige auf und zu der Luke zu mühselig ist, kann sich auch für eine Raumspartreppe oder Sambatreppe entscheiden. Diese ist laut Gesetz nur als Zugang zu Speichern, jedoch nicht zu Wohnräumen erlaubt.
Dachdichtungsbahn
siehe Bitumen-Dachdichtungsbahn
Dachdämmung
Dächer müssen wärmegedämmt werden, das ist nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) bindende Vorschrift. Man unterscheidet zwischen einer Teilflächendämmung - bekannterer Begriff Zwischensparrendämmung - und einer Vollflächendämmung. Bei der Renovierung von Altbauten hat man meist keine andere Wahl, als eine Zwischensparrendämmung herzustellen. Es sei denn, es steht eine Neudeckung des Dachstuhls an. Dann ist auch eine Vollflächendämmung möglich. Die Vollflächendämmung oberhalb der Sparren hat einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Zwischensparrendämmung: Durch die vollflächige Verlegung entfallen die Wärmebrücken im Bereich der Sparren, was natürlich im Zuge der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) von sehr großer Bedeutung ist. Zudem ist die Sparrenhöhe nur nach statischen Erfordernissen zu bemessen. Im Vergleich zur Zwischensparrendämmung ergibt sich neben dem optischen auch ein räumlicher Gewinn. Der Raum zwischen den Sparrenfeldern kann beispielsweise für Einbauschränke genutzt werden. Eine Vollflächendämmung oberhalb der Sparren bedeutet auch eine Arbeitseinsparung, da der Dachwohnraum nach der Eindeckung fertig und sofort bewohnbar ist. Eine Verkleidung raumseitig, wie sie bei der Zwischensparrendämmung hergestellt werden muss, entfällt damit. Die Holzsparren bleiben also sichtbar, was die Wohnatmosphäre günstig beeinflusst. Als Materialien für die Dachdämmung kommen z.B. Mineralwolle, PUR-Hartschaum, Schaumkunststoffe aus EPS oder Holzfaserdämmplatten zum Einsatz.
Dacheindeckung
sie Dachdeckung
Dachentlüftung
Dachentlüftung ist eine Maßnahme, um erstens durch Diffusionsvorgänge hinter die Dachdämmung eingedrungene Feuchtigkeit abzuleiten. Dazu bedient man sich spezieller Dachentlüftungselemente, zum Beispiel der Lüfterdachziegel. Zweitens wird unter Dachentlüftung auch das Abführen von Abluft aus dem Hausinnern verstanden, z.B. durch die mechanische Lüftung in einem Gäste-WC oder durch die maschinelle Lüftung über eine Dunstabzugshaube. Dabei gelangt die Abluft über einen Flexschlauch und das daran angeschlossene Dunstrohr ins Freie.
Dachfenster
Dachfenster sind ungedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie sind regensicher. Sie dienen der Belichtung, Belüftung und für den Ausstieg für Wartungsarbeiten an Dachflächen und Kaminanlagen bei nicht ausgebauten Dachgeschossen. Bei ausgebauten Dachgeschossen spricht man hingegen eher von Dachflächenfenstern.
Dachfirst
siehe First
Dachfläche
Als Dachfläche wird die Summe aller Flächen eines Daches bezeichnet. Diese Fläche kann eben oder konvex bzw. konkav gekrümmt sein. Festgelegt wird sie durch die Dachform. Je komplizierter der Dachaufbau, desto komplizierter sind auch die Dachflächen und deren Deckung. Am einfachsten ist das Satteldach. Es besitzt einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss, dessen zwei Dachflächen oben durch den First, unten durch die Traufe und seitlich durch den Ortgang des Giebels begrenzt sind. Komplizierter sind die Dachflächen von zusammengesetzten oder gebrochenen Dächern auf winkelförmigem oder rundem Grundriss. Hier kommen zum Beispiel Grat, Kehle oder Dachknick hinzu.
Dachflächenfenster
Dachflächenfenster sind schall- und wärmgedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie dienen der Belichtung und Belüftung bei ausgebauten Dachgeschossen. Sie müssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen und sind Ü-Zeichenpflichtig. Dachflächenfenster müssen aufgrund der erhöhten Anforderung auf ihre Schlagregensicherheit geprüft sein. Dachflächenfenster sollen nicht unter 15° Fensterneigung eingebaut werden. Bei Dachneigungen unter 15° sind Sondermaßnahmen erforderlich. Seit den 60er Jahren in technisch ausgereifter Form als Belichtungsmöglichkeit für Wohnräume unter dem Dach weit verbreitet. Örtlich kann es baurechtlich einfacher sein, ein Dachfenster einzubauen als eine Gaube.
Dachformen
Ein Dach kann verschiedene Formen haben. Die bekanntesten Dachformen sind Pultdach, Satteldach oder Walmdach. Weitere Formen sind Zeltdach, Krüppelwalmdach, Mansarddach, Tonnendach, Bogendach, Halbtonnendach, Schleppdach und Sheddach,. Mehr in den exotischen Bereich gehört das Schmetterlingsdach, während Kuppeldach, Turmdach und Kegeldach fast ausschließlich an Sakralbauten zu finden sind. Auch Kombinationen von verschiedenen Dachformen findet man häufig.
Dachgaube
siehe Gaube
Dachgeschoss
Jedes Stockwerk über dem obersten Vollgeschoss wird baurechtlich als Dachgeschoss bezeichnet. Damit ein Dachgeschoss bewohnt werden darf, müssen zwei Drittel seiner Grundfläche die für Wohnräume erforderliche Geschosshöhe haben. Bei Neubauten kann das durch einen höheren Kniestock erreicht werden. Auch eine Gaube kann zur Erhöhung der des Dachgeschosses beitragen. Um ein Vollgeschoss zu sein, müssen mehr als 3/4 seiner Grundfläche eine Höhe von 2,3m (bzw. die in der Landesbauordnung geforderte Höhe) aufweisen. Die Höhe wird von der Oberkante des Fußbodens bis zur Oberkante der Dachhaut gemessen, maßgeblich ist somit das Außenmaß. Das Dachgeschoss wird häufig als Ausbaureserve erst später ausgebaut (siehe Dachausbau), wenn die Kinder älter werden und mehr Platz benötigen.
Dachkonstruktion
Als Dachkonstruktion bezeichnet man den konstruktiven Aufbau eines Daches. Die Dachdeckung ist da meist nicht mit inbegriffen. Eine Dachkonstruktion besteht aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen. Dachkonstruktionen beruhen in Mitteleuropa auf zwei Grundformen, dem germanische Sparrendach und dem römischen Pfettendach.
Dachlatte
Als Dachlatten werden Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 qcm und einer Breite bis 80 mm bei einem Seitenverhältnis des Querschnitts von maximal 1:2 bezeichnet. Dachlatten werden im Baubereich universell, nicht nur für das Dach, eingesetzt. Auf dem Dach werden Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Schiefer, Metall oder Reet an den Dachlatten befestigt. Sie können dort als Traglattung oder Konterlattung fungieren. Dachlatten werden aber auch bei einer vorgehängten Fassade oder beim Innenausbau bei einer Decken- oder Wandverkleidung mit Holzpaneele verwendet. Bei der Herstellung der Luftdichtheit von Gebäuden fungieren Dachlatten als Anpresslatten.
Dachlattung
Die Dachlattung bezeichnet die Gesamtheit aller parallel zum First verlaufenden Dachlatten. Sie hat sich aus Ersparnisgründen aus der ursprünglichen Schalung der gesamten Dachfläche entwickelt. Wahrscheinlich tauchte sie zuerst in Frankreich in Kombination mit dem Biberschwanzziegel auf, wobei die Entwicklung parallel zur Aufhängung von Dachziegeln mit Haken oder Nasen verlief. Notwendig wurde sie durch die Abkehr von den flacheren Dächern im Süden zu den steileren Dächern nördlich der Alpen.
Dachneigung
Dachneigung ist die Neigung der Dachkonstruktion (Unterkonstruktion) gegen die Waagerechte. Das Maß der Dachneigung wird ausgedrückt als Winkel zwischen der Waagerechten und der Dachfläche in Grad (°) oder als Steigung der Dachfläche über der Waagerechten in Prozent ). Bei Dachdeckungen ist die Neigung des Deckwerkstoffes aufgrund der Verlegetechnik immer geringer als die Dachneigung. Durch die Dachneigung werden die Dachformen nach dem Aussehen in Flachdächer, flach geneigte Dächer und Steildächer unterteilt. Das bekannte Flachdach wird dabei als waagerechte oder annähernd waagerechte Fläche empfunden, wobei diese Dachform oftmals Probleme mit der dauerhaften Dichtigkeit mit sich bringt. Bei flach geneigten Dächern liegt die Dachneigung zwischen 5° und etwa 30°. Flachdächer sowie flach geneigte Dächer werden hauptsächlich bei Hallen, bei Wohngebäuden ohne Nutzung des Dachraums und bei Betriebsgebäuden ausgeführt, wobei wegen der Anforderungen and die Dauerhaftigkeit der Dachabdichtung auch bei Flachdächern zwischenzeitlich eine Mindestneigung der Dachebenen von 3° vorgegeben ist. Die im Wohnhausbau üblichen Steildächer ab ca. 30° erlauben meist eine Nutzung des Dachgeschosses zumindest als Lagerfläche, wegen der inzwischen hohen Baulandpreise und der relativ hohen Baukosten sind diese Flächen jedoch zu wertvoll, um sie nicht auch als Wohnraum zu nutzen. Reetdächer benötigen mindestens eine Dachneigung von 45°, um Wasser wirkungsvoll ableiten zu können.
Dachpappe
Dachpappe ist eine mit Bitumen oder Teer beschichtete Filzpappe, die oftmals mit Sand oder Kies bestrichen ist. Sie wird häufig mit Bitumendachbahnen verwechselt. Während in früheren Zeiten die Dachpappen in der Regel mit Teer beschichtet waren, hat im 20sten Jahrhundert das Bitumen, welches nicht ganz so gesundheitsschädlich ist, den Teer immer mehr verdrängt. Während Bitumen eine wesentlich höhere Plastizität und Temperaturstabilität hat, zeichnet sich Teer durch eine hohe Wasserbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Mikroorganismen und Durchwurzelung aus. Aus diesem Grund sind teerhaltigen Materialien noch lange Zeit z.B. in den Vereinigten Staaten verwendet worden.
Dachpfanne
Unter Dachpfannen werden in der Regel entweder Dachsteine aus Zement oder Dachziegel aus einem Ziegelgemisch verstanden.
Dachschalung
Bei einer Dachschalung handelt es sich um eine vollflächige Schalung aus Vollholz (Dachschalungsbretter) oder Spanplatten. Sie wird auf den Dachsparren bzw. Dachbinder oder Träger befestigt und bildet die Unterkonstruktion unter der Dachhaut. Es wird dabei zwischen Sparschalung und geschlossener Schalung unterschieden. Bei einer Sparschalung gibt es zwischen den Brettern Fugen, bei der geschlossenen Schalung sind die Bretter dicht aneinander gestoßen. Eine geschlossene Dachschalung bietet Schutz vor Windsog oder Winddruck, was insbesondere bei ausgebauten Dachräumen notwendig ist. Bei bestimmten Dachdeckungsmaterialien wie Schiefer, Metallblechen, Bitumenabdeckungen oder Well- und Profilplatten aus Faserzement ist eine Dachschalung nötig.
Dachschalungsbretter
Bei Dachschalungsbretter handelt es sich um Bretter, die für eine Dachschalung verwendet werden dürfen. Die Güte solcher Bretter wird durch die DIN 18334 und die DIN 4074 bestimmt. Demnach müssen Dachschalungsbretter parallel besäumt und gleichmäßig stark sein. Durchfalläste über 20 mm sind nicht zulässig. Die Stöße der Dachschalungsbretter sind versetzt anzuordnen. Je Auflager sind mindestens zwei Nägel zu verwenden. Um eine Scheibenwirkung der Schalungsebene zu erreichen, sind die Nagelbilder exakt einzuhalten. Die Nagelläcke ist mit dem 2,5fachen der Brettdicke zu wählen.
Dachsparren
siehe Sparren
Dachstuhl
Der Dachstuhl ist eine Tragkonstruktion für die Bedachung und fast ausschließlich aus Holz hergestellt. Bau und Aufrichtung eines Dachstuhls ist typische Zimmermannsarbeit. Der Dachstuhl muss zunächst einmal sich selbst tragen können und zusätzlich die Dachziegel. Bei einem ausgebauten Dach kommen die Wärmedämmung und eine Schalung hinzu. Weiterhin muss ein Dachstuhl noch die Belastung von Schnee und von Wind aufnehmen können. Damit der Wind den Dachstuhl nicht davonbläst, muss er im Mauerwerk verankert sein. Deshalb werden die Sparren mit den Schwellen bzw. Pfetten mit Nägeln oder mit Blechverbindern verbunden. Die Schwellen und Pfetten werden in der Regel mit einbetonierten Ankerschrauben, Flachstallaschen oder Stahlwinkeln auf der Unterkonstruktion befestigt. Bei der Planung von Dachstühlen muss besonders auch darauf geachtet werden, dass der First in Längsrichtung keine Eigendynamik entwickelt. Einfach gesagt, darf er sich nicht verschieben. Dies erreicht man durch Längsaussteifungen oder Längsverbände, die je nach Art des Dachtragwerks verschieden sein können. Die wichtigsten Arten von Dachstühlen sind das Sparrendach, das Kehlbalkendach und das Pfettendach.
Dachunterspannbahn
 Dachunterspannbahnen werden zwischen der Wärmedämmung und der Traglattung der Dachbedeckung befestigt. Die Wirkungsweise der Folien unterscheidet sich, je nachdem, ob es sich um ein Warmdach oder um ein Kaltdach handelt. Beim Kaltdach muss sie wasserdampfdurchlässig sein und das Eindringen von Staub, Schmutz und Flugschnee verhindern. Beim Warmdach muss sie diffusionsoffen sein (von innen diffundierfähig, von außen feuchtigkeitsundurchlässig). Unterspannbahnen erfüllen eine wichtige bauphysikalische Funktion, denn wenn die Diffusionsfeuchte nicht aus dem Gebäude entweichen kann, sind Bauschäden vorhersehbar, die nur mit erheblichen Aufwand beseitigt werden können. Wurden früher gitterverstärkte PE Folien verwendet, so finden heute moderne diffusionsoffene Materialien Verwendung, die direkt auf die Sparren verlegt werden.


 
Dampfbremse
Dampfbremse ist eine Bezeichnung für Folien, die insbesondere beim Dachausbau eingesetzt werden. Die Dampfbremse stellt, wie auch die Dampfsperre, die Luftdichtheit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperre wird die Wasserdampfdiffusion jedoch gebremst und nicht verhindert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Dampfbremsen mit einem festen Dampfdiffusions-Widerstand und einem variablen Dampfdiffusions-Widerstand, sogenannten feuchteadaptiven Dampfbremsen wie z.B. Vario KM Duplex
Dampfdiffusion
siehe Wasserdampfdiffusion
Dampfdiffusionswiderstand
siehe Wasserdampfdiffusionswiderstand
Dampfdruckausgleichsschicht
Eine Dampfdruckausgleichsschicht findet man häufig bei Flachdächern. Dabei handelt es sich um eine Dachbahn, die bei nichtbelüfteten Flachdächern eingefügt wird. Die Dachbahn ermöglicht es, dass Wasserdampf abgeführt wird, der in der Konstruktion eindringt oder entsteht. Weiterhin dient eine Dampfdruckausgleichsschicht als Trennschicht zwischen Dachabdichtung und Wärmedämmung. Sie ermöglicht Bewegungen zwischen diesen beiden Schichten, die aufgrund von Schwinden oder Temperaturdehnung entstehen können. Die Dampfdruckausgleichsschicht verhindert also auch Schäden mechanischer Art an der Konstruktion. Bei Mineralfaserdämmstoffen erfolgt der Dampfdruckausgleich im Dämmstoff. Dachabdichtungen können auf Mineralfaserdämmstoffen deshalb vollflächig aufgeklebt werden.
Dampfrohrkessel
Abgrenzung der Begriffe Dampfkessel, Dampfkesselanlage und DampfkraftwerkEin Dampfkessel ist ein geschlossenes beheiztes Gefäß oder ein Druckrohrsystem, das dem Zweck dient, Wasserdampf von höherem als atmosphärischem Druck (p > 1,013 bar absolut) oder Heißwasser mit Temperaturen oberhalb von 100 °C für Heiz- und Betriebszwecke zu erzeugen. Wird der Dampfkessel zur Erzeugung von Dampf genutzt, dann spricht man von einem Dampferzeuger. In Abhängigkeit von der Dampfnutzung wird in einem Dampfkessel Sattdampf oder Heißdampf erzeugt.

Dimensionen 
Die Größe von Dampfkesseln ist weit gespannt. Sie reicht von Kleinstdampfkesseln im Haushalt (Dampfreiniger, Dampfbügeleisen) bis zu Turmdampfkesseln in Dampfkraftwerken mit einer Höhe bis 155 m bei einer Dampfleistung bis zu 3600 t/h. Die Dimensionen betragen beispielsweise bei dem fortschrittlichen, mit Braunkohle betriebenen Block K des Kraftwerkes Niederaußem:168 m Kesselhaushöhe,
2620 Tonnen Dampf pro Stunde,
eine thermische Leistung von 2306 MW,
ein Brennstoffverbrauch von 847 t pro Stunde,
bei Auslegungsparametern 274 bar und 580 °C (Frischdampf) bzw. 600 °C (Sekundärdampf nach Zwischenüberhitzer).

Bauformen 
Bei der Bauform unterscheidet man zwischen Schnelldampferzeugern, Großwasserraumkesseln und Wasserrohrkesseln. Zur Erzeugung geringer Dampfmengen werden auch elektrisch beheizte Dampfkessel verwendet. Als Besonderheit ist noch der bewegliche Lokomotivdampfkessel zu erwähnen.

Einsatz von Dampfkesseln 
Dampfkessel kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo Wasserdampf sowie Heißdampf benötigt wird. So werden Dampfkessel in der Energiewirtschaft in Form von Kraftwerk-Dampferzeugern zur Stromgewinnung verwendet. Neben den verschiedenen Einsatzbereichen in der Industrie zum Beispiel in Heizsystemen oder in der Produktion werden Dampfkessel auch in der Landwirtschaft verwendet für das Dämpfen (Bodendesinfektion) zur Bodenentseuchung.
Dampfsperre
Eine Dampfsperre ist eine Folie aus Kunststoff oder Aluminium. Sie verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anfällig sind (Verrottung) oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist. Die Dampfsperre wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht. Nur so kann sie das Eindringen des im warmen Hausinneren entstehenden Wasserdampfes in die Dämmung unterbinden.
Decke
Der obere Abschluss eines Raumes wird als Decke bezeichnet. An eine Decke werden verschiedene Anforderungen bezüglich Standsicherheit, Brandschutz, Schallschutz (Trittschallschutz) oder Wärmeschutz gestellt. Ist die Decke zugleich Dachdecke (z.B. bei Flachdächern), dann muss die Decke auch dem Feuchteschutz dienen. Die Hauptkonstruktionsarten sind die Balkendecke (z.B. Holzbalkendecke, (Stahl)Steindecke, Hourdis) und die Platten-/Scheibendecke (z.B. Stahlbetondecke). Stahlbetondecken werden häufig als Montagebauteile schon fertig oder teilweise fertig auf die Baustelle geliefert. Eine eher seltene Deckenvariante ist die aus fest verbundenen Holzkastenelementen zusammengesetzte Kastendecke. Getragen werden die Decken von den Außenwänden, tragenden Innenwänden oder bei Balkendecken auch von Stützen (z.B. im Fachwerk- oder Stahlbau). Häufig werden an die tragende Rohdecke Unterdecken / abgehängte Decken angebracht oder es werden zusätzliche Decken eingeschoben (Einschubdecken / Fehlboden).
Deckenbalken
Deckenbalken sind auch heute noch allgegenwärtig. Sie bilden die Unterkonstruktion einer Geschossdecke - und zwar insbesondere bei den Häusern, die nur aus einem Erdgeschoss und einem Dachgeschoss bestehen. Hier ist eine Geschossdecke aus Beton(fertigteilen) nicht unbedingt angesagt und im Holzrahmenbau - also bei Fertighäusern - sowieso nicht möglich. Eine ganz wesentliche Rolle spielen Deckenbalken allerdings bei historischen Fachwerkhäusern, bei denen drei und vier Geschosse nichts Ungewöhnliches waren. Oft wurden die Deckenbalken über die Fassade hinausgeführt und mit aufwendigen Schnitzereien versehen. Diese Balkenköpfe sind als Neidköpfe in die Baugeschichte eingegangen.
Deckenbekleidung
siehe Deckenverkleidung
Deckenschalung
Zum Herstellen einer massiven Stahlbetondecke ist eine Deckenschalung notwendig. Deckenschalungen werden aus Schaltafeln, bzw. Schalungsplatten oder Brettern und Schalungsträgern hergestellt. Stützen unter den Trägern tragen die Lasten auf den Untergrund ab. Zur seitlichen Schalung werden entweder Bohlen bzw. Bretter oder fertige Schalelemente wie auf der Abbildung verwendet. Bei diesen Schalelementen ist die Wärmedämmung bereits mit eingebaut. Diese ist notwendig, um Wärmebrücken zu vermeiden. Bei der Schalung mit Brettern oder Bohlen ist somit zusätzlich eine Wärmedämmung mit einzubringen.

 
Deckenverkleidung
Sollen Unebenheiten ausgeglichen, Installationsebenen versteckt, eine Wärme- oder Schalldämmung untergebracht oder einfach nur ein optischer Akzent gesetzt werden, ist eine Deckenverkleidung ideal. Als Deckenverkleidung kommen infrage Paneele aus Holz oder lackierten Blechen (Foto) oder Kassettenelemente aus Holz, Gipsfaser, Hartschaum, Edelstahl oder pulverbeschichtetem Aluminium. Metallverkleidungen werden jedoch ausschließlich im gewerblichen Bereich eingesetzt und nur dann, wenn die Frage einer Schalldämpfung keine Rolle spielt. Zu den modernen Formen der Deckenverkleidung zählt die Spanndecke. Deckenverkleidungen bestehen aus Unterkonstruktion und Verkleidungsschale. Die Unterkonstruktion hat die Aufgabe, die Deckenverkleidung zu tragen. Sie kann aus Holz, wie Latten und Lattenroste, oder aus Metallprofilen bestehen. Je nach Bauart unterscheidet man unterscheidet man Deckenbekleidungen und Unterdecken. Bei Deckenbekleidungen ist die Unterkonstruktion direkt an der Gebäudedecke befestigt, bei Unterdecken durch eine besondere Unterkonstruktion von dieser abgehängt.




 
Dichtstoffe
Unter die Rubrik "Dichtstoffe" fallen im Bauwesen zahlreiche Produkte. Als Dichtstoffe werden zum Beispiel Folien aus Blei oder Kupfer verwendet, die über die Fuge gelegt und dabei entweder verklebt oder direkt einbetoniert werden. Auch Profile aus Kautschuk, Kunststoff oder Metall in den verschiedensten und auf den Anwendungszweck abgestimmten Querschnittsformen werden als Dichtstoffe eingesetzt. Der hauptsächliche Einsatzbereich von Profilen ist im Bereich von hinterlüfteten Fassadenkonstruktionen. Weiterhin werden auch Fugenbänder als Dichtstoffe eingesetzt. Sie werden überwiegend bei Betonbauwerken eingesetzt. Zu den Massendichtstoffen gehören alle spachtel-, gieß- und spritzfähigen Dichtstoffe, die nach der Verarbeitung fest werden, plastisch bleiben oder auch elastisch sein können. Daher erfolgt eine Unterscheidung nach festen, gussförmigen und elastischen Massendichtstoffen. Zu den festen Massen gehören Mörtel, die mit Kunststoff-Dispersionen versetzt sind und alle Zementmörtel. Weiterhin werden in Standfugen Polyester- und Epoxidharzmassen eingesetzt. Zu den gussförmigen Massen gehören die bituminösen Stoffe, die im Brücken- und Straßenbau für den Fugenverguss eingesetzt werden. Die elastischen Massen sind auch dem Hobbyanwender bekannt, dabei handelt es sich beispielsweise um Acryl oder Silikon; diese Dichtstoffe werden in Kartuschen abgepackt und sind für den Einsatz in Spritzpistolen vorgesehen.
Dieselpartikelfilter

Ein Dieselrußpartikelfilter ist eine Einrichtung zur Reduzierung der im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen Partikel.

Der Partikelfilter wird auch nach der Partikelherkunft Dieselpartikelfilter (DPF), nach der Partikelzusammensetzung Rußpartikelfilter (RPF) und im Zusammenhang wie in diesem Artikel kurz Partikelfilter oder einfach Filter genannt.

Erste Experimente mit Abgasreinigungsanlagen fanden bereits während des Ersten Weltkrieges statt, allerdings nicht zum Zweck des Umweltschutzes, sondern zur Tarnung. Die ersten dieselangetriebenen Schiffe und U-Boote verrieten sich durch weithin sichtbare Rußfahnen. Dazu wurde in die Abgasanlage Aceton eingesprüht. Das entstehende Abgasgemisch wurde danach in den Verbrennungsprozess rückgeführt. Die Erfolge waren jedoch mäßig.

Bei unter Tage oder in großen Hallen eingesetzten Dieselmotoren und -fahrzeugen sind Filter seit den 1970er Jahren üblich. Die Verwendung dieser auch für jeden Motor individuell erhältlichen Filter wird jedoch durch bürokratische Hürden außerhalb dieses Einsatzbereiches verhindert.

Im PKW kam der Dieselpartikelfilter erstmals 1985 in der Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe W 126) zum Einsatz. Dieses ausschließlich für den amerikanischen Markt bestimmte Modell hatte jedoch ernsthafte Probleme mit der Dauerhaltbarkeit des Filters. Deshalb wurde die Produktion schon 1988 eingestellt.

Nachdem führende Automobilhersteller auf die Einführung von Filtern jahrelang verzichtet hatten, kam der Durchbruch für die Technologie im Jahr 2000, als Peugeot den 607 serienmäßig mit einem Filter ausstattete. Hersteller des verkaufsfertigen Filters (frz. Abkürzung FAP für Filtre à particules) war neben der in Deutschland ansässigen Firma Tenneco der Zulieferer Faurecia, der sich mehrheitlich im Besitz des PSA-Konzerns befindet. Es handelte sich hierbei um einen Wandstromfilter mit additivunterstützter Regeneration. Die Filterelemente selbst bestehen aus Siliziumkarbid und werden von den Keramikfirmen Saint-Gobain, IBIDEN und NGK Insulators hergestellt. Die seit dem 1. Januar 2005 gültige Abgasnorm Euro 4 erfüllte der Peugeot 607 jedoch trotz Filter noch nicht. Die Grenzwerte der Euro-4-Norm bei Rußpartikeln wurden zwar um ein Vielfaches unterschritten, die Stickoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen waren aber noch zu hoch. 2003 brachten Tenneco und Faurecia eine neue Generation von Filtern auf den Markt, nunmehr mit katalytischer Regeneration. Diese Filter entsprachen bereits der Euro-4-Norm, damit ausgerüstete HPDI-Dieselmotoren (High Pressure Direct Injection = Common-Rail-Einspritzung) wurden anlässlich der IAA 2003 von Peugeot vorgestellt. Auf Grund der stark gestiegenen Nachfrage kam es im Jahr 2004 zu Kapazitätsengpässen bei der Filterproduktion. Daraufhin haben die Hersteller der Filterelemente auf Drängen der Automobilhersteller innerhalb kürzester Zeit die Fertigungskapazitäten vervielfacht.

Ausführungen 
Dabei gibt es zwei Funktionsweisen, die sich grundsätzlich unterscheiden: Wandstromfilter, bei denen das Abgas im Filter eine poröse Wand durchdringt und Durchflussfilter, bei denen das Abgas den Filter an seiner inneren Oberfläche entlang durchfließt.

Vergleich
Dieselrußpartikelfilter sind um einiges komplexer als Katalysatoren. Der Grund liegt darin, dass die hocheffizienten wanddurchströmten Partikelfilter den gesammelten Ruß regelmäßig wieder abbrennen müssen (Regeneration). Hierzu ist eine aufwändige Regeltechnik und Einsatz temperaturreduzierender Techniken notwendig. Darüber hinaus entstehen durch den Rußabbrand auch Sekundäremissionen. Entwicklungsingenieure von Opel haben nachgewiesen, dass Dieselrußpartikelfilter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs, insbesondere Benzo(a)pyrene) in sehr erhöhter Konzentration erzeugen und diese während der Regeneration freigeben. Diese müssten nach dem DPF eigentlich mit einem zusätzlichen Katalysator entfernt werden. Beim Verbrennen von PAKs bei niedriger Temperatur, wie es bei der Regenerationstemperatur um die 250 bis 500 °C der Fall ist, können unter Umständen sogar Dioxine und Furane entstehen. Dies wurde vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) bereits nachgewiesen.

Diffusion
Unter Diffusion versteht man den Durchgang von Wasserdampf oder Gasen durch Stoffe. Durchgelassen werden die diffundierenden Moleküle beispielsweise durch Wände, Dächer oder Anstrichschichten, wenn genügend weite Poren vorhanden sind. Durch Diffusion kann es im wärmegedämmten Dach oder einer Wand zu schädlicher Tauwasserbildung kommen. Durch Erhöhung des Feuchtegehaltes wird der Wärmeschutz und die Standsicherheit der Tragkonstruktion gefährdet oder es kommt zu Schimmel- bzw. Schädlingsbefall.
Diffusionswiderstand

Jeder Stoff leistet mehr oder weniger viel Widerstand gegen die Diffusion. Der Diffusionswiderstand hängt ab von der Durchlässigkeit des diffusionshemmenden Stoffes, ausgedrückt durch die Diffusionswiderstandszahl, und der Dicke der Schicht, durch die hindurch die Diffusion erfolgt. Feuchtigkeitssperren wie Metallschichten, PE-Folie oder Glas haben einen sehr hohen Diffusionswiderstand. Diffusionsoffene Schichten wie Zellulosedämmung, Mineralwolle oder Gipskartonplatten haben einen niedrigen Diffusionswiderstand.

Mehr unter Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke
siehe Sd-Wert
Dioxin
Dioxin steht in verschiedenen Zusammenhängen für folgende chemische Stoffe:
Im allgemeinen Sprachgebrauch für bestimmte Umweltgifte, siehe: 
Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane (kurz PCDD/PCDF; im Zusammenhang mit „Dioxinskandalen“ ist normalerweise diese Stoffgruppe gemeint)

Polybromierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane (kurz PBDD/PBDF)

Polyfluorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane (kurz PFDD/PFDF)

Speziell auch für 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin (2,3,7,8-TCDD), das als Sevesodioxin bekannteste polychlorierte Dibenzodioxin
Chemisch gemäß der Hantzsch-Widman-Nomenklatur für bestimmte heterocyclische Verbindungen, genauer ungesättigte Sechserringe, die zwei Sauerstoffatome enthalten: 
1,2-Dioxin
1,4-Dioxin
Voß-Waller-Dioxin, ein anderer Name von 2,3,6,7-Tetrachlornaphthalin, gehört chemisch nicht zu den Dioxinen
Duodach
Das Duodach ist eine Sonderform eines Flachdachs. Es stellt eine Kombination von nichtbelüfteten einschaligem Dach (Warmdach) und Umkehrdach dar. Das Duodach wird besonders bei älteren Dächern angewendet, die wohl noch dicht sind, aber deren Wärmeschutz aus heutiger Sicht unzureichend ist. Ist die ursprüngliche Dachkonstruktion schadhaft geworden, steht mit dem Duodach eine einfache und wirksame Sanierungsmöglichkeit zur Verfügung.
Dämmstoff
Material zur Wärme- oder Schalldämmung von Bauteilen. Dämmstoffe können beispielsweise aus Kunststoffen wie Polystyrol ("Styropor"), Polyurethan, Mineralwolle wie Glaswolle, Steinwolle oder ULTIMATE, aus Schaumglas oder natürlichen Materialien wie Blähton, Zellulose, Holz-Weichfasern, Schafswolle oder Hanffasern bestehen. Dämmstoffe unterscheiden sich beispielsweise in Bezug auf ihre Wärmeleitfähigkeit, das Feuchtigkeitsverhalten, das Wärmespeichervermögen, dem Rohgewicht und der Dampfdiffusion. Aus ökologischen Gesichtspunkten immer häufiger beachtet wird auch der Primärenergieverbrauch bei der Herstellung und die Energetische Amortisation. Damit wird angegeben, wie lange ein Dämmstoff im Einsatz sein muss, um die bei der Herstellung verbrauchte Energie eingespart zu haben. Das ist aber selbst im ungünstigsten Fall (Polyurethan) nach spätestens zwei Jahren der Fall. Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes wird in Lambda (= W/mK) gemessen. Der Lambda-Wert gibt die Wärmemenge an, die durch einen ein Kubikmeter großen Würfel eines Stoffes dringt, wenn zwischen den beiden Seiten ein Temperaturunterschied von 1° Celsius herrscht. Je kleiner der Wert ist, desto besser dämmt das Material. Hat ein Material einen hohen Lambda-Wert, kann man aber mit größeren Dämmstoffdicken trotzdem eine hervorragende Wärmedämmung erzielen. Um eine Vergleichbarkeit der Dämmstoffe zu erreichen, werden diese in Wärmeleitgruppen eingeteilt. Dazu wird der Lambda-Wert mit 1000 multipliziert. Das Feuchtigkeitsverhalten ist ebenfalls interessant, da Feuchtigkeit die Wärmedämmeigenschaften eines Baustoffes stark herabsetzen kann. Pflanzliche Dämmstoffe sind hier den synthetischen Varianten in der Regel überlegen. Das Wärmespeichervermögen macht sich besonders im Sommer bemerkbar. Ideal sind Dämmstoffe, die tägsüber bei großer Sonneneinwirkung viel Wärme speichern, um sie dann nachts, wenn es kühler geworden ist, wieder an die Außenluft abzugeben. Diese Dämmstoffe wirken dem "Backstuben-Klima" unter gedämmten und ausgebauten Steidächern entgegen.
Dämmstoffmesser
Ein Dämmstoffmesser besitzt eine 30 bis 40 cm lange Klinge mit unterschiedlichem Schliff auf beiden Seiten der Klinge. Eine Seite weist eine Sägezahnung auf für das Zersägen von (relativ) unelastischen Dämmstoffen wie z.B. Polystyrol ("Styropor") oder Polyurethan. Die andere Seite der Klinge ist wellenförmig geschliffen für das Zerschneiden von weichen Dämmstoffen z. B. aus Glaswolle, Steinwolle oder Holz-Weichfasern.

