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01.06.2011

Polystyrol

 
Bei Dämmstoffen aus Polystyrol, unter dem Markennamen "Styropor" in Deutschland bestens bekannt, muss man zwischen expandiertem Polystyrol (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS) unterscheiden. Beide Dämmstoffe entstehen unter hohem Energieverbrauch aus Ethylbenzol, Benzol und Aluminiumchlorid. Die gesamte Produktionskette spielt sich in einem geschlossenen Prozess ab, so dass die Herstellung für die Umwelt nicht giftig ist. Der erwähnte hohe Energieverbrauch relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Polystyrol bis zu 50-mal recycelt werden kann und dass sich der energetische Gesamtaufwand des Herstellungsprozesses schon nach zwei bis drei Monaten durch Einsparung bei der Heizenergie ausgleicht. Zum Dämmstoff wird das Polystyrol erst durch Aufschäumen auf den 20- bis 50fachen Umfang. Zur Herstellung von EPS wird das Gas Pentan eingesetzt. XPS dagegen wird unter Einsatz von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen hergestellt. Die Dämmstoffe kommen in Form von Platten in den Handel. Mit diesen Platten lassen sich rasch große Flächen dämmen. Eingesetzt wird EPS hauptsächlich bei der Fassadendämmung, unter Estrich und im Dachbereich. XPS-Platten sind besonders für die Dämmung der Kelleraußenwande und der Dämmung unter den Gründungsplatte geeignet. Sie verfügen auch - und das ist der entscheidende Unterschied - über eine wesentlich höhere Druckfestigkeit. Polystyrol-Platten dämmen gut, der sommerliche Wärmeschutz ist schlecht, was sich ganz besonders unter dem Dach bzw. bei Leichtbaukonstruktionen bemerkbar macht.

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