E

effizienthaus 40
Seit dem 1. Juli 2010 gibt es neben dem Effizienzhaus 55 und dem Effizienzhaus 70 noch das Effizienzhaus 40. Das Effizienzhaus 40 darf nur 40 Prozent der nach Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust erreichen. Neben der Einsparung von 60 Prozent beim Jahres-Primärenergiebedarfs sind auch beim Transmissionswärmeverlust 45 Prozent einzusparen. Der maximale Jahresprimärenergiebedarf beträgt 30 kWh/m². Ein KfW-Effizienzhaus 40 Haus ist luftdicht und nutzt regenerative Energien, häufig eine Kombination aus Holzpellets, Solaranlage und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
effizienzhaus 70
Effizienzhaus 70 ist die Bezeichnung eines Energiesparhauses, das von der KfW-Bank gefördert wird. Es löst das KfW-60 Haus ab. Das Effizienzhaus 70 darf nur 70 Prozent der nach Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissions-wärmeverlust erreichen. Wie vorher beim KfW-60-Haus beträgt der Jahresprimärenergiebedarf damit 60 KWh pro m² Nutzfläche des Hauses. Der Jahresprimärenergiebedarf beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird, der Transmissionswärme-verlust beschreibt die energetische Qualität der thermischen Hülle (Isolierung von Dach, Außenwänden, Fenstern und Boden) eines Gebäudes.
Effiziezhaus 55
Effizienzhaus 55 ist die Bezeichnung eines Energiesparhauses, das von der KfW-Bank gefördert wird. Es löst das KfW-40 Haus ab. Das Effizienzhaus 55 darf nur 55 Prozent der nach Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissions-wärmeverlust erreichen. Wie vorher beim KfW-40-Haus beträgt der Jahresprimärenergiebedarf damit 40 KWh pro m² Nutzfläche des Hauses. Der Jahresprimärenergiebedarf beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird, der Transmissionswärme-verlust beschreibt die energetische Qualität der thermischen Hülle (Isolierung von Dach, Außenwänden, Fenstern und Boden) eines Gebäudes.
Elektrosmog
Elektrosmog oder E-Smog (aus Elektro- und Smog) ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für verschiedene durch Einsatz von Technik verursachte elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Der Begriff bezieht sich willkürlich nur auf technisch erzeugte Felder und unterstellt, dass diese auf Dauer schädigende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben. Der Begriff Elektrosmog wird im Allgemeinen einseitig abwertend eingesetzt und unterscheidet sich dadurch von dem nichtwertenden Fachbegriff Elektromagnetische Strahlung, deren Zulässigkeit durch Regeln, Normen und Gesetze zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) bestimmt wird.

Der nicht exakt definierte Begriff Elektrosmog schließt niederfrequente thermische Wärmestrahlung ebenso wie höherfrequente ionisierende Strahlung, also etwa Röntgenstrahlen aber auch Licht je nach Auffassung des Sprechers oder Autors aus, obwohl es sich dabei ebenfalls um elektromagnetische Wellen (Wellenmodell) oder Strahlen (Strahlungsmodell) handelt.

Elektromagnetische Felder natürlichen Ursprungs in vergleichbaren Frequenzbereichen wie bei technisch genutzten Anwendungen, zum Beispiel infolge von Blitzentladungen bei Gewitter, werden trotz ihres lediglich des durch den Energieeintrag und Energieumsatz bedingten Gefahrenpotentials nicht als Elektrosmog bezeichnet.

Begriffsentwicklung:
Durch fortschreitende Elektrifizierung und die Nutzung von Funkwellen ist der Mensch zunehmend künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Dabei bleibt die Information wie auch die Bildung der Bevölkerung weit hinter den Anforderungen zurück, solche Felder und ihre Wirkung beurteilen zu können. Besonders die Aufstellung von überall verteilten Mobilfunkstationen hat zunehmen zu einer kontroversen Diskussion über deren Auswirkungen auf den Menschen und zu einer Vielzahl von Studien geführt. Solche Diskussionen gab es für Anwohner von Hochspannungsleitungen und Hochspannungskabeln wie auch von Rundfunkstationen schon im späten 19. Jahrhundert (elektrische Straßenbahn) und frühen 20. Jahrhundert (Mittelwellensender).

Das Wort Elektrosmog hat sich im deutschen Sprachraum als eine abwertende Sammelbezeichnung für Abstrahlungen technisch erzeugter elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder durchgesetzt. Der Begriff Smog setzt sich aus den englischen Wörtern smoke für Rauch und fog für Nebel zusammen und steht somit für eine Belastung der Umwelt. Technisch betrachtet ist der Begriff ungenau, da die Wirkgrößen, nämlich die o.g. Feldgrößen, im Gegensatz zu dem wortgebenden smoke oder Rauch unmittelbar mit dem Abschalten der Quelle abklingen. Sprachlich lässt sich der Ausdruck Elektrosmog als Dysphemismus einstufen, da er – im Gegensatz zum Begriff der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit – eine negative Wertung einschließt.
Emission

Emission (lat. emittere „herausschicken, -senden“), deutsch Austrag oder Ausstoß, bedeutet allgemein Aussendung von Störfaktoren in die Umwelt. Die Quelle wird Emittent genannt. Jede Emission hat eine Immission (lat. immittere, „hineinschicken, -senden“), deutsch Eintrag, in ein Umweltmedium zur Folge. Begriffe im umweltrechtlichen Sinne [Bearbeiten]Der Begriff Emission ist in der Physik allgemein üblich, Immission hauptsächlich nur in der Umwelttechnik und im Umweltrecht.

Emission als Austrag besteht aus giftigen, gesundheitsschädlichen oder umweltgefährdenden chemischen Stoffen, etwa aus Schadstoffen aller Art, Reizstoffen, Allergenen, aber auch als Schallemission (Lärm), Licht, ionisierender Strahlung oder Erschütterungen. Typische Beispiele sind gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos oder Schornsteinen, flüssige Emissionen aus Altlasten, staubförmige Emissionen von Halden, Straßenlärm, Lichtverschmutzung.

In der Umweltgesetzgebung versteht man unter Emittent nur eine Anlage im Sinne des Gesetzes, von der Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Erscheinungen ausgehen. Beispiele sind Schadstoffeinträge in die Luft (Emittenten sind Autos, Fabriken oder Heizungen), in das Grundwasser (Emittenten können Altlasten oder die Landwirtschaft sein) oder in Gewässer (mögliche Emittenten sind hier Kläranlagen).

Rolle von Emission und Immission für den Umweltschutz [Bearbeiten]Ein wesentliches Ziel des Umweltschutzes ist es, schädliche Emissionen möglichst abzustellen oder so weit wie möglich zu reduzieren, um so zum einen Umweltverschmutzung wie Luftverschmutzung, Bodenverschmutzung oder Gewässerverschmutzung zu vermeiden und zum anderen Menschen vor Belastungen in Wohnräumen und Arbeitsräumen zu schützen.

 
En-EV
Die Energieeinsparverordnung ist Teil des deutschen Baurechts und regelt vor allem den Energieverbrauch von Gebäuden. Erreicht werden die Ziele der Energieeinsparverordnung vor allem durch umfangreiche Dämmmaßnahmen, der Herstellung winddichter Häuser (mit der Gefahr von Schimmelbildung bei falschem Lüftungsverhalten) und die Umrüstung auf moderne Heizungsanlagen. Die EnEV soll damit zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen. Im Detail regelt die EnEV die Energieausweise für Gebäude und die energetische Mindestanforderungen für Neubauten sowie für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude. Weiterhin regelt die EnEV die Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung und die energetische Inspektion von Klimaanlagen. Die Anforderungen an neue Nichtwohngebäude werden wie bei Wohngebäuden über den Jahresprimärenergiebedarf definiert. Die Bilanz umfasst jedoch zusätzlich zum Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung auch die Anteile für Kühlung und eingebaute Beleuchtung. 

Die EnEV gilt für alle beheizten und gekühlten Gebäude bzw. Gebäudeteile. Sonderregelungen gelten für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden (z. B. Ferienhäuser), die nur für kurze Dauer errichtet werden (z.B. Zelte, Traglufthallen) oder für ganz spezielle Nutzungen, wie z.B. Ställe und Gewächshäuser. Kleine Gebäude unter 50 m² Nutzfläche und nach Landesrecht geschützte Baudenkmäler sind von der Verpflichtungnach Energieausweisen nicht betroffen.

Die erste Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) trat am 01.02.2002 in Kraft. Sie hatte die bis dahin gültige Wärmeschutzverordnung vom 16.08.1994 und die „Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Warmwasseranlagen“ kurz: Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) vom 04.05.1998 abgelöst. Am 18.11.2004 trat eine Novellierung der EnEV in Kraft. Mit den Änderungen in der novellierten Fassung wurden Verfahrensvereinfachungen vorgenommen sowie die Rechtssicherheit und Rechtsklarheit bei der Anwendung der EnEV erhöht. Schwerpunkt war die Anpassung an den verbesserten Stand der Technik. Die dadurch notwendigen Änderungen wurden zum Anlass genommen, einige redaktionelle Klarstellungen vorzunehmen. Das grundsätzliche Anforderungsniveau wurde gegenüber der Fassung vom 01.02.2002 nicht verändert. 

Im Rahmen der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007), die am 01.10.2007 in Kraft getreten ist, werden Energieausweise zukünftig auch für Bestandsgebäude zur Pflicht. Außerdem werden bei Nichtwohngebäuden Kühleinrichtungen und Kunstlicht im Rahmen der nun vorgeschriebenen Berechnung mit Hilfe der DIN V 18599 mit in die Betrachtung aufgenommen.

Seit Oktober 2009 ist die EnEV 2009 gültig. Die energetischen Anforderungen werden nun im Gebäudebereich um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur EnEV 2007 verschärft und bis 2012 sollen nochmals 30 Prozent hinzukommen. Eine weiter wichtige Änderung ist, dass Dachböden bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten müssen – das kann eine Dämmung der Geschossdecke oder eine Dachdämmung sein. Bei Neuerwerbung besteht eine Nachrüstpflicht. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Nachrüstpflicht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten. Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen in der EnEV 2009, auf die hier nicht im Detail eingegangen werden soll. 

Die Gesetzestexte der Energieeinsparverordnung von 2009 können bei bei der DENA angeschaut werden.
Energetische Sanierung
Energetische Sanierung, auch thermische Sanierung, bezeichnet in der Regel die Modernisierung eines Gebäudes zur Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung.

Mögliche Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu minimieren:
- Außenwanddämmung
- Dachdämmung
- Fenstersanierung
- Heizungssanierung (Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel, Mikro-KWK, Wärmepumpe)
- Kellerdeckendämmung
- Solarthermie zur Warmwasser- und/oder Heizungsunterstützung

Ein Haus sollte bei einer energetischen Sanierung immer als Ganzes betrachtet werden, um Bauschäden zu vermeiden und um zu erkennen, welche Maßnahmen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis haben. Viele Maßnahmen sind kombinierbar; es empfiehlt sich, vor Beginn einer energetischen Sanierung einen Energieberater hinzuzuziehen, um für das jeweilige Gebäude ein optimales Maßnahmenbündel zu finden.

Der seit 2008 für bestimmte Gebäudetypen bei Verkauf und Neuvermietung vorgeschriebene EnEV-Energieausweis (Gebäudeenergiepass) kann für eine energetische Sanierung eine hilfreiche Entscheidungsgrundlage sein. Im Rahmen des ersten Konjunkturpakets der Bundesregierung hat die KfW Förderbank ihre Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren seit Januar 2009 deutlich ausgeweitet. Ab dem 1. März 2011 wird es wieder möglich sein, KfW-Darlehen auch für energetische Einzelmaßnahmen zu erhalten.
Energieausweis
Energieausweis

Bei Waschmaschinen oder Kühlschränken ist es seit Jahren üblich, dass ein Label über die Energieeffizienz des Geräts Auskunft gibt. Seit Oktober 2007 ist auch bei Verkauf und Vermietung von Gebäuden verpflichtend ein Energieausweis notwendig. Gab es zunächst eine Übergangsfrist, wo nur ältere Häuser einen Energieausweis benötigten, ist seit Juli 2009 für jedes Haus ein solcher Ausweis notwendig. Der Energieausweis hilft bei Kauf, Bau oder Anmietung die Energieeffizienz eines Gebäudes einzuschätzen. Mieter oder Käufer können einfach ablesen, ob sie mit hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen müssen. Grundsätzlich haben Eigentümer die Möglichkeit, zwischen zwei Varianten zu wählen: Beim Bedarfsausweis ermittelt ein Fachmann den rechnerischen Energiebedarf und dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes. Dabei werden die Qualität der Gebäudehülle - wie Fenster, Decken und Außenwände - sowie der Heizungsanlage und des Energieträgers berücksichtigt. Dagegen beruht der Verbrauchsausweis auf dem Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre. Das Ergebnis dieses Ausweistyps hängt somit stark vom individuellen Nutzerverhalten ab und ist daher meist weniger aussagekräftig. Bei Wohngebäuden, die vor 1977 gebaut, nicht grundlegend energetisch saniert wurden und weniger als fünf Wohneinheiten haben, ist der Bedarfsausweis zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Egal, ob der Energieausweis auf gemessenen Verbrauchswerten oder dem rechnerischen Energiebedarf beruht - er muss individuelle Modernisierungsempfehlungen enthalten. Mit dem Energieausweis ist es erstmals möglich, Gebäude energetisch miteinander zu vergleichen. Zuvor gab es lediglich regionale Energiepässe, die aber nicht einheitlich waren und deshalb auch keinen Vergleich boten. Der Energieausweis wird umgangssprachlich mitunter auch Energiesparausweis genannt, was eigentlich so nicht richtig ist, weil er keine Auskunft darüber gibt, wieviel Energie "gespart" wird, sondern wieviel Energie "verbraucht" wird.

Auf der Abbildung ist der mögliche Energiebedarf eines Gebäudes abgebildet, so wie er in einem Energieausweis angegeben sein könnte. Der Pfeil steht irgendwo mitten auf der Skala zwischen "grün" und "rot". Ganz links bei "grün" stehend würde bedeuten, dass es sich um ein Passivhaus handelt, das keinen Energiebedarf hat. Wäre der Pfeil ganz rechts auf der Skala, würde es bedeuteten, dass es sich um ein Haus handelt, das energetisch nicht wesentlich modernisiert ist. Als Mieter oder Käufer sollte man von solch einem Haus besser die Hände lassen oder darauf gefasst sein, dass in das Haus noch einiges an Geld gesteckt werden muss, um es energetisch fit zu machen. Liegt der Pfeil in der Mitte, verbraucht das Gebäude durchschnittlich viel Energie, alles was in Richtung "grün" geht, ist gut.

Energiebilanz

Energiebilanzen erlauben es, rechnerisch den Aufwand von Primärenergie in ein Verhältnis zur Nutzenergie zu stellen. Sie bilden die Grundlage für einen sparsamen Umgang mit Energie und erlauben es, Energieverluste aufzufinden, mengenmäßig darzustellen und Vermeidungsmöglichkeiten zu ermitteln. Dabei wird auch der Energieverbrauch zur Gewinnung und Bereitstellung der Nutzenergie dargestellt. Der Begriff Energiebilanz beschreibt in Bezug auf nachhaltige Produktionsmethoden den gesamten Aufwand zur Herstellung, zum Betrieb und zur Weiterverwertung (Entsorgung oder Recycling) von Produkten. So wird beispielsweise bei einem Kühlschrank nicht nur der Stromverbrauch betrachtet, sondern auch die zur Herstellung und Entsorgung notwendige Energie und Ressourcen (graue Energie). Für Elektrizitätswerke wird der sogenannte Erntefaktor oder auch die Energierücklaufzeit angegeben.

Deutschland 
1971 wurde die 'Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen' in Essen von sieben Verbänden der deutschen Energiewirtschaft und drei auf dem Gebiet der energiewirtschaftlichen Forschung tätigen Instituten gegründet. Sie „wertet die vorhandenen Statistiken aus allen Gebieten der Energiewirtschaft nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten aus, erstellt Energiebilanzen und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich“. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen erstellt regelmäßig jedes Jahr eine Energiebilanz der Bundesrepublik Deutschland, um ein umfassendes und detailliertes Bild der deutschen Energiewirtschaft zu geben. Außerdem veröffentlicht die AG vierteljährlich Daten zum Primärenergieverbrauch. Sie arbeitet eng zusammen mit dem 'Länderarbeitskreis Energiebilanzen' (der Energiebilanzdaten für die Bundesländer veröffentlicht).Sie arbeitet mit in der 'Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik'. Mitglieder der 'Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen' sind (Stand Mai 2010):

Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)
Deutscher Braunkohlen-Industrie-Verein e.V. (DEBRIV)
EEFA GmbH 
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin )
Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI)
Gesamtverband Steinkohle (GVSt)
Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV)
Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)

 
Energieeinsparung

Energieeinsparung bezeichnet alle Maßnahmen, die die Menge verbrauchter Energie (siehe Energieträger, Energiequelle) verringern. Energieeffizienz bezeichnet die Effizienz des Einsatzes von Energie, also das Verhältnis von Nutzen zum Energieaufwand.

Ursachen
Es gibt monetäre Anreize zum Energiesparen; daneben kann es Zwänge bzw. Restriktionen geben: es kann sein, dass ein Energieträger
- (zeitweilig oder ständig) in geringerer als der gewünschten Menge verfügbar ist, z. B.
/> durch zu geringe Förderkapazitäten
/> durch zu geringe Kapazität eines Netzanschlusses oder einer Pipeline
/> durch zu geringe Kraftwerkskapazität
/> durch Lieferschwierigkeiten (z. B. bedingt durch politische Spannungen, Kriege oder Wetterbedingungen
- unerwünschte (vermeidbare oder unvermeidbare) Nebenwirkungen verursacht.
/> Gesundheits- und Umweltschäden beispielsweise durch Abgase, Lärm, Treibhausgase oder Radioaktivität (z. B. Waldschäden, Globale Erwärmung)

Energiekostenmessgerät zur Abschätzung des Strombedarfs. Solche oder ähnliche Geräte können häufig kostenlos bei den Energieversorgungsunternehmen oder Verbraucherzentralen ausgeliehen werden. Anderes Beispiel eines Energiekostenmessgerätes zur Stromverbrauch-Abschätzung und -Überwachung, sowie grober Kalkulation. In Marktwirtschaften steigen die Preise, auch die Energiepreise, solange die Nachfrage das Angebot übersteigt (siehe Marktgleichgewicht). Wenn eine geringere Preiselastizität der Nachfrage und/oder eine geringe Preiselastizität des Angebots vorliegen, können kleine Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage zu großen Preisausschlägen führen. Der Wunsch und die Möglichkeit, hohe (heutige und/oder zukünftig erwartete) Energiekosten zu senken veranlasst Entscheider, Energiesparmaßnahmen zu ergreifen. Eine Ökosteuer verstärkt den Anreiz dies zu tun.

- 1973 war die sogenannte „erste Ölkrise“ weltweit ein Anlass, Energieeinsparungen zu erwägen und durchzuführen: der Ölpreis stieg stark, es kam zeitweise zu Versorgungsengpässen.
- Kurz zuvor, 1972, hatte die vom Club of Rome veröffentlichte Studie Die Grenzen des Wachstums weltweit bewusst gemacht, dass dem Wirtschaftswachstum der Industriegesellschaften Grenzen gesetzt sind, u. a. durch limitierte Mengen fossiler Energien und anderer Rohstoffe und Ressourcen.
- In den 1970ern etablierte sich die Umweltpolitik[1] und das Umweltbewusstsein nahm deutlich zu.

Methodisch bieten sich folgende Ansätze zur Einsparung einer bestimmten Energieform an:
-
 Verringern des Energiebedarfs durch Verzicht auf bestimmte Leistungen. Oft bietet der Verzicht auf kleine Zusatzfunktionen ein großes Energiesparpotenzial. (Beispiel: Gebäudeheizung in nicht genutzten Räumen reduzieren)
- Steigerung der Effizienz erhöht die Ausnutzung der aufgewendeten Energie, beispielsweise die Steigerung des Wirkungsgrades durch Minderung der Dissipation. Durch erhöhte Effizienz kann der Verbrauch häufig deutlich gesenkt werden (Beispiele: Wärmedämmung, Energiesparlampe).
- Zur Effizienzsteigerung zählt auch die Nutzung bisher ungenutzter Energieanteile (etwa Wärmerückgewinnung oder zusätzliche Nutzung der Abwärme, z. B. durch Brennwertheizungen)
- Intelligente Steuerungen der Betriebsparameter von Maschinen, Geräten und anderen Systemen leisten heute einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung. Beispielsweise hängt der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren von vielen unterschiedlichen Betriebsbedingungen ab. Steuerungstechnische Maßnahmen zur Wirkungsgradsteigerungen bei Verbrennungsmotoren begannen vor vielen Jahren mit der einfachen Verstellung des Zündzeitpunktes. Heute werten sehr schnelle Mikroprozessoren eine Vielzahl von Messparametern aus, mit denen dann die unterschiedlichen Komponenten von Motoren dynamisch so gesteuert werden, dass für jede aktuell gemessene Kombination von Messwerten der höchste Wirkungsgrad des Motors erreicht werden kann. Dies beinhaltet auch den oben genannten Verzicht auf bestimmte Leistungen, die nicht benötigt werden, wie die Arbeit im Leerlauf.
- Die Nutzung alternativer Energieformen ist keine Energieeinsparung im eigentlichen Sinne. Durch dieses Vorgehen kann jedoch die ursprünglich eingesetzten Energieform reduziert oder gänzlich ersetzt werden. Zu einer Energieeinsparung kommt es dabei nur, wenn die Nutzung der neuen Energieform effizienter, als die zu ersetzende ist. (Stichwort: Energiebilanz) Beispiele für die Alternativenergienutzung sind: Tageslicht statt elektrischer Beleuchtung, Muskelkraft statt Motor, Erdgas statt Kohle. Die höhere Effizienz kann auch bei der Energiebereitstellung liegen: Erdgasheizung statt Elektroheizung spart Energie nicht im Haus, sondern bei der Stromerzeugung in einem Kraftwerk.

 
Energieeinsparverordnung
Die Energieeinsparverordnung ist Teil des deutschen Baurechts und regelt vor allem den Energieverbrauch von Gebäuden. Erreicht werden die Ziele der Energieeinsparverordnung vor allem durch umfangreiche Dämmmaßnahmen, der Herstellung winddichter Häuser (mit der Gefahr von Schimmelbildung bei falschem Lüftungsverhalten) und die Umrüstung auf moderne Heizungsanlagen. Die EnEV soll damit zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen. Im Detail regelt die EnEV die Energieausweise für Gebäude und die energetische Mindestanforderungen für Neubauten sowie für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude. Weiterhin regelt die EnEV die Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung und die energetische Inspektion von Klimaanlagen. Die Anforderungen an neue Nichtwohngebäude werden wie bei Wohngebäuden über den Jahresprimärenergiebedarf definiert. Die Bilanz umfasst jedoch zusätzlich zum Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung auch die Anteile für Kühlung und eingebaute Beleuchtung. 

Die EnEV gilt für alle beheizten und gekühlten Gebäude bzw. Gebäudeteile. Sonderregelungen gelten für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden (z. B. Ferienhäuser), die nur für kurze Dauer errichtet werden (z.B. Zelte, Traglufthallen) oder für ganz spezielle Nutzungen, wie z.B. Ställe und Gewächshäuser. Kleine Gebäude unter 50 m² Nutzfläche und nach Landesrecht geschützte Baudenkmäler sind von der Verpflichtungnach Energieausweisen nicht betroffen.

Die erste Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) trat am 01.02.2002 in Kraft. Sie hatte die bis dahin gültige Wärmeschutzverordnung vom 16.08.1994 und die „Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Warmwasseranlagen“ kurz: Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) vom 04.05.1998 abgelöst. Am 18.11.2004 trat eine Novellierung der EnEV in Kraft. Mit den Änderungen in der novellierten Fassung wurden Verfahrensvereinfachungen vorgenommen sowie die Rechtssicherheit und Rechtsklarheit bei der Anwendung der EnEV erhöht. Schwerpunkt war die Anpassung an den verbesserten Stand der Technik. Die dadurch notwendigen Änderungen wurden zum Anlass genommen, einige redaktionelle Klarstellungen vorzunehmen. Das grundsätzliche Anforderungsniveau wurde gegenüber der Fassung vom 01.02.2002 nicht verändert. 

Im Rahmen der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007), die am 01.10.2007 in Kraft getreten ist, werden Energieausweise zukünftig auch für Bestandsgebäude zur Pflicht. Außerdem werden bei Nichtwohngebäuden Kühleinrichtungen und Kunstlicht im Rahmen der nun vorgeschriebenen Berechnung mit Hilfe der DIN V 18599 mit in die Betrachtung aufgenommen.

Seit Oktober 2009 ist die EnEV 2009 gültig. Die energetischen Anforderungen werden nun im Gebäudebereich um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur EnEV 2007 verschärft und bis 2012 sollen nochmals 30 Prozent hinzukommen. Eine weiter wichtige Änderung ist, dass Dachböden bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten müssen – das kann eine Dämmung der Geschossdecke oder eine Dachdämmung sein. Bei Neuerwerbung besteht eine Nachrüstpflicht. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Nachrüstpflicht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten. Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen in der EnEV 2009, auf die hier nicht im Detail eingegangen werden soll. 

Die Gesetzestexte der Energieeinsparverordnung von 2009 können bei bei der DENA angeschaut werden.
Energiepass
Bei Waschmaschinen oder Kühlschränken ist es seit Jahren gang und gäbe, dass ein Label Auskunft über die Energieeffizienz der Geräte gibt. So lassen sie sich vergleichen und jeder weiss sofort, welches Gerät der größere Energieverschwender ist. Bevor der Energieausweis von der Bundesregierung verpflichtend eingeführt wurde, gab es zahlreiche regionale Energiepässe. Das Problem bei diesen Pässen war allerdings, dass sie von unterschiedlichen Kennwerten ausgingen und auch sonst unterschiedlich berechnet wurden. Der eine regionale Energiepass ließ sich demnach mit einem anderen regionalen Energiepass nicht vergleichen.
Energiesparhaus
Ein Energiesparhaus ist ganz allgemein betrachtet ein Haus, das weniger Energie benötigt, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Da sich die Anforderungen an die Wärmedämmung ständig ändern und verschärft werden, kann es durchaus sein, dass ein Haus, das vor 20 Jahren als Energiesparhaus gebaut wurde, heutzutage nicht mehr als solches bezeichnet werden kann. In Deutschland kursieren viele Begriffe, die ein Energiesparhaus bezeichnen - vom Null-Liter-Haus über das 3-Liter-Haus bis zum Passivhaus. Auch das KfW-60 und KfW-40-Haus sind Energiesparhäuser. Seit April 2009 ändern sich in Deutschland die Bezeichnungen für förderungswürdige Energiesparhäuser: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) änderte die Bezeichnung von KfW-40 Energiesparhaus in Effizienzhaus 55 und von KfW-60 Energiesparhaus in Effizienzhaus 70.
Entflammbarkeit
Entflammbarkeit ist ein Maß dafür, wie leicht sich ein Stoff bei natürlichen Temperaturen entzündet. Dies ist Teil des Brandverhaltens des Stoffes. 

Ein Beispiel für ein solches Maß ist die Lage des Flammpunktes. Die Entflammbarkeit ist nicht eins zu eins mit der Brennbarkeit gekoppelt, brennbare Stoffe können durchaus schwer entflammbar sein.

Baustoffe werden abhängig von ihrem Brandverhalten in verschiedene Baustoffklassen eingeteilt.
Estrich
Ein Estrich entsteht nach Aushärten einer "fließenden" Estrichmasse unterschiedlicher Zusammensetzung, daher auch der Begriff Fließestrich. Estrich kann als Verbundestrich entweder direkt auf der Rohdecke, dann als Estrich auf Trennschicht auf einer Zwischenlage und schließlich als Estrich auf Dämmlage auf einer Dämmschicht ausgebracht werden. Im letzteren Fall spricht man auch von einem "schwimmenden Estrich", weil der Estrich ohne Verbindng zu anderen Bauteilen gleichsam auf dem Dämmbelag schwimmt. Eine Sonderform des schwimmenden Estrichs ist der sog. Heizestrich für die Aufnahme einer Fußbodenheizung. Je nach Anforderungsprofil kommen zum Einsatz der Zement-Estrich, der Anhydrit-Estrich, der Magnesia-Estrich und der Gussasphalt-Estrich. Bei Altbaurenovierungen wird oft ein Trockenestrich eingebaut, der aus speziellen Estrichverlegeplatten besteht. Beim Einbringen eines Estrichs müssen zuvor immer Randdämmstreifen angebracht werden.
Estrich auf Dämmschicht
EaDämms
Dies ist der viel beschriebene schwimmende Estrich. Er wird über einer Dämmschicht eingebaut und hat keine unmittelbare Verbindung mit den angrenzenden Bauteilen, er "schwimmt" sozusagen. Der schwimmende Estrich ist eine Konstruktion, die den Anforderungen sowohl des Schallschutzes als auch des Wärmeschutzes dienen muss. Er dient insbesondere zur Verbesserung der Trittschalldämmung. Als schwimmender Estrich können alle Estricharten verwendet werden. Der Estrich ist auch für die Lastverteilung über dem Dämmstoff zuständig. Der Dämmstoff kann je nach erforderlicher Dicke ein- oder mehrlagig sein. Als Dämmschichten werden Dämmstoffe aus mineralischen und pflanzlichen Fasern sowie aus Schaumkunststoffen wie Polysterol und Polyurethan (PUR) verwendet. Dabei ist auch eine kombinierte Trittschall- und Wärmedämmung aus zwei Einzellagen möglich. Beim mehrlagigen Einbau von Dämmschichten ist auf einen Versatz der Plattenstöße sowohl in Längs- als auch in Querrichtung zu achten. Als Dämmstoffabdeckung werden Polyethylenfolien oder Bitumenpapier verwendet. Die Estrichdicken sind von der Dicke der Dämmstoffschicht, deren Zusammendrückbarkeit sowie dem Belag abhängig. Die Dicke bei Gussasphaltestrich beträgt mindestens 20 mm, bei Anhydrit- und Zementestrich 35 mm. Der schwimmende Estrich wird beispielsweise folgendermaßen angegeben: Estrich DIN 18560 - AE 20 - S 40.
Estrich auf Trennschicht
EaTrenn
Dieser Estrich ist durch eine Zwischenlage vom Untergrund getrennt. Er eignet sich unmittelbar als Boden sowie zur Aufnahme einer Beschichtung oder eines Belages wie z.B. in Heizräumen, Wasch- und Trockenräumen oder Lagerräumen. Als Estrich auf Trennschicht eignen sich alle Estricharten. Als Trennschichten werden Polyethylenfolien, Bitumenpapier oder Rohglasvliesbahnen verwendet. Sie sind, außer bei Gußasphalt, zweilagig zu verlegen. Eine Lage kann bei Untergeschoßräumen beispielsweise auch als Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit ausgeführt werden. Durch die zweilagige Verlegung der Trennschicht wird die Entkopplung des Estrichs vom Untergrund gesichert und eine spannungsfreie Bewegung auf der Unterlage ermöglicht. Ein umlaufend fünf Millimeter dicker Trennstreifen an den Wänden verhindert eine Einspannung. Die Estrichmindestdicken betragen bei Gussasphaltestrich 20 mm, bei Anhydritestrich 30 mm und bei Zementestrich 35 mm. Estrich auf Trennschicht wird, analog dem Verbundestrich, z.B. wie folgt angegeben: Estrich DIN 18560 - GE 15 - T 25.

F

Faserdämmplatten
Faserdämmplatten werden auch als poröse Holzfaserdämmplatten (HFD) bezeichnet. Die Fasern werden mit oder ohne Klebstoff vermischt und nur mit geringem Druck gepresst, so dass eine weiche, formbare Platte entsteht, die zur Schall- und Wärmedämmung eingesetzt wird.
Faserdämmstoffe
Dämmstoffe aus mineralischen und/oder organischen Fasern. Die Platten, Filzen oder Matten werden für Wärmedämmzwecke, bei entsprechender Eignung und zusätzlicher Kennzeichnung gleichzeitig auch für Schalldämm-, Schallschluck- und Trittschalldämmzwecke verwendet.
Fassade
Die Fassade bedeutet im Bauwesen das Äußere eines Gebäudes. Durch die Verwendung von verschiedenen Materialien ergeben sich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Auch Säulen, Arkaden, Erker oder Fenstergruppierungen geben der Fassade ein individuelles Aussehen. Fassaden können aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Eine Fassade kann verputzt sein (Putzfassade), sie kann aus einer Stahl- oder Aluminium-Glaskonstruktion bestehen, es kann sich um eine Leuchtfassade, eine Vorhangfassade oder eine Holzfassade handeln. Je nach Konstruktionsart der tragenden Wand kann z.B. eine Fassade aus Sichtmauerwerk direkt mit der Wand verbunden sein, es kann sich aber auch um eine Fassade mit Hinterlüftung handeln, die in der Fachwelt Kaltfassade genannt wird. Entsprechend heißt die nicht hinterlüftete Fassade Warmfassade.
Fassadenbekleidung
Fassadenbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Außenwandbekleidung genannt. Fassaden können mit Fassadenschindeln oder Fassadenplatten, aber auch mit Paneelen aus unterschiedliche Materialien wie Holz oder Faserzement bekleidet werden. Mehr zum Thema Fassadenbekleidung siehe vorgehängte Fassade.
Fassadendämmung
Abgesehen von verschiedenen Dämmstoffen, die verwendet werden können, gibt es auch technisch sehr unterschiedliche Möglichkeiten, die Fassade zu optimieren. Man hat die Wahl zwischen Außendämmung, Kerndämmung und Innendämmung.
Fassadenrenovierung
siehe Fassadensanierung.
Fassadensanierung
Ganz gleich, ob Putzfassade, Holzfassade, Klinkerfassade oder sonstige Fassade, früher oder später wird eine Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung fällig. Denn Sonne, Wind, Regen oder Frost machen jeder Fassade im Laufe der Zeit zu schaffen. Was sich deutlich durch Risse im Putz oder abblätternden Putz zeigt. Auch das Holz einer Holzfassade kann mit der Zeit Risse bekommen oder Ausbleichen, wenn es nicht richtig gepflegt wird. Und sind die Fugen einer Klinkerfassade erst einmal brüchig, sind weitere Schäden nicht weit entfernt, denn eindringendes Wasser kann die Bausubstanz gefährlich schädigen. Eine schadhafte Fassade ist also nicht nur schlecht für die Optik, sondern weitere, noch viel schlimmere Schäden sind programmiert. Deshalb lassen sich mit einer Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch so unterschiedlich die Fassaden sind, so unterschiedlich sind auch die Sanierungsmethoden. Die Sanierungsmethode bzw. Renovierungsmethode hängt auch stark von ab, wie sehr die Fassade in Mitleidenschaft gezogen ist. Oft reicht auch ein neuer Anstrich für die Putzfassade oder eine neue Lasur für die Holzfassade aus. In diesem Fall spricht man dann von einer Fassadenrenovierung. Bei einer Fassadensanierung geht es aber um mehr als nur um Schönheitsreparaturen. Hier wird in der Regel die komplette Fassade ausgetauscht oder die bestehende Fassade zusätzlich gedämmt und dann neu mit Putz oder einer Holzverschalung versehen. Bei einer Klinkerfassade reicht es meist aus, wenn man die Fugen erneuert. Bei älteren Häusern ist es aber häufig notwendig, dass das Haus zusätzlich gedämmt werden muss. Und da eine Außendämmung einer Innendämmung in der Regel vorzuziehen ist, muss in diesem Fall dann auch die Klinkerfassade dran glauben.
Fertighausdämmung
Trotz des vergleichbaren guten Wärmeschutzes, den die Fertighäuser auch schon bis in die 80er Jahre hatten, denken angesichts Energieeinsparverordnung und ständig steigender Heizkostenpreise wohl alle Besitzer gebrauchter Fertighäuser über eine Fertighausdämmung nach. Allein durch bauliche Maßnahmen kann der Energieverbrauch problemlos bis zu 70 % und mehr gesenkt werden, so dass sich die Kosten der Wärmedämmung schnell amortisieren - von der Wertverbesserung des Hauses ganz zu schweigen. Handwerklich begabte Hausbesitzer können einiges selber machen. Da neben dem Wärmeschutz bei allen Verbesserungsmaßnahmen aber auch der Brandschutz, die Statik und der Holz- und Feuchteschutz beachtet werden muss, sollte man bei größeren Baumaßnahmen immer den Fachmann konsultieren, damit nicht durch kleine Fehler große Schäden entstehen. Einige Firmen haben sich auf die Fertighaussanierung spezialisiert. Die wichtigsten Punkte einer Fertighausdämmung unterscheiden sich nicht von denen beim Massivhaus. Gedämmt werden die Fassade, Decken zwischen der Wohnung und nicht ausgebautem Dachraum, Dachschrägen oder auch die Kellerdecke.
Fertighaussanierung
Die Fertighaussanierung ist wie auch die Sanierung eines Massivhauses ein weites Feld. Das kann bei der Fassadensanierung anfangen und bei der Schadstoffsanierung enden. Und wenn die Familie größer wird, kommt häufig noch eine Dachaufstockung dazu. Fast zwangsläufig wird bei den steigenden Energiepreisen und den stetig wachsenden Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung eine Fertighausdämmung notwendig. Handwerklich begabte Hausbesitzer können einiges bei der Fertighaussanierung selber machen. Vor allem, wenn es in den Bereich der Modernisierung geht, wie zum Beispiel Malerarbeiten, Bodenlegerarbeiten oder Tapezierarbeoten. Da neben dem Wärmeschutz bei allen Verbesserungsmaßnahmen aber auch der Brandschutz, die Statik und der Holz- und Feuchteschutz beachtet werden muss, sollte man bei größeren Baumaßnahmen immer den Fachmann konsultieren, damit nicht durch kleine Fehler große Schäden entstehen. Einige Firmen haben sich auf die Fertighaussanierung spezialisiert. Fachleute für die Sanierung findet man zunächst natürlich beim Hersteller des Fertighauses, sofern er noch auf dem Markt ist. Jedenfalls unterhalten einige dieser Hersteller spezielle Renovierungstrupps. Der nächste Ansprechpartner wäre ein örtlicher Zimmermeister, denn auch Zimmerleute bauen Häuser in Holzrahmenkonstruktion.
Feuchteschutz
Die meisten Schäden an Bauwerken entstehen durch die Einwirkung von Feuchtigkeit. Feuchtigkeit schadet oder zerstört Bauteile innerhalb kurzer Zeit und setzt deren Wärmedämmvermögen erheblich herab. Durch feuchte Wände und Decken entsteht zudem ein gesundheitsschädigendes Raumklima. Wichtiges Ziel ist es daher, Gebäude vor jeder Art von Feuchtigkeit zu schützen. Wasser und Feuchtigkeit können von außen und von innen in ein Bauwerk gelangen. Von außen gelangt Feuchtigkeit beispielsweise durch Grundwasser, Schichtenwasser, Sickerwasser, feuchte Außenluft, Regen oder Schnee ins Gebäuden. Innen entsteht Feuchtigkeit bei der Bauherstellung (Neubaufeuchte), durch Wasser in Bädern und Küchen, durch Wasserdampfausatmung des Menschen oder durch Kondenswasser in Bauteilen. Durch geeignete Maßnahmen (z.B. Dampfsperre, richtiges Lüften) muss das Festsetzen von Feuchtigkeit (entstehen von Tauwasser) in den Bauteilen verhindert werden.
Feuchtigkeitsschutz
siehe Feuchteschutz.
Feuchtigkeitsschäden

Unter einem Feuchtigkeitsschaden versteht man einen direkten und indirekten Bauschaden, der an einem Bauwerk oder Gebäude durch Feuchtigkeit entsteht. Dies kann entweder die Folge von äußeren Witterungseinflüssen, Bodenfeuchte oder von Kondensation sein.
Einen Schaden, der z. B. durch einen Rohrbruch oder eine Überschwemmung entsteht, nennt man hingegen Wasserschaden.

Ursachen 
In Gebäuden kann sich Feuchtigkeit an unterschiedlichen Stellen und aus unterschiedlichen Gründen festsetzen:

Äußere Ursachen
Witterung über Dachabdeckungen und Wandabdichtung, aufsteigende und eindringende Nässe im Mauerwerk – Gegenmaßnahmen bestehen in allen diesen Fällen in der fachmännischen Bauwerksabdichtung der entsprechenden Stellen des Gebäudes.
Innere Ursachen: Luftfeuchtigkeit in Gebäuden schlägt sich an kälteren Stellen im Gebäude nieder (Kondensationsfeuchte)

Planungsmängel und Baumängel
Zu den Planungsmängeln zählen falsch konstruierte Ausführungsdetails der Gebäudehülle, z. B. im Bereich von Keller- und Dachabdichtungen, Fugen und Anschlüssen aber auch Wärmebrücken (Rollladenkästen, die Wand durchstoßendende Betonteile oder Eisen, Fehler der Wärmeisolierung). Ebenso häufig sind aber auch unsachgemäße oder schlampige Ausführung oder die Verwendung von ungeeigneten Baustoffen, also Baumängel, die Ursache.

Vorschäden des Gebäudes 
Schon kleine Schäden am Gebäude, wie z. B. fehlende Dachpfannen und defekte Regenrinnen führen dazu, dass Feuchtigkeit eindringt. Im erdberührten Bereich sind es meist Risse in den Außenwänden, die durch Setzungen entstehen können.

Witterung und Bodenfeuchte
Die oberirdischen Teile von Bauwerken und Gebäuden sind ständig der Witterung ausgesetzt. Der Einfluss von Wind, Regen und Schnee kann dazu führen, dass Feuchtigkeit in die Gebäudehülle eindringt und nicht mehr entweichen kann. Erdberührte Bauteile hingegen kommen mit der Bodenfeuchte in Kontakt. Hier ist das Eindringen von Sickerwasser, Grundwasser oder Stauwasser die häufigste Schadensursache. Seitlich im Boden in Kellerwände eindringendes Wasser (Schichtwasser) kann, häufig bei Gebäuden in Hanglage ein Problem, nach stärkeren Regenfällen in das Mauerwerk eindringen. Grundwasser, das bis an den Keller heranreicht (drückendes Wasser), ist eine weitere Quelle für feuchte Wände. Kapillareffekte im Mauerwerk und fehlerhafte horizontale Absperrungen können dann zur Durchfeuchtung über mehrere Geschosse führen.

Kondensation von Luftfeuchtigkeit
Die Luft kann je nach Temperatur unterschiedlich viel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf speichern. Fällt die Lufttemperatur, schwindet auch die Aufnahmefähigkeit der Luft. Der überschüssige Wasserdampf kondensiert dann und setzt sich als Feuchtigkeit auf kühlen Oberflächen ab. Solche Abkühlung findet auch lokal statt, wie zum Beispiel an Fensterscheiben, Außenwänden, -kanten und -ecken sowie Wärmebrücken. Die Ursachen für die hohe Luftfeuchtigkeit liegen während und kurz nach der Bauphase bei den verwendeten Baustoffen und später hauptsächlich in der Nutzung des Gebäudes. Im Massivbau wird viel überschüssiges Wasser benötigt, um Baustoffe wie Beton, Mörtel und Putz verarbeiten zu können. Auch die heute verwendeten Bauhölzer weisen beim Einbau eine hohe Eigenfeuchte auf. Diese Feuchtigkeit benötigt Zeit, um aus dem Gebäude entweichen zu können. Da es aber unwirtschaftlich ist, Neubauten lange leerstehen zu lassen, gehen sie direkt in die Nutzung über. Bei der Nutzung entsteht ständig neue Luftfeuchtigkeit z. B. durch Kochen, Duschen, Putzen und die Atemluft der Bewohner. Verschärfend kommt hinzu, dass bei modernen Neubauten die Gebäudehülle besonders gut abgedichtet ist, um durch geringen Luftwechsel Energie einsparen zu können.

Folgen
Feuchtigkeit kann neben geringen optischen Schäden wie Stockflecken oder Verfärbungen zu schweren Bauschäden führen, die die Standsicherheit gefährden. Dies sind oft langsam fortschreitende Prozesse, die sich im Verborgenen abspielen. Mörtel und Beton werden ausgelaugt, es kann zu Abplatzungen durch Korrosion der Bewehrung oder Frostschäden kommen, Stahlkonstruktionen rosten, bei Holzkonstruktionen sind Fäulnis und Verformungen durch Aufquellung häufige Schäden. Folgeschäden wie Schimmelpilze, Bakterienbefall[1] und Hausschwamm (meldepflichtig) führen zu gesundheitlicher Belastung der Bewohner durch z. B. Allergien oder Infektionen der Atemwege. Das kann bis zur Unbewohnbarkeit des Gebäudes führen.

 
First
First
Der First ist die oberste Dach- bzw. Gebäudekante. Sie ist waagerecht und wird von zwei sich schneidenden Dachflächen gebildet. Weitere Bezeichnungen für den First sind Dachfirst, Firstlinie, Dachforst, Forst und Först.
Firstpfette
siehe Pfette.
Flachdachdämmplatte
Flachdachdämmplatten sind spezielle, für die Verwendung auf Flachdächern zugelassene, Dämmplatten. Insbesondere für begehbare Flachdächer müssen sie besonders druckfest sein. Eine hohe Temperaturbeständigkeit ist ebenfalls erforderlich. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Dämmplatten aus PUR-Hartschaum, EPS oder Holzwolle. Zum Schutz vor Feuchtigkeit gibt es bitumenbeschichtete oder lateximprägnierte Platten.
Flachglas

Flachglas ist zu Scheiben geformtes Glas, das z. B. als Fensterglas, aber auch als Vorprodukt für Spiegel- und Automobilglas Verwendung findet. Flachglas wird im Bauwesen vielfältig eingesetzt. Unterschieden werden kann hierbei:

- nach der Zusammensetzung der verwendeten Produkte
- nach der Art der Konstruktion.

Herstellung 
Heute ist der Großteil des Flachglases im Floatprozess erzeugtes Floatglas. Geprägtes Glas (mit Relief), auch mit eingelegtem Drahtgitter, wird als Walzglas hergestellt. Das älteste Verfahren war das Schleudern erhitzter Kugeln zu Mondglas (kreisrunde Scheiben bis 1,2 m Durchmesser, produktionsbedingt mit einer mittigen Verdickung, der Butze). Ab dem 17. Jahrhundert wurden durch Walzung gleichmäßig dicke Scheiben bis 1,5 m erreicht. Ab 1904 konnten Scheiben nahezu beliebiger Dimension gezogen werden. Das Floatingverfahren kam erstmals 1959 zum industriellen Einsatz.

Weiterverarbeitungen
ESG: 

Einscheiben-Sicherheitsglas ist thermisch (nach DIN 12150-1) oder chemisch vorgespanntes Glas. Bei thermisch vorgespanntem Glas wird das Glas auf etwa 630 Grad Celsius erhitzt und dann durch Abblasen mit kalter Luft rasch abgekühlt. Da Glas ein schlechter Wärmeleiter ist, wird beim Abkühlen zunächst die Oberfläche - und etwas verzögert auch der Kern - der Scheibe abgekühlt. Im Moment des vollständigen Erstarrens der Scheibe (bei ca. 530 Grad Celsius) ist der Kern noch um ca. 100 K wärmer als die Oberflächen. Beim weiteren Abkühlen werden Spannungen nicht mehr abgebaut. Da sich der Kern aber um ca. 100 K stärker abkühlt, zieht er sich auch entsprechend stärker zusammen als die Oberfläche, womit im Kern Zugspannungen und in den Oberflächen Druckspannungen entstehen, die entstehende Risse und dergleichen verbergen, wodurch ESG deutlich widerstandsfähiger gegen Biegebelastungen und temperaturbedingte Spannungen wird als normales Glas. Einscheibensicherheitsglas kann nicht mehr bearbeitet werden. Wenn die Risse zu tief werden und in die Zugspannungszone eintreten, werden schlagartig die eingefrorenen Spannungen freigesetzt, und das Glas zerfällt in kleine Krümel. Besonders empfindlich sind naturgemäß die Kanten der Gläser. ESG-Gläser werden unter anderem für Autoseitenscheiben, Duschabtrennungen, Ganzglastüren, Fassadengläser und so genannte Alarmgläser genutzt.

VSG: 
Verbund-Sicherheitsglas nach DIN EN ISO 12543-2, besteht aus abwechselnden Schichten von Glas und Kunststofffolie (Polyvinylbutyral, PVB), bei Bruch sollen die Glassplitter oder -scherben an der Folie haften bleiben. Sicherheitsglas mit einer Dicke von etwa 25 mm wird als Panzerglas bezeichnet und beispielsweise für Schaufenster, Vitrinen und Autofenster verwendet. Wird die Schichtdicke entsprechend gesteigert, spricht man von schussfestem Glas. Verbundsicherheitsglas kann aus Kombinationen von verschiedenen Glastypen (Float, ESG, TVG) bestehen.

VG: 
Verbundglas nach DIN EN ISO 12543-3, bestehend aus mindestens zwei Scheiben und organischen Zwischenmaterialien, vor allem Gießharz, Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) nach DIN 1259-2, bestehend aus mindestens zwei Scheiben und einem Randverbund mit Scheibenzwischenraum (SZR), der gas- oder luftgefüllt sein kann.

Brandschutzverglasung: 
Ein System, das die Anforderungen einer Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102 erfüllt. Brandschutzverglasungen können Einfach- oder Isolierverglasungen sein.


Sonnenschutzglas: 
Ein besonderes Glas, meist Isolierglas, das durch absorbierende und reflektierende Beschichtung verbesserte Sonnenschutzeigenschaften aufweist.


Wärmeschutzglas: 
Ein Isolierglas, das verbesserte Wärmeschutzeigenschaften aufweist.
 
Panzerglas mit einer BeschussprobeTVG: 
Teilvorgespanntes Glas nach DIN EN 1863 ist ebenfalls thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung ist jedoch nicht so hoch wie bei Einscheibensicherheitsglas und deshalb ist das Bruchverhalten anders. Die Scheibe ist ebenfalls härter als normales Floatglas und bricht mit langen Rissen, die von der Störstelle bis zum Rand des Glases verlaufen.

Drahtglas aus Gussglas nach DIN 1249
Glas mit selbstreinigenden Eigenschaften gibt es in verschiedenen Ausführungen. Ein Möglichkeit ist, dass das Glas auf der Außenseite über eine spezielle Beschichtung verfügt. Diese löst zunächst unter Einfluss des UV-Lichtes organische Verschmutzungen. (Regen-)Wasser, welches sich aufgrund der Hydrophilie der Glas-Oberfläche zu einem dünnen Film auf der Scheibe verteilt, spült die gelösten Verschmutzungen ab.

 

G

G3 Touch
ISOVER G3 touch – die verbesserte Mineralwolle

Gut wie immer, sanft wie nie 

Mit gewohnt hoher ISOVER Qualität und ausgezeichneter Energie- und Ökobilanz ist die Mineralwolle mit G3 touch von ISOVER deutlich softer als unsere bisherige Glaswolle und damit angenehmer in der Verarbeitung. Die soft-touch Oberfläche erhält durch ein geruchsverbessertes Bindemittel eine perfekte Ergänzung. Die weiterhin gelben Mineralwolle-Produkte werden ab April 2011 sukzessive die bisherigen Filze und Platten ersetzten. Dämmstoffe der innovativen Mineralwolle ISOVER G3 touch werden gut sichtbar mit dem neuen Signet „G3 touch“ gekennzeichnet.

G3 touch steht für drei Güteversprechen, die ISOVER in Zusammenhang mit der weiterentwickelten Mineralwolle abgibt: Premium-Qualität, Komfort und Nachhaltigkeit der Produkte.

Zum Einen werden die aktuell bei Mineralwolle bestmöglichen Dämmwerte (λ 032) mit optimierten mechanischen Eigenschaften verbunden. Die gleichbleibend hohe ISOVER Qualität spiegelt sich dabei aber auch in den anwendungsorientierten Produktspezifikationen wider. Allen G3 touch Mineralwolle-Produkten ist dabei die leichte und elastische aber zugleich sehr stabile Struktur und zum Beispiel bei Klemmfilzen hohe Klemmwirkung gemein.

Zum Zweiten wurde der Komfort in Bezug auf Verarbeitung und Nutzung weiterentwickelt. Zur bisher ohnehin einfachen Handhabung der Produkte bietet G3 touch spürbar softere Oberflächen. Als drittes Güteversprechen steht ISOVER mit der verbessertern Mineralwolle mit G3 touch  auch in Zukunft für nachhaltige Dämmlösungen, die sowohl energieeffizient in der Herstellung sind, als auch maximale Energieersparnis im Einsatz ermöglichen. Die ständige Weiterentwicklung und Erforschung innovativer Produkte ist für ISOVER selbstverständlich und ermöglicht es, bereits heute künftigen Anforderungen für eine gesunde Wohn- und Lebensumwelt gerecht zu werden.

Gebäudehülle
Die Gebäudehülle hat entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch eines Gebäudes. Zur Gebäudehülle gehören das Dach, die Außenwände, die Fenster und die Kellerdecke. Sind diese Bauteile gut gedämmt, senkt dies maßgeblich den Energieverbrauch. Die Energieeinsparverordnung fordert zudem die luftdichte Gebäudehülle. Dazu werden meist Dampfbremsen oder Dampfsperren angebracht, die verhindern sollen, dass Feuchtigkeit in die Konstruktion und vor allem in die Wärmedämmung gelangt. Dabei sind Leckstellen zu vermeiden. Die Luftdichtheit lässt sich mit dem Blower-Door-Test überprüfen, der inzwischen von zahlreichen Anbietern angeboten wird. Allgemein wird unter Gebäudehülle oft einfach nur das Material verstanden, aus dem die äußere Schicht des Hauses besteht (z.B. Stahl und Glas). Verwendung findet der Begriff auch beim Ausbauhaus in Fertigbauweise. Hier stellen die Hersteller tatsächlich eine Gebäudehülle auf die Bodenplatte, wobei der nachfolgende Innenausbau dem Bauherrn überlassen bleibt.
Gefälledach
Ein Gefälledach ist ein mit keilförmigen Dämmplatten hergestelltes Gefälle auf dem Flachdach. Das Gefälle muss mindestens 2 % betragen. Bei einem Gefälledach kann das Oberflächenwasser rascher abfließen. Abgelagerter Staub, Blütensamen und dgl. werden beim nächsten Regen weggeschwemmt. Beim gefällelosen Dach können dagegen Schlammablagerungen den Nährboden für einen wilden Bewuchs bilden und beeinflussen die Lebenserwartung der Dachhaut.
Gefälledämmsystem
siehe Gefälledämmung.
Gefälledämmung
Eine Gefälledämmung kommt bei der Herstellung von geneigten Dachflächen zum Einsatz. Mit geneigten Dachflächen sind hierbei keine Steildächern, sondern Flachdächer mit einer geringen Neigung gemeint. Diese Neigung ermöglicht ein zügiges Abfließen von Regenwasser. Flachdächer, auf denen sich Pfützen bilden, sind immer eine Gefahrenquelle. Zum Herstellen einer Gefälledämmung werden keilförmig geschnittene Dämmplatten und Dämmbahnen verwendet. Bitumengebundene Schüttungen aus expandierten Mineralien kommen bei einem Gefälledach ebenfalls zum Einsatz. Neben der Gefällegebung kann diese Art von Gefälledämmung auch für den Niveauausgleich verwendet werden.
Gegenlattung
Gegenlattung ist eine andere Bezeichnung für den gebräuchlicheren Begriff Konterlattung.
Gehschall
siehe Trittschall.
Geschossbalkenlage
Als Geschossbalkenlage wird die Balkenlage bezeichnet, die zwei Geschosse voneinander trennt.
Gesetzgeber
Die Legislative (lat.: lex, „Gesetz“, und ferre, „tragen“, davon das PPP latum, „getragen“; auch gesetzgebende Gewalt) ist in der Staatstheorie neben der Exekutive (ausführenden Gewalt) und Judikative (Rechtsprechung) eine der drei unabhängigen Gewalten. Die Legislative ist zuständig für die Beratung und Verabschiedung von Gesetzen (Gesetzgebung) im inhaltlichen und formellen Sinn sowie für die Kontrolle der Exekutive und der Judikative (In Österreich kontrolliert sie nur die Exekutive, die Judikative bleibt unabhängig). In einer repräsentativen Demokratie bilden die Parlamente die Legislative. In Staaten mit Elementen direkter Demokratie tritt im Einzelfall auch das Volk als Gesetzgeber auf (Volksgesetzgebung).

Deutschland
auf Bundesebene durch den Deutschen Bundestag als Einkammerparlament, den Bundesrat als Organ des Bundes zur Mitwirkung der Länder u. a. an der Bundesgesetzgebung sowie (notfalls) den Gemeinsamen Ausschuss
auf Landesebene durch das jeweilige Landesparlament oder (soweit die Landesverfassung dies vorsieht) durch die Wahlberechtigten selbst.
Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden.

Auf Ebene der Kreise und Gemeinden gibt es keine Legislative, da es sich aus staatsrechtlicher Sicht lediglich um Selbstverwaltungskörperschaften innerhalb der Landesexekutive handelt. Gemeinderäte sind mithin auch keine Parlamente. Die Selbstverwaltungsorgane sind lediglich Verwaltungsorgane, denen es an legislativen Befugnissen mangelt. Wesentliches Indiz hierfür ist neben dem Fehlen der Judikative die landesgesetzliche Vorgabe einer Gemeindeordnung an Stelle einer selbst gewählten Verfassung. Die Mitglieder der Organe genießen auch nicht den für Abgeordnete von Parlamenten verfassungsgemäß garantierten Schutz der Immunität und Indemnität. Die Entscheidungen dieser Organe können zudem durch die Kommunalaufsicht aufgehoben oder ersetzt werden.
Gewölbedecke
Bei einer Gewölbedecke handelt es sich um eine bogenförmig oder kugelförmig gekrümmte Decke. Historisch betrachtet werden Tonnengewölbe mit zylindrische Wölbfläche und Kuppelgewölbe mit kugelförmiger Wölbfläche unterschieden. Diese historischen Gewölbe wurden in der Regel aus einzelnen Steinen zusammengesetzt, die sich untereinander Halt gaben. Moderne Gewölbedecken sind Massivdecken aus Beton oder Putzträgerdecken. Auch in Trockenbauweise sind Systeme auf dem Markt, die sich für einen nachträglichen Einbau eignen. Bei frühzeitiger Planung der Gewölberäume ist allerdings die Massivdecke zu empfehlen, denn sie bietet gegenüber der Trockenbaulösung einige Vorteile: geringere Gesamtkosten, angenehmes Raumklima durch die wirksame Speichermasse und die Ausstrahlung einer echten Gewölbe-Tragwirkung. Neben klassischen Kreuzgewölbemodellen, die sich durch einfache geometrische Merkmale, vor allem aber durch die individuelle Form und Raumwirkung unterscheiden, gibt es sehr variable Gewölbesysteme: Damit können alle gängigen Stützenräume alternativ auch stützenfrei überwölbt werden.
Glasverpackung

Zu Glasverpackungen zählen Glasflaschen wie auch Konservenglas und medizinische und kosmetische Verpackungen.Unter diesem Begriff werden alle Hohlglaswaren zusammengefasst, die zur Verpackung, Aufbewahrung, Konservierung und zum Transport von Getränken und anderen Flüssigkeiten (zum Beispiel auch Parfum) Lebensmitteln, chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Stoffen dienen. Behälterglas wird ausschließlich in Glashütten gefertigt. Dadurch ist es gegenüber Fläschchen und Ampullen abgegrenzt, die dem Bereich der Hohlglasverarbeitung zugerechnet werden[4] und in der Glashütte erzeugtes Halbzeug, in der Regel Glasrohr, als Ausgangsprodukt zur Voraussetzung haben.

Die Bedeutung von Glas als Verpackungsmaterial geht einerseits auf seine vielfältige Formbarkeit und Gestaltbarkeit zurück. Es lassen sich firmen- oder markentypische Formen erzeugen, die zu einem festen Begriff für das darin abgefüllte Produkt geworden sind. Noch wichtiger sind jedoch die Grundeigenschaften des Werkstoffes Glas für seinen Einsatz bei der Verpackung. Glas ist transparent, leicht zu reinigen und hygienisch, vor allem ist es geruchlos und inert. Damit ist Glas auch absolut geschmacksneutral. Es gibt keine Inhaltsstoffe ab und nimmt auch keine Aroma- und Wirkstoffe auf. Insbesondere bei sensiblen Produkten wie Babykost und Arzneimittel ist dies von großer Bedeutung, aber auch bei kohlensäurehaltigen Getränken, die in Glas verpackt keine Kohlensäure verlieren. Glas verträgt sehr hohe Temperaturen und ist bis zu ca. 500°C formstabil. Deshalb eignet sich Glas für alle üblichen Abfüllverfahren, wie Kaltabfüllung, Heißabfüllung, Pasteurisierung, Sterilabfüllung oder aseptische Abfüllung. Glas-Mehrwegflaschen lassen sich wegen der möglichen hohen Spültemperaturen hygienisch einwandfrei reinigen.[5] Ein Nachteil der Glasverpackungen ist das verhältnismäßig hohe Gewicht. Die Glasindustrie trägt diesem Umstand Rechnung durch kontinuierliche Anstrengungen zur Gewichtsreduzierung. Bei Konservengläsern wurde eine Gewichtseinsparung um ca. 20 - 25% erreicht, Einweg-Bierflaschen sind seit 1955 sogar um.

Besonderheiten in der Herstellung 
Bei der Herstellung von Gläsern und Flaschen setzen die Glashütten durchschnittlich 60 Prozent Altglas ein.Unter den gefärbten Glasverpackungen kommen grüne und braune Tönungen am häufigsten vor. Grünes Glas, das auch für UV-Strahlung noch durchlässig ist, wird durch Zusatz von Chromoxid erhalten, braune Gläser, die das UV fast völlig absorbieren, ergeben sich bei Zugabe von Eisensulfid, das entweder direkt als Pyrit in das Gemenge eingeführt wird oder durch gleichzeitige Zugabe von Natriumsulfat (Na2SO4) und Kohle (als Reduktionsmittel) in Gegenwart von Eisen die sogenannte „Kohlegelb“-Färbung erzeugt. Die Farbe kann sowohl der Kennzeichnung dienen als auch dem Lichtschutz oder nur ästhetische Gründe haben. Neben den fast ausschließlich in der Natur vorkommenden – meist heimischen – Ausgangsmaterialien sind heute bei der Herstellung von Gläsern und Flaschen Altglasscherben ein wichtiger Rohstoff für neue Glasverpackungen – bei einem mittleren Scherbenanteil von 60% (maximal bis zu 90%) mengenmäßig der wichtigste Rohstoff überhaupt. Aus gebrauchtem Glas entsteht so in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder neues Glas.

 
Glaswolle
Glaswolle wird zusammen mit Steinwolle zum Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Glaswolle besteht im Gegensatz zur Steinwolle zu einem Großteil aus Altglas. Bei der Herstellung entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Beim Kauf von Glaswolle-Dämmstoffen ist darauf zu achten, dass diese mit dem RAL-Gütezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind. Die Verwendung ist bei Glaswolle und Steinwolle identisch. Näheres daher unter dem Stichwort Mineralwolle.

H

Hartschaum
Geschäumter Kunststoff (Polystyrol, Phenolharz, PUR), der als Wärmedämmstoff verwendet wird. Hartschaumplatten werden als Dämmstoff vorzugsweise für schwimmende Estriche zur Verbesserung des Trittschallschutzes und/oder als Wärmedämm-Verbundsystem für Aussenwände verwendet. Folgende Anwendungstypen werden unterschieden: Wärmedämmung nach DIN 18164-1W = nicht druckbelastbar, WD = druckbelastet, WS = mit erhöhter Belastbarkeit für Sondereinsatzgebiete.Für die Trittschalldämmung nach DIN 18164-2T = für Decken, z.B. unter Estrich, auch unter Fertigteilestrich.
Heizbedarf

Der Heizbedarf ist allgemein die Größe, welche thermische Energie zum Heizen notwendig ist. Für die bautechnischen Anwendungen steht speziell die Größe Heizenergiebedarf (Qh, HEB) zur Verfügung.

Heizbedarf
Der Heizbedarf ist eine Größe der Energie (Wärmemenge), und wird in Joule (J), auch Kilojoule (kJ) oder Megajoule (MJ), oder (messtechnisch veraltet, in der Technik aber noch verbreitet) in Kilowattstunden (kWh) bzw. Megawattstunden (MWh) angegeben (1 kWh = 3,6 MJ). Er bemisst sich also aus

Heizbedarf = thermische Leistung in Kilowatt (kW) × Heizzeit in Stunden (h)

Es ist zweckdienlich, den Heizbedarf auf eine Heizperiode (bzw. ein Jahr) zu bemessen, und gibt den Jahresenergiebedarf dann in Joule bzw. Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) bzw. Watt, in Einheiten der Leistung (Physik), den vom Heizsystem auf das Gebäude übertragenen Wärmestrom, bzw. die notwendige Heizlast. Auch monatliche Angaben sind üblich. Für die wirtschaftliche Rechnung interessant ist der Heizstoffbedarf, daher rechnet man Heizbedarf in Einheiten der Heizmittelmenge um:

Heizbedarf = Heizwert (J oder kWh/m3 oder kg) × Heizmittelmenge in Gewicht oder Volumen, in Einheiten Kilogramm (kg), Tonnen (t), Kubikmeter (m3), Liter (l) oder ähnlichem, je nach Material

Damit ergibt sich die nötige Versorgungsmenge. Für die Vergleichsrechnung steht hier etwa das Heizöläquivalent (oe) oder die Steinkohleeinheit (SKE) zur Verfügung. An der Dimenson der Größe, Fläche×Masse÷Zeit2 (L2·M·T−2), ist zu sehen, dass neben dem Baukörper im Besonderen die Zeit in der zweiten Potenz eingeht. Natürlich ist der Energiebedarf einerseits für ein Gebäude typisch, schwankt aber andererseits enorm mit den Witterungsverhälnissen des Jahres, daher gibt man neben dem aktuellen Heizbedarf auch einen mittleren Heizbedarf an, der sich aus den mittleren meteorologischen Daten (meist bemessen auf 30 Jahre) des Standorts bezieht.

Um aber speziell Gebäude unabhängig von Standort und Nutzung bautechnisch zu vergleichen, gibt man auch eine spezifische Gebäudekenngröße, den (spezifischen) Heizenergiebedarf an. Er wird je Heizzeit und Quadratmeter als Kennwert gerechnet, und dann in Megawattstunden je Quadratmeter und Jahr (MWh/m²a) ermittelt.

Jahresheizbedarf = (spezifischer) Heizenergiebedarf × Gebäudefläche × Heizzeit 

Der Heizenergiebedarf (Qh, HEB) ist die Energiemenge, die für die Heizung eines Gebäudes notwendig ist. (EN 832Auf die Masse des Baukörpers bezogen ist der (spezifische) Heizenergiebedarf nurmehr von der Zeit abhängig, von der aber in der dritten Potenz: Der Heizenergiebedarf ist eine Größe, die für ein Gebäude in Bauform und besonders Standort und seine Nutzung kennzeichnend ist, und wird etwa nach ÖNORM B 8110-1 Flächenbezogener Heizwärmebedarf genannt und mit HWBBGF bezeichnet. Bezugsgröße für die Fläche ist dabei nicht die Wohnfläche, sondern nach in Deutschland gültiger Norm (EnEV) die Gebäudenutzfläche, in Österreich (OIB Leitfaden ua.)[2] die beheizte Bruttogeschossfläche und in der Schweiz die Energiebezugsfläche (ebenfalls brutto, geschoßbezogen).

Nach EN 832 rechnet man die Summe der Wärmemengen durch Wärmeleitung:
Q_\mathrm{h} = (Q_\mathrm{T} + Q_\mathrm{V}) - \eta \cdot (Q_\mathrm{i} + Q_\mathrm{s})
mit
QT: Transmissionswärmeverluste infolge Wärmeleitung in den Bauteilen und Wärmeübergang an den Oberflächen
    QV: Lüftungswärmeverluste infolge Luftaustausch
    Qi: interne Wärmegewinne infolge Betrieb elektrischer Geräte, künstlicher Beleuchtung und Körperwärme von Personen
    Qs: solare Wärmegewinne über transparente Bauteile
    η: Ausnutzungsgrad der Wärmegewinne (vereinfacht 1,00 für schwere Bauweisen bis 0,90 für leichte Bauweisen)

Nach gewissen Berechnungsarten gliedert man in Heizwärmebedarf (HWB) und Heiztechnikenergiebedarf (HTEB), und rechnet den Warmwasserwärmebedarf (WWWB) getrennt, oder gemeinsam
HEB = HWB + HTEB ( + WWWB)

Er wird als spezifische Größe auch vereinfacht aus dem Jahresnutzungsgrad Hh des Heizsystems (ÖNORM H 5055)[3] ermittelt.
HEB = HWB/hH

Der Jahresnutzungsgrad ist dabei ein Wert des Wärmebereitstellungssystems, Wärmeverteilsystems, Regelmesssystems[3], und ist eine numerischer Faktor (Dimensionslose Größe), der (dezimal) den Prozentsatz der Zeit gibt, den das Heizsystem in Betrieb sein muss, um die Innentemperator konstant auf dem Zielwert zu halten (allgemein die Heizperiode in Tagen, spezieller die Heizzeit in Stunden, oder in genauer Rechnung aus den lokalen Heizgradtagen ermittelt, die neben der Zeit auch die mittlere Temperaturdifferenz Heizziel Norminnentemperatur zu langfristig mittlerer Außentemperatur gibt).

 

 

Heizbedarf

Der Heizbedarf ist allgemein die Größe, welche thermische Energie zum Heizen notwendig ist. Für die bautechnischen Anwendungen steht speziell die Größe Heizenergiebedarf (Qh, HEB) zur Verfügung.

Heizbedarf
Der Heizbedarf ist eine Größe der Energie (Wärmemenge), und wird in Joule (J), auch Kilojoule (kJ) oder Megajoule (MJ), oder (messtechnisch veraltet, in der Technik aber noch verbreitet) in Kilowattstunden (kWh) bzw. Megawattstunden (MWh) angegeben (1 kWh = 3,6 MJ). Er bemisst sich also aus

Heizbedarf = thermische Leistung in Kilowatt (kW) × Heizzeit in Stunden (h)

Es ist zweckdienlich, den Heizbedarf auf eine Heizperiode (bzw. ein Jahr) zu bemessen, und gibt den Jahresenergiebedarf dann in Joule bzw. Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) bzw. Watt, in Einheiten der Leistung (Physik), den vom Heizsystem auf das Gebäude übertragenen Wärmestrom, bzw. die notwendige Heizlast. Auch monatliche Angaben sind üblich. Für die wirtschaftliche Rechnung interessant ist der Heizstoffbedarf, daher rechnet man Heizbedarf in Einheiten der Heizmittelmenge um:

Heizbedarf = Heizwert (J oder kWh/m3 oder kg) × Heizmittelmenge in Gewicht oder Volumen, in Einheiten Kilogramm (kg), Tonnen (t), Kubikmeter (m3), Liter (l) oder ähnlichem, je nach Material

Damit ergibt sich die nötige Versorgungsmenge. Für die Vergleichsrechnung steht hier etwa das Heizöläquivalent (oe) oder die Steinkohleeinheit (SKE) zur Verfügung. An der Dimenson der Größe, Fläche×Masse÷Zeit2 (L2·M·T−2), ist zu sehen, dass neben dem Baukörper im Besonderen die Zeit in der zweiten Potenz eingeht. Natürlich ist der Energiebedarf einerseits für ein Gebäude typisch, schwankt aber andererseits enorm mit den Witterungsverhälnissen des Jahres, daher gibt man neben dem aktuellen Heizbedarf auch einen mittleren Heizbedarf an, der sich aus den mittleren meteorologischen Daten (meist bemessen auf 30 Jahre) des Standorts bezieht.

Um aber speziell Gebäude unabhängig von Standort und Nutzung bautechnisch zu vergleichen, gibt man auch eine spezifische Gebäudekenngröße, den (spezifischen) Heizenergiebedarf an. Er wird je Heizzeit und Quadratmeter als Kennwert gerechnet, und dann in Megawattstunden je Quadratmeter und Jahr (MWh/m²a) ermittelt.

Jahresheizbedarf = (spezifischer) Heizenergiebedarf × Gebäudefläche × Heizzeit 

Der Heizenergiebedarf (Qh, HEB) ist die Energiemenge, die für die Heizung eines Gebäudes notwendig ist. (EN 832Auf die Masse des Baukörpers bezogen ist der (spezifische) Heizenergiebedarf nurmehr von der Zeit abhängig, von der aber in der dritten Potenz: Der Heizenergiebedarf ist eine Größe, die für ein Gebäude in Bauform und besonders Standort und seine Nutzung kennzeichnend ist, und wird etwa nach ÖNORM B 8110-1 Flächenbezogener Heizwärmebedarf genannt und mit HWBBGF bezeichnet. Bezugsgröße für die Fläche ist dabei nicht die Wohnfläche, sondern nach in Deutschland gültiger Norm (EnEV) die Gebäudenutzfläche, in Österreich (OIB Leitfaden ua.)[2] die beheizte Bruttogeschossfläche und in der Schweiz die Energiebezugsfläche (ebenfalls brutto, geschoßbezogen).

Nach EN 832 rechnet man die Summe der Wärmemengen durch Wärmeleitung:
Q_\mathrm{h} = (Q_\mathrm{T} + Q_\mathrm{V}) - \eta \cdot (Q_\mathrm{i} + Q_\mathrm{s})
mit
QT: Transmissionswärmeverluste infolge Wärmeleitung in den Bauteilen und Wärmeübergang an den Oberflächen
    QV: Lüftungswärmeverluste infolge Luftaustausch
    Qi: interne Wärmegewinne infolge Betrieb elektrischer Geräte, künstlicher Beleuchtung und Körperwärme von Personen
    Qs: solare Wärmegewinne über transparente Bauteile
    η: Ausnutzungsgrad der Wärmegewinne (vereinfacht 1,00 für schwere Bauweisen bis 0,90 für leichte Bauweisen)

Nach gewissen Berechnungsarten gliedert man in Heizwärmebedarf (HWB) und Heiztechnikenergiebedarf (HTEB), und rechnet den Warmwasserwärmebedarf (WWWB) getrennt, oder gemeinsam
HEB = HWB + HTEB ( + WWWB)

Er wird als spezifische Größe auch vereinfacht aus dem Jahresnutzungsgrad Hh des Heizsystems (ÖNORM H 5055)[3] ermittelt.
HEB = HWB/hH

Der Jahresnutzungsgrad ist dabei ein Wert des Wärmebereitstellungssystems, Wärmeverteilsystems, Regelmesssystems[3], und ist eine numerischer Faktor (Dimensionslose Größe), der (dezimal) den Prozentsatz der Zeit gibt, den das Heizsystem in Betrieb sein muss, um die Innentemperator konstant auf dem Zielwert zu halten (allgemein die Heizperiode in Tagen, spezieller die Heizzeit in Stunden, oder in genauer Rechnung aus den lokalen Heizgradtagen ermittelt, die neben der Zeit auch die mittlere Temperaturdifferenz Heizziel Norminnentemperatur zu langfristig mittlerer Außentemperatur gibt).

 

 

Hinterlüftete Fassade
Eine Vorgehängte hinterlüftete Fassaden, oder Hinterlüftete Fassade oder Vorgehängte Fassade bezeichnet eine mehrschichtige, geschlossene Außenwandkonstruktionen. Dabei ist die äußere Schicht durch eine Luftschicht von den dahinterliegenden Dämm- und Wandschichten getrennt. Hinterlüftete Fassaden ermöglichen Fassadenbekleidungen unterschiedlichster Ausführung und Materialien.

Die Fassaden können hierbei mit Holz, Naturstein, Kunststein, Keramik, Metallblech oder Kompositmaterialien bis hin zu lichtundurchlässigem Glas verkleidet werden. Während hinterlüftete Fassaden im allgemeinen teurer als  Wärmedämmverbundsysteme zu realisieren sind, ergeben sich dafür durch die Trennung von Wärmedämmung und Wetterschutz viele Gestaltungsmöglichkeiten für die Fassade.
Holzbalkendecke
Holzbalkendecken sind Geschossdecken, deren tragende Elemente, die Balken, aus Holz sind. Neben der Holzbalkendecke aus Vollholz oder Konstruktionsvollholz werden auch Balkendecken aus Brettschichtholz, Furnierschichtholz oder Furnierstreifenholz hergestellt. Die Balken liegen auf den Außenwänden und den tragenden Innenwänden auf, eventuell auch auf speziellen Kragsteinen, die aus der Wand innen hervorragen. Der Abstand der Balken ist sehr unterschiedlich. In Wohngebäuden reichen sie üblicherweise von 0,50 m bis 1,20 m, wobei jüngere Gebäude tendenziell geringere Abstände haben. Den oberen Abschluss, also die begehbare Fläche der Holzbalkendecke, bilden in der Regel die Dielen. Zudem sind verschiedene Estricharten vom Trockenestrich über Zementestrich und Gussasphaltestrich bis hin zum Magnesiaestrich und Anhydrit-Estrich möglich. Zur Schall- und Wärmedämmung müssen bei Holzbalkendecken einige Maßnahmen ergriffen werden. Bei älteren Holzbalkendecken besteht die Füllung entweder aus Hochofenschlacke oder Sand, der auf einen so genannten Blindboden aus Holzbrettern liegt. Dieser Aufbau wird auch als Fehlboden bezeichnet. Andere Arten der Füllung sind Formelemente aus Gips oder gebranntem Ton. Moderne oder modernisierte Decken haben zusätzlich eine Dämmung z.B. aus Mineralwolle. Auch Perlite findet als Ausgleichsschüttung unter Trockenestrich seinen Einsatz. Holzbalken bleiben von unten entweder sichtbar (wie auf der Abbildung), oder es wird eine Verkleidung angebracht. Hierfür eignen sich besonders Gipsbauplatten oder Holzpaneele. Ältere und nicht mehr gebräuchliche Arten von Holzbalkendecke sind die Kreuzstakendecke und die Windelbodendecke.
Holzbau
Zum einen kann unter Holzbau ein Holzhaus verstanden. Zum anderen (hauptsächlich) wird unter Holzbau der Ingenieur-Holzbau verstanden.
Holzfassade
Die Holzfassade ist eine Fassade mit einer vorgesetzten Schale. Diese ist auf eine Grund- und Traglattung aufgenagelt oder geschraubt, wobei zwischen die Latten der Grundlattung meistens eine Wärmedämmung eingebracht wird. Zwischen Grundlattung/Wärmedämmung und der "Brettbekleidung" muss immer eine Hinterlüftung erfolgen. Die Brettbekleidung erfolgt üblicherweise als Stülpschalung oder als Boden-Deckel-Schalung. Im Handel sind neben naturbelassenen Profilhölzern auch farbig endbehandelte Bretter erhältlich.
Holzverschalung
Dieser Suchbegriff ist mehrdeutig, es kann darunter auch eine Holzverschalung für den Betonbau verstanden werden (siehe Schalung). Meistens wird unter einer Holzverschalung jedoch eine Brettbekleidung oder Holzverkleidung an Decken und Wänden in Innenräumen, an Fassaden und auch an Garagentoren verstanden. Dabei wird unterschieden in Boden-Deckel-Schalung, Stülpschalung, Diagonalschalung, Fischgratschalung, Doppelfischgratmuster, V-Schalung, Doppel-V-Schalung, Spinnwebschalung, Doppelspinnwebschalung, Sternschalung, Sonnenschalung, Kassettenschalung und Holzverkleidung mit Querfries.

I

Industriebau
Als Industriebau wird zweierlei bezeichnet:
- ein zu einem Unternehmen der Industrie gehöriges, meist hauptsächlich nach funktionalen Gesichtspunkten gestaltetes Bauwerk von gewisser Größe. Siehe dazu auch: Industriearchitektur
- Planung und Bau von Gebäuden und Anlagen für die Industrie. Der Bauherr ist ein privates Unternehmen aus der Industrie, das das Bauwerk für seine Produktion benötigt. Hauptaugenmerk im Industriebau liegt auf einer Bauweise, die die Anforderungen des Bauherren, die sich aus dessen Produktionsprozess ergeben, auf möglichst wirtschaftliche Weise erfüllt. Neben den reinen Kosten des Bauens werden dabei zunehmend auch die Kosten der Bewirtschaftung über die geplante Lebensspanne des Bauwerks berücksichtigt (Lebenszyklusmanagement). Außer dem Produktionsprozess können weitere Anforderungen des Bauherren relevant sein, zum Beispiel die Umweltfreundlichkeit oder repräsentative Zwecke (Corporate Design), sowie äußere Zwangsbedingungen wie behördliche Auflagen und Gesetze oder bestehende andere Bauwerke.

Gängige Bauwerke sind Produktions- und Montagehallen, Werke zur Prozessierung von Rohstoffen (Chemie, Bergbau, Schwerindustrie...), Fabriken mit erhöhten Anforderungen an die Haustechnik (z. B. Reinraumfabriken), aber ebenso auch Bürogebäude sowie alle weiteren Bauwerke die für die Nutzung der gesamten Anlage erforderlich sind.
Innendämmung
Innendämmung ist neben Aussendämmung und Kerndämmung die dritte Möglichkeit einer Fassadendämmung. Durch die Innendämmung ist es möglich, auch Fachwerk-Fassaden, denkmalgeschützte Gebäude oder Kellerwände zu dämmen. Wird der Dämmstoff von innen an die Außenwand aufgebracht ist es notwendig, der Tauwasserproblematik erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Da das massive Mauerwerk dann kälter ist als vorher (der Wärmefluss von innen ist ja unterbrochen), kann die Feuchtigkeit in möglicherweise ausströmender Luft leichter im Mauerwerk kondensieren. Daher ist besonders auf eine luftdichte Ausführung zu achten.

J

Jahresheizwärmebedarf
Der Jahresheizwärmebedarf ist ein Begriff aus der Energieeinsparverordnung und ist dort die maßgebliche Kenngröße des jährlichen Wärmebedarfs eines Gebäudes. Der Heizwärmebedarf, resultierend aus den Wärmeverlusten über Transmission und Lüftung, wird durch die internen und solaren Gewinne reduziert. Die Kenngröße, die sich daraus ergibt, ist für den Wärmeschutznachweis eines Gebäudes erforderlich. Solare Gewinne erzielt man durch Solar - und Photovoltaikanlagen und Fensterflächen. Interne Gewinne entstehen durch elektrische Geräte, wie Computer, Lampen usw.
Jahresprimärenergiebedarf
Der Jahresprimärenergiebedarf ist ein Begriff aus der Energieeinsparverordnung und beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird. Für jeden Neubau ist - abhängig von Nutzfläche und Volumen des Gebäudes - ein zulässiger Höchstwert vorgegeben. Um den Jahresprimärenergiebedarf eines Gebäudes zu berechnen, werden sämtliche Energiegewinne und -verluste erfasst. Der größte Brocken in dieser Berechnung ist der Jahresheizwärmebedarf.

K

Kaschieren
Unter kaschieren bzw. einer Kaschierung wird ein "Aufziehen", also ein Aufkleben von einem leichteren Material auf ein schwereres verstanden. Das Aufziehen eines Fotos auf eine Holzwerkstoffplatte oder eine Kunststoffplatte ist also eine Kaschierung. Im Bau- und Ausbaubereich sind kaschierte Materialien allgegenwärtig. Die oberste Folie eines Laminats ist ebenso aufkaschiert, wie die Dekorfolie bei einer folierten Möbelplatte. Für Dekozwecke werden speziell Platten aus Hartschaum angeboten, die bereits mit einer Klebefolie beschichtet sind. Insbesondere bei Trägermaterialien aus Holzwerkstoffen ist meistens ein "Gegenzug" oder Gegenkaschierung erforderlich, um ein Verziehen oder Aufschüsseln der Trägerplatte zu verhindern.
Kehlbalkendach
Kehlbalkendach
Kellerbodenplatte
Kellerbodenplatte
Unter einer Platte für den Kellerboden kann fast alles und jedes verstanden werden; wahrscheinlich am ehesten die betonierte Bodenplatte eines unterkellerten Gebäudes. Die Ziegelindustrie versteht unter einer Kellerbodenplatte jedoch eine Tonhohlplatte, die speziell gefertigt wird, damit Altbaukeller und Scheunen mit gestampften Naturböden einen Belag erhalten, der feuchtigkeitsregulierend und in eingeschränktem Maße auch wärmedämmend wirkt. Jedenfalls können diese Tonplatten fast soviel Wasser aufnehmen, wie das Eigengewicht beträgt. Feuchte kann also aufgesogen und dann wieder abgegeben werden, wenn die Luft trockener geworden ist. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die Sanierputze. Da die Kellerbodenplatten Hohlkörper aufweisen und der gebrannte Ton als solches auch "atmungsaktiv" ist, erfolgt eine dauernde Belüftung, was einer Schimmelbildung am Boden entgegenwirkt. Der Ton trägt auch dazu bei, die Kellertemperatur konstant zu halten, weshalb in Kellern, die mit Kellerbodenplatten ausgestattet sind, Obst und Gemüse länger gelagert werden können.
Kieselsäure
Als Kieselsäuren werden die Sauerstoffsäuren des Siliciums bezeichnet. Die einfachste Kieselsäure ist Monokieselsäure (Orthokieselsäure) Si(OH)4. Sie ist eine sehr schwache Säure (pKs1 = 9,51; pKs2 = 11,74) und neigt zur Kondensation. Wasserabspaltungen führen zu Verbindungen wie Dikieselsäure (Pyrokieselsäure) (HO)3Si–O–Si(OH)3 und Trikieselsäure (HO)3Si–O–Si(OH)2–O–Si(OH)3. Cyclische (ringförmige) Kieselsäuren sind z. B. Cyclotrikieselsäure und Cyclotetrakieselsäure mit der allgemeinen Summenformel [Si(OH)2–O–]n. Polymere werden gelegentlich als Metakieselsäure (H2SiO3, [–Si(OH)2–O–]n) bezeichnet. Kondensieren diese niedermolekulare Kieselsäuren weiter, bilden sich amorphe Kolloide (Kieselsol). Allgemeine Summenformel aller Kieselsäuren ist H2n+2SinO3n+1. Als Summenformel wird häufig SiO2 · n H2O angegeben; das Wasser ist bei Kieselsäuren jedoch kein Kristallwasser, sondern kann nur durch eine chemische Reaktion abgespalten werden und bildet sich aus konstitutionell gebundenen Hydroxygruppen.

Allgemein werden die wasserärmeren Produkte der Orthokieselsäure unter dem Begriff Polykieselsäuren zusammengefasst. Formales Endprodukt der Wasserabspaltung ist Siliciumdioxid, das Anhydrid der Kieselsäure. Die Salze der Säuren nennt man Silicate. Technisch verwendete bzw. hergestellte Alkalisalze werden oft Wassergläser genannt. Die Ester der Kieselsäuren werden Kieselsäureester genannt.

Im deutschen Sprachraum werden aus historischen Gründen Kieselsäuren oft und fälschlich mit Kieselsäureanhydriden gleichgesetzt. Technisch gewonnene Kolloide (pyrogene Kieselsäuren), fossile Sedimente (Kieselgur), die natürlichen Panzer der Kieselalgen, sowie bestimmte Gläser (Kieselglas) lassen sich alle durch die allgemeine Summenformel SiO2 beschreiben, sind also Siliciumdioxide und können als Produkt einer chemischen Reaktion aus Monokieselsäure aufgefasst werden.
Klemmfilz
Klemmfilz ist die Bezeichnung für einen elastischen Dämmstoff aus Mineralwolle, der zwischen zwei Bauteile geklemmt wird, z.B. zur Zwischensparrendämmung. Klemmfilze werden in Dicken zwischen 100 und 240 mm geliefert. Bei der Verarbeitung erfolgt der Zuschnitt mit einer Überbreite von 10 mm des gemessenen lichten Sparrenabstandes. Diese Überbreite bewirkt den Klemmeffekt. Klemmfilze müssen also nicht zusätzlich mit Tellerdübeln o.ä. an den Sparren befestigt werden. Ebenfalls ohne Befestigungsmittel kommen Dämmkeile aus, dies sind Dreiecke, die miteinander zwischen den Sparren verkeilt werden.
Klimamembran
Klimamembranen sind Baufolien, die wasserdicht und dabei atmungsaktiv sind. Ihre Atmungsaktivität kommt aber nur dann zum Tragen, wenn ein Energiegefälle in Form eines Temperaturgefälles von der Innen- zur Außenseite besteht. Ist dies nicht der Fall verlieren Klimamembranen ihre Atmungsaktivität und werden quasi in beide Richtungen wasserundurchlässig. Die Membran besitzt demnach einen variablen Diffusionswiderstand, der sich an die Temperatur und Jahreszeit anpasst. Durch die Funktion einer Dampfbremse stoppt sie das Eindringen von Feuchte in Dach- und Wandkonstruktionen. Sie lässt aber auch überschüssige Feuchte entweichen und trocknet feuchte Konstruktionen aus. Bei alledem ist die Folie dennoch winddicht. Die Klimamembran wird auch als feuchteadaptive Dampfbremse bezeichnet.
Klimaschutz

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die einer durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegen wirken und mögliche Folgen abmildern oder verhindern sollen (Mitigation). Weil die Erderwärmung  aus Sicht vieler Forscher bereits nicht mehr völlig zu stoppen, sondern nur noch abzumildern und zu begrenzen sei, wären neben der Verringerung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und Geo-Engineering Maßnahmen zur Anpassung an den unvermeidlichen Klimawandel nötig (Adaption), z. B. Deichbau und Katastrophenvorsorge.

Hauptansätze des Klimaschutzes sind zum einen die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, die durch industrielle und landwirtschaftliche Produktion, durch Energieverbrauch im Verkehr, in Privathaushalten und im öffentlichen Raum freigesetzt werden. Zum anderen geht es um die Erhaltung und um die gezielte Förderung solcher Naturbestandteile, die das mengenmäßig bedeutsamste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aufnehmen (so genannte CO2-Senken). Dabei handelt es sich – neben den Ozeanen – zum einen um große Waldareale, namentlich tropische Regenwälder und boreale Wälder, aber auch um Feuchtgebiete wie Moore, Sümpfe und Flussauen.

Zum Klimaschutz gehören neben großtechnischen Maßnahmen und makroökonomischen Ausrichtungen sowie der staatlichen und internationalen Klimaschutzpolitik auch Aufklärung und Verhaltensänderung der Individuen vor allem in Industriestaaten mit einem vergleichsweise hohen Energiekonsum und entsprechenden Verursacheranteilen an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen.

 
Kompriband
Ein Kompriband ist ein vorkomprimiertes, imprägniertes Schaumstoffdichtungsband auf Polyurethanbasis, das nach dem Einbringen in eine Fuge langsam expandiert und sich dicht an die Fugenränder anlegt. Einsatzbereiche von Kompriband sind: Dehnfugen, Abdichtungen bzw. Fertigbauteile, Asbestzementteile, Fenster- und Türanschlüsse, Trennwände usw. Der Einbau dieser komprimierten Dichtungsbänder wird durch die Energieeinsparverordnung für das Verfugen von Fenster-Maueranschlüssen vorgeschrieben.
Komprimiertes Dichtungsband
siehe Kompriband.
Kondensation
Wenn feuchtwarme Umgebungsluft auf kältere Teile in einem Raum trifft, kommt es zur Kondensation. Das in der Raumluft enthaltene ("schwebende") Wasser kondensiert - es entstehen kleine Wassertropfen, die sich irgendwo niederlassen. Der Effekt tritt auch auf, wenn man eine kalte Bierflasche aus dem Kühlschrank holt und sich daran aus der Raumluft ein Kondensat entwickelt und in Tropfenform niederläßt. Solches Kondensat bildet sich besonders gern in Neubauten aus massiven Baustoffen, in denen ein erheblicher Restwassergehalt gespeichert ist, was zu einer hohen Luftfeuchtigkeit beiträgt. Durch Kondensation gebildetes Wasser, das sich in Räumen niederschlägt, bildet einen Nährboden für Schimmel. Kondensation bedroht durch Oxidation die Metallteile im Bau (z.B. Putzschienen). Sie führt zur Zerrüttung von Baustoffen, abplatzendem Putz, Frostschäden, Verfärbungen, Verlust der Dämmwirkung von Wärmedämmstoffen, Verformungen durch Quellen und Schrumpfen der Baustoffe oder zur Riß- und Spaltenbildung. Maßnahmen gegen Kondesation, siehe Tauwasserschutz.
Kondenswasserbildung
siehe Kondensation.
Konstruktionsvollholz
Holz
Konstruktionsvollholz (KVH) ist die Bezeichnung für ein nach Tragfähigkeit, Holzfeuchte, Einschnittart und Maßhaltigkeit sortiertes, besonders hochwertiges Bauholz aus einheimischer Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer. Der Begriff "Konstruktionsvollholz" ist nicht genormt, sondern eine „Erfindung“ der Bauholzindustrie. Mit diesem Produkt hat die Sägeindustrie auf die schlechte Bauholzqualität der vergangenen Jahre reagiert, als oftmals Holz mit einem Feuchtegehalt von mehr als 18 % verbaut wurde und dadurch entsprechende Schäden in den Bauwerken durch die nachträgliche Austrocknung des Holzes entstanden. Die Sägeindustrie garantiert, dass das KVH bei Anlieferung auf der Baustelle einen Feuchtegehalt von maximal 15 % aufweist. Dieser Feuchtegehalt wird durch künstliche Trocknung erreicht. Gleichzeitig wird damit eine höhere Maßhaltigkeit erzielt, die optische Qualität des geschnittenen Bauholzes wird verbessert.
Konterlattung
Konterlattung
Eine Konterlattung wird quer zur Traglattung genagelt oder geschraubt. Sie wird verwendet, um Unebenheiten auszugleichen oder Platz für Wärmedämmung oder Elektroinstallation zu gewinnen. Bei einer hinterlüfteten Fassade oder einem der Dachkonstruktion sorgt eine Konterlattung für genügend Luftzufuhr. Bei der Dacheindeckung besteht allerdings eine Diskrepanz zwischen Vorschrift und Praxis. Die DIN schreibt vor, dass über der Unterspannbahn eine Konterlattung bzw. Konterklötzchen oder andere Abstandhalter eingebaut werden müssen. In der Praxis wird häufig auf die Konterlattung verzichtet und die Dachkonstruktion bleibt trotzdem schadensfrei. Bei intensiver Kontrolle ist das sogar erlaubt, sagt das OLG Düsseldorf.
Kontrollierte wohnraumlüftung
Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung wird der Wohnung ständig Frischluft zugeführt, ohne dass Fenster geöffnet werden müssen. Geruch, Straßenlärm, Insekten oder Pollen bleiben somit draußen, eine feine Sache nicht nur für Allergiker. Bei geschlossenem Fenster haben es zudem Einbrecher schwerer, ins Haus zu kommen. Hauptsächlich dient eine kontrollierte Wohnraumlüftung allerdings zum Abtransport der Feuchtigkeit und zur Energieeinsparung. Dabei wird die verbrauchte Luft dort abgesaugt, wo sie am meisten belastet ist, nämlich von Räumen wie WC, Bad oder Küche. Über Wohn- und Schlafräume strömt gleichzeitig frische, gefilterte Luft zu. Die Luftverteilung innerhalb des Gebäudes erfolgt durch Luftschlitze in den Innentüren, durch Öffnungen in den Wänden, im Fußboden oder durch Lüftungskanäle. Mit einem dauerhaft betriebenen Ventilator wird der Luftaustausch sichergestellt. Häufig ist die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung gekoppelt, damit lässt sich noch mehr Energie eingesparen. Die Wärmerückgewinnung geschieht mit Wärmetauschern, genauer gesagt mit Kreuzstromwärmetauschern
Konzerne Standorte

Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG und ihre Tochterunternehmen gehören zur Compagnie de SAINT-GOBAIN , Paris. SAINT-GOBAIN  gehört zu den hundert größten Industriegruppen der Welt und ist in ihren fünf Hauptsparten Flachglas, Verpackung, Bauprodukte, Hochleistungswerkstoffe und Baufachhandel führend.

SAINT-GOBAIN weltweit 2009, das heißt ...

... 37,8 Milliarden Euro Umsatz
... 0,6 Milliarden Euro Nettoergebnis
... 191 500 Mitarbeiter
... Standorte in 64 LändernZentralverwaltung in Ludwigshafen am Rhein:

Unsere Hauptstandorte:

Bergisch Gladbach
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Jakobstr. 10
51465 Bergisch Gladbach

Zentralverwaltung in Ludwigshafen am Rhein
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Bürgermeister-Grünzweig-Straße 1
67059 Ludwigshafen


Speyer
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Rheinhäuser-Str.
67346 Speyer

Ladenburg
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Dr.-Albert-Reimann-Str. 20
68526 Ladenburg


Lübz
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Industriestr. 11
19386 Lübz

Kreuzbalkendecke
Eine Kreuzbalkendecke ist eine Holzbalkendecke, die aus Kreuzbalken besteht. Diese Balken werden mit Nut- und Federverbindungen zu Deckenelementen von bis zu 2,50 m Breite verbunden. Die Dicke der Kreuzbalkendecke beträgt zwischen 10 cm und 24 cm.
Kupferdach
Ein Kupferdach wird meist als nicht tragende Metalldeckung hergestellt. In Form von Tafeln, Trapezblechen oder großen Scharen (Bändern) kommt das Kupfer auf eine vollflächige Schalung, meist aus Holz. Für ein dichtes Dach sorgen Stehfalze. Kupfer hat die stärkste Bruchdehnung von allen Baumetallen, das heißt es läßt sich am stärksten dehnen und verformen, bevor das Material bricht. Es eignet sich daher besonders bei komplizierten Anschlüssen, bei denen starke Verformungen erforderlich sind. Im Montagezustand ist Kupfer rot-metallisch glänzend. Durch Witterungseinflüsse bildet sich rasch eine Patinadeckschicht, so dass sich das geneigte Dach in einem hellgrünen bis blaugrünen Farbton zeigt. Bei senkrechten Flächen ist nicht mit einer Grünfärbung zu rechnen, sondern mit einer tiefbraunen bis anthrazitgrauen Färbung der Patina. Diese Patina, im Volksmund fälschlicherweise Grünspan genannt, führt keineswegs zu einer Qualitätsminderung der Dacheindeckung, sondern bildet im Gegenteil eine Schutzschicht. Kupfer läßt sich durch Kanten, Falzen und Biegen bearbeiten. Auch besondere Umformarbeiten, wie beispielsweise das Treiben von Kupfer ist möglich. Kupfer wird daher gerne bei denkmalpflegerischen Arbeiten verwendet. Feste Verbindungen lassen sich durch Weichlöten, Hartlöten und Schweißen herstellen. Beim Hartlöten und Schweißen sind vorübergehende Farbveränderungen im Erwärmungsbereich jedoch nicht zu vermeiden.
Kupferdeckung
siehe Kupferdach.
Kältebrücke
siehe Wärmebrücke.
Körperschall
Von Körperschall wird gesprochen, wenn Schall über einen festen Körper wie beispielsweise Mauerwerk weitergeleitet wird. Das Geräusch kann durch Klopfen, Hämmern, Türschlagen oder Wasserrauschen erzeugt werden. Der größere Teil wird als Luftschallwellen an angrenzende Räume abgegeben. Ein Teil wird an angrenzende andere Bauteile übertragen. Diese Übertragung wird durch bautechnische Mängel wie Schallbrücken begünstigt und im ungünstigsten Fall kann sich der Schall im ganzen Haus ausbreiten. Andererseits wird durch geeignete Maßnahmen wie dem Zwischenschalten von Luftschichten oder elastischen Stoffen (z.B. beim schwimmenden Estrich (Estrich auf Dämmschicht)) die Körperschallübertragung unterbrochen. Den Körperschall, der beim Begehen einer Decke bzw. beim Auftreten auf den Fußboden entsteht, nennt man Trittschall.

L

Latte
Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm² und einer Breite bis 80 mm. Bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2. Latten werden häufig als Traglattung unter Massivholzdielen oder bei Wänden unter Paneelen verwendet.
Lattung
Äußerer Teil einer Unterkonstruktion, an der z.B. eine Dachdeckung oder die Holzverkleidung einer Fassade eingehängt bzw. befestigt wird.
Leichte Trennwand
leichte trennwand
Die "leichte Trennwand" ist eine Formulierung aus der Architektur. Sie besagt im Grunde das, was der Name auch schon aussagt - eine Trennwand in einem Gebäude aus "leichten" Baustoffen. Das können alle Baustoffe sein, die im Trockenbau verwendet werden. Das können aber auch Wände sein, die aus Porenbetonsteinen (wie auf dem Foto) oder ähnlichen Leichtbausteinen gemauert werden
Lichtverhältnisse
Licht ist lebenswichtig
Viele Menschen leiden unter dem Lichtmangel, einige verfallen sogar in eine Winterdepression, aus der sie erst die Frühlingssonne wieder weckt. Arbeitsplatz und Wohnung sind leider oft nur von einer vagen Neonbeleuchtung erhellt. Wer einen Altbau modernisiert oder ein eigenes Haus bauen will, sollte daher schon bei der Planung überlegen, wie die Räume mit Tageslicht erfüllt werden können. Die moderne Architektur nutzt dazu Licht-Lenksysteme, Konstruktionen, die vor Erfindung der Glühlampe für mehr Licht sorgen sollten. Heute dienen sie dazu, für die Arbeit am Computer blendfreie und gleichmäßige Tageshelle zu ermöglichen. Lichtlenksysteme sammeln Lichtstrahlen von der Fassade oder der Zimmerdecke, lenken sie durch Fensterelemente oder leiten das Tageslicht sogar per Kabel durchs Haus. Spiegel, Lamellen, Prismen und Hologramme kommen dabei zum Einsatz. Beleuchtung ist ein wichtiges Thema im Haushalt. Eine Vielzahl Lichtspender fuhrt zu steigenden Stromkosten. 

Zu Beachten:
- Große Fenster 
- richtiger Winkel
- Fensterbekleidung optimieren
- Räume freundlich und hell ausstatten 
- Auswahl der Leuchtmittel und Lampen
Luftreinigung

Ziel der Luftreinhaltung ist die nachhaltige Sicherstellung guter Luftqualität, also eine möglichst Schadstoff-freie Luft. Maßnahmen zur Luftreinhaltung können unterschieden werden in
- gesetzliche Vorgaben (zum Beispiel Festlegung von Interventions- und Grenzwerten für Schadstoffe) und
- technische Maßnahmen (unter anderem zum Einbau von Filteranlagen an den Schadstoffquellen).Die Maßnahmen zur Luftreinhaltung sollen einer Luftverschmutzung entgegenwirken oder sie erst gar nicht entstehen lassen.

Gesetzliche Vorgaben
Die ersten gesetzlichen Vorgaben für die Luftreinhaltung beschränkten sich auf die Verlagerung oder Vermeidung von Schadstoffemissionen:

- Der Rauch aus den Öfen von Glasmachern im alten Rom um 150 n. Christus war so störend, dass die Glasmacher gezwungen wurden, ihre Werkstätten in die Vororte von Rom zu verlegen.
- In der Stadt Köln wurde 1464 einem Kupfer- und Bleischmelzer aufgrund von Nachbarschaftsbeschwerden per Ratsbeschluss der Weiterbetrieb seines Handwerks in der Stadt untersagt. In der Stadt Augsburg wurde 1623 eine Schmelzhütte wegen Nachbarschaftsbeschwerden über ungesunden Rauch und Dampf abgerissen und die Wiederinbetriebnahme außerhalb der Stadt („an einem entlegenen von Gärten entfernten Orte“) genehmigt.  
- Zwischen dem 5. Dezember 1952 und März 1953 fand in London die wohl schlimmste Smog-Katastrophe der Industriegeschichte statt. Ruß und Schwefeldioxid aus Kaminen und Fabrikschloten sammelten sich am Boden und vermischten sich mit den Abgasen des Straßenverkehrs. Das giftige Luftgemisch wurde teilweise so dicht, dass Fußgänger ihre Füße nicht mehr sehen konnten, und kostete wahrscheinlich 12.000 Einwohnern das Leben.

Als Folge der Smog-Katastrophe wurde im Jahr 1956 der „Clean Air Act“ beschlossen, ein Bündel von Maßnahmen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung. Vor allem wurde die Zahl der offenen Kamine drastisch reduziert.

Die moderne Gesetzgebung zielt auf Grenz- oder Zielwerte ab, um die Freisetzung (Emission) bzw. den Eintrag (Immission) von Schadstoffen über die Luft auf ein Maß zu reduzieren, das „keine erheblichen negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat und keine entsprechenden Gefahren verursacht“ (Thematische Strategie zur Luftreinhaltung, KOM(2005) 446 endgültig vom 21. September 2005). Ein wichtiger Schritt hierzu ist die Luftqualitätsrichtlinie (Richtlinie 2008/50/EG).

 
Luftschall
Unter Luftschall versteht man Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten (im Gegensatz zum Körperschall). Die Bauteile werden durch den Luftschall angeregt. Die Intensität der Übertragung über die Geschossplatte, die Trennwände und andere flankierende Bauteile richtet sich jeweils nach deren Konstruktion und Masse. Mit Bodenbelägen ist in der Regel kaum eine Verbesserung der Luftschalldämmung zu erreichen. Dämmstoffbezogen ist die Luftschalldämmung bei Verwendung einer Mineralwolle in der Regel besser, als beim Einsatz eines Polystyrols. Dies liegt am höheren Raumgewicht der Mineralwolle sowie an der schallabsorbierenden Wirkung von Mineralwolleplatten. Im Bauwesen wird die Luftschalldämmung zwischen fremden Wohn- oder Arbeitsbereichen im Sinne einer Qualitätsbestimmung des Luftschallschutzes durch Messung bestimmt.

M

Metalldach
Metalldächer sind im Kommen. Nicht nur auf Fabrikgebäuden oder Kirchen kann man das Material entdecken, sondern immer mehr auch auf Wohngebäuden. Mit Metall lassen sich die ausgefallensten Dachformen bekleiden. Das erfreut Architekten und Bauherrn gleichermaßen. Doch nicht nur dem Auge wird etwas geboten. Neben der Ästhetik erfüllen Metalldächer in puncto Lebensdauer, Festigkeit und Stabilität höchste Anforderungen. Da Metalldächer bei fachmännischer Ausführung nahezu wartungsfrei sind, ist langfristig gesehen das Dach sehr kostengünstig. Die am häufigsten anzutreffenden Metalldächer sind Aluminiumdach, Zinkdach, Edelstahldach, und Kupferdach.
Mineralfaser
Künstliche Mineralfasern werden unterteilt in Fasern für Mineralwolle und Fasern für Spezialzwecke (Glas-Mikrofasern). Mineralfasern zeichnen sich durch ihre Unbrennbarkeit, Beständigkeit gegen Hitze und sehr gute Wärmedämmwirkung aus. Zudem besitzen Mineralfasern eine relative Beständigkeit gegen Wasser und Chemikalien. Hergestellt werden Mineralfasern durch Ziehen, Blasen oder Schleudern von Gesteins-, Glas- oder Schlackeschmelzen. In Deutschland dürfen heute nur künstliche Mineralfasern mit verbesserter Biolöslichkeit verkauft und verarbeitet werden, die gesundheitlich unbedenklich sind und am RAL-Gütezeichen zu erkennen sind. Wie bei vielen anderen Baustoffen sind auch bei Mineralfaser-Dämmstoffen Verarbeitungshinweise und -schutzmaßnahmen zu beachten. Wir empfehlen die Handlungsanleitung für den Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen.
Mineralfaserplatten
Mineralfaserplatten sind Schallschluckplatten mit einem unterschiedlichen Anteil an Mineralwolle. Gebunden werden die Platten mit Kunstharz oder Tonerde. Weiche Mineralfaserplatten haben einen hohen Anteil an Mineralwolle. Diese Platten haben einer geringere Dichte, sind poröser und können kaschiert werden. Sie besitzen eine sehr gute Schallabsorption. Die Längsschalldämmung ist hingegen nicht so gut ausgeprägt wie bei harten Mineralfaserplatten. Bei denen ist der Mineralwolle-Anteil nicht so hoch, sie sind dichter und weniger porös. Mineralfaserplatten gibt es in verschiedenen Formen und Oberflächen, auch kunststoffbeschichtet oder farbbeschichtet. Die Platten brennen nicht. Einsatzgebiete sind schallschluckende Deckenbekleidungen bzw. Unterdecken. Auch als dekorative Bekleidung wird die Mineralfaserplatte eingesetzt.
Mineralwolle
Man unterscheidet Glaswolle und Steinwolle. Gemeinsam machen die beiden Materialien rund 60 Prozent der in Deutschland verwendeten Dämmstoffe aus. Glaswolle besteht zu etwa 70 Prozent aus Altglas. Die Schmelze wird geschleudert. Dabei entstehen Fasern, die mit Bakelit gebunden werden. Steinwolle wird ganz ähnlich produziert - allerdings besteht diese aus einem Gemisch aus Altglas, Sand, Feldspat, Dolomitstein und Recycling-Formsteinen. Dämmprodukte aus Mineralwolle werden in der Regel als Dämmfilze in Rollenform, als Dämmplatten oder für die sog. Zwischensparrendämmung als Klemmfilze geliefert. Sie dämmen sehr gut und sind unbrennbar, weshalb Mineralwolle gerne da als Dämmstoff eingesetzt wird, wo neben einer hohen Wärmedämmung auch hohe Anforderungen an den Brandschutz zu erfüllen sind. Angeboten werden auch sog. Putzträger-Dämmplatten für Außenwände. Wie bei vielen anderen Baustoffen sind auch bei Mineralwolle-Dämmstoffen Verarbeitungshinweise und -schutzmaßnahmen zu beachten. Wir empfehlen die Handlungsanleitung für den Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen.

N

Nebenaggregat
Als Nebenaggregat bezeichnet man zur Abgrenzung von einem Hauptaggregat alle Hilfsmaschinen eines Fahrzeugs, die nicht oder nicht unmittelbar seine Fortbewegung bewirken.

Dazu zählen zum Beispiel:
Hilfstriebwerk
Anlasser 
Lichtmaschine
Schmierstoffpumpe
Hydraulikpumpe (z. B. für die Servolenkung)
Kühlwasserpumpe
Kraftstoffpumpe
Einspritzpumpe
Dosierpumpe
Ventilator für den Kühler
Kompressor der Klimaanlage, der Druckluftbremse oder zur Aufladung des Motors
Turbolader
Bremskraftverstärker
Ruderanlage eines Schiffes

Nebenaggregate werden entweder vom Kfz-Antriebsmotor direkt (über Keilriemen oder Zahnräder) oder indirekt (elektrisch oder hydraulisch) angetrieben. Aufgrund der größeren Flexibilität setzt sich heute im Kfz-Bau der Einsatz von elektrisch betriebenen Nebenaggregaten durch[2], dies ermöglicht beim Montageort eine größere Flexibilität, weiters ist ein elektrisch betriebenes Nebanaggregat unabhängig vom Kfz-Hauptantrieb. Zum Beispiel beim Kfz-„Stop and Go“-Betrieb bleibt die Funktionalität des elektrisch betriebenen Nebenaggregates über die Energieversorgung aus dem Kfz-Bordspannungsnetz erhalten. Elektrisch angetriebene Nebenaggregate tragen auch zur Energieeinsparung bei, da der Antrieb nur bei Bedarf läuft und nicht ständig durch den Keilriemen mitgeschleppt werden muss. Nebenaggregate benötigen Energie und tragen daher in der Regel zum Kraftstoffverbrauch bei.
Neubau

Als Neubau wird ein Wohngebäude überwiegend aufgrund seiner Beschaffenheit und der während bestimmter Zeitperioden üblichen Bauweise bezeichnet. Hiermit ist im Wesentlichen die ab dem Zweiten Weltkrieg übliche Bauweise im Wohnungsbau gemeint, bei der typischerweise die sog. Plattenbauweise verwendet wurde. Der Beginn der Bauausführung von Betonwänden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern markiert deshalb allgemein das Ende der Altbauära und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949/1950 datiert. In dieser Weise wird der Begriff zum Beispiel auch im Berliner Mietspiegel definiert und verwendet. Ein weiteres Kriterium, das gern als typische Abgrenzung zum Gründerzeit-Altbau genannt wird, ist die lichte Raumhöhe von weniger als 3,00 Metern.

Als Neubau werden vereinzelt auch Gebäude bezeichnet, die vor Kurzem neu erreichtet oder rekonstruiert wurden. Dabei wird der Begriff dann so lange auf ein Gebäude angewendet, bis dieses aufgrund von Standardanpassungen und alterungsbedingten Bauwerksmängeln zum ersten Mal durchgreifend saniert werden muss.

Der Beginn der Bauausführung von Betonwänden und -decken sowie Isolierglasfenstern wird im Wohnungsbau in Deutschland als der Beginn der Neubauära gesehen und meist auf das Jahr 1950 datiert.

Der Begriff steht im Gegensatz zum Begriff des Altbaus.

Niedrigenergiehaus
Griffiger, jedoch weder rechtlich geschützter oder durch Normierungen definierter Begriff, den Massiv- und Fertighaushersteller vor allem aus Werbezwecken einsetzen. Unter einem Niedrigenergiehaus wird im allgemeinen ein Haus verstanden, dessen Heizwärmebedarf die Anforderungen der alten WSVO um mindestens 25 % unterschreitet. An ein Passivhaus, das in diesem Zusammenhang öfters genannt wird, werden noch weit höhere Energie-Einsparanforderungen gestellt. Für Neubauten relativiert sich der Werbewert des Begriffs insoweit, als jedes neugebaute Haus automatisch ein Niedrigenergiehaus ist, weil die EnEV (Energieeinsparverordnung) erhebliche Anforderungen an den Wärmeschutz und die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle stellt.
Notdeckung
Unter Notdeckung versteht man eine befristete Abdeckung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notdeckungen sind keine dauerhafte Lösung. Von einer Notdeckung können nicht die Kriterien einer Deckung erwartet werden. Sie ersetzen keine Dachdeckung.
Nullenergiehaus
siehe Passivhaus.

O

Oberflächenfeuchte
Als Oberflächenfeuchte wird das auf dem Betonzuschlag haftende Wasser bezeichnet. Die Oberflächenfeuchte muss bei der Bestimmung der Konsistenz und des Wasserzementwerts mit berücksichtigt werden
Oberflächentemperatur
Die Oberflächentemperatur ist die Temperatur eines Körpers, die an dessen Oberfläche herrscht und somit, in Bezug auf dessen Wärmestrahlung, die von außen sicht- bzw. messbare Temperatur ist. Sie ist von Bedeutung, wenn das Innere des Körpers eine andere Temperatur besitzt als die Randschichten, als auch wenn man Prozesse der Wärmeübertragung auf der Oberfläche bzw. zwischen Oberflächen und Körperinnerem/Körperumgebung beschreiben will.

Thermodynamik und Wärmeübertragung [Bearbeiten]Ein Temperaturgradient innerhalb eines Körpers tritt auf, wenn sich ein Körper mit zunächst homogener Temperatur in einer kälteren oder wärmeren Umgebung befindet, ihm also Wärme zu oder abgeführt wird. Die Außenschichten passen dabei ihre Temperatur schneller an die Umgebungstemperatur an, als das, je nach Temperaturleitfähigkeit, mehr oder weniger stark thermisch isolierte Innere. So hat zum Beispiel ein Körper, der im Wasserbad erwärmt wird, an seiner Oberfläche eine höhere Temperatur als im Inneren, wobei gleiches auch in umgekehrter Form für eine Abkühlung gilt.

P

PA-Folie
siehe Polyamid-Folie.
Passivhaus
Unter einem Passivhaus bzw. Nullenergiehaus versteht man ein Wohnhaus, in dem ein komfortables Innenklima ohne Heizungs- und Klimatisierungssysteme erreicht werden kann. Passivhäuser sind zwar allseits im Gespräch, die Anzahl der in der BRD gebauten Passivhäuser ist jedoch noch sehr klein. Passivhäuser benötigen eine extrem gute Wärmedämmung bei der Gebäudehülle, bei Fenstern und Außentüren. Wesentliche Voraussetzung ist eine Südorientierung und Verschattungsfreiheit des Baukörpers, da Solarenergieerzeugung wesentlicher Faktor eines Passivhauses ist. Der technische Aufwand in einem Passivhaus ist nicht unerheblich; dies betrifft insbesondere die Belüftung und die Wärmerückgewinnung über Wärmetauscher. Auch aus diesem Grund sind Passivhäuser teurer als Niedrigenergiehäuser, wie sie heutzutage bei Neubauten Standard sind.
PE-Folie
PE-Folie (Polyethylenfolie) hat im Baubereich unterschiedliche Einsatzgebiete. Als Dampfbremse lässt sie sich nageln, einspannen und kleben. Die Folie ist säure-und laugenbeständig, jedoch nicht witterungsbeständig. Wird bei Dächern, Decken und Außenwänden verwendet. Lässt Feuchtigkeit durch und ist daher zur Abdichtung nicht geeignet. PE-Folie kommt auch bei Estrichen zum Einsatz. Bei unbeheizten Estrichen muss die Dämmschicht mit einer PE-Folie der Dicke 0,1 mm oder einem Erzeugnis mit vergleichbaren Eigenschaften abgedeckt werden. Bei Heizestrichen müssen PE-Folien (o. glw.) mind. 0,15 mm dick sein ( besser 0,2 mm). Die Stoßüberdeckung der Bahnen muss generell 8 cm betragen.
Perimeter-Dämmung
Unter einer Perimeter-Dämmung wird eine außenliegende Wärmedämmung verstanden, die innerhalb des Erdreichs liegt. Angebracht wird sie außerhalb der Abdichtung von Kellerwänden oder der Bodenplatte. Eine Perimeter-Dämmung muss demnach in der Lage sein, den Erddruck oder die Gebäudelast abzufangen und zusätzlich darf der Dämmstoff nicht feucheempfindlich sein. Es kann also nicht jeder Dämmstoff verwendet werden. Es kommen daher bevorzugt geschlossenzellige Dämmstoffe wie XPS-Dämmplatten oder Schaumglasplatten zum Einsatz. 

Die Platten werden auf die Abdichtung der Kelleraußenwand verklebt. Häufig kommt auf die Perimeter-Dämmung noch eine Noppenbahn, die zum einen dafür sorgt, dass die Dämmung beim Verfüllen nicht beschädigt wird und zum anderen dabei hilft dass das Wasser schneller ablaufen kann und nicht an der Kellerwand stehen bleibt. Es werden aber auch schon Perimeter-Dämmungen mit Rillen angeboten, die durch eingeprägte Kanäle oder 2-Komponentenaufbau auch Dränaufgaben übernehmen können.
Photovoltaik
Unter Photovoltaik bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Seit 1958 ist sie zur Energieversorgung der meisten Raumflugkörper im Einsatz. Inzwischen wird sie auch auf der Erde zur Stromerzeugung eingesetzt und findet unter anderem Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden und auf Freiflächen. Der Name leitet sich aus dem Wortstamm φωτ- phot- des altgriechischen Substantivs φῶς phos „Licht“ (der Wortstamm ist im Nominativ nicht erkennbar, aber z. B. im Genitiv φωτός photós) sowie aus der SI-Einheit für die elektrische Spannung, dem Volt (nach Alessandro Volta) ab. Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik, die weitere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.

Die photovoltaische Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu so genannten Solarmodulen verbunden werden, in Photovoltaikanlagen statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt. Mitunter wird eine alleinige Energieversorgung mittels Photovoltaik in Inselsystemen realisiert. Um hier kontinuierlich Energie zur Verfügung zu stellen, muss die Energie gespeichert werden. Ein bekanntes Beispiel für akkumulatorgepufferte Inselsysteme sind Parkscheinautomaten.

Photovoltaische Energiewandlung ist derzeit in Deutschland wegen der Herstellungskosten der Solarmodule im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken deutlich teurer. Bei den konventionellen Kraftwerken sind allerdings teilweise hohe Folgekosten zu berücksichtigen. Das stark schwankende Strahlungsangebot erschwert den Einsatz der Photovoltaik. Die Strahlungsenergie schwankt, nicht langfristig exakt vorhersehbar, tages- und jahreszeitlich bedingt sowie täglich, abhängig von der Wetterlage. Beispielsweise kann eine fest installierte Solaranlage in Deutschland im Juli einen gegenüber dem Dezember bis zu fünfmal höheren Ertrag bringen. Die photovoltaische Energiewandlung kann als ein Baustein in einem Energiemix verschiedener Energiewandlungsprozesse betrachtet werden. Ohne die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Energiespeicherung im großen Maßstab ist es fraglich, ob hierbei konventionelle Kraftwerke ersetzbar werden können. Das Stromeinspeisungsgesetz und insbesondere das Erneuerbare-Energien-Gesetz haben zu einem Boom bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen in Deutschland geführt. So wurde Ende Juni 2005 die Schwelle von 1000 MW installierter elektrischer Nennleistung von Photovoltaikanlagen überschritten; das entspricht einer Verhundertfachung in den letzten zehn Jahren.
Polyamid-Folie
Variable Dampfbremse, die sich den Umgebungsbedingungen anpaßt. Die Folie wird geklebt, genagelt oder eingespannt. Verwendet bei Dächern und Außenwänden. Als Abdichtung nicht geeignet.
Polystyrol
Bei Dämmstoffen aus Polystyrol, unter dem Markennamen "Styropor" in Deutschland bestens bekannt, muss man zwischen expandiertem Polystyrol (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS) unterscheiden. Beide Dämmstoffe entstehen unter hohem Energieverbrauch aus Ethylbenzol, Benzol und Aluminiumchlorid. Die gesamte Produktionskette spielt sich in einem geschlossenen Prozess ab, so dass die Herstellung für die Umwelt nicht giftig ist. Der erwähnte hohe Energieverbrauch relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Polystyrol bis zu 50-mal recycelt werden kann und dass sich der energetische Gesamtaufwand des Herstellungsprozesses schon nach zwei bis drei Monaten durch Einsparung bei der Heizenergie ausgleicht. Zum Dämmstoff wird das Polystyrol erst durch Aufschäumen auf den 20- bis 50fachen Umfang. Zur Herstellung von EPS wird das Gas Pentan eingesetzt. XPS dagegen wird unter Einsatz von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen hergestellt. Die Dämmstoffe kommen in Form von Platten in den Handel. Mit diesen Platten lassen sich rasch große Flächen dämmen. Eingesetzt wird EPS hauptsächlich bei der Fassadendämmung, unter Estrich und im Dachbereich. XPS-Platten sind besonders für die Dämmung der Kelleraußenwande und der Dämmung unter den Gründungsplatte geeignet. Sie verfügen auch - und das ist der entscheidende Unterschied - über eine wesentlich höhere Druckfestigkeit. Polystyrol-Platten dämmen gut, der sommerliche Wärmeschutz ist schlecht, was sich ganz besonders unter dem Dach bzw. bei Leichtbaukonstruktionen bemerkbar macht.
Polystyrol-Extrudorschaum
siehe Polystyrol.
Polystyrol-Hartschaumplatte
Dämmstoff aus Materialien wie Ethylbenzol, Benzol und Aluminiumchlorid. Man unterscheidet expandiertes (EPS) und extrudiertes (XPS) Polystyrol.
Pultdach
Pultdach
Gefälledach mit in der Regel flacher bis sehr flacher Neigung, das wie ein Pultdeckel auf dem Baukörper liegt. Das Pultdach ist neben dem Flachdach die einfachste Dachform überhaupt. Mit nur einer schrägen Dachfläche ist es kostengünstig herzustellen. Seit einiger Zeit erfreut es sich starker Beliebtheit, weil ein Pultdachhaus im Gegensatz zu einem Haus mit Satteldach immer ein Vollgeschoss aufweist. Die Dachfläche von Pultdächern liegt zwar generell zur Wetterseite hin, um Wind, Regen und Schnee abzuschirmen. Aber der Trend zur Energiegewinnung über Dachkollektoren, die auf Pultdächgern besonders gut eingebaut werden können, sorgt für einen allgemeinen Richtungswechsel. Bei Häuser mit versetzten Pultdächern liegt ein Dach immer zur Sonnenseite.
PUR-Hartschaum Dämmung
PUR-Hartschaum-Wärmedämmstoffe sind geschlossenzellige harte Schaumkunststoffe aus Polyurethan. PUR zeichnet sich durch besonders gutes Wärmedämmvermögen aus. Rohstoffbasis zur Herstellung des Dämmstoffes ist Erdöl. Im Bauwesen können PUR-Hartschaum-Dämmstoffe sehr universell eingesetzt werden: Im Flachdach, im Steildach, als Deckendämmung, im Fußboden- und Wandbereich sowie in der Niedrigenergiehaus-Bauweise. Das Brandverhalten von PUR ist ähnlich dem von Holz (Brandschutzgruppe B2, normal entflammbar). Auch die Brandgase, die im Falle einer Brandkatastrophe beim Verbrennen von PUR auftreten können, sind ähnlich denen von Holz und Wolle. PUR-Dämmstoffe eignen sich auch hervorragend zur Herstellung von Bauelementen für Niedrigenergie- und Passivbauweise (Gaubensysteme, Dämmbrücken, Dämmrahmen oder Fensterrahmensysteme). Durch Aufkaschierung von Aluminium wird bei PUR-Dämmstoffen eine Dampfsperre integriert.
Putzträger-Dämmplatten
Putztragende Dämmplatten werden speziell für die Fassadendämmung angeboten. Diese ersparen einen Arbeitsschritt, da der Putzträger nicht noch angebracht werden muss, sondern bereits in der Wärmedämmung integriert ist. Putzträger-Dämmplatten aus Mineralwolle gibt es zur Dübelmontage oder zum Verkleben. Durch den aufgebrachten Putzträger lassen sich die Dämmplatten besser und leichter verputzen, da der Putz besser an ihnen haftet.

R

RAL-Gütezeichen

RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnungaus 
Der RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V., kurz RAL-Institut , ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Sankt Augustin.

Die Tätigkeit des RAL-Institutes erstreckt sich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Auf internationaler Ebene vertritt er die deutschen Belange im Rahmen seiner Arbeitsbereiche:
RAL-Vereinbarungen
RAL-Registrierungen
RAL-Testate
RAL-Farben
Gewährzeichen geographischer Herkunft
Umweltzeichen

Das RAL-Institut vergibt auf Antrag von Gütegemeinschaften verschiedene Gütezeichen, entweder nach einem selbstständigen Anerkennungsverfahren oder unter Beteiligung von staatlichen Stellen. RAL-Gütezeichen finden vor allem dort Interesse und Anwendung, wo keine Normen oder Richtlinien bestehen, jedoch Interesse an einer qualitativen Aussage gegeben ist.

Raumakustik
Die Raumakustik ist neben der Bauakustik ein Teilgebiet der Akustik. Sie beschäftigt sich mit der Schalldämpfung bzw. Schallabsorption. Je mehr Schall durch Absorption innerhalb des Raumes gedämpft wird, desto weniger Schall kann in den angrenzenden Raum übertragen werden. Die Raumakustik trägt also auch immer zur Bauakustik bei. Die Schalldämpfung entsteht durch Reibungsverluste im Träger und Schwingungsmedium Luft. Besonders gut funktioniert sie bei offenporigen, absorbierenden Materialien, die eine Reflexion verhindern. Dabei wird Bewegung in Wärme umgewandelt. Bei einem Umzug hat jeder die Folgen einer schlechten Raumakustik sicherlich bereits einmal am eigenen Leib erfahren. In leer geräumten Zimmern hallt die Stimme immer etwas nach. Dies verliert sich, sobald die Möbel stehen und die Vorhänge aufgehängt sind. Möbel, Vorhänge und auch Teppichböden können den Schall schlucken bzw. dämpfen. Man spricht dann auch von Schallabsorption. In größeren Räumen ist der Nachhall allerdings ein großes Problem. Eine schlechte Raumakustik erfordert eine höhere Konzentration beim Zuhören. Dies führt zu raschen Ermüdungen oder auch zum Verlust von Informationen aus beispielsweise komplizierten und geschachtelten Sätzen. In der Schule, im Theater oder im Büro ist das natürlich denkbar schlecht. Die Aufgaben der Schallabsorption können im wesentlichen durch Akustikdecken gelöst werden.
Raumklima

Das Raumklima ist der Sachverhalt, der beschrieben wird durch die Messwerte derjenigen Größen im Inneren eines Raumes, die einen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen dort haben können. Das Raumklima gilt als ein wesentlicher Bestandteil der Wohnqualität und Behaglichkeit. Es wird vor allem durch die Temperatur der Luft und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Einfluss auf die Behaglichkeit eines Raumes haben auch
- die chemische Zusammensetzung der Luft mit möglichen Schadstoffen und Geruchsbelästigung,
- abweichende Oberflächentemperaturen der Wände, Fußböden und Möbel,
- Luftzug,
- die Beleuchtung, insbesondere die Sonneneinstrahlung sowie künstliches Licht und dessen Farbtemperatur.

Die Luftfeuchtigkeit wird vom Menschen nur bei Extremwerten bemerkt. Allerdings führt schon moderat hohe relative Luftfeuchte zu Kondensation und Schimmelbildung an kühlen Oberflächen. Kalte Oberflächen können einen geheizten Raum unbehaglich machen. Die verringerte Reflexion der Wärmestrahlung kann den Eindruck verursachen, es gäbe eine Kältestrahlung.

Innere und äußere Lasten können Temperatur und Feuchtigkeit maßgeblich beeinflussen:
- Zu den inneren Lasten gehören:
o die Nutzer mit ihrem Wärme- und Feuchteeintrag, abhängig von der Tätigkeit,
o Geräte und Maschinen (Wärme und Luftzug, Geruchsbelastungen, Schadstoffe),
o Nutzungen: Waschen, Duschen und Kochen erhöhen die Luftfeuchtigkeit.

- Zu den äußeren Lasten gehören
o solare Einstrahlung,
o Wärmeleitung durch die Wände, Fußboden und Decke,
o Änderung von Temperatur und Luftfeuchte durch Lüftung (Fugenlüftung, Spaltlüftung und Stoßlüftung).

 
Reetdach

Reetdächer gibt es im gesamten nord- und mitteleuropäischen Raum wie beispielsweise Niederlande, England, Dänemark oder Frankreich. In Deutschland findet man Reetdächer vor allem in nördlichen Regionen. Ein Dach mit Reet eindecken, kann nicht jeder Dachdecker. Reetdachdecker ist ein eigener Lehrberuf. Das Reet wird bündelweise auf das Dach gebracht und befestigt. Man unterscheidet gebundene Deckung, genähte Deckung und geschraubte Deckung. Wichtige Hilfsmittel des Reetdachdeckers sind Deckstuhl und Klopfbrett. Da Reet ein brennbares Material ist, muss beim Reetdach besonderer Wert auf den Brandschutz gelegt werden. So müssen in den meisten Bundesländern bei einem reetgedeckten Haus besondere Grenzabstände eingehalten werden. Auf den nordfriesischen Inseln ist an Sylvester sogar das Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt. Aufgrund der Brandgefahr sind die Prämien für Feuerversicherungen bei reetgedeckten Häusern sehr hoch. Je nach Lage, Dachneigung, fachgerechter Verarbeitung und Einbau, hält ein Reetdach 25 bis 50 Jahre. Der First muss etwa alle 15 Jahre erneuert werden.

Ein Reetdach kann sich aber auch innerhalb weniger Jahre in einen braunen Modder verwandeln. So ist es zumindest in Norddeutschland in den vergangenen Jahren einigen Reetdachbesitzern ergangen. Das Reet ist einfach vergammelt. Und so eine Reetdachsanierung kostet schnell einmal 40.000 Euro. Ein Ziegeldach oder Schieferdach ist im Vergleich wesentlich günstiger. Über die Ursache des Reetdachsterbens und wer dafür haftet, darüber streiten die Gelehrten. Bautechnische Mängel wurden erst vermutet, doch die Reetdachdecker hatten ihren Job gut gemacht. Dies war nicht der Grund für das Reetdachsterben. Von einem geheimnisvollen "Killerpilz" war auch die Rede, der das Reetdach innerhalb kurzer Zeit unbrauchbar macht. Doch auch diese Vermutung ist nicht gesichert. Andere Experten meinen, dass der Feuchtegehalt und weniger irgendwelche Pilze maßgeblich für das Sterben das Reetdachs ist. Sich stauende Überfeuchte begünstigt das Verrotten des Reets, zumal Deutschland inzwischen von Regengüssen heimgesucht wird, die man in dieser Intensität bisher nicht kannte. Auch der heute übliche Ausbau der Dachgeschosse behindert die Abtrockung des Reets nach Regen. Fakt ist: Reetdächer können frühzeitig verrotten. Viele Besitzer von Reetdächern überlegen deshalb, statt der Sanierung mit Reet ein Dach mit Ziegeln aus Ton zu decken, sofern der Denkmalschutz dem nicht im Wege steht. Im Handel sind Chemikalien, die das Verrotten des Reets verhindern sollen. Damit verliert das Reetdach natürlich jeden ökologischen Anspruch. Da die Ursache des Reetdachsterbens nicht zweifelsfrei geklärt ist und niemand garantieren kann, dass es auf einem neu gedeckten Haus nicht auch passiert, sind die Zeiten für Reetgroßhändler und Reetdachdecker nicht gerade leicht.

Rohrdämmung
Rohrdämmung
Die Energieeinsparverordnung fordert die Begrenzung der Wärmeabgabe bei Heizungsrohren und Trinkwasserleitungen. Darüber hinaus übernimmt die Rohrdämmung die Aufgabe des Schallschutzes. Fallrohre und Trinkwasserrohre werden schallgedämmt. Als Materialien für die Rohrdämmung werden Dämmstoffe aus PVC, Mineralwolle oder Polyethylen eingesetzt. Wichtig ist, dass außer den geraden Rohrkomponenten auch Winkel und T-Stücke sowie die Anschlüsse bis zur Armatur verkleidet werden. Durch die erhöhten Anforderungen der Energieeinsparverordnung werden zudem vermehrt Rohre mit werksseitiger Rohrdämmung im Handel angeboten. Diese haben den Vorteil, das z. B. das nachträgliche Aufziehen von Dämmhülsen entfällt und die Zahl der Stoßstellen minimiert wird.

S

Sanieren
Im Baubereich versteht man unter dem Sanieren die Beseitigung von Schäden, Mängeln oder Fehlern an Bauwerken, wobei es sich eher um eine umfassende, grundlegende Maßnahme handelt, als um die Korrektur eines Teilbereichs.
Sanierung

Unter einer Sanierung versteht man im Bauwesen die baulich, technische Wiederherstellung oder Modernisierung eines Bauwerks oder mehrerer Bauwerke (bis hin zu ganzen Stadtvierteln), um Schäden zu beseitigen und/oder den Wohnsstandard zu erhöhen. Häufig ist die energetische Sanierung Hauptziel einer Sanierung, manchmal eine Nutzungsanpassung (zum Beispiel barrierefreies Wohnen). Eine Sanierung geht über die Instandhaltung und Instandsetzung hinaus. Sie kann erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz umfassen (zum Beispiel den Abriss und neubau ganzer Fassaden) und impliziert meist eine Modernisierung. Die Sanierung der Grundsubstanz von Baudenkmälern kommt dann in Frage, wenn die Erhaltung des Gebäudes gefährdet ist. Nach Maßgabe des Denkmalschutzes muss die Denkmalbehörde bei diesen weitreichenden Eingriffen in das Baudenkmal die Grenze zwischen der substanzerhaltenden Sanierung und der reversiblen Restaurierung festlegen. Ziel einer Sanierung ist die Wiederherstellung des standsicheren und zweckbestimmt nutzbaren Zustands. Um vorhandene Mängel festzustellen, wird häufig eine Voruntersuchung ("Gutachten") gemacht, das Schadensursachen benennt, das Schadensbild beschreibt sowie Sanierungsmaßnahmen vorschlägt.

Schallbrücke
Als Schallbrücken werden schwingungsübertragende Bauteile bezeichnet. Das kann zum Beispiel eine Schraube sein, die einen schwimmenden Estrich durchbricht oder der Anschluss einer leichten Trennwand an die Decke ohne Schallentkopplung. Schallbrücken machen unter Umständen aufwendige Massnahmen zur Schalldämmung wirkungslos und sind deshalb unter allen Umständen zu vermeiden. Um eine Schallbrücke auszuschliessen, lässt man zum Beispiel auch eine abgehängte Decke nicht seitlich an die Raumwände anstossen. Wird dies nicht beachtet, kann die Decke wie ein Resonanzboden wirken.
Schallemission
Als Schallemission (von lat. emittere = aussenden) wird in der Akustik die Aussendung von Schall (Schallereignis) von einer Schallquelle bezeichnet. Die zur Schallemission zugehörige Meßgröße ist die Quellstärke, anzugeben als Schallleistungspegel Lw. Die Maschinenlärm-Informationsverordnung schreibt in Deutschland vor, dass Hersteller vieler Maschinen und Geräten die Schallemission deutlich sichtbar angeben müssen.

Bei der Prognose von Schallimmissionen wird nach festgelegten Modellen der Schalldruckpegel der Schallimmission in einer festgelegten Entfernung zur Schallquelle bestimmt. Auf Basis dieses Schalldruckpegels und dem zur Schallquelle bekannten Abstand wird dann die weitere Ausbreitung berechnet. Der am festgelegten Ort vorhandene Schalldruckpegel wird im Rahmen des Lärmschutzes als Emissionspegel bezeichnet.

Normen
DIN EN 1330-9, Zerstörungsfreie Prüfung - Terminologie - Teil 9: Begriffe der Schallemissionsprüfung
DIN EN 13554, Zertörungsfreie Prüfung - Schallemission - Allgemeine Grundsätze
DIN EN 13477-1, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Gerätecharakterisierung - Teil 1: Gerätebeschreibung
DIN EN 13477-2, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Gerätecharakterisierung - Teil 2: Überprüfung der Betriebskenngrößen
DIN EN 14584, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Prüfung von metallischen Druckgeräten während der Abnahmeprüfung - Planare Ortung von Schallemissionsquellen
DIN EN 15856, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Allgemeine Grundsätze der Schallemissionsprüfung zum Nachweis von Korrosion innerhalb von mit Flüssigkeit gefüllten metallischen Umschließungen
DIN EN 15857, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Prüfung von faserverstärkten Kunststoffen - Spezifische Vorgehensweise und allgemeine Bewertungskriterien
Weblinks

Schallemission
Als Schallemission (von lat. emittere = aussenden) wird in der Akustik die Aussendung von Schall (Schallereignis) von einer Schallquelle bezeichnet. Die zur Schallemission zugehörige Meßgröße ist die Quellstärke, anzugeben als Schallleistungspegel Lw. Die Maschinenlärm-Informationsverordnung schreibt in Deutschland vor, dass Hersteller vieler Maschinen und Geräten die Schallemission deutlich sichtbar angeben müssen.

Bei der Prognose von Schallimmissionen wird nach festgelegten Modellen der Schalldruckpegel der Schallimmission in einer festgelegten Entfernung zur Schallquelle bestimmt. Auf Basis dieses Schalldruckpegels und dem zur Schallquelle bekannten Abstand wird dann die weitere Ausbreitung berechnet. Der am festgelegten Ort vorhandene Schalldruckpegel wird im Rahmen des Lärmschutzes als Emissionspegel bezeichnet.

Normen
DIN EN 1330-9, Zerstörungsfreie Prüfung - Terminologie - Teil 9: Begriffe der Schallemissionsprüfung
DIN EN 13554, Zertörungsfreie Prüfung - Schallemission - Allgemeine Grundsätze
DIN EN 13477-1, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Gerätecharakterisierung - Teil 1: Gerätebeschreibung
DIN EN 13477-2, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Gerätecharakterisierung - Teil 2: Überprüfung der Betriebskenngrößen
DIN EN 14584, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Prüfung von metallischen Druckgeräten während der Abnahmeprüfung - Planare Ortung von Schallemissionsquellen
DIN EN 15856, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Allgemeine Grundsätze der Schallemissionsprüfung zum Nachweis von Korrosion innerhalb von mit Flüssigkeit gefüllten metallischen Umschließungen
DIN EN 15857, Zerstörungsfreie Prüfung - Schallemissionsprüfung - Prüfung von faserverstärkten Kunststoffen - Spezifische Vorgehensweise und allgemeine Bewertungskriterien
Weblinks

Schallschutz
Schallschutz ist, einfach gesagt, überall dort nötig, wo Lärm von außen in das Gebäude eindringen kann oder Geräusche innerhalb eines Gebäudes weitergetragen werden. Zum Schallschutz gehört in erster Linie, die Übertragung von Luftschall und Trittschall zu unterbinden. Luftschalldämmung ist der Schutz gegen Lärm von außen, während Körperschalldämmung der Schallschutz innerhalb eines Gebäudes ist. Luftschall kommt vor allem durch Wände, Decken, Fenster und Türen in die Wohnung. Körperschall wird durch Rohrleitungen, Trittschall, Waschmaschinen oder ähnlichem übertragen. Die meisten Schallschutzmaßnahmen müssen schon beim Neubau einer Wohnung berücksichtigt werden. Wurde dort geschlampt, ist es manchmal sehr schwierig, diese Mißstände wieder zu beseitigen. Andere Schallschutzmaßnahmen können auch nachträglich vorgenommen werden. Maßnahmen, die ohne Probleme nachträglich vorgenommen werden können, sind der Einbau von Lärmschutzfenster oder schalldämmende Türen. Auch Rollläden oder schallabweisende Balkonbrüstungen helfen, den Lärm zu reduzieren. Der Schallschutz bei Decken und Wänden sollte dagegen schon von vornherein Berücksichtigung finden. Siehe auch Schallschutzglas, Schallschutzziegel, Schallschutztür, Schallschutzwand und Schallschutzfenster.
Schallschutz
Schallschutz ist, einfach gesagt, überall dort nötig, wo Lärm von außen in das Gebäude eindringen kann oder Geräusche innerhalb eines Gebäudes weitergetragen werden. Zum Schallschutz gehört in erster Linie, die Übertragung von Luftschall und Trittschall zu unterbinden. Luftschalldämmung ist der Schutz gegen Lärm von außen, während Körperschalldämmung der Schallschutz innerhalb eines Gebäudes ist. Luftschall kommt vor allem durch Wände, Decken, Fenster und Türen in die Wohnung. Körperschall wird durch Rohrleitungen, Trittschall, Waschmaschinen oder ähnlichem übertragen. Die meisten Schallschutzmaßnahmen müssen schon beim Neubau einer Wohnung berücksichtigt werden. Wurde dort geschlampt, ist es manchmal sehr schwierig, diese Mißstände wieder zu beseitigen. Andere Schallschutzmaßnahmen können auch nachträglich vorgenommen werden. Maßnahmen, die ohne Probleme nachträglich vorgenommen werden können, sind der Einbau von Lärmschutzfenster oder schalldämmende Türen. Auch Rollläden oder schallabweisende Balkonbrüstungen helfen, den Lärm zu reduzieren. Der Schallschutz bei Decken und Wänden sollte dagegen schon von vornherein Berücksichtigung finden. Siehe auch Schallschutzglas, Schallschutzziegel, Schallschutztür, Schallschutzwand und Schallschutzfenster.
Schimmelpilz

Als Schimmelpilze fasst man in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von filamentösen Pilzen (Fungi) zusammen, die in der Mehrzahl zu den taxonomischen Gruppen der Ascomyceten (Schlauchpilze) und Zygomyceten (Jochpilze) gehören.[1] Die große Mehrzahl der Schimmelpilze führt ein eher unauffälliges Dasein als Saprobiont. Dagegen sind einige Schimmelpilzarten, z. B. Tabakblauschimmel, meldepflichtige Pflanzenkrankheiten oder haben aufgrund ihrer Lebensweise in bestimmten ökologischen Nischen für den Menschen besondere Bedeutung als Human-Parasiten (z. B. Aspergillus fumigatus), Erzeuger von Pilzgiften in verdorbenen Lebensmitteln (z. B. Aflatoxine und Patulin), aber auch als Nahrungsmittel-Veredler (z. B. als charakteristische Zutat von Schimmelkäse und Salami), biologische Quelle für Antibiotika (z. B. Penicillin) und cholesterinsenkende Medikamente (z. B. Lovastatin).

Schimmelpilze finden sich als farbiger Belag auf verschiedenen Substraten. Besonders augenfällig ist ihr Vorkommen auf verdorbenen Lebensmitteln (z. B. Brot, Früchte), feuchtem Holz oder Wänden. Feuchtigkeit der befallenen Substanz bzw. der Raumluft ist für Bildung und Ausbreitung eines Schimmelpilzbefalls oft eine Voraussetzung. Oft beginnen Schimmelpilze auf organischen Substanzen zu wachsen und initiieren damit eine Reihe von Fäulnisprozessen. Zuerst bildet sich aus einer auf das Substrat gefallenen Schimmelpilz-Spore das Myzel. Dieses besteht aus mikroskopisch kleinen, vielfach verzweigten Pilzfäden, den Hyphen, die an den Spitzen wachsen und sich von einem einzelnen Punkt aus allseitig kreisförmig ausbreiten. 

Alle Schimmelpilze ernähren sich von organischen Molekülen (z. B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine). Sie zählen daher zu den heterotrophen Organismen. Als Substrat dienen Nährstoffe, wie zum Beispiel in Lebensmitteln, im Erdboden, in Holz, in Kot, in Staubkörnern oder sogar in Kunststoffen und Leder.

Schmelzpunkt

Als Schmelztemperatur bezeichnet man die Temperatur, bei der ein Stoff schmilzt, das heißt vom festen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht. Die Schmelztemperatur ist abhängig vom Stoff, im Gegensatz zur Siedetemperatur aber nur sehr wenig vom Druck (Schmelzdruck). Schmelztemperatur und Druck werden zusammen als Schmelzpunkt bezeichnet, wobei dieser den Zustand eines Reinstoffes beschreibt und Teil der Schmelzkurve im Phasendiagramm des Stoffes ist. Manche Stoffe können nicht schmelzen, weil sie vorher chemisch zerfallen, und andere können bei Normalbedingungen nur sublimieren. Für reine chemische Elemente ist der Schmelzpunkt identisch mit dem Gefrierpunkt und bleibt während des gesamten Schmelzvorganges konstant. Durch Verunreinigungen bzw. bei Gemischen wird die Schmelztemperatur in der Regel erniedrigt (Schmelzpunkterniedrigung), außerdem kann die Temperatur während des Schmelzvorganges steigen, wodurch man es mit einem Schmelz-Bereich zu tun hat. Die Schmelzpunkterniedrigung (Kryoskopie) durch gelöste Substanzen ist ein Grund, warum Eis durch Salz geschmolzen werden kann. Im Unterschied zu chemischen Elementen kann es auch bei reinen chemischen Verbindungen zu Abweichungen zwischen Schmelzpunkt und Gefrierpunkt kommen. Falls die Gefrierpunktstemperatur unterhalb der Schmelzpunkttemperatur liegt, spricht man von einer thermischen Hysterese. Dies ist zum Beispiel bei reinem Wasser der Fall; ohne Nukleationskeime und unter einem Druck von 1 bar gefriert Wasser bei ca. −40 °C und schmilzt bei ca. 0 °C. Bei amorphen Werkstoffen wie z. B. Gläsern und einigen Kunststoffen spricht man von der Übergangstemperatur. Auch die Definition einer Erweichungstemperatur ist möglich. Die Schmelztemperatur zählt mit der Dichte, Risszähigkeit, Festigkeit, Duktilität, Härte, und der Steifigkeit zu den Werkstoffeigenschaften eines Werkstoffes.

Schwimmender Estrich
siehe Estrich auf Dämmschicht.
Schälfestigkeit
Ein Maß für die Festigkeit einer Klebeverbindung. Sie ist der mittlere Lastwert pro verklebter Probenbreite, die erforderlich ist, um die verklebten Materialien unter einem Trennwinkel von 180 Grad und einer Trennungsrate von 152,4 mm/min zu trennen. (ASTM D-903)
Solarpanele

Ein Solarmodul oder Photovoltaikmodul wandelt das Licht der Sonne direkt in elektrische Energie um. Als wichtigste Bestandteile enthält es mehrere Solarzellen. Solarmodule werden einzeln oder zu Gruppen verschaltet in Photovoltaikanlagen, kleinen stromnetzunabhängigen Verbrauchern oder zur Stromversorgung von Raumfahrzeugen verwendet. Die Gesamtheit aller Module für eine Photovoltaikanlage nennt man Solargenerator. Ein Solarmodul wird durch seine elektrischen Anschlusswerte (z. B. Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom) charakterisiert. Diese hängen von den Eigenschaften der einzelnen Solarzellen und der Verschaltung der Solarzellen innerhalb des Moduls ab.

Um den Anforderungen einer Anlage für die Erzeugung von Solarstrom gerecht zu werden, fasst man Solarzellen mittels mehrerer verschiedener Materialien zu einem Solarmodul zusammen. Dieser Verbund erfüllt folgende Zwecke:

- transparente, strahlungs- und witterungsbeständige Abdeckung
- robuste elektrische Anschlüsse
- Schutz der spröden Solarzelle vor mechanischen Einflüssen
- Schutz der Solarzellen und elektrischen Verbindungen vor Feuchtigkeit
- Ausreichende Kühlung der Solarzellen
- Berührungsschutz der elektrisch leitenden Bauteile
- Handhabungs- und Befestigungsmöglichkeit

Aufbau eines typischen Solarmoduls
Bearbeiten]Eine Glasscheibe (meist so genanntes Einscheiben-Sicherheitsglas, kurz ESG) auf der zur Sonne gewandten Seite. Eine transparente Kunststoffschicht (Ethylenvinylacetat (EVA) oder Silikongummi), in der die Solarzellen eingebettet sind, mono- oder polykristalline Solarzellen, die durch Lötbändchen elektrisch miteinander verschaltet sind, Rückseitenkaschierung mit einer witterungsfesten Kunststoffverbundfolie z. B. aus Polyvinylfluorid (Tedlar) und Polyester, Anschlussdose mit Freilaufdiode bzw. Bypassdiode (siehe unten) und Anschlussterminal ein Aluminiumprofil-Rahmen zum Schutz der Glasscheibe bei Transport, Handhabung und Montage, für die Befestigung und für die Versteifung des Verbundes.

Herstellung eines Solarmoduls 
Die Fertigung eines Solarmoduls erfolgt weitgehend mit der optisch aktiven Seite nach unten. Als erstes wird ein entsprechendes Glas gereinigt und bereitgelegt. Auf dieses kommt dann eine zugeschnittene Bahn EVA-Folie. Die Solarzellen werden mittels Lötbändchen zu einzelnen Strängen (so genannte Strings) verbunden und auf der Scheibe mit der EVA-Folie positioniert. Nun werden die Querverbinder, die die einzelnen Stränge miteinander verbinden und zum Ort der Anschlussdose führen, positioniert und verlötet. Anschließend wird alles nacheinander mit einer zugeschnittenen EVA-Folie und einer Tedlarfolie bedeckt. Als nächster Produktionsschritt erfolgt das Laminieren des Moduls in einem Vakuumsack bei ca. 140 °C oder im Autoklaven mit Überdruck (um 10 bar) und ebenfalls 140 °C. Beim Laminieren bildet sich aus der bis dahin milchigen EVA-Folie eine klare, dreidimensional vernetzte und nicht mehr aufschmelzbare Kunststoffschicht, in der die Zellen nun eingebettet sind und die fest mit der Glasscheibe und der Rückseitenfolie verbunden ist. Nach dem Laminieren werden die Kanten gesäumt, die Anschlussdose wird gesetzt und mit den Freilaufdioden bestückt. Nun wird das Modul noch gerahmt, vermessen und nach seinen elektrischen Werten klassifiziert und verpackt.

Leistung eines Solarmodules
 Die jeweils angegebene (Spitzen-) Nennleistung eines Solarmodules (in Watt Peak = Wp) wird nur bei Laborbedingungen (STC = englisch: Standard Test Conditions) mit einer Lichteinstrahlung von 1000 W/m², 25 °C Zelltemperatur und 90 ° Einstrahlungswinkel und einem Lichtspektrum von AM 1,5 erreicht. Diese Normbedingungen gibt es in der Praxis nur selten. Entweder ist es dunkler, die Sonne steht niedriger oder im Sommer sind die Zellen wärmer. Jedes Modul reagiert auf die unterschiedlichen Lichtstärken und Lichtfarben anders, so dass die effektive, aktuelle Leistung und der jährliche Ertrag zweier gleichstarker Modultypen stark unterschiedlich sein können. Somit kommt es bei den tatsächlichen Tages- oder Jahreserträgen auf die Art und Qualität der Module an und hochwertige Module können daher mehr Ertrag liefern.

Spachtelmasse

Spachtelmasse, kurz auch Spachtel, ist eine breiartige Substanz, die für oberflächliche Ausbesserungsarbeiten mit einer Spachtel aufgetragen wird und nach der Aushärtung glattgeschliffen wird. Sie findet Verwendung im Modellbau, im Karosseriebau, beim Trockenbau und im Stuckateurwesen.

Merkmale 
Um einem eventuellen Schwund beim Trocknen bzw. Abbinden entgegenzuwirken, wird die Spachtelmasse meist großzügig aufgetragen und später z. B. mit Schleifpapier abgeschliffen. Diese nachträgliche Bearbeitbarkeit ist beispielsweise bei den ähnlichen Materialien Putz oder Mörtel nicht erforderlich. Gebräuchlich sind Spachtelmassen, die pulverförmig erhältlich sind und mit Wasser zur eigentlichen Masse angerührt werden (z. B. Gips). Holzkitt und Holzpaste sind spezielle Spachtelmassen für Holz.

Sparren

Als Sparren oder Dachsparren bezeichnet man in Dachkonstruktionen die Träger, die von der Traufe zum First verlaufen und die Dachhaut tragen. In der Aufsicht sind sie üblicherweise rechtwinklig zum First angeordnet. Der Dachsparren kommt entweder als geneigter Einfeldträger, oder geneigter Mehrfeldträger, jeweils mit oder ohne Kragarm vor.

Sparschalung
siehe Traglattung.
Spiegelglas

Spiegelglas ist eine Qualitätsbezeichnung für ein geschliffenes und poliertes Flachglas, das ursprünglich zur Produktion von Spiegeln hergestellt wurde. Der Brockhaus von 1911 definiert Spiegelglas als „auf beiden Seiten geschliffenes und poliertes Tafelglas, früher nur zu Spiegeln, jetzt auch viel zu Fenstern benutzt. Die entsprechende Produktionsstätte ist eine Spiegelglasmanufaktur oder Spiegelglashütte. Der Begriff Spiegelglas wird heute oft synonym für Floatglas verwendet.

Spiegelglas-Herstellung 
Flachglas wird heute meist durch das Floatverfahren hergestellt. Dabei wird der überwiegende Teil der Flachglasproduktion in Spiegelglas-Qualität hergestellt. Heute findet der Großteil Spiegelglas als Bauglas Verwendung oder wird zu Spezialgläsern weiterverarbeitet.

Spiegelglashütte Münsterbusch 
Die in Stolberg im Bereich der heutigen Straße An der Kesselschmiede gebaute Spiegelglashütte Münsterbusch war die erste Spiegelglashütte in Deutschland mit einer voll mechanisierten Schleif- u. Polieranlage. 1863 verlegte der Glaskonzern Saint Gobain seine Aktivitäten von der Spiegelglashütte Münsterbusch ins Stolberger Tal zum Schnorrenfeld, weil dort ausreichend Wasser zum Schleifen vorhanden war. Trotz dieser weitgehend mechanisierten Schleif- und Poliermethoden, einem Kennzeichen industrieller Fertigungsmethosen, nannte sich die Hütte „Spiegelmanufaktur".

Steildach
Unter einem Steildach ist das geneigte Dach ab einer Dachneigung von etwa 30° zu verstehen. Dabei gibt es bei Aufbau, Dachform, Dachstuhl oder Dacheindeckung zahlreiche Unterschiede und Variationen. Vom Aufbau her unterscheidet man Warmdach oder Kaltdach. Unterschiedliche Dachformen sind zum Beispiel Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach oder Pultdach. Verschiedene Dachstuhlkonstruktionen sind Sparrendach, Kehlbalkendach und Pfettendach. Bei der Dacheindeckung werden wohl am häufigsten Dachziegel oder Dachsteine verwendet. Das Reetdach, Metalldach, Schieferdach oder Gründach sind weitere Eindeckungsmöglichkeiten für ein Steildach. Soll der Dachboden eines Steildachs ausgebaut werden, muss das Dach gedämmt werden. Bei einem Neubau ist die Aufsparrendämmung die beste Lösung. Bei einem nachträglichen Ausbau kommt meist die Zwischensparrendämmung, mitunter zusätzlich die Untersparrendämmung zum Einsatz.
Steinwolle
Steinwolle wird zusammen mit der Glaswolle zu dem Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Bei Steinwolle wird im Gegensatz zur Glaswolle sehr viel weniger Altglas eingesetzt, sondern vermehrt Mineralien wie Feldspat, Dolomit, Sand und Kalkstein oder Basalt und Diabas. Bei der Herstellung von Steinwolle entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Bei Glasfasern werden zwischen 4 bis 8 %, bei Steinwolle 0,7 bis 3,2 % Gewichtsanteile Phenolformaldehydharz eingesetzt. Beim Kauf von Steinwolle-Dämmstoffen ist auf Produkte mit dem Hinweis "Hohe Biolöslichkeit" oder "KI 40" zu achten. Produkte, die mit dem RAL-Gütezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind, erfüllen ebenfalls die Kriterien von "KI 40" bzw. "hohe Biolöslichkeit". Die Verwendung ist bei Glaswolle und Steinwolle identisch. Näheres daher unter dem Stichwort Mineralwolle.
Strahlungsquellen

Strahlung wird im Wesentlichen aus drei Quellen gespeist: 
Aus der kosmischen Strahlung, aus natürlichen Radionukliden in der Luft (vor allem den Zerfallsprodukten des radioaktiven Edelgases Radon) und schließlich aus den natürlichen radioaktiven Stoffen im Boden und Gestein. Zu dieser natürlichen Strahlung kommen künstliche Strahlenquellen, die praktisch jeden Menschen einem gewissen Maß an Strahlung aussetzen. Dazu gehören zum Beispiel Röntgenaufnahmen beim Arzt. Aufgrund dieser natürlichen Quellen kann man fast überall Alpha-, Beta- und Gammastrahlung nachweisen - allerdings je nach Umgebung unterschiedlich viel. Der größte Anteil unserer natürlichen Strahlendosis stammt vom Gas Radon und seinen ebenfalls radioaktiven Folgeprodukten, die man mit der Atemluft aufnimmt (vor allem beim Aufenthalt in Kellerräumen und Höhlen), und dem Kalium 40, das der Körper z. B. in die Muskeln einlagert. Auch Gesteine können in manchen Gegenden einen großen Beitrag zur natürlichen Strahlendosis liefern. Die künstliche Strahlenexposition - oder, genauer: Die Strahlenexposition durch radioaktive Isotope und Strahlungsquellen, die es ohne den Einfluss der Menschen nicht gäbe - ist nicht zu unterschätzen. Sie ist etwa ebenso hoch wie die Strahlendosis aus Strahlenquellen, die ohnehin in der Natur vorhanden sind. Den größten Anteil daran hat das medizinische Röntgen. Viel geringer ist der Anteil der Strahlendosis, der aus anderen Quellen stammt, zum Beispiel Abluft und Abwasser aus Kernkraftwerken. Auch bei Kernwaffentests wurden radioaktive Nuklide in die Atmosphäre freigesetzt. Und schließlich wird sogar im Haushalt Strahlung erzeugt, zum Beispiel in manchen Armbanduhren und in Röhrenbildschirmen. Allerdings sind die Mengen unter dem Strich ziemlich gering, und verglichen mit dem Beitrag aus der Röntgendiagnostik sind sie fast vernachlässigbar.

Tatsächlich kommt der Durchschnittsmensch in Deutschland auf eine Strahlendosis von 4 mSv pro Jahr, die sich etwa fifty-fifty auf die Strahlendosis durch das medizinische Röntgen und die natürliche Strahlung aufteilt - allerdings ist das ein statistischer Wert. Das heißt: Wer in diesem Jahr nicht geröntgt wird, der liegt vermutlich schon deutlich unter dem Durchschnitt. Und wer in einer Gegend wohnt, in der die natürliche Strahlung überdurchschnittlich hoch ist, der kann mehr abbekommen. Man sollte allerdings bedenken: Schon immer lebt der Mensch mit Strahlung in seinem Körper und um ihn herum. Der Durchschnittsmensch in Deutschland bekommt in einem Jahr statistisch gesehen eine Dosisleistung von etwa 3,9 mSv ab, wovon 1,8 mSv aus der medizinischen Strahlenanwendung - überwiegend der Röntgendiagnostik - und 2,1 mSv aus natürlichen Quellen stammen. Die Nutzung der Kernenergie macht nur einen winzigen Bruchteil der Dosis aus künstlichen Quellen aus, weniger als 0,001 mSv.

Synergieeffekt

Die Begriffe Synergiepotenzial und Synergieeffekt beschreiben das Zusammenwirken von Faktoren, die eine Synergie bewirken, sich also gegenseitig fördern.Während das Synergiepotenzial theoretisch erreichbare Auswirkungen unter idealen Rahmenbedingungen beschreibt, sind unter Synergieeffekten Auswirkungen zu verstehen, die sich infolge des Zusammenwirkens in der Realität ergeben. Grundsätzlich kann das Synergiepotenzial beziehungsweise der Synergieeffekt günstig, neutral oder ungünstig sowie für jeden der Akteure unterschiedlich ausfallen.

Synergieeffekte, die sich zwar zeitlich nach Beginn der Zusammenarbeit ergeben, sich jedoch auch ohne dessen Zustandekommen eingestellt hätten, sind der begrifflichen Herleitung nach nicht als Synergieeffekte zu bezeichnen. In der wasserwirtschaftlichen Praxis können dies Verbesserungen der Betriebsabläufe sein, die auch ohne das Zusammenwirken beispielsweise durch Benchmarking-Aktivitäten hätten erreicht werden können. Meist ist eine differenzierte Betrachtung aufgrund der Komplexität der Ursachen jedoch nur in Ausnahmefällen möglich.

Arten von Synergiepotenzial und Synergieeffekten
In der Literatur findet man verschiedene Arten von Synergiepotenzial beziehungsweise Synergieeffekten. Vom Grunde her sind drei Arten zu unterscheiden: universelle, endemische und spezifische. In Anlehnung an die Begriffsdefinition von Synergiepotenzial und Synergieeffekten gelten für beide der gleiche Sachverhalt.

Universelles Synergiepotenzial ergibt sich grundsätzlich bei jedem Zusammenwirken. Es kommt demzufolge nicht darauf an, ob die beiden Akteure das gleiche Produkt als Ergebnis ihrer Aktivitäten anstreben beziehungsweise der gleichen Branche entstammen. Üblicherweise tritt universelles Synergiepotenzial in den unterstützenden Werthandlungsstufen wie dem Finanz- und Personalwesen auf. Die Bündelung dieser Bereiche führt im günstigen Fall zur Abnahme der spezifischen Fixkosten.

Endemisches Synergiepotenzial ergibt sich in identischen oder ähnlichen Werthandlungsbereichen. Es ist daher grundsätzlich nicht bei allen Formen des Zusammenwirkens zu erzielen. Es entsteht beispielsweise infolge einer Bündelung von Produktionskapazitäten oder Vertriebskapazitäten.

Spezifisches Synergiepotenzial tritt definitionsgemäß nur in besonderen Fällen des Zusammenwirkens auf. Spezifische Tatbestände wie Patente des einen und passende Vertriebskanäle des anderen Akteurs sind hier beispielhaft zu nennen. Diese drei Arten können einmalig oder dauerhaft wirksam sein.

T

Taupunkt
Als Taupunkt wird die Temperatur bezeichnet, bei der auf oder in einem Bauwerk Kondensat in Form von Feuchtigkeit entsteht. Der Taupunkt bezeichnet demnach den Übergang vom gasförmigem zu flüssigem Zustand. Bei einer bestimmten Temperatur kann Luft nur eine gewisse Menge Feuchtigkeit speichern. Warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen als kalte. Wenn nun Luft abgekühlt wird, so steigt die relative Feuchte an (die absolut enthaltene Feuchtigkeit bleibt gleich). Irgendwann erreicht die relative Feuchte 100% und dann fällt Tauwasser an (Kondensation). Dieses Phänomen ist beispielsweise oft zu beobachten, wenn warme Raumluft an einem Fenster abkühlt und dadurch die Feuchtigkeit an der Scheibe kondensiert. Besonders kritisch ist es, wenn ein Bauteil aufgrund von Undichtheiten von der warmen Raumluft durchströmt wird. Bei Durchgang kühlt sich die Luft nämlich ab, die relative Luftfeuchtigkeit steigt und es kann zu Tauwasseranfall im Bauteil kommen. Dies wiederum kann Bauschäden und überhöhten Energieverbrauch zur Folge haben.
Tauwasser
Luft kann, je nach Temperatur, nur eine ganz bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Dabei kann warme Luft mehr aufnehmen als kalte Luft. Wird diese temperaturspezifische Sättigungsgrenze infolge erhöhten Feuchtigkeitsanfalls oder durch Abkühlung der Luft überschritten, so fällt die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Tauwasser aus. Tauwasser durchfeuchtet die Bauteile, vermindert deren Wärmedämmung und verursacht Bauschäden. Es kommt zu Tauwasserschäden.
Tauwasserschutz
Unter Tauwasserschutz werden Maßnahmen verstanden, die Tauwasserschäden vorbeugen. Die wichtigste Maßnahme zum Tauwasserschutz ist die Wärmedämmung. Mit einer Wärmedämmung wird der Temperaturunterschied zwischen Raumtemperatur und der Temperatur der Innenflächen minimiert. So wird die Gefahr verringert, dass ich an Innenwänden Tauwasser bildet und die Wände anfangen zu schimmeln. Die Herstellung der Luftdichtheit der Gebäudehülle ist eine weitere wichtige Maßnahme zum Tauwasserschutz. Durch Luftundichtheiten wird die Temperatur an der Anschlussstelle z.B. von Fensteranschlüssen gefährlich herabgesetzt und es kann zur Überschreitung der Grenzluftfeuchte für Schimmelpilzbildung kommen. Der Hausbewohner selbst kann durch richtiges Lüften zum Tauwasserschutz beitragen. Richtiges Lüften bedeutet - vereinfacht ausgedrückt - ausreichend oft und kräftig und kurz zu Lüften. Dabei sollten alle Fenster und Türen aufgerissen und kräftig für Durchzug gesorgt werden. So kann die Feuchtigkeit schnell entweichen, die Wände und Möbel bleiben aber warm.
Technische Isolierung

Dämmstoffe für Wärmeschutz - Brandschutz - Schallschutz
Ob in Wohngebäuden oder Industrie-Anlagen: Die Energiekosten müssen runter! Dämmstoffe von Isover sind überall im Einsatz, wo Wärme-, Brand- und Schallschutz eine wichtige Rolle spielen.

Haustechnik
Bei häuslichen Heizungs- und Klimaanlagen, bei Kanälen und Warmwasserleitungen sorgen die nichtbrennbaren Dämmstoffe von Isover für optimalen Wärme- und Schallschutz.

Betriebstechnik
Strikte Auflagen einhalten und dennoch wettbewerbsfähig bleiben – das sind die Bedingungen beim Betrieb industrieller Anlagen. Beim Bau von Kesseln, Öfen und Behältern sind die vielseitigen Dämm-Eigenschaften von Isover-Mineralwolle unverzichtbar.

Energieversorgung
Beim verlustfreien Transport von Fernwärme sind die leistungsfähigen Dämmstoffe von Isover gefragt.

Teilflächendämmung
siehe Zwischensparrendämmung.
Topdec-Programm

Das Topdec-Programm im Detail

Topdec für nicht begehbare oberste Geschoßdecken

Der vlieskaschierte, nichtbrennbare Glaswolle-Filz Isover Topdec DF 1-040 zur nachträglichen Dämmung der obersten Geschossdecke eignet sich für Decken, die nicht begangen werden müssen. Zudem ist er genauso schnell und einfach zu verarbeiten wie der Glaswolle-Filz Isover Topdec DF 2-035/040. Mit der Wahl der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 bietet dieses Rollenprodukt die gleichen Verarbeitungsvorteile plus einer noch besseren Dämmwirkung. Das alles natürlich nichtbrennbar, Euroklasse A1, für zusätzliche Sicherheit.

Topdec für begehbare oberste Geschoßdecken
Für erhebliche Energieeinsparung und hohen Wärmeschutz für Altbau-Decken steht die zweischichtige Steinwolle-Platte Isover Topdec Loft. Durch die hochdruckfeste Deckschicht ist sie für die begehbare Wärmedämmung der obersten Geschossdecke – z. B. unter Gehbelägen aus Gipsfaser- oder Holzspanplatten besonders geeignet. Ein zusätzliches Plus ist der vorbeugende Brandschutz durch die Nichtbrennbarkeit mit einem Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C.

Topdec für die Kellerdecke
Die neue, nichtbrennbare glasvliesbeschichtete Steinwolle Decken-Dämmplatte Topdec Smartline mit einer umlaufenden Fase ist die ideale Lösung für die nachträgliche Dämmung von Kellerdecken in Klebe- oder Dübelmontage. Die umlaufende Fase erhöht das optische Erscheinungsbild und gleicht leichte Unebenheiten an Decken aus. Zusätzlich werden hohe Ansprüche an den Brand-, Wärme- und Schallschutz erfüllt.

Eine weiter Lösung für die Dämmung von Kellerdecken bietet Topdec Universalmit einseitigem, anorganischem Haftvermittler. Sie bietet wertvollen Wärmeschutz und Brandschutz sowie eine gute Schallabsorption. Topdec Universal lässt sich zeitsparend in Klebe- oder Dübelmontage an Kellerdecken montieren. Eine individuelle Gestaltung der Sichtseite durch eine nachträgliche Farb- oder Putzbeschichtung ist möglich. Dies alles natürlich nichtbrennbar, Euroklasse A1, mit dem Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C.

Auch die glasvliesbeschichtete Decken-Dämmplatte aus Steinwolle Isover Topdec DP 1 kommt in Kellern in Klebe- oder Dübelmontage zur Anwendung. Die Anwendung im Schienensystem ist möglich. Die optisch ansprechende Platte ist ein überaus leistungsfähiger Energiesparer und ermöglicht bei Direktmontage, ebenso wie die Topdec DP 3, eine signifikante Raumersparnis.

Die Decken-Dämmplatte DP 3 erleichtert zusätzlich die Montage aufgrund des geringen Gewichts. Die helle Sichtseite der Dämmplatte mit geringerem Anspruch an die Optik, bringt zusätzlich Licht in dunkle Räume. Sowohl Topdec DP 1, DP 3, Smartline und Universal reduzieren die Halligkeit und leisten durch die Nichtbrennbarkeit einen Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz.

Die Steinwolle-Lamelle Topdec DL mit beidseitigem anorganischem Haftmittler für Klebemontage an Kellerdecken erfüllt hohe Ansprüche an den Brand-, Wärme und Schallschutz. Eine nachträgliche Farb- oder Putzbeschichtung der Sichtseite ist möglich. Sie ist besonders vorteilhaft bei gewölbten Decken (z. B. Kappendecken).

Topdec für Tiefgaragen-Decken
Die neue, nichtbrennbare, mit einem Strukturvlies beschichtete Steinwolle Decken-Dämmplatte Topdec Smartline mit einer umlaufenden Fase ist die ideale Lösung für die Dämmung von Tiefgaragendecken in Klebemontage. Die umlaufende Fase erhöht das optische Erscheinungsbild und gleicht leichte Unebenheiten an Decken aus. Zusätzlich werden hohe Ansprüche an den Brand-, Wärme- und Schallschutz erfüllt.

Topdec DP 1 eignet sich für schallabsorbierende Decken in Tiefgaragen im Schienensystem, zur Direktmontage oder für abgehängte Deckenelemente. Sie erfüllt höchste Ansprüche an den Brandschutz und an das optische Erscheinungsbild.

Topdec für Hallen-Decken
Die glasvliesbeschichtete Decken-Dämmplatte aus Steinwolle, Isover Topdec DP 1, eignet sich für schallabsorbierende Decken in Hallen im Schienensystem. Sie erfüllt höchste Ansprüche an den Brandschutz und an das optische Erscheinungsbild.

Weitere Informationen über das Topdec-Programm von ISOVER erhalten Interessierte über ISOVER Dialog

Traglattung
Konterlattung
Als Traglattung wird ein Gerüst aus Holz-Latten in einem bestimmten Abstand bezeichnet, an dem Paneelen an Wand oder Decke befestigt werden. Auch bei der Dacheindeckung gibt es eine Traglattung. Dort hat die Traglattung die Aufgabe, die Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Bitumenwellplatten zu halten. Beim Dach wird die Traglattung meist genagelt, bei der Verlegung von Paneelen wird sie meist geschraubt. Der Abstand der Latten ist abhängig vom Gewicht und der Art des verwendeten Materials. Die Traglattungen werden häufig quer auf eine Konterlattung aufgeschraubt. Die Traglattung wird mitunter auch als Sparschalung bezeichnet.
Traglattung
Konterlattung
Als Traglattung wird ein Gerüst aus Holz-Latten in einem bestimmten Abstand bezeichnet, an dem Paneelen an Wand oder Decke befestigt werden. Auch bei der Dacheindeckung gibt es eine Traglattung. Dort hat die Traglattung die Aufgabe, die Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Bitumenwellplatten zu halten. Beim Dach wird die Traglattung meist genagelt, bei der Verlegung von Paneelen wird sie meist geschraubt. Der Abstand der Latten ist abhängig vom Gewicht und der Art des verwendeten Materials. Die Traglattungen werden häufig quer auf eine Konterlattung aufgeschraubt. Die Traglattung wird mitunter auch als Sparschalung bezeichnet.
Treibhausgase

Treibhausgase sind strahlungsbeeinflussende gasförmige Stoffe in der Luft, die zum Treibhauseffekt beitragen und sowohl einen natürlichen als auch einen anthropogenen Ursprung haben können. Sie absorbieren einen Teil der vom Boden abgegebenen Infrarotstrahlung, die sonst in das Weltall entweichen würde. Entsprechend ihrer Temperatur emittieren sie Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung), deren auf die Erde gerichteter Anteil als atmosphärische Gegenstrahlung die Erdoberfläche zusätzlich zum Sonnenlicht erwärmt. Die natürlichen Treibhausgase heben die durchschnittliche Temperatur an der Erdoberfläche um etwa 33 °C auf +15 °C an. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt hätte die untere Atmosphäre im globalen Mittel nur −18 °C, was Leben auf der Erde kaum möglich machen würde.

Die Störung des natürlichen Gleichgewichts der Atmosphäre durch Eingriffe in den Naturhaushalt und durch anthropogene Emission von Treibhausgasen verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zur globalen Erwärmung, die ihrerseits mit zahlreichen Folgen verbunden ist. Die Zunahme, das heißt, der in der Atmosphäre ansteigende Gehalt bestimmter Treibhausgase wird großteils auf menschliche Aktivitäten zurückgeführt.

Im November 2008 gab das UN-Klimasekretariat bekannt, dass die Treibhausgasemissionen in erfassten 40 Industriestaaten zwischen den Jahren 2000 und 2006 um 2,3 % gestiegen sind, und mahnte einen dringenden Handlungsbedarf der Politik an.

Wirkung von Treibhausgasen
Die kurzwellige Sonnenstrahlung wird an der Erdoberfläche zu einem großen Teil absorbiert, in Wärme abgewandelt und in Form von Wärmestrahlung wieder abgegeben. Treibhausgase können aufgrund ihrer chemischen Natur in unterschiedlichem Ausmaß die Wärmestrahlung absorbieren und so die Wärme in die Atmosphäre abgeben. Das Treibhauspotenzial eines Gases hängt ganz wesentlich davon ab, inwieweit sein Dipolmoment durch Molekülschwingungen geändert werden kann. Die zweiatomigen Gase Sauerstoff und Stickstoff verändern ihr Dipolmoment durch Molekülschwingungen nicht, sind also transparent für Infrarotstrahlung. Große Moleküle, wie u.a. FCKWs besitzen dagegen sehr viele Schwingungsebenen und damit ein Vielfaches des Treibhauspotentials von beispielsweise CO2.

Die Treibhauswirksamkeit eines Gases, also wie stark die Freisetzung eines Gases zum Treibhauseffekt beitragen kann, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Der pro Zeiteinheit freigesetzten Gasmenge (Emissionsrate), den spektroskopischen Eigenschaften des Gases, d.h. wie stark es die Wärmestrahlung in bestimmten Wellenlängenbereichen absorbiert, und seiner Verweilzeit in der Atmosphäre. Die atmosphärische Verweilzeit ist die Zeit, die ein Stoff im Durchschnitt in der Atmosphäre verbleibt, bevor er durch chemische oder andere Prozesse wieder aus ihr entfernt wird. Je länger die Verweilzeit eines Treibhausgases, desto höher ist auch die theoretische Wirkung.

Ein Maß für die Treibhauswirkung eines Gases pro Kilogramm Emissionsmenge ist das stoffabhängige sog. relative Treibhauspotenzial (global warming potential, GWP), in dem die Absorptionseigenschaften und die Verweilzeit berücksichtigt sind. Das relative Treibhauspotenzial ist eine auf Kohlenstoffdioxid normierte Größe, mit der die Wirkung eines Treibhausgases mit der äquivalenten Menge Kohlenstoffdioxid verglichen wird. So hat beispielsweise Methan ein relatives Treibhauspotenzial von 25, d. h. 1 kg Methan hat die gleiche Treibhauswirkung wie 25 kg Kohlenstoffdioxid.

Das relative Treibhauspotenzial wird in der Regel auf einen Zeithorizont von 100 Jahren bezogen, das heißt, es wird die über einen Zeitraum von 100 Jahren nach der Emission gemittelte Erwärmungswirkung betrachtet. Bezieht man es auf einen anderen Zeithorizont, verändert sich, entsprechend der atmosphärischen Verweildauer, auch das relative Treibhauspotenzial. Enthält ein Treibhausgas ein oder mehrere Chlor- bzw. Fluoratome, so erhöht sich dessen relatives Treibhauspotenzial aufgrund der hohen chemischen Stabilität deutlich gegenüber Treibhausgasen ohne Halogenatom(e).

Trennschicht
Eine Trennschicht ist zum Beispiel eine Schicht zur Trennung von Estrich und tragendem Untergrund. Als Estrich auf Trennschicht eignen sich alle Estricharten. Als Trennschichten werden Polyethylenfolien, Bitumenpapier oder Rohglasvliesbahnen verwendet. Sie sind, außer bei Gussasphalt, zweilagig zu verlegen. Eine Lage kann bei Untergeschossräumen beispielsweise auch als Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit ausgeführt werden. Durch die zweilagige Verlegung der Trennschicht wird die Entkopplung des Estrichs vom Untergrund gesichert und eine spannungsfreie Bewegung auf der Unterlage ermöglicht. Ein umlaufend fünf Millimeter dicker Trennstreifen an den Wänden verhindert eine Einspannung. Die Estrichmindestdicken betragen bei Gussasphaltestrich 20 mm, bei Anhydritestrich 30 mm und bei Zementestrich 35 mm. Estrich auf Trennschicht wird, analog dem Verbundestrich, z.B. wie folgt angegeben: Estrich DIN 18560 - GE 15 - T 25.
Trittschalldämmung
Unter Trittschalldämmung versteht man Maßnahmen, die eine Übertragung von Trittschall unterbinden sollen. Erreicht wird das dadurch, dass die begangene Fläche durch spezielles Dämmmaterial von der Decke (Betondecke, Holzbalkendecke) getrennt wird. Zur Trittschalldämmung eignen sich sehr unterschiedliche Materialien, nämlich Rippenpappen, Rollenkork, Weichfaserplatten und Schaumfolien, die als Rollenware angeboten werden und den höchsten Marktanteil besitzen.
Trockenbau

Trockenbau ist eine Form des Zusammenfügens industrieller Halbzeuge im Bauwesen. Bei der Trockenbauweise werden keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton oder Putz zur Errichtung der Bauteile verwendet. Trockenbau ist im Allgemeinen schneller und meist günstiger als ein entsprechendes Mauerwerk. Bauphysikalische Anforderungen bezüglich Wärme-, Kälte-, Schall-, Brand-, Feuchte-, Strahlenschutz, Schlagsicherheit können durch jeweilige Maßnahmen auch in Trockenbauweise erfüllt werden.

Definition
Der Trockenbau beinhaltet raumbegrenzende Konstruktionen des Ausbaus für Wand, Decke und Boden, die in trockener Bauweise montiert bzw. weiter verarbeitet (z.B. verspachtelt, verputzt) werden. Ausgenommen sind Holzkonstruktionen, wie sie üblicherweise von Zimmerern und Tischlern erstellt werden, Trennwände aus Mauerwerk, Rabitz- und Stuckdecken. Allerdings werden auch heutzutage noch in Teilbereichen wie dem Ausbau von Fachwerkhäusern Holzständerwände der verschiedensten Bauarten ausgeführt.

Zur Trockenbauweise gehören:
- Deckenbekleidungen und Unterdecken (abgehängte Decken) als plane, gegliederte oder gewölbte, fugenlose oder elementierte Flächen aus unterschiedlichen Materialien, Formen und Systemen, u. a. als Dekor-, Metall-, Kassetten-, Raster-, Gitter-, Waben-, Lamellen-, Paneeldecken oder Baffeldecken, in Sonderausführungen, z. B. als Akustik-, Licht-, Lüftungs-, Klimadecken. Die Bekleidung kann u.a. aus Gipskarton, Gipsfaser, Holz, Holzwerkstoff, Metall, Kunststoff, Mineralfaser, Glas, Fiber-, Calciumsilikat und Perliten bestehen.

- Wandbekleidungen, Montagewände als gerade, geschwungen oder gebogen Flächen aus unterschiedlichen Materialien und Systemen, einschalig oder mehrschalig beplankt u.a. als raumteilende, feste oder umsetzbare Ständerwände, Flur- und Wohnungstrennwände

- Installationswände (auch Vorwandinstallation), WC-Trennwände. Die Bekleidung kann u.a. aus Gipskarton, Gipsfaser, Holz, Holzwerkstoff, Metall und Kunststoff bestehen. 

- Sonstige Verkleidungen, freistehend oder direkt angesetzt, ohne bzw. mit Unterkonstruktion, z. B. feucht gemörtelt (Ansetzbinder), geklebt, ggf. mit zusätzlicher Dämmung, u. a. als Trockenputze, montierter Trockenstuck, Vorsatzschalen, Verkofferungen, Schürzen und Abschottungen

- Bodensysteme als Doppel-, Hohlraumböden bzw. Installationsböden, Trockenunterböden (Trockenestriche) Belag u.a. aus Gipskarton, Gipsfaser, Calciumsilikat, Holzwerkstoff, Stahl, Estrich, Metallwannen mit mineralischer Füllung, armiertem Leichtbeton; Oberbeläge z. B. auf Linoleum, Parkett, Nadelfilz, Teppich

- Einbauten in vorgenannte Konstruktionen, z. B. Unter-, bzw. Tragkonstruktionen für erhöhte Lasten (Decke, bzw. Wand), Leuchten (ohne Verkabelung), Lüftungsauslässe, Zargen für Türen und Fenster, Türen (einschl. Beschlag)

- Einfache Dämmungen und Isolierungen für vorgenannten Konstruktionen oder als separate Leistung u. a. aus Mineralwolle (Steinwolle oder Glaswolle) und Naturfasern, Baum-, Schafwolle, Flachs, Kork, Schaumglas, Perlit, Hartschäumen, Sperren und Dampfbremsen aus Metall und Kunststoff 

- Völlig ohne Wasser geht es aber auch hierbei nicht. Zum Verspachteln der Fugen und Anschlüsse bei Gipskartonplatten und Gipswandbauplatten benötigt man die dafür vorgesehene Spachtelmasse bzw. den bei Gipsdielen nötigen Kleber. Dieses Material hat eine relativ kurze Trockenzeit und ist schon nach etwa 24 Std. überarbeitbar (Schleifen, Streichen, Tapezieren u.A.).

Trockenestrich
Trockenestrich, auch Trockenunterboden oder Fertigteilestrich bezeichnet, besteht aus vorgefertigten Elementen in Form von Platten, die im Verband verlegt und im Fugenstoß verklebt werden. Meist sind die Materialien gips- oder zementgebunden, andere bestehen aus Holz. Die Elemente können unterseitig mit Dämmstoff kaschiert sein und werden in der Regel auf Schüttungen platziert, mit welchen die Unebenheiten des Untergrundes ausgeglichen werden. Trockenestrichsysteme sind leicht zu verlegen, sofort begehbar und bringen keine Feuchtigkeit in das Gebäude ein.

U

U-Wert
siehe Wärmedurchgangskoeffizient.
ULTIMATE All-in-One
Die Hochleistungs-Mineralwolle für alle Fälle

Mit dem Produktvorteil „All-in-One“ stellt ISOVER sein neues Sortiment der Hochleistungs-Mineralwolle ULTIMATE 032 vor. Die nichtbrennbaren Dämmstoffe vereinen die Vorteile einer herkömmlichen Steinwolle mit den positiven Eigenschaften der neuesten Generation 032 Glaswolle von ISOVER. Durch den hervorragenden Brandschutz mit Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C, das leichte Gewicht, kombiniert mit der Energieeffizienz der Wärmeleitstufe (WLS) 032 werden sämtliche Vorteile in einem Produkt verbunden - das ist ULTIMATE All-in-One. Derzeit umfasst das WLS 032 Sortiment Produkte für Holzbau- und vorgehängte hinterlüftete Fassaden sowie Keller- und Tiefgaragen-Decken.

Die Hochleistungs-Mineralwolle ULTIMATE bietet dank außergewöhnlicher Eigenschaften vielseitige Lösungen für den Hochbau und stellt die intelligente Weiterentwicklung der klassischen Mineralwolle dar. Ihr Vorteil basiert darauf, dass alle positiven Spezifikationen längjährig bewährter Standardprodukte in einem Funktionsmaterial optimal zusammengeführt wurden.

Leichtes Gewicht und Komprimierbarkeit erleichtern dabei das Handling bei Transport und Einbau. Die flexible Faserstruktur ermöglicht leichtes Verfilzen bei Stoßfugen und minimiert das Risiko von Wärmebrücken. Das diffusionsoffene und schimmelresistente Material bietet trotz des vergleichsweise geringen Gewichts einen sehr hohen Schallschutz. Das spielt gerade in der Fassade und in Decken von Kellern eine ebenso große Rolle wie der erhöhte Brandschutz mit Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C. Zudem sind die ersten ULTIMATE Dämmstoffe jetzt mit der besonders niedrigen Wärmeleitstufe 032 ausgestattet, die für hohe Energieeffizienz durch optimierte Dämmleistung sorgt. Positiver Nebeneffekt: Die maximierte Dämmleistung erfordert nur geringen Raumbedarf.

ULTIMATE 032 bietet durch die Vereinigung der ausgezeichneten Materialeigenschaften ein zusätzliches Plus an Planungsfreiheit, Verarbeitungskomfort und Sicherheit im Fall der Fälle – das ist der All-in-One Vorteil. 

 

 


 

Umkehrdach
Umkehrdach ist die Bezeichnung für einen unbelüfteten Flachdachaufbau, der im Gegensatz zum konventionellen Flachdach eine völlig andere Reihenfolge seiner Schichten aufweist. Im Unterschied zum Kalt- und Warmdach ist die Wärmedämmung oberhalb der Dachhaut angeordnet. Zunächst wird beim Umkehrdach so vorgegangen, wie beim Warmdach. Für das notwendige Gefälle bei Stahlbetonkonstruktionen sorgt wieder der Gefällebeton, es folgen Voranstrich und Ausgleichsschicht. Nun kommt aber nicht, wie beim Warmdach, die Wärmedämmung, sondern die Dachabdichtung. Die Abdichtung bei Umkehrdächern wird vorzugsweise mit zwei Lagen Polymerbitumenbahnen ausgeführt. Erst danach kommt die Wärmedämmung. Da die Dämmung oberhalb der Dachhaut liegt, ist sie dem Regen stärker ausgesetzt. Man verwendet daher nur wasserunempfindliche Dämmungen, wie Schaumglas, Polyurethan oder Extrudiertes-Polystyrol. Auf der Dämmung muss eine Beschwerung angeordnet werden, um der Windsogbeanspruchung entgegen zu wirken.
Umkehrdämmung
Im Gegensatz zum konventionellen Flachdach liegt bei der Umkehrdämmung die Dämmschicht über der Abdichtungschicht. Entgegen dem üblichen Warmdachaufbau wird die Abdichtungsebene hierbei direkt auf die tragende Konstruktion aufgebracht und die Dämmung liegt auf der Abdichtung. Es wird also nicht die Wärmedämmung durch die Abdichtung geschützt, sondern die Abdichtung durch die Wärmedämmung.


Häufig wird abschließend die Dämmung durch eine Kiesschüttung abgedeckt. Häfig wird eine Schutz- und Filterschicht zwischen der Kiesschüttung und dem Dämmstoff eingebracht, die die Aufgabe hat, die Dämmung vor mechanischen Beanspruchungen zu schützen und ein Einschwemmen von Sand oder Erde in die Dämmebene zu verhindern.

Richtig ausgeführt sorgt diese Schicht dafür, dass ein großer Teil des Niederschlagwassers abgeführt wird ohne in den Dämmstoff einzusickern. Aufgrund der wetterexponierten Lage kommen für das Umkehrdach nur wasserabweisende Dämmstoffe zur Anwendung, die möglichst witterungsbeständig sein müssen.

Unterdach
Unterdächer sind eigenständige Dichtungs-/ Deckungsschichten, die unter der eigentlichen Dachdeckung angeordnet sind. Sie werden dann eingesetzt, wenn die Anforderungen eine höhere Dichtheit der Gesamteindeckung nötig machen bzw. aufgrund einer geringen Dachneigung. Mit Hilfe des Unterdaches wird eine zweite Entwässerungsebene angeordnet, die durch die Haupteindeckung eindringende Feuchtigkeit (Tauwasser, Stauwasser, Treibwasser...) sicher abführt. Das Unterdach kommt bei Unterschreitung von Regeldachneigungen oder aus Gründen der Dacheindeckung oder spezifischen Planung zur Anwendung. Dabei wird zwischen Unterdichtungen, Unterdeckungen und Vordeckungen unterschieden.
Unterdeckbahn
Unterdeckbahn

Unterdeck- und Unterspannbahnen sind Folien- oder Vliesbahnen und dienen in Steildächern als sogenannte zweite wasserführende Ebene der Ableitung von Niederschlagswasser, wenn für einen begrenzten Zeitraum die erste wasserführende Ebene, üblicherweise eine Eindeckung mit Dachziegeln, nicht mehr funktioniert -  oder während der Bauphase noch nicht vorhanden ist.

Auch während der normalen Nutzungsphase eines Daches kann regelmäßig Feuchte durch die Ziegelzwischenräume unter die Dachhaut gelangen, z.B. in Form von Treibregen oder Flugschnee. Damit diese Feuchte in der Konstruktion keinen Schaden anrichten kann, werden Unterdeck- und Unterspannbahnen verwendet, die an die Dachrinnen angeschlossen werden und dorthin das Wasser dann ableiten. Unterdeckbahnen unterscheiden sich von Unterspannbahnen dadurch, dass sie auf formstabiler Zwischensparren-Dämmung verlegt werden, während Unterdeckbahnen zwischen den Sparrenoberseiten frei gespannt werden.

Unterdeckbahn
udbahn
Eine Unterdeckbahn ist eine Folie aus Kunststoff, die den Wassereintritt in Bauteile verhindern soll. Unterdeckbahnen werden beispielsweise bei Steildächern auf der Schalung befestigt. Auch als Trennlage und wasserabführende Schicht unter Blechdächer, an Wänden und überall dort, wo kein Wasser hinkommen soll, ist eine Unterdeckbahn geeignet. Unterdeckbahnen lassen zwar kein Wasser durch, dafür aber Wasserdampf, denn sie sind meist diffusionsoffen aufgebaut. Somit kann Feuchtigkeit aus dem Bauteil ins Freie gelangen und es durchfeuchtet nicht, was zu Schimmelbildung und Bauschäden führen kann.
(Foto: Hersteller Klöber)
Unterspannbahn
siehe Dachunterspannbahn.
Untersparrendämmung
Aufgrund immer steigender Anforderungen an die Wärmedämmung reicht die Sparrendicke trotz Vollfüllung häufig nicht mehr aus. Aus diesem Grund muss zusätzlich zur Zwischensparrendämmung noch ein Untersparrendämmung eingebracht werden. Dazu wird senkrecht zu den Sparren eine Konterlattung über der folienverkleideten Zwischensparrendämmung angebracht. Zwischen die Latten wird als Dämmstoff zum Beispiel ein Klemmfilz oder Dämmkeile eingeklemmt. Alternativ zu dem System mit Konterlattung und Klemmfilz können auch Holzfaserplatten direkt an die Sparren geschraubt werden. Da durch die Untersparrendämmung viel Wohnraum verloren geht, empfiehlt sich soweit möglich eine Aufsparrendämmung.
UV-Strahlung

Ultraviolettstrahlung
UV ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter UV (Begriffsklärung) aufgeführt. Ultraviolettstrahlung, kurz Ultraviolett oder UV-Strahlung, umgangssprachlich auch ultraviolettes Licht, UV-Licht oder Schwarzlicht, selten auch Infraviolett-Strahlung (Abk. IV-Strahlung) ist für den Menschen unsichtbare elektromagnetische Strahlung mit einer Wellenlänge, die kürzer als die des für den Menschen sichtbaren Lichtes, aber langwelliger als die Röntgenstrahlung ist. Die Bezeichnung ultraviolett (etwa „jenseits von Violett“) rührt dabei daher, dass das UV-Spektrum mit etwas kürzeren Wellenlängen als jenen beginnt, die der Mensch gerade noch als Farbe Blauviolett wahrzunehmen vermag.

V

Vacupad

Ein neues Zeitalter der ISOVER Dämmtechnik
ISOVER begegnet der Forderung nach Ressourcenschonung und Klimaschutz durch stetigeWeiterentwicklung innovativer Dämmlösungen. Die Generation 032 ist bereits ein Meilenstein auf dem Weg zu optimierter Energieeinsparung mit Mineralwolle-Dämmstoffen und ermöglicht
wirtschaftliche Lösungen für die Mehrzahl aller Anwendungsfälle. Bei der Innendämmung im Denkmalschutz, bei der Nutzung von Baureserven unter Steildächern und bei der Kellerdeckendämmung werden jedoch Sonderlösungen erforderlich, die extrem raumsparend sind, dabei aber trotzdem zukunftsweisende Dämmleistungen bringen.

Hierfür steht ab jetzt mit ISOVER VacuPad 007 ein ISOVER Wärme-Dämmstoff der absoluten Spitzenklasse zur Verfügung. Dessen Vakuum-Dämmkern erzielt einen Bemessungswert der Wärmeleit fähigkeit von 0,007 W/mK – sehr viel besser als alle konventionellen Dämmstoffe.

Vakuum für den Hightech-Wärmeschutz
Für die Erzielung maximaler Dämmwirkung bei minimaler Dicke weist innovative Vakuum-Technik den Weg: Vakuum reduziert den Wärmeverlust gegenüber Luft um ein Vielfaches. Für bestimmte Anwendungen im Bauwesen bietet ISOVER Dämmstoffe an, die auf der anspruchsvollen Vakuumtechnologie basieren. Der isolierende Kern von ISOVER VacuPad 007 besteht aus einer modifizierten Kieselsäure. Er wird unter Vakuum mit einer mehrschichtigen Aluminium-Kunststoff-Folie umschlossen und sicher verschweißt. Beidseitige Schutzschichten
sorgen für eine robuste Oberfläche. Das Ergebnis ist eine steife, extrem dünne Dämmplatte. Ein elastisches Dichtband an den Kanten verschließt Stoßfugen und somit Wärmebrücken. Entsprechend ihrem Einsatzbereich erhalten ISOVER VacuPads 007 anwendungsoptimierte
Oberflächen für leichte und sichere Weiterverarbeitung.

Zukunftsweisende Baukonzepte mit ISOVER VacuPad 007:
Werden Sie Teil der Dämmstoff-Evolution Neue Dimensionen für gestalterische Freiräume Neue Werkstoffe und Werkstoffkombinationen
geben der Formensprache moderner Architektur wichtige Impulse. Umweltschutz und Klimaschutz spielen nicht nur bei repräsentativen
Bauvorhaben und ökologisch ausgerichteten Projekten eine wichtige Rolle. Energieeffizienz ist zentrales Ziel nachhaltigen Bauens. ISOVER VacuPad 007 erweitert die kreativen Spielräume für die Gestaltung, ermöglicht filigrane Bauteile und avantgardistische Fassadenkonzepte
im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen des Wärmeschutzes.

Innovativer Werkstoff
Effizienzhaus- und Passivhaus-Standard wird heute schon von modernen Architekturkonzepten verwirklicht. Neueste Entwicklungen wie das Saint-Gobain Multi-Komfort-Haus beziehen zusätzliche Aspekte wie Schallschutz und Wohnklima ein. Für das Erreichen der Zielwerte lässt die EnEV einen breiten technischen Spielraum. Sicher und unumstritten bei der Kombination unterschiedlicher Maßnahmen ist die Reduzierung
der Energieverluste durch die wärmebrückenfreie Dämmung der Gebäudehülle. Durch dicke Dämmschichten gehen aber wertvolle Wohnund
Nutzflächen verloren. Die extrem dünne Dämmung mit ISOVER VacuPad 007 wird Impulsgeber für die Entwicklung neuer Baukonzepte, für schlanke elementierte Wandaufbauten, Dach- und Deckenkonstruktionen

Vakuum

Das Wort Vakuum (von lat. vacuus‚ leer) bedeutet (weitgehend) leerer Raum. Ist in einem evakuierten Gefäß nur ein deutlich geringerer als der atmosphärische Druck vorhanden, spricht man korrekterweise anstatt von einem Vakuum von „vermindertem Druck“ oder „reduziertem Druck“. In der Umgangssprache spricht man von Vakuum bei einem weitgehend luftleeren Raum (z. B. Vakuumverpackung). Auch die Technik und klassische Physik verwenden den Ausdruck in diesem Sinne: Vakuum bezeichnet den Zustand eines Fluids in einem Volumen bei einem Druck, der deutlich geringer ist als der Atmosphärendruck bei Normalbedingungen. Bei extrem niedrigem Absolutdruck spricht man von Hochvakuum. „Vakuum heißt der Zustand eines Gases, wenn in einem Behälter der Druck des Gases und damit die Teilchenzahldichte niedriger ist als außerhalb oder wenn der Druck des Gases niedriger ist als 300 mbar, d. h. kleiner als der niedrigste auf der Erdoberfläche vorkommende Atmosphärendruck“ – DIN 28400 Teil 1 (Mai 1990): Vakuumtechnik; Benennungen und Definitionen; Allgemeine Benennungen.

Im Rahmen der modernen Quantenphysik lässt sich ein so einfaches Modell von Vakuum nicht verwenden: In der Quantenfeldtheorie erscheint das Vakuum als ein dynamisches Medium mit chaotischen Vakuumfluktuationen und vielfältigen anderen Eigenschaften (Quantenvakuum). Anders als die Naturwissenschaften sieht die Philosophie Vakuum als grundsätzlich vollkommen leeren Raum.

Anwendungen
Technische Vakua finden Anwendung in der Forschung, in der Elektronenmikroskopie, bei der Erschmelzung von metallischen Werkstoffen und in der Fertigung von Mikroelektronik. Sehr oft wird Vakuum bei der Wärmebehandlung von Metallen (Härten, Anlassen, Nitrieren, Aufkohlen) eingesetzt, um ein Oxidieren durch Sauerstoff, der sich in der Luft befindet, zu verhindern. Im Innenraum von Elektronenröhren und Bildröhren herrscht Hochvakuum, um die Streuung der Elektronen gering zu halten. Verbleibende und später ausdiffundierende Gasreste werden mit einem Getter gebunden.

Vario-System

Neue Komponenten für das Luftdichtheits- und Feuchteschutzsystem Vario

Ludwigshafen, im Januar 2009 – Nach umfassenden Untersuchungen zertifizierte die Technische Universität Berlin das Vario Luftdichtheits- und Feuchteschutz-Systems gemäß des geforderten Schlagregen-Tests laut neuer ZVDH-Richtlinien. Mit der Unterdeckbahn Integra ZUB, dem Nageldichtband Vario AntiSpike sowie dem Klebeband Vario SilverFast und dem Dichtband Vario ProTape Xtern wird damit die fachgerechte Ausführung entsprechend den neuen Richtlinien des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) ermöglicht. Alle Vario-Klebebänder, Dichtbänder und Dichtstoffe werden zudem in neuen, selbsterklärenden Verpackungen geliefert: Diese bieten ein attraktives Erscheinungsbild im Verkaufsraum, können als Thekenaufsteller genutzt werden und geben zusätzliche Produktinformationen. Zum Schutz bis zum tatsächlichen Einsatz sind die Produkte einzeln verpackt. Die Dichtstoffe Vario ProTape und Vario ProTape Xtern sind zusätzlich mit einer stabilen Seitenfassung geschützt, die auch als nützliche Abrollhilfe bei der Verarbeitung dient.

Das Vario-System im Detail

Klimamembran Vario KM Duplex mit UV-Schutz

Dank UV-Schutz übersteht die vliesverstärkte, robuste und feuchtevariable Klimamembran Vario KM Duplex schadlos drei Monate Direkt-Bewitterung auf dem Dach. Sie sorgt durch ihren variablen Diffusionswiderstand zuverlässig für trockene Verhältnisse in gedämmten Konstruktionen – gleich, ob sie raumseitig unter oder von außen über den Sparren verlegt ist. Denn je nach Umgebungsbedingungen lässt die intelligente Membran Feuchtigkeit entweder zur Dachaußen- oder zur Raumseite hin aus der Dachkonstruktion entweichen. Darum kann der Verarbeiter die Folie bedenkenlos von außen über die Sparren hinweg führen, statt – wie früher üblich – jedes Sparrenfeld einzeln abzudichten.

Vario ProTape Xtern – schlagregensicherer Spezialdichtstoff von der Rolle
Mit Vario ProTape Xtern können dauerhafte, schlagregen- und sturmsichere Verklebungen von Dampfbremsen und Unterdeckbahnen an angrenzenden Bauteilen im Außenbereich unkompliziert und doppelt so schnell hergestellt werden wie mit herkömmlichen Kartuschen-Dichtstoffen oder mit Kompriband und Anpresslatte. Durch das Zwei-Kleber-System ist Vario ProTape Xtern perfekt auf alle bauüblichen Untergründe abgestimmt: Die extra dicke und weiche Isobutenkautschuk-Raupe an der Unterseite verschweißt langfristig mit dem Bauteil. Die „Flügel“ mit dem modifizierten Acrylatkleber an der Oberseite gewährleisten die sturmsichere Kontakthaftung zwischen Dampfbremsfolien oder Unterdeckbahnen und Bauteil. Ein zusätzliches Sicherheits-Plus ist die große Bandbreite des Dichtstoffs von vier Zentimetern. Abdichtungen mit Vario ProTape Xtern sind zudem wasserdicht, hitze- und frostbeständig.

Vario SilverFast – stark auf Unterdeckbahnen
Isover hat mit Vario SilverFast ein 12 Monate UV-beständiges, einseitiges Klebeband speziell für den Außeneinsatz entwickelt, das insbesondere für die Verklebungen von Überlappungen von Unterdeckbahnen geeignet ist – und das sogar bei niedrigen Temperaturen bis -10 °C. Aber auch Dampfbrems-, Schalungs- und Fassadenbahnen können damit verklebt werden, ebenso wie luftdichte Anschlüsse an Dachdurchdringungen. Aufgrund seiner hohen Stabilität und enormen Wasserbeständigkeit eignet sich Vario SilverFast auch für das fachgerechte Abkleben von Rissen in Unterdeckbahnen und bietet dabei Schlagregensicherheit.

Vario MultiTape – der Alleskönner für innen und außen
Das einseitige, elastische Klebeband Vario MultiTape ist der Alleskönner unter den Isover Klebe- und Abdichtbändern. Durch einen neuen Kleber mit aggressiverer Kontaktklebrigkeit und doppelt so guter Schälfestigkeit, sowie einer UV-Beständigkeit von sechs Monaten, bietet das Klebeband gute Anwendungseigenschaften insbesondere in Hinblick auf den Außeneinsatz bei der Verklebung der Vario KM Duplex UV. Erhöhte Sicherheit bietet dabei ein extrem wasserbeständiger Kleber. Praktisch auch bei Dacharbeiten: Das Klebeband ist von Hand abreißbar.

Vario MultiTape SL – das neue Klebeband mit geteilten Abdeckstreifen
Luftdichte Verklebungen von Ecken, Anschlüssen und Durchdringungen sowie Überlappungen von Dampfbremsen werden mit Vario MultiTape SL sicher und dauerhaft ausgeführt. Der wasserbeständige, extra starke Kleber in Kombination mit dem geteilten Abdeckstreifen zur leichteren Verarbeitung bei Ecken und Anschlüssen bietet jetzt noch mehr Sicherheit und Verarbeitungsvorteile. MultiTape SL ersetzt das bisher im Sortiment vorhandene Vario Powerflex und ist auch für den Außeneinsatz für die Verklebung der Vario KM Duplex UV geeignet.

Vario AntiSpike – schlagregensicheres Nageldichtband
Das wasserbeständigen Nageldichtband Vario-AntiSpike dichtet Durchdringungen von Nägeln und Schrauben der Konterlattung durch die Unterdeckbahn sicher ab.Der Schutz vor eindringender Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion wird dank der sehr guten Abdichtungswirkung des 4 mm dicken Bandes dauerhaft und nachhaltig gewährleistet. Zudem bietet der bewährte wasserbeständige, extra starke Kleber zusätzliche Sicherheit vor Feuchtschäden. Mit Vario AntiSpike wird eine Verarbeitung gemäß den neuen Richtlinien des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) sichergestellt.

Lebensdauersicherheit mit System
Neben Vario ProTape Xtern, Vario SilverFast, Vario MultiTape, Vario MultiTape SL und Vario AntiSpike bietet das Vario-System weitere anwendungsgerechte Produkte zum einfachen und sicheren Herstellen luftdichter Anschlüsse, so unter anderem
- das Klebeband Vario KB 1 zum sicheren Verkleben von Folien-Überlappungen,
- sowie das Dichtband Vario ProTape und den Kartuschenkleber Vario DS, beides leistungsfähige Spezialisten für luftdichte Folienanschlüsse ans Mauerwerk.

Alle Vario-Dichtkomponenten wurden speziell in Hinblick auf das Zusammenwirken mit der feuchtevariablen Isover Klimamembran Vario KM Duplex UV entwickelt und geprüft – so dass Verarbeiter und Bauherren auf die Lebensdauersicherheit des Vario Luftdicht- und Feuchteschutzsystems voll vertrauen können.

Weitere Informationen über das Vario-Programm von Isover erhalten Interessierte über Isover Dialog (Telefon-Hotline: 0621 - 501 200, Fax: 0621 - 501 201, E-Mail: dialog@isover.de) und auf den Internetseiten des Herstellers: www.isover.de.

Vollflächendämmung (Umformulieren)

Vollflächendämmung ist die Bezeichnung für eine vollflächige Verlegung von Dämmstoffen an Mauerwerk oder auf Dächern. Dort wird sie auch als Aufsparrendämmung bezeichnet. Bei einer Aufsparrendämmung werden die Dämmplatten oberhalb der Sparren, wie der Name schon sagt, vollflächig verlegt. Es folgen Unterspannbahn, Konterlattung und Dachlatten und schließlich die Dachziegel.

Die Vollflächendämmung oberhalb der Sparren hat einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Zwischensparrendämmung: Durch die vollflächige Verlegung entfallen die Wärmebrücken im Bereich der Sparren, was natürlich im Zuge der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) von sehr großer Bedeutung ist. Zudem ist die Sparrenhöhe nur nach statischen Erfordernissen zu bemessen.

Vollwärmeschutz
Vollwärmeschutz ist ein anderes Wort für Wärmedämmverbundsystem.

W

Warmdach
Ein Warmdach findet man sowohl beim Flachdach als auch beim Steildach. Grundsätzlich ist ein Warmdach eine einschalige, unbelüftete Dachkonstruktion. Beim Flachdach wird die Tragkonstruktion direkt mit der Dämmung und der Dachbahn verbunden, ohne dass dabei wie beim Kaltdach Luft oder gar Feuchtigkeit zwischen die Schichten gelangen darf. Beim Steildach wird unterhalb der üblichen Vollsparrendämmung durch eine Dampf- und Windsperre dafür gesorgt, dass keine Feuchtigkeit in die Dämmlage und in die Dachkonstruktion dringt. Dieses setzt eine äußerst gewissenhafte Verklebung der Dampfsperrfolie voraus. Fehler, die dabei besonders Heimwerkern beim Ausbau des Dachgeschosses passieren können, begünstigen Schimmelbildung in der Dämmung.
Wasserdampf-diffusionswiderstand
Der Wasserdampfdiffusionswiderstand gibt an, in welchem Maß ein Stoff die Diffusion von Wasserdampf behindert. Sie wird in der Wasserdampfdiffusionswiderstandzahl mit dem Symbol µ angegeben. Der Wert beschreibt, um welchen Faktor der Prüfstoff dichter ist als eine gleich dicke Luftschicht. Je größer der Wert der Wasserdampfdiffusionswiderstandzahl umso dichter ist der Baustoff. Der Wasserdampfdiffusionswiderstand ist eine wichtige Größe im Bauwesen, um einen bauphysikalisch korrekten Aufbau der einzelnen Bauschichten sicher zustellen. So ist in der Regel an der Stelle des größten Dampfdrucks im Schichtaufbau eine sogenannte Dampfsperre erforderlich, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in Form von Dampf in die Baustoffe eindringen kann. Diese Dampfsperre besteht aus Stoffen mit hohem Wasserdampfdiffusionswiderstand (zum Beispiel Kunststofffolien oder Aluminiumfolie). Auf der Seite des niedrigsten Dampfdruckes hingegen wird üblicherweise ein möglichst niedriger Wasserdampfdiffusionswiderstand angestrebt, um eventuell eingedrungene Feuchtigkeit wieder leicht aus dem Baustoff heraus zu lassen. Diese "gesteuerte" Dampfdiffusion ist wichtig, um die schrittweise Durchfeuchtung eines Baustoffes zu verhindern, der andernfalls seine dämmende Eigenschaft verlieren würde und - unter Umständen - sogar schimmeln könnte.
Wasserdampfdiffusion
Der Dampfdruck im Freien und in bewohnten Räumen ist meist unterschiedlich groß. Der Dampfdruck hat deshalb das Bestreben, sich zwischen innen und außen auszugleichen. Dabei entsteht eine Wanderung durch die Bauteile hindurch, meist von innen nach außen. Diese Wanderung wird Wasserdampfdiffusion genannt. Wird die Wanderung des Wasserdampfes durch das Gebäude behindert, kann es zu Ansammlungen von Feuchtigkeit und somit auch zu Schimmelschäden kommen. Mit Dampfbremsen wird die Wasserdampfdiffusion abgebremst, mit Dampfsperren verhindert.
wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke

Die wasserdampfäquivalente Luftschichtdicke ist ein Begriff aus der Bauphysik. Je größer der Wert, desto weniger Wasserdampf kann durch ein Bauteil. Liegt der Wert über 1500 m spricht man von einer Dampfsperre, liegt er zwischen 2 und 1500 m spricht man von einer Dampfbremse.

Mit folgender Formel wird die wasserdampfdiffusions-
äquivalente Luftschichtdicke berechnet:

SD = S x µ

S = Bauteildicke
µ = Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl

Wasserdampfdruckausgleichsschicht
siehe Dampfdruckausgleichsschicht.
Werkstoffe

Werkstoffe sind Materialien, die in Produktionsprozessen verarbeitet werden und in die Endprodukte eingehen. In der Regel handelt es sich dabei um Rohstoffe, Hilfsstoffe, Halbzeuge und Halbfertigprodukte. Die Qualität und die Eigenschaften der Endprodukte oder Fertigprodukte werden durch die Wahl geeigneter Werkstoffe entscheidend beeinflusst. Zur Sicherstellung der Güte (Qualität) werden Werkstoffe im Rahmen der Werkstoffprüfung geprüft

Eigenschaften

Physikalische Werkstoffeigenschaften
- elektrische Leitfähigkeit
- Wärmeleitfähigkeit
- (metallischer) Glanz
- Undurchsichtigkeit
- Magnetismus
- Schmelztemperatur

Mechanische Eigenschaften 
- Härte
- Dichte
- Festigkeit, speziell Zugfestigkeit und Druckfestigkeit
- Elastizität
- Plastizität (Duktilität)
- Duktilität
- Risszähigkeit
- Steifigkeit

Optisch-akustische Eigenschaften
- Lichtbrechung
- Reflexion (Glanz)
- Transparenz
- Schallabsorption
- Schallreflexion

Technologische Werkstoffeigenschaften
- Gießbarkeit
- Umformbarkeit
- Zerspanbarkeit
- Oberflächengüte

Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit ist ein allgemeines Maß für die Effizienz, bzw. für den rationalen Umgang mit knappen Ressourcen. Sie wird allgemein als das Verhältnis zwischen erreichtem Erfolg und dafür benötigten Mitteleinsatz definiert. Das Ziel ist, mit einem möglichst geringen Aufwand einen gegebenen Ertrag zu erreichen oder mit einem gegebenen Aufwand einen möglichst großen Ertrag zu erreichen.

Ertrag = der in Geld gemessene Wertezuwachs zum Zeitpunkt der Betrachtung
Aufwand = der in Geld gemessene Wert aller verbrauchten Güter und/oder Leistungen
Wirtschaftlichkeit ist gegeben, wenn der Quotient aus Ertrag und Aufwand gleich oder größer 1 ist.

Wenn das Ergebnis größer als 1 ist, so ist eine Wirtschaftlichkeit gegeben – Wertezuwachs
Wenn das Ergebnis gleich 1 ist, so ist die Wirtschaftlichkeit gegeben – kostendeckend
Wenn das Ergebnis kleiner als 1 ist, so ist keine Wirtschaftlichkeit gegeben – Verlust

Wärmebedarf
Der Wärmebedarf gibt die Wärmemenge an, die maximal erforderlich ist, um auch bei tiefen Außentemperaturen wohnliche Raumtemperaturen einzuhalten. Der rechnerisch ermittelte Wärmebedarf hängt vor allem von Lage, Größe und Bauweise des Hauses ab. Er bestimmt die erforderliche Nennwärmeleistung der Heizungsanlage. Je nach Außentemperatur, Tageszeit und Benutzung der Räume verändert sich der der aktuelle Wärmebedarf. Damit der Heizkessel nicht mehr Wärme erzeugt als nötig, muss die Regelung die Wärmezufuhr zu den Räumen automatisch an den jeweiligen Wärmebedarf anpassen.
Wärmebrücke
Als Wärmebrücke bezeichnet man eine wärmetechnische Schwachstelle an einer Fassade oder sonstigem Bauteil eines Gebäudes. Wärme wird an einer Wärmebrücke besonders gut ins Freie geleitet. Schwachpunkte einer Fassade sind zum Beispiel Auflagerbereiche von Decken, Ringankern, Fenster- und Türstürzen, tragenden Gerippen bei Skelettbauweise, auskragenden Bauteilen (z.B. Balkone aus Stahlbeton), betonierten Wandscheiben und Rollladenkästen. Eine Wärmebrücke macht sich nach schon geringer Zeit dadurch bemerkbar, dass durch den deutlichen Temperaturunterschied Wasser kondensiert und feuchte Stellen in der Wand oder an der Decke erkennbar werden. Der nächste Schritt ist häufig Schimmelbildung, die ein deutliches Zeichen ungenügende Wärmedämmung ist. Dem wirkt eine entsprechende Wärmebrückendämmung effektiv entgegen. Bei Stützen oder großflächigen Bauteilen kann hier eine extrudierte Polystyrol-Hartschaumdämmung (in Form von vorgefertigten Platten unterschiedlicher Dicken, die vor Ort passgenau auf die passende Größe zugeschnitten werden) definiert eingesetzt und direkt in die Schalung eingelegt werden. Wärmebrücken werden häufig auch fälschlicherweise als Kältebrücken bezeichnet.
Wärmedurchgangskoeffizient
Der Wärmedurchgangskoeffizient wird im Bauwesen U-Wert genannt (früher k-Wert). Er gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Bauteilfläche von 100 m² in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und aussen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Je kleiner der Wert, desto besser. Ein guter U-Wert für ein Dach liegt bei etwa 0,20 kwh. Dies wird mit einer Zwischensparrendämmung von etwa 20 cm Dicke oder einer Aufsparrendämmung von etwa 12 Dicke erreicht. Bei einem Niedrigenergiehaus sollte der U-Wert des Daches unter 0,15 liegen. Dies wird durch entsprechende Erhöhung der Dämmstoffdicke erreicht. Ein guter U-Wert für eine Wand liegt bei 0,30, um Niedrigenergiehaus-Standard zu erreichen, sollte der U-Wert 0,20 nicht überschreiten. Das U im U-Wert entstammt der englischen Bezeichnung "Unit of heat-transfer".
Wärmedurchlasskoeffizient
siehe Wärmedurchlasswiderstand.
Wärmedurchlasswiderstand
Mit dem Wärmedurchlasswiderstand wird der Widerstand einer Schicht gegen das Durchströmen von Wärme angegeben. Zu seiner Ermittlung ist die Dicke der betreffenden Schicht (in Meter) durch die stoffbezogene Wärmeleitfähigkeit zu dividieren. Je höher der Wärmedurchlasswiderstand, desto besser die Wärmedämmung. Der Wärmedurchlasswiderstand wird zur Berechnung der Wärmedurchlässigkeit (U-Wert) eines Bauteils benötigt.
Wärmedämmstoffe
Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe bezeichnet, die eine niedrige Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit besitzen und zum dämmen von Gebäuden eingesetzt werden. Als Dämmstoffe kommen Mineralwolle, Polystyrol, PUR-Hartschaum, Holzfaserplatten, Hanfwolle, Schaumglas oder Perlite zum Einsatz. Nicht jeder Wärmedämmstoff ist für jede Anwendung geeignet. Bei einer Außendämmung dürfen die Stoffe z.B. kein Wasser aufnehmen, da sonst die Wirkung herabgesetzt wird. Speziell für die Fassadendämmung werden sogenannte Wärmedämmverbundsysteme angeboten.
Wärmedämmverbundsystem
wdvs
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) stellen ein kombiniertes Klebe-, Montage-und Beschichtungssystem dar, wie es in der DIN V18559 beschrieben wird. Wärmedämmende Materialien (Styropor, Steinwolle, Holzwolle-Leichtbauplatten, Kork etc.) werden auf den Außenwänden eines Gebäude befestigt (mit Klebemörtel, mit Dübeln, mit Halteleisten). Die Dämmung wird anschließend mit einer Beschichtung versehen. Diese Beschichtung besteht aus einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schlussbeschichtung (Putz, keramische Bekleidung wie Riemchen oder Fliesen), die möglichst wasserabweisend (hydrophobiert) und dennoch wasserdampfdurchlässig (diffusionsoffen) sein sollte. Der Begriff Verbundsystem bringt zum Ausdruck, dass die einzelnen Komponenten des Systems ein aufeinander abgestimmter Verbund sind / sein müssen.
Wärmeeindringkoeffizient
Der Wärmeeindringkoeffizient ist eine reine Baustoffkenngröße, die um so kleiner ist, je weniger Wärme beim Kontakt zweier Körper transportiert wird. „Warme“ Baustoffe wie z. B. Ziegel weisen günstige Werte auf. Der Wärmeeindringkoeffizient kann ganz einfach praktisch vermittelt werden. Kalte Baustoffe Metalle haben einen hohen Wärmeeindringkoeffizient und fühlen sich entsprechend kalt an, wenn man sie berührt. Warme Baustoffe wie Dämmstoffe oder Holz fühlen sich hingegen warm an und haben einen niedrigen Wärmeeindringkoeffizienten.
Wärmekapazität
Die Wärmekapazität ist eine materialspezifische Größe. Sie zeigt an, wie viel Wärme durch den Baustoff aufgenommen werden kann. Sehr schwere dichte Stoffe (z.B. schwere Steine) haben eine hohe Wärmekapazität. Bei leichten wie z.B. Wärmedämmstoffen ist die Wärmekapazität hingegen sehr gering. Bei den Wärmedämmstoffen gibt es allerdings große Unterschiede. Bei Mineralwolle ist die Wärmekapazität z.B. eher gering, eine Dämmschicht aus eingeblasenen Zelluloseflocken dagegen hat eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität. Die Wärmekapazität sagt also nicht direkt etwas über die wärmedämmenden Eigenschaften von Materialien aus. Wasser hat eine besonders hohe Wärmekapazität, weshalb es sich gut zum Speichern von Wärme eignet.
Wärmeschutz
Unter Wärmeschutz wird der Schutz des Hauses vor Kälte oder Wärme (im Sommer) verstanden. Der richtig und ingenieurmäßig geplante Wärmeschutz ist die wirksamste Methode zur Energieeinsparung. Er soll folgende Anforderungen erfüllen: Schaffung hygienischer Wohnverhältnisse, d.h. Erzielung eines gesunden und behaglichen Innenraumklimas. Erhaltung des Gebäudes und seiner Funktionstüchtigkeit durch Vermeidung schädlicher und unkontrollierter Tauwasserbildung (Gebäudepflege). Einsparung von Energie und dadurch von Heiz- und Betriebskosten (Wirtschaftlichkeit). Verminderung thermisch bedingter Gebäudeverformungen bzw. Spannungen, die zu Bauschäden führen können.
Wärmespeicherung
Wärmespeicherung ist die Eigenschaft eines Baustoffs oder Bauteils, zugeführte Wärmemengen aufzunehmen, zu speichern und bei Abkühlung der Umgebungsluft oder der angrenzenden Bauteile wieder abzugeben. Es gibt Baustoffe wie Massivholz oder Ziegel, die ein hohes Wärmespeichervermögen haben. In der Übergangszeit im Frühling und Herbst reicht das Wärmespeichervermögen eines massiven Hauses aus, mit der am Tage gespeicherten Wärme des Nachts die Räume zu wärmen, ohne dass die Heizung eingeschaltet werden muss.
Wärmespeichervermögen
Das Wärmespeichervermögen gibt an, wieviel Wärme, z.B. in einer Wand bei Raumheizung aufgenommen werden kann. Es ist abhängig von der spezifischen Wärmekapazität des Wandbaustoffes, seiner Rohdichte und Dicke. Schwere Wandbaustoffe können also eine größere Wärmemenge speichern als leichte. Außenseitig mit WDVS wärmegedämmte und schwere Mauerwerke sind während der Heizperiode im gesamten Querschnitt warm und können somit viel Wärme speichern. In der Übergangszeit im Frühling und Herbst reicht das Wärmespeichervermögen eines massiven Hauses aus, mit der am Tage gespeicherten Wärme des Nachts die Räume zu wärmen, ohne dass die Heizung eingeschaltet werden muss.
Wärmeverluste
Wie viel Energie zum Beheizen einer Wohnung bzw. eines Gebäudes benötigt wird, ergibt sich aus der Bilanzierung der Wärmeverluste und Wärmegewinne. Durch Außenwände, Kellerdecke, Dach und Fenster entweicht Wärme in die Umgebung. Diese Verluste werden als Transmissionswärmeverluste bezeichnet. Sie machen etwa 60 bis 80 % aller Wärmeverluste in Gebäuden aus. Die Bauteile mit den größten Wärmeverlusten sind üblicherweise Fenster und Glastüren. Um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss ein Gebäude gelüftet werden. Dabei geht Wärme verloren, die als Lüftungswärmeverluste bezeichnet wird. Sie haben an den gesamten Wärmeverlusten einen Anteil von etwa 20 bis 40 %. Durch eine mechanische Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung können diese Wärmeverluste allerdings um bis zu 80 % gesenkt werden.
Wärmeübergangskoeffizient
Der Wärmeübergangskoeffizient drückt die Wärmemenge aus, die pro Sekunde zwischen 1 m² der Oberfläche eines festen Stoffes und der ihn berührenden Luft ausgetauscht wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen Luft und Stoffoberfläche 1 Kelvin beträgt. Im Bauwesen wird der Wärmeübergangskoeffizient zur Berechnung des Wärmedurchgangskoeffienten bzw. des U-Werts benötigt. Es gibt unterschiedliche Wärmeübergangskoeffizienten, abhängig davon, ob der Übergang zwischen Luft und Bauteil innen oder außen erfolgt.
Wärmeübergangswiderstand
Bevor die Wärme in einen Bauteil eindringt oder diesen verlässt, muss ein hauchdünner, stehender Luftfilm, eine Grenzschicht, durchdrungen werden. Dieser Luftfilm bietet dem Übergang der Wärme einen Widerstand, den Wärmeübergangswiderstand. Dabei spielen die Luftbewegung sowie die Beschaffenheit und Lage der Oberfläche des Bauteils eine große Rolle. Im Freien gibt es eine starke Luftbewegung, daher ist der Luftfilm dünn und der Widerstand klein. Umgekehrt herrscht im Raum meist Windstille, daher ist der Luftfilm dick und der Widerstand groß. Der Wärmeübergangswiderstand ist der Kehrwert der Wärmeübergangszahl.

X

XPS-Dämmplatten
XPS steht für extrudiertes Polystyrol. Aus diesem werden Dämmplatten hergestellt, die für die sog. Perimeter-Dämmmung, also die Dämmung von Kelleraußenwänden, aber auch zur Abdichtung und Wärmedämmung unter der Bodenplatte geeignet sind. Das geht natürlich nur, weil die (in verschiedenen Farben auf dem Markt angebotenen) Platten unverwüstlich sind, hohem Erddruck standhalten und praktisch kein Wasser aufnehmen, weshalb XPS-Platten auch im Grundwasser oder bei drückendem seitlichen Wasser eingesetzt werden. XPS-Platten benötigen, wenn sie an der Kelleraußenwand angebracht sind, keine weitere abschließende Behandlung. Die Baugrube kann sofort verfüllt werden.

Z

Zweischaliges Mauerwerk
Beim zweischaligen Mauerwerk handelt es sich um ein Mauerwerk mit zwei getrennten Mauerschalen. Diese können ohne Zwischenraum wie beim Verblendmauerwerk oder mit Zwischenraum gemauert sein. Damit die einzelnen Schalen standfester sind, werden sie in regelmäßigen Abständen durch Maueranker oder spezielle Verbundziegel miteinander verbunden. Zwischen den beiden Schalen kann eine ISOVER-Wärmedämmung eingebracht werden. Die Kerndämmung sollte nicht dicker als 15 cm sein. Als Dämmstoff kommen Mineralfaser- oder Hartschaumplatten sowie eine Dämmschüttung in Frage.
Zwischendämmung
siehe zweischaliges Mauerwerk
Zwischensparrendämmung

Die einfachste und wirkungsvollste Art, ein Steildach zu dämmen, ist die Zwischensparren-Dämmung. Hierzu werden flexible Klemmfilze aus Glaswolle oder ULTIMATE mit 1 bis 2 cm Übermaß zugeschnitten und in die Gefache geklemmt. Diese Dämmung mit Mineralwollefilzen sorgt nicht nur für einen effektiven Schutz gegen Kälte im Winter, sondern auch gegen Hitze im Sommer. Gleichzeitig bewirken Klemmfilze einen komfortablen Schutz gegen Außenlärm und eine besondere Sicherheit gegen die Beschädigung von Eigentum und Gesundheit der Bewohner im Brandfalle.

Ö

Ökobilanz
Unter einer Ökobilanz (engl. auch LCA – Life Cycle Assessment) versteht man eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten Lebensweges („von der Wiege bis zur Bahre“). Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung des Produktes, sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse (z. B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Zu den Umweltwirkungen zählt man sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z. B. Erze, Rohöl) sowie die Emissionen in die Umwelt (z. B. Abfälle, Kohlendioxidemissionen). Der Begriff der Bilanz wird bei der Ökobilanz im Sinne von einer Gegenüberstellung verwendet, sie ist nicht mit der Bilanz innerhalb der Buchhaltung zu verwechseln.

Allgemein unterscheidet man zwischen
einer Ökobilanz, die den Umweltaspekt eines einzelnen Produkts berücksichtigt,
- einer vergleichenden Ökobilanz, die eine Gegenüberstellung mehrerer Produkte verfolgt, sowie
- einer ganzheitlichen Bilanzierung, die wirtschaftliche, technische und/oder soziale Aspekte mit einbezieht.

Neben der Ökobilanz (produktbezogene Ökobilanz, Produktökobilanz) kann eine Stoffstromanalyse der Bestimmung weiterer Stoff- und Energiebilanzen dienen: Betriebliche Umweltbilanzen und Prozessökobilanzen. Diese unterscheiden sich von der Ökobilanz dadurch, dass sie einen Periodenbezug haben (oft Bilanzjahr genannt) und dass ihnen das Verursachungsprinzip nicht zugrunde liegt (Welche Stoff- und Energieströme hat das Produkt über den gesamten Lebensweg verursacht?). Die betriebliche Umweltbilanz findet sich beispielsweise oft in Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen.

Mit der Norm ISO 14040 ist der Begriff Ökobilanz zwar ausschließlich auf produktbezogene Ökobilanzen anwendbar. Allerdings definiert diese Norm „Product“ als „any goods or services“ und beinhaltet ausdrücklich auch Dinge wie Transporte, die Reparatur eines Fahrzeuges oder die Bereitstellung von Information im Kontext von Wissensvermittlung. Damit ist die Methodik einer Ökobilanz auch für die (ökologische) Untersuchung von Verfahren und Prozessen anwendbar und wird dafür auch genutzt.

Im betriebswirtschaftlichen Umfeld kann die Ökobilanz zu den ökologieorientierten Planungsinstrumenten des Controlling gezählt werden. Größere Bedeutung jedoch findet sie in der (Umwelt-)Politik und der Gesetzgebung.

Gemeinsames Ziel der verschiedenen Unternehmens-Ökobilanzmethoden ist es, das betriebliche Geschehen auf mögliche ökologische Risiken und Schwachstellen systematisch zu überprüfen und Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Ausgangspunkt hierfür ist die Überlegung, dass der jährliche Input (in Kilogramm und Kilowattstunden), der in das Unternehmen eingeht, mengenmäßig dem Output und den Bestandsveränderungen entsprechen muss. Wichtig für diese Gleichung ist vor allem, dass Input, Output und Bestandsveränderungen vollständig gemessen werden (also beispielsweise inklusive des hinzufließenden Regenwassers, der Verdampfung, Leckagen, des Zwischenlagers o. Ä.). Aufbauend auf dieser Sachbilanz, werden die jeweiligen In- und Outputstoffe hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die Umwelt analysiert, und schließlich wird die Gesamtzahl an Stoffen und ihre Wirkungen bewertet. Die Erstellung von Sachbilanzen wird auch als Stoffstromanalyse bezeichnet.
Ökoeffizienz

Ökoeffizienz ist der Quotient aus dem wirtschaftlichen Wert eines Produktes und den durch den Herstellungsvorgang auf die Umwelt ausgeübten Auswirkungen, gemessen in einer geeigneten Einheit. Ökoeffizienz unterscheidet sich vom Begriff der Ökoeffektivität, welcher durch den deutschen Chemiker Michael Braungart und den US-amerikanischen Architekten William McDonough geprägt wurde.

Der Begriff wurde 1991 vom Wirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung (Business Council for Sustainable Development, heute World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) – Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung) in die Wirtschaftswelt eingeführt. Die Motivation dafür war, dass negative ökologische Wirkungen und die Ressourcenintensität über den gesamten Lebenszyklus (des Produktes) auf ein Niveau verringert werden sollen, welches mit der Tragfähigkeitsgrenze der Erde vereinbar ist. Ökoeffizienz wird erreicht, wenn Güter und Dienstleistungen preislich wettbewerbsfähig sind, menschliche Bedürfnisse befriedigen und Lebensqualität bringen.

Der Handelsrat für nachhaltige Entwicklung definiert Ökoeffizienz über die Formel:
Ökoeffizienz = (Wirtschaftlicher Wert eines Produktes)/(Einfluss bzw. Auswirkungen auf die Umwelt)

Dieses Konzept fordert die Maximierung des Wertes (utility) pro Einheit „Umweltbelastung“. Dabei wird sowohl der Herstellungsprozess als auch der Gebrauch/Nutzen und die spätere Entsorgung (bei Produkten) in die Bilanz einbezogen („von der Wiege bis zur Bahre“). Die Verminderung der Material- und Energieintensität von Produkten und die Reduzierung des Schadstoffausstoßes sollen zusammen mit der Erhöhung der Recyclingfähigkeit von Produkten sowie dem maximalen Einsatz wiederverwendeter Materialien eine möglichst geringe Umweltbelastung bewirken. Ökoeffizienz ist eine Kennzahl, mit der Produktionsprozesse und Produkte wirtschaftlicher gestaltet werden sollen. Die Steigerung der Umweltverträglichkeit ist dabei ein positiver Nebeneffekt. Die Reduktion der vielfältigen Umweltbelastung auf einen skalaren Divisor erfordert die Zusammenfassung verschiedener Faktoren wie beispielsweise Kohlendioxidausstoß und Schwermetallemissionen, die notwendigerweise als willkürlich gewählten Rechenverfahren vorgenommen werden muss. Die Kennzahl Ökoeffizienz trifft keine Aussage über die grundsätzliche Nachhaltigkeit (Tragfähigkeit des Ökosystems